Model Y SR/LR Einstiegs- und Käufer-Guide - Anfängerfragen erlaubt!

Erklärung: Der Text wurde nicht mit Chat-GPT geschrieben, sondern von Hand. Ob das ein Vorteil ist, kann ich nicht beurteilen :sweat_smile:.


In diesem Forum finden sich sehr viele Informationen zu Tesla und den entsprechenden Fahrzeugen. Am Anfang kann es schwer sein, sich zu orientieren und einzuschätzen, welche Themen wirklich relevant sind und welche getrost ignoriert werden können.

Dieser Thread soll Neulingen und Kaufinteressierten eine Orientierung geben.

Auf den Straßen sieht man eine zunehmende Anzahl an Teslas, obwohl die Firma keine Werbung macht. Warum ist das so? Der Hauptgrund dafür dürfte wie folgt lauten:

Das Tesla Model Y besitzt ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis.

Nahezu jeder ist überrascht, wenn er erfährt, dass man ein Model Y bereits für unter 40.000€ erhalten kann. Und das praktisch mit Vollausstattung, da es bei Tesla keine nennenswerten Ausstattungsvarianten gibt.

Die Preise schwanken bei Tesla relativ stark und es gibt durchaus „gute“ und „schlechte“ Zeitpunkte zum Kauf. Meine Persönliche Einschätzung dazu findet sich weiter unten im entsprechenden Kapitel. Ich beobachte den Markt schon länger und hatte in der Vergangenheit ein recht gutes Händchen, was den Einkauf von Teslas anging - vielleicht hilft es ja Jemandem.

Dass Tesla ein so gutes Preis-/Leistungsverhältnis besitzt und daher so beliebt ist, liegt an mehreren Faktoren. Ein wichtiger Faktor ist mit Sicherheit der Verzicht von Tesla auf Werbung (welche pro Fahrzeug durchaus mehrere 1000€ ausmachen kann).




Preisentwicklung

Nun, kommen wir zum wohl interessantesten Thema: Der Preisentwicklung. Zunächst einmal möchte ich auf einen Thread hinweisen, in dem eventuelle Preisänderungen besprochen werden:
Preisänderungen beim Model Y (Teil 3)

Bzgl. des Timings für den Kauf gibt es Stimmen, die sagen, man soll sich ein Auto dann kaufen, wenn man es braucht und dass es keinen guten oder schlechten Zeitpunkt gibt. Davon möchte ich beim Kauf eines Tesla deutlich abraten.

Tesla ist ein börsennotiertes Unternehmen und sehr darauf fokussiert, zum Quartals- und Jahresende gut aussehende Zahlen zu präsentieren. Das geht bei Tesla so weit, dass es irrational wird (aus Endkundensicht aber eine Tolle Gelegenheit für das ein oder andere Schnäppchen). Preise werden teilweise zum Quartalsende so weit reduziert, als würden die Fahrzeuge nach dem Quartalsende unverkäuflich. Dies führt natürlich zu einer Erwartungshaltung beim Kunden (Stichwort Praktiker: 20% auf alles außer Tiernahrung).

Das Rabattverhalten bei Tesla hat sich in den letzten Quartalen geändert. Vor einem Jahr war es noch so, dass man zum Quartalsende sicher die besten Angebote erhalten hat. Dies muss aktuell nicht mehr so sein. Vor allem Sonderzins-Aktionen gibt es häufig bereits im ersten und zweiten Monat eines Quartals.

Mittlerweile erhält man die besten Preise, bzw. höchsten Nachlässe bei den „Bestandsfahrzeugen“. Darunter versteht Tesla die Fahrzeuge, die bereits auf dem Hof stehen oder auf dem Weg dorthin sind. Die Fahrzeuge haben keinerlei Nachteile gegenüber einer Neubestellung. Man muss jedoch teilweise flexibel sein, was die Ausstattung des Fahrzeugs angeht (Farbe, Innenraumfarbe, Felgen, Auslieferungscenter), wenn man den besten Preis haben möchte.

Erwähnenswert ist auch noch, dass man bei Tesla nicht mit dem Verkäufer/Mitarbeiter verhandeln kann. Der Preis ist gesetzt. Es spielt keine Rolle, ob man ein Fahrzeug online bestellt, telefonisch oder direkt vor Ort. Die Verkäufer werden nach meinem Kenntnisstand morgens Informiert, wenn eine neue Rabattaktion startet. Sie wissen also nicht vorher Bescheid. Es gehört natürlich zur Verkaufstaktik des jeweiligen Verkäufers euch das Gefühl zu geben, er hätte euch ein persönliches Angebot gegeben, das nur er rausgeben kann. Ist aber Unsinn. Die Preisstruktur für die Fahrzeuge ist bei Tesla aus Sicht des Endkunden sehr transparent und fair gehalten.

Um den besten Preis/das beste Angebot für ein Fahrzeug zu erhalten empfehle ich folgendes Vorgehen:

  • Zunächst macht es Sinn ein „Gefühl“ für den Preis, bzw. gute Preise zu bekommen. Dafür eignet sich besonders der folgende Thread sehr gut, welcher die Preise der Fahrzeuge im europäischen Vergleich zeigt. Damit sieht man, wo Tesla noch Luft nach unten hat und wann und wo die jeweiligen Tiefstpreise waren:
    Preise Model Y im europäischen Vergleich
    – Nach meinem Kenntnisstand war der bisher erreichte niedrigste Kaufpreis für das Model Y im Dezember 2023:
    – MY SR Basisausstattung ca. 38.500€ Brutto nach Abzug aller Prämien
    – MY LR Basisausstattung ca. 45.500€ Brutto nach Abzug aller Prämien
  • Man sollte sich vorab klar machen, wie die eigene Wunschkonfiguration aussieht und welche Abweichungen man in Kauf nehmen würde, wenn denn der Preis stimmt. Dies gilt vor allem für den Abholungsort, bei der Konfiguration war ich immer wenig kompromissbereit und hatte trotzdem mit entsprechender Geduld Erfolg.
  • Die Tesla Mitarbeiter machen vor allem kurz vor Quartalsende Druck, damit das Fahrzeug noch vor Quartalsende abgeholt wird. Tut man das nicht, ist das Angebot in der Regel hinfällig.
  • Es macht Sinn den Tesla-Referral Link, den man nutzen möchte bereits vorher zu aktivieren. Dieser wird üblicherweise entsprechend abgelegt und ist auch noch aktiv, wenn man die Seite später wieder aufruft. Es ist jedoch zu beachten, dass der Link überschrieben wird, wenn man bspw. einen Ref-Link von einer anderen Person aufruft. Im Eifer des Gefechts vergisst man den Link sonst gerne mal oder hat nicht die Zeit diesen noch extra rauszusuchen.



Betriebskosten und Wertverlust/Verkaufspreise

Neben den reinen Anschaffungskosten sind natürlich auch die Betriebskosten und der Wertverlust, bzw. die späteren Verkaufspreise relevant.

Bzgl. der Betriebskosten liefert der ADAC eine sehr umfangreiche Übersicht, die öffentlich abgerufen werden kann

Es müssen natürlich die Randbedingungen beachtet werden:
Einkauf zum Listenpreis, 5 Jahre Haltedauer bei 15.000km/Jahr Fahrleistung, Stromkosten 44 ct/kWh usw.

Mit den Randbedingungen werden viele natürlich nicht einverstanden sein, es lassen sich dadurch aber die Kosten des Fahrzeugs sehr gut mit anderen Herstellern vergleichen.

Wer eine Übersicht sucht, was andere Hersteller so für Rabatte gewähren, dem würde ich einen Blick auf die APL Schnäppchensuche empfehlen.

Der mit Abstand größte Posten ist der Wertverlust, dementsprechend positiv wirken sich natürlich Rabatte beim Kauf des Fahrzeugs aus.

Die Zahlen für den Wertverlust nimmt der ADAC von der DAT. Man kann sich die Restwerte eines Model Y SR und LR nach 5 Jahren Laufzeit und 75.000km natürlich selbst ausrechnen und erhält dadurch die Werte, welche von der DAT angenommen werden:

Model Y SR, 5 Jahre alt, 75.000km: 11.328€ (DAT Restwert Schätzung)
Model Y LR, 5 Jahre alt, 75.000km: 15.308€ (DAT Restwert Schätzung)

Ich persönlich würde die Werte, die in fünf Jahren zu erwarten sind, etwas höher einschätzen. Es ist aber natürlich immer gefährlich, wenn der Wunsch der Vater des Gedanken ist. Insbesondere in Anbetracht der chinesischen Wettbewerber, die zunehmend auf den Markt strömen, sowie E-Autos in niedrigerem Preisbereich.

Auch die Schlussrate von der Tesla Ballonfinanzierung liefert einen Anhaltspunkt für eine Restwertschätzung. Dort ergeben sich für die Basisausstattungen für das Model Y SR (Kaufpreis: 44.890€) und das Model Y LR (Kaufpreis 54.990€) bei 0€ Anzahlung, 5 Jahren Laufzeit und 15.000km/Jahr die folgenden Werte:

Model Y SR, 5 Jahre alt, 75.000km: 22.832€ (Tesla Ballonfinanzierung Schlussrate)
Model Y LR, 5 Jahre alt, 75.000km: 27.680€ (Tesla Ballonfinanzierung Schlussrate)


Für das Model Y SR wurden bisher im internen TFF-Bereich leider kaum Verkäufe gemeldet, was an der seit 2023 geltenden Bafa-Mindesthaltedauer von 12 Monaten liegen dürfte.

Für das Model Y LR wurden jedoch im November und Dezember 2023 vier Verkäufe gemeldet. Der erreichte Verkaufspreis lag dabei für ein weißes Model Y LR mit schwarzem Innenraum und ohne Anhängerkupplung zwischen 45.000€ und 47.000€, je nach Kilometerlaufleistung, Fahrzeugalter und Verhandlungsgeschick. Fahrzeugalter war zwischen 1 bis 1,5 Jahren.

Beim Model 3 lag die Preisdifferenz zwischen dem Model 3 SR und dem Model 3 LR bei ca. 6000€.

Sollte sich diese Differenz auf das Model Y SR übertragen lassen, so kann man mit einem Verkaufspreis zwischen 39.000€ und 41.000€ je nach Alter, Kilometerstand und Zustand rechnen.

Schaut man sich die Preise für das Model Y SR bei mobile.de (Standort Deutschland, keine Unfallfahrzeuge) an, so geht das erste seriöse und sofort verfügbare Fahrzeug preislich bei ca. 38.600€ los, also noch etwas geringer.

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Nun, dann mal inhaltlich ans Eingemacht:

Ausstattung: One-fits-all

An der Ausstattung gibt es nicht viel zu konfigurieren. Motor-/Akkuauswahl, Lackfarbe, Farbe des Innenraums, Felgengröße, Anhängerkupplung und Software. Wobei sich die Anhängerkupplung auch nachrüsten lässt. Kostet dann 1500€ statt 1350€, die Nachrüstung erfolgt meist über den mobilen Service, es kommt also jemand bei euch zuhause/auf der Arbeit vorbei und rüstet die AHK nach, ohne Aufpreis. Auch die Software lässt sich ohne Nachteile auch später kaufen (würde ich auch empfehlen).

Bleiben als wesentliche Auswahlthemen: Motor-/Akkuvariante, Außenfarbe und die Farbe des Innenraums. Die Grundausstattung ist bei den Motor-/Akkuvarianten nahezu identisch.


Ich möchte nachfolgend auf das Model Y in der Basisvariante (abgekürzt auch MY SR genannt, SR steht für Standard Range) und das Model Y mit der Maximalen Reichweite/Long Range (abgekürzt MY LR, LR steht für Long Range) eingehen. Ein Model Y Performance haben wir nie besessen, daher halte ich mich da zurück und wer sich für das Fahrzeug interessiert benötigt meist keinen Einstiegs-Guide :).

Wie bereits gesagt, nutzt Tesla eine one-fits-all Strategie. Alle Tesla Model Y besitzen (in allen Ausstattungsvarianten):

  • Klimaautomatik vorne und hinten
  • Sitzheizung und Lenkradheizung
  • Panoramaglasdach
  • elektrisch verstellbare Sitze und Lenkrad
  • Wärmepumpe
  • Elektrischen Kofferraum
  • Frunk

Es gibt noch viele weitere Ausstattungen, die ich hier nicht alle aufzählen kann/möchte. Stattdessen möchte ich auf die wirklich wichtigen Themen eingehen, die einen als Neukunden interessieren und die man vor dem Kauf wissen sollte.

Dazu eine Warnung: Bei vielen Themen handelt es sich dabei um meine persönliche Sichtweise. Ich schreibe dies auch, da es hier teilweise hitzige Debatten zu manchen Themen mit unterschiedlichen Standpunkten gibt. Insgesamt würde ich jedoch behaupten, dass ich einen relativ normalen Standpunkt vertrete: Tesla baut tolle Autos, vor allem für den dafür aufgerufenen Preis. Aber ich besitze nicht den fast schon religiösen Fanatismus alles toll zu finden, was Tesla anpackt. Kritik muss erlaubt sein und beugt späteren Enttäuschungen vor. Man muss aber auch nicht alles schlecht reden.




Motor und Akku: Standard Range (SR) vs. Long Range (LR)

Als Einsteiger in den Bereich der Elektromobilität neigt man als Kunde dazu, zur Sicherheit den großen Akku zu nehmen. Meine Freundin und ich fahren mittlerweile beide das Model Y Standard Range und ich bin ein großer Fan dieses Fahrzeugs, da es bzgl. Preis/Leistung schlichtweg unschlagbar ist. Es gibt aber dennoch Anwendungen, für die der Long Range sinnvoll sein kann. Gehen wir das Thema mal durch:

Kurz die Daten:
SR hat ca. 300PS und im Alltag ca. 300km Reichweite
LR hat ca. 430PS und im Alltag ca. 380km Reichweite
Anmerkung: Tesla wirbt beim LR mit 514PS. Diese hat das Fahrzeug aber nur, wenn man die Boost-Funktion kostenpflichtig freischaltet.
Siehe auch: Wie viele Pferdestärken hat das Model Y Long Range?

Im Alltag haben jedenfalls beide Fahrzeuge genug Leistung.

Die Ausstattungen zwischen dem SR und LR sind nahezu identisch. Genauere Details in diesem Thread: Unterschiede Model Y SR vs. LR. Dies ist ein Sonderfall beim Model Y in Europa. Beim Model 3 besitzt die SR Version beispielsweise nur eine abgespeckte Soundanlage. Und in den USA wurde das Model Y SR erst kürzlich leicht verschlechtert bzgl. der Ausstattung. Dies ist in Europa bisher nicht der Fall.

Der wichtigste Unterschied zwischen SR und LR liegt in der Akkutechnologie und der Leistung.

Das SR besitzt eine LFP-Batterie mit ca. 60 kWh. Diese sind relativ neu in Elektroautos. Für den Hersteller bieten sie den Vorteil, dass sie vergleichsweise günstig sind. Für den Endkunden, dass sie unheimlich robust sind, was die Ladezyklen angeht und man kann das Fahrzeug auch problemlos über einen längeren Zeitraum bei 100% Ladung stehen lassen. Tesla empfiehlt sogar, den Akku wöchentlich auf 100% zu laden, um der Kalibrierung zu helfen. Ich selbst lade das Auto maximal alle 1-2 Monate mal auf 100%, es ist also kein Kriterium, das überbewertet werden sollte.

Ein weiterer Vorteil sind die LFP Batterien von BYD, die seit kurzem im Model Y SR zum Einsatz kommen. Diese haben eine unglaublich hohe Ladegeschwindigkeit (unter 20 Minuten von 10-80%), laden auch bei Kälte noch extrem schnell und benötigen nur sehr wenig Energie zum Vorkonditionieren (also Vorheizen) des Akkus zum Schnellladen. Wir haben diese Batterien in unseren Y SR und man kriegt beim Schnellladen das Grinsen nicht aus dem Gesicht - auch wenn man vorher einen LR hatte.

Der LR besitzt dagegen eine klassische Li-Ion Batterie mit ca. 80kWh. Im Alltag sollte diese in einem Ladezustand zwischen 20 und 80% gehalten werden. Die hohen Ladegeschwindigkeiten lassen sich nur bei niedrigen Akkuständen erreichen. Der Akku wird schon ziemlich lange praktisch ohne Veränderung im MY LR verbaut und eine Technologieupgrade dürfte bald fällig sein.

Viel Text, ohne bei der Auswahl wirklich zu helfen, daher nach den technischen Informationen nun meine persönliche Meinung:
Es gibt Anwendungsszenarien in denen der LR Sinn macht. Wenn man bspw. die Leistung haben will. Sei es weil man Spaß daran hat, oder weil man häufig mit nem Anhänger/Wohnwagen unterwegs ist. Ist letzteres der Fall sind auch die 20kWh, die der LR zusätzlich hat, sehr nützlich.
Allgemein empfehle ich jedoch das Model Y SR mit BYD Akku. Die Reichweite ist absolut ausreichend, wir fahren damit häufig Langstrecke ohne irgendwelche Einschränkungen und das obwohl wir Laternenparker sind, also keine feste Lademöglichkeit zuhause haben. Der Akku ist robust und lädt unfassbar schnell. Meist muss man sich auf Langstrecke bei den Pausen sogar beeilen, da bei den Superchargern ab 5 Minuten nach der Vollladung Gebühren anfallen.

Für die Beurteilung ob SR oder LR, empfiehlt sich die folgende Frage: Wie weit fahre ich üblicherweise, bis ich eine Pause brauche. Über 250 Kilometer? Dann könnte der LR die bessere Wahl sein, wenn man nicht gewillt ist sich umzustellen.

Ansonsten würde ich immer den SR empfehlen.

Zwei wichtige Hinweise noch zum SR:
Tesla verbaut seit kurzem auch wieder CATL LFP Batterien in Berlin statt der BYD LFP Batterien. Befindet sich an der 7. Stelle der Fahrzeug-VIN ein E, so besitzt das Fahrzeug eine BYD Batterie. Befindet sich an der 7. Stelle ein F, so ist es die CATL-Batterie. Der passende Thread dazu findet sich hier: Model Y RWD 2024 aus Grünheide wieder mit CATL Akku?. Auch die CATL-Batterien haben ihre Befürworter, da sie ca. 4kWh mehr Energie besitzen. Dafür ist die Ladegeschwindigkeit am Schnelllader etwas langsamer und es wird mehr Energie zum Vorkonditionieren der Batterie für den Schnelllader benötigt. Ist vor allem dann ein Thema, wenn man häufig auf Schnelllader angewiesen ist, da man zuhause keine Lademöglichkeit hat. Wir hatten früher in unseren Fahrzeugen auch die CATL Batterien und ich können nur zu den BYD Batterien raten.

Es gibt Gerüchte dazu, dass die BYD-Batterie schneller degradieren soll. Dies scheint jedoch nicht wirklich der Fall zu sein, es wird lediglich bei der CATL-Batterie die anfängliche Degradation nicht angezeigt. Wen das Thema interessiert, für den gibt es in diesem Thread genauere Infos.

Technische Informationen zum Thema Motoren findet man hier:
Wiki Model 3 / Model Y - Motoren / Drive Units

Technische Informationen zum Thema Batterien findet man hier:
Wiki Akkuwiki - Model 3 / Model Y




Fahrerassistenzsysteme

Ein wirkliches heikles Thema bei Tesla, daher werde ich es etwas ausführlicher behandeln. Während Tesla allgemein aus den Medien für seine Arbeit am autonomen Fahren bekannt ist, sorgen die Fahrerassistenzsysteme hier im Forum oft für hitzige Debatten. Viele Neukunden sind enttäuscht angesichts dessen, was sie bisher von anderen Herstellern gewohnt waren und auch viele Bestandskunden haben einen Mix aus Resignation und Enttäuschung aufgrund des mangelnden Fortschritts bei manchen Themen.

Im Folgenden werde ich die wichtigsten Themen durchgehen. Falls man jedoch keine Lust hat so viel zu lesen, möchte ich gerne vorab meine persönliche Einschätzung zum Thema Fahrerassistenzsysteme bei Tesla äußern:

Verglichen mit den Fahrzeugen, die man in Deutschland als Mittelklasse bezeichnet, ist Tesla bestenfalls Durchschnitt. Nimmt man zur Mittelklasse auch noch die Oberklasse mit dazu, dürfte Tesla sich im unteren Drittel befinden. Das ist nicht schlimm und für den Preis auch vollkommen ok. Man sollte es nur wissen, damit man angesichts der Berichterstattung zum Thema „autonomes Fahren“ und Tesla nicht mit der falschen Erwartungshaltung herangeht und enttäuscht wird.
Tesla lässt seine Kunden durch häufige Updates die Entwicklung „miterleben“. Und Tesla hat zweifelsohne auch großes Potential, aber steht sich häufig genug auch schlicht selbst im Weg. Zudem ist zu erwähnen, dass Tesla die Entwicklung des autonomen Fahrens in den USA stark vorantriebt, in Europa ist aber das Gegenteil der Fall (ja, tatsächlich eine Rückentwicklung).


Einparksensorik

Ein leidiges Thema. Tesla hat 2022 angefangen die allgemein als Stand der Technik geltenden Ultraschallsensoren (USS) von den Fahrzeugen zu entfernen, bzw. die Fahrzeuge ohne diese Sensoren ausgeliefert. Die Parksensorik soll dann ausschließlich durch die bereits im Fahrzeug eingebauten Kameras erfolgen. Warum die Sensoren entfernt wurden, ist nicht wirklich klar. Zunächst schien es als Kosteneinsparmaßnahme. Tesla hat diese Sensoren aber mittlerweile auch von Model S und X entfernt. Zumal waren alle Fahrzeuge, die für den chinesischen Markt bestimmt waren, noch lange Zeit mit diesen Sensoren ausgestattet.
Nun, warum es ein leidiges Thema ist: Die ohne USS ausgelieferten Fahrzeuge hatten ca. ein Jahr lang gar keine Parksensorik. Es kam dann eine rudimentäre Parksensorik und im Dezember 2023 dann ein doch recht brauchbares System, welches ein 3D-Abbild der Umgebung anzeigt.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, bzw. die Debatte verfolgen will, wird hier fündig:
Tesla Vision statt Ultraschallsensoren (USS)
Ein gutes Video von Nico Pliquett zum aktuellen Stand gibt es unter nachfolgendem Link.
NEU: Tesla Vision Park Assist - 360-Kamera und USS waren gestern… (Weihnachtsupdate 2023)
An der Stelle vielleicht noch die Warnung, dass Nico sein Geld mit Tesla verdient (Besitzer von shop4tesla) und dazu neigt die Dinge bzgl. Tesla stellenweise sehr positiv zu sehen. Aber wie sich das Fahrzeug schlägt, kann man in dem Video ganz gut selbst sehen/beurteilen.

Meine persönliche Meinung zu dem Thema:
Beide System haben Vor- und Nachteile, sowohl ein System basierend auf USS als auch die jetzt vorhandene rein kamerabasierte Lösung. So erkennen USS bspw. keine Bordsteinkanten. Kameras haben Probleme mit kleinen Hindernissen vor dem Fahrzeug. Ideal wäre eine Kombination aus beiden Systemen. Tesla ist jedoch leider kein Freund von Redundanz, daher muss man wohl mit dem leben, was man hier kriegt. Und nicht falsch verstehen, das ist mittlerweile ausreichend. Aber es würde besser gehen.


Regensensorik

Auch hier setzt Tesla auf ein rein kamerabasiertes System, während andere Hersteller üblicherweise einen expliziten Sensor nutzen. Das Ergebnis… naja…
Es gibt Leute, die mit der Regensensorik durchaus zufrieden sind. Viele (mich eingeschlossen) berichten jedoch von häufigem Trockenwischen oder kein Wischen/zu langsames Wischen bei starkem Regen und bei Gischt.

Das Thema hat bei Tesla aus zwei Gründen einen besonderen Stellenwert:

  • Man konnte den Scheibenwischer früher nicht komplett ausschalten, wenn man mit dem Autopiloten gefahren ist. Es musste die niedrigste Stufe oder halt eben die Automatik aktiviert sein. Ist dann sehr ärgerlich, wenn kein Regen vorhanden ist und das Fahrzeug meint, permanent wischen zu müssen. Durch das Weihnachtsupdate 2023 wurde das Problem entschärft, der Scheibenwischer lässt sich jetzt auch bei der Nutzung des Autopiloten vollständig abschalten.
  • Teslas besitzen keinen eigenen Wischerhebel. Am linken Lenkstockhebel ist ein Knopf, der den Scheibenwischer einmalig betätigt. Wenn man diesen drückt, wird auch automatisch ein Auswahlmenü auf dem Display angezeigt, um die entsprechende Wischerstufe einzustellen. Ist allerdings nicht wirklich ergonomisch, bzw. lenkt schon ein gutes Stück von der Fahrt ab, insbesondere bei Regen ein kleines Element auf dem Display treffen zu müssen. Alternativ kann mittlerweile nach der Betätigung des Wischknopfes auch die entsprechende Wischstufe über das linke Scrollrad am Lenkrad verstellt werden. Lenkt deutlich weniger von der Fahrt ab, vergisst man aber gerne mal im Eifer des Gefechts.
    Das Fehlen eines eigenen Wischerhebels ist wohl mit ein Grund, warum der Wischerautomatik bei Tesla eine solche Bedeutung zukommt.

Wer sich weiter in das Thema einlesen will, findet hier den passenden Thread:
Regensensor und Scheibenwischerautomatik im Model 3 und Y (Teil 2)


Autopilot

Die Bezeichnung „Autopilot“ erweckt teilweise falsche Erwartungen, letztendlich handelt es sich um einen Abstandstempomaten (ACC) mit diversen Einstellmöglichkeiten, wie man es auch von anderen Herstellern kennt. Funktioniert eigentlich ganz gut, bremst bis in den Stillstand und fährt im Stau auch selbstständig wieder los.

Was allerdings stört, sind sogenannte Phantombremsungen. Dabei erkennt der Tesla entweder ein Verkehrsschild falsch, entnimmt falsche Geschwindigkeitsdaten aus einer Karte oder erkennt ein Hindernis, wo keines ist (bspw. Schatten durch eine Brücke über der Autobahn). Dabei ist unter einer Phantombremsung keine Vollbremsung zu verstehen, auch wenn mache dies hier im Forum so bezeichnen. Nach meinem Verständnis ist eine Vollbremsung eine so starke Bremsung, dass das ABS zum Einsatz kommt. Dies ist bei einer Phantombremsung nicht der Fall. Aber man erschreckt sich doch sehr, wenn man keine Bremsung erwartet und der Tesla auf der Autobahn plötzlich meint, das Tempo von 130 auf 40 reduzieren zu müssen.
Besonders ärgerlich ist das Thema, weil die Phantombremsung meist und zudem noch reproduzierbar durch falsch in einer Karte hinterlegte Geschwindigkeitsdaten erfolgt, auf die das Fahrzeug zurückgreift (an der Stelle war bspw. dann früher mal eine Baustelle).
Im Alltag gewöhnt man sich so halbwegs daran. Ich würde sagen, dass ich aktuell ca. alle 30km auf der Autobahn einen solchen Phantombremsung habe.
Da die Tempomatfunktion des Autopiloten sonst ziemlich zuverlässig funktioniert, gewöhnt man sich als Tesla-Fahrer an, den rechten Fuß bei einer Fahrt mit dem Autopiloten über dem Gaspedal schweben zu lassen, um ausreichend schnell reagieren zu können, wenn das Fahrzeug überraschend langsamer wird.

Ziemlich nervig, ja. Und nicht gerade wenige wünschen sich einen simplen „dummen“ Tempomaten zurück. Es besteht aber Hoffnung, dass dieses Thema in Zukunft besser wird (und es war zugegebenermaßen auch schon mal deutlich schlimmer, als es aktuell ist).
Wen das Thema weiter interessiert, hier zwei passende Threads dazu:
Phantombremsung M3
Phantombremsungen Map Deutschland


Spurhalteassistent

Ein Thema, bei dem Tesla richtig gut ist. Ja, der Spurhalteassistent ist nicht perfekt. Aber in meinen Augen richtig gut und muss sich definitiv vor keinem anderen Hersteller verstecken.


Schildererkennung

Wer von einem deutschen Hersteller zu Tesla wechselt, wird nicht zufrieden sein. Ja, Tesla kann Schilder erkennen, aber teilweise sind diese nicht korrekt und noch viel öfter werden sie durch falsch in einer Karte hinterlegte Geschwindigkeitsdaten überschrieben, was dann auch ganz gerne mal „Phantombremsungen“ auslösen kann (siehe auch das Thema Autopilot). Kurz gesagt, es geht besser.
Informationen zu dem Thema finden sich hier:
Assistenzsysteme: Tempomat, Schildererkennung, AP, EAP, FSD usw (Teil 4)

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Zum Abschluss noch ein paar pragmatische Tipps:

Abholung/Fahrzeugqualität

Früher war die Qualität der Fahrzeug durchaus problematisch und es gibt Checklisten, welche man zur Abholung ausdrucken und mitnehmen kann.
Das Thema sehe ich mittlerweile deutlich entspannter. Es ist natürlich nicht verkehrt, mal einen Blick auf die Checkliste zu werfen, notwendig ist sie meiner Meinung nach aber nicht mehr.
Wenn wir ein Fahrzeug abholen, prüfen wir eigentlich nur noch grob, ob die Spaltmaße passen und ob es offensichtliche Beschädigungen am Äußeren/Lack des Fahrzeugs und im Innenraum gibt. Die Spaltmaße sind mittlerweile übrigens sehr gut, dies nur am Rande bemerkt.

Dinge, welche ohnehin durch die Garantie abgedeckt sind, prüfen wir nicht. Dieses fallen früher oder später ohnehin auf und Tesla hat sich da in der Vergangenheit auch recht einsichtig gezeigt.

Service

Der Service ist nicht so schlecht, wie er allgemein beschrieben wird. Tesla hat einen mobilen Ranger-Service, bei dem ein entsprechender Mitarbeiter zu einem nach Hause (oder bspw. zur Arbeit) kommt und die Reparatur dort durchführt - sofern möglich.
Was die Reparaturen in der Werkstatt angeht, so gibt es jedoch mehrere Probleme. Tesla verzichtet überwiegend auf die Dialogannahme von Fahrzeugen. Stattdessen wird der Fehler in der App eingegeben und alles erfolgt digital und ggf. sogar kontaktlos. Hat zweifelsohne Vorteile, aber auch den großen Nachteil, dass Missverständnisse entstehen können. Ich habe schon mal ein Fahrzeug vom Servicecenter abgeholt und mitgenommen weil ich dachte die Reparatur wäre abgeschlossen (war sie aber nicht :sweat_smile:).
Ein weiterer Punkt ist die teilweise sehr lange Lieferzeit von Ersatzteilen. Wir waren Gott sei dank noch nicht davon betroffen, aber Berichte über mehrere Monate Wartezeit auf Ersatz-/Reparaturteile sind hier keine Seltenheit. Man sollte meinen, dass es schneller geht, wo doch sogar ein Produktionswerk im Land ist.

Keine Servicetermine/Serviceintervalle zum Erhalt der Herstellergarantie notwendig

Der Punkt dürfte für viele so wichtig sein, dass er eine eigene Erwähnung verdient hat: Es ist bei Tesla nicht notwendig, dass man irgendwelche Serviceintervalle einhalten muss, damit die Herstellergarantie gilt. Tesla empfiehlt zwar entsprechende Verschleißteile regelmäßig zu kontrollieren, vorgeschrieben ist es jedoch nicht. Die Garantie von Tesla gilt übrigens 4 Jahre lang, bzw. 80.000km und 8 Jahre, bzw. 160.000km auf die Batterie des SR, 8 Jahre, bzw. 192.000km auf die Batterie des LR.

Zuverlässigkeit der Aussagen von Tesla-Mitarbeitern

Die Zuverlässigkeit der Aussagen von Tesla-Mitarbeitern ist mit Vorsicht zu genießen. Üblicherweise werden die normalen Service-Mitarbeiter von Tesla nicht viel besser informiert, als es der aufmerksame TFF-Nutzer ist. Von Rabattaktionen wissen sie in der Regel vorher nichts, daher sind Versuche, irgendwelche Informationen herauszukriegen, wertlos. Eine schriftliche Bestätigung solcher Informationen erhält man ohnehin meist nicht.
Auch Preisversprechen sind mit Vorsicht zu genießen. Bezahlt ein Auto nur, wenn auch die Rechnung stimmt. Bei einer Überzahlung kann es sein, dass ihr euerm Geld sehr lange hinterherlaufen müsst (selbst erlebt).

Felgen

Ich weiß, große Felgen sehen toll aus und lassen das Fahrzeug schneller aussehen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Größere Felgen sind üblicherweise schwerer und besitzen vor allem ein höheres Massenträgheitsmoment. Sie lassen das Fahrzeug also (zumindest theoretisch) langsamer beschleunigen. Nicht umsonst werden bei Rennautos die Felgen nur so groß gewählt wie nötig, damit sie über die Bremsanlage passen. Und so klein wie möglich, damit sich die Massen reduzieren.
Üblicherweise sind große Felgen auch aerodynamisch von Nachteil und erhöhen dadurch den Verbrauch.
Da bei Elektroautos der Antriebsstrang sehr effizient ist, machen sich aerodynamische Einbußen durch große Felgen mit einem offenen Design besonders negativ beim Verbrauch bemerkbar. Bevor man sich nach Zubehörfelgen umguckt oder die 20" Felgen von Tesla im Konfigurator auswählt, würde ich empfehlen, mal einen Blick auf die große Auswahl an Radkappen zu werfen, die es für die Gemini-Felgen gibt. Schont Geldbeutel und den Verbrauch und macht optisch teilweise mehr her als manche Zubehörfelge:
Radkappen Model Y Gemini von AliExpress

Zubehör

Ich kann nur empfehlen sich beim Zubehörkauf zurückzuhalten, bevor man das Auto hat. Üblicherweise zieht man sich aus Vorfreude ja bei Youtube so praktisch alle Videos rein, die es zum neuen Fahrzeug so gibt. Und wie es der Zufall so will, verdienen die Youtuber nun mal einen Großteil ihres Geldes mit Merchandise und Ref-Links.
Ich kann nur empfehlen, erstmal abzuwarten und dann zu gucken was ihr wirklich braucht. Man kann einen Tesla auch ohne Konsolenschalen fahren. Wirklich. Und man verbrennt im Sommer nicht ohne Sonnenschutz im Auto. Keine Sorge.
Eine sehr gute Diskussion zu diversen Zubehörteilen findet sich in folgendem Thread:
Sinnvolles Zubehör für Model Y (Teil 2)

Informationen zur Elektromobilität bei Youtube

Es gibt zig Youtube-Kanäle, die sich mit Tesla beschäftigen und die man sich bei Bedarf angucken kann. Letztendlich empfehlen kann ich nur einen einzigen:
Nextnews von Nextmove
Der Besitzer der Firma Nextmove veröffentlich einmal wöchentlich Freitags um 18 Uhr die gesammelten Informationen der Woche zu allen relevanten News bzgl. der Elektromobilität (nicht nur Tesla). Sehr informativ und auch recht oft mit exklusiven Inhalten, guten Einschätzungen und selbst recherchiert. Schaut man nur einmal wöchentlich diese Sendung, ist man oftmals besser informiert, als bei einem Dutzend anderer Kanäle, die hauptsächlich Klicks sammeln und Merchandise/Ref-Links weitergeben wollen.

Widerruf

Häufig liest sich man den Hinweis, dass man bei Tesla das Fahrzeug ja einfach zurückgeben kann, wenn es einem nicht gefällt. Wurde ja schließlich über das Internet bestellt.
Grundsätzlich kann man Folgendes sagen: Wurde das Fahrzeug noch nicht ausgeliefert und insbesondere noch nicht zugelassen, ist ein Widerruf bei Tesla problemlos möglich (haben wir selbst schon oft genug gemacht). Man erhält auch die 250€ Reservierungsgebühr zurück (Wichtig: Widerrufen, nicht stornieren!).
Ist das Fahrzeug jedoch bereits ausgeliefert, wird es äußerst unangenehm. Tesla tut alles, was Ihnen möglich ist, um euch das Leben so schwer wie möglich zu machen. Man macht mit euch keinen Termin zur Übergabe des Fahrzeugs aus, die Annahme des Fahrzeugs wird verweigert, 20% Wertverlust werden angedroht, usw. (selbst erlebt). Ohne Rechtsschutzversicherung und einer gehörigen Portion Stresstoleranz kann ich davon nur ausdrücklich abraten.

Fehlendes Kombiinstrument/nur ein zentrales Display

Dieser Punkt war vor dem Kauf unseres ersten Tesla wohl einer der größten Sorgen, die ich hatte. Dafür kann ich ihn jetzt überraschenderweise um so schneller abräumen: Es stört nicht. Man vermisst es nicht. Man gewöhnt sich sehr schnell daran, die Geschwindigkeit von dem Mitteldisplay abzulesen, zumal der Wert auch direkt links oben eingeblendet wird. Das Kombiinstrument wegzulassen ist ganz klar eine Kosteneinsparmaßnahme von Tesla, da das Display im Model S und X vorhanden ist. Es gibt auch Nachrüstlösungen für das Kombiinstrument (liegen im niedrigen dreistelligen Bereich inkl. Einbau). Ich kann jedoch nur empfehlen, sich darauf einzulassen. Ich wäre mittlerweile nicht mal mehr bereit eine Nachrüstlösung zu kaufen, wenn es diese für 10€ geben würde.

Facelift

Das Model Y existiert seit mittlerweile mehreren Jahren nahezu unverändert auf dem Markt. Da es vor kurzem ein Facelift für das Model 3 gab, wird aktuell auch ein Facelift für das Model Y erwartet. Ob es wert ist darauf zu warten, muss jeder für sich entscheiden, vor allem wenn die Gefahr besteht, dass auch Nachteile entstehen könnten (Entfall der Blinkerhebel wie beim Model 3, stattdessen Blinkertasten am Lenkrad). Es wäre auch denkbar, dass bei einem neuen Model Y SR die Ausstattung im Vergleich zum LR reduziert wird, bspw. bei der Soundanlage.
Ich persönlich kann nur empfehlen beim Model Y SR zuzuschlagen wenn der Preis stimmt. Dies wäre aus meiner Sicht der Fall, wenn man das Fahrzeug für unter 40.000€ in der Basisausstattung erhält.

Laden auf Langstrecke und Ladeplanung

Im Prinzip sind Langstreckenfahrten im Tesla unheimlich komfortabel. Ladestationen werden automatisch eingeplant. Das Tesla-eigene Supercharger Netzwerk ist sehr gut verfügbar und vor allem: Zuverlässig. Sogar die Preise gehören zu den Besten, die man für das öffentliche Laden zählt.

Man kann nur ermutigen: Das Laden eines Tesla am Supercharger ist einfacher als ein Tankvorgang. Kabel reinstecken und fertig. Die Abrechnung erfolgt automatisch, keine App, keine Rfid-Karte.
Meine Eltern fahren mittlerweile ebenfalls Tesla und ich hätte doch Kopfschmerzen gehabt, ihnen ein Elektrofahrzeug zu empfehlen, wo es diese Möglichkeit des Aufladens nicht gibt.

Ich kann kein Elektroauto fahren, da ich zuhause keine Lademöglichkeit habe

Wie bereits erwähnt, haben meine Freundin und ich keine Möglichkeit, unsere Tesla zuhause aufzuladen. Ich habe zwar die Möglichkeit mein Fahrzeug auf der Arbeit aufzuladen, nutze diese aber kaum.

Früher haben wir oft geschaut, welche AC-Ladesäulen in der Nachbarschaft frei sind und haben dann da geladen. Ein sehr stressiges Vorgehen mit viel Frust (blockierte Ladesäulen, zugeparkt, Fehler beim Starten, etc.). Mittlerweile laden wir vorrangig da, wo wir Einkaufen. Und umgekehrt: Wir gehen da Einkaufen wo wir laden können.
Einmal aufladen pro Woche reicht üblicherweise aus und so wird der Wocheneinkauf einfach mit dem Ladevorgang zusammengelegt. Aufgrund der zunehmenden Anzahl an Ladesäulen ist dies mittlerweile gar kein Problem mehr.

Mein Tipp an Leute, die zuhause keine Lademöglichkeit haben: Schaut euch nicht nach AC-Ladesäulen in der Nachbarschaft um, sondern sucht nach Schnellladern an Supermärkten, die für euch in Frage kommen.

Tesla Referral Programm

Für die Bestellung eines Tesla gibt es aktuell ein Referralprogramm. Dabei erhält der Käufer, bzw. die geworbene Person 3 Monate kostenlos den erweiterten Autopiloten und die werbende Person 7500 Punkte, welche dann wiederum bei Tesla selbst eingelöst werden können (bspw. 5000 Punkte für 5000km Supercharger Guthaben (sind ca. 1250kWh) und 1 Jahr Premiumkonnektivität für 2500 Punkte).

Die Referral-Links der Moderatoren sind unter dem unten genannten Link zu finden: Link.

Ansonsten darf der Referral im eignen Profil hinterlegt werden (so, dass er angezeigt wird, wenn man auf das Profilbild/Namen klickt). Ein Posten des eigenen Links hier im Forum/Thread ist jedoch nicht erlaubt.

Die 3 Monate erweiterten Autopiloten (EAP) die man von Tesla für die Nutzung eines Referallinks erhält, sind leider etwas dürftig, vielleicht überlegt Tesla sich da noch etwas. Dem Werber macht ihr jedoch durch die Nutzung des Ref-Links eine riesige Freude.




Zu guter Letzt: Dieser Thread ist für Einsteiger und Anfänger gedacht. Dementsprechend sollen hier auch alle Fragen erlaubt sein, die man sich sonst in den jeweiligen Threads nicht zu stellen traut, oder man kennt die Threads nicht, oder man braucht einfach Rat.

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Hi TesDriver. Ich bin zwar kein Einsteiger mehr, da ich mein YLR schon seit 1,5 Jahren habe. Aber deinen Text habe ich trotzdem aufmerksam gelesen. Sehr gut geschrieben! Vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast. Das wird für viele sicherlich sehr hilfreich sein. Kompliment für dein Engagement! Von mir bekommst du ein :hearts:. Grüsse aus der Schweiz.

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Vielen Dank für deine Zusammenfassung :slight_smile:

Eine Ergänzung hätte ich: der Tempomat ist nicht der Autopilot. Tesla trennt zwischen Abstandsgeschwindigkeitsregler und dem Lenkassistenten. Beides wird von Tesla als Autopilot bezeichnet.

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Vielen Dank. Ok, habe es entsprechend angepasst.

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Ich habe die ersten drei Beiträge nochmal etwas umstrukturiert, um es besser lesbar zu machen, ist ja doch einiges an Text.

Zudem habe ich im ersten Beitrag mal den Preisvergleich vom ADAC eingefügt und Prognosen zum Restwert. Falls die Freigabe der Administratoren kommt, könnte noch eine sehr gute Zusammenfassung der Verkaufsergebnisse vom Model Y hinzugefügt werden, die bisher nur im internen Bereich verfügbar ist und von @Thomas_Eu erstellt wurde.

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Leider darf die Verkaufsübersicht von Thomas nicht veröffentlicht werden. Wer für den internen Bereich freigeschaltet ist, findet es jedoch unter folgendem Link:
Model Y gut verkaufen (Teil 3)

Es ist jedoch erlaubt worden, hier einen Preisbereich für die Verkäufe zu nennen. Ich füge daher dem ersten Beitrag folgende Information hinzu:




Für das Model Y SR wurden bisher im internen TFF-Bereich leider kaum Verkäufe gemeldet, was an der seit 2023 geltenden Bafa-Mindesthaltedauer von 12 Monaten liegen dürfte.

Für das Model Y LR wurden jedoch im November und Dezember 2023 vier Verkäufe gemeldet. Der erreichte Verkaufspreis lag dabei für ein weißes Model Y LR mit schwarzem Innenraum und ohne Anhängerkupplung zwischen 45.000€ und 47.000€, je nach Kilometerlaufleistung, Fahrzeugalter und Verhandlungsgeschick. Fahrzeugalter war zwischen 1 bis 1,5 Jahren.

Beim Model 3 lag die Preisdifferenz zwischen dem Model 3 SR und dem Model 3 LR bei ca. 6000€.

Sollte sich diese Differenz auf das Model Y SR übertragen lassen, so kann man mit einem Verkaufspreis zwischen 39.000€ und 41.000€ je nach Alter, Kilometerstand und Zustand rechnen.

Schaut man sich die Preise für das Model Y SR bei mobile.de (Standort Deutschland, keine Unfallfahrzeuge) an, so geht das erste seriöse und sofort verfügbare Fahrzeug preislich bei ca. 38.600€ los, also noch etwas geringer.

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Tesla hat heute Nacht die Listenpreise für das Model Y gesenkt:
MY Standard Range 44.890€ ==> 42.990€ (-1900€)
MY Long Range 54.990€ ==> 49.990€ (-5000€)
MY Performance 60.990€ ==> 55.990€ (-5000€)

Die Preissenkung ist somit geringer ausgefallen, als erwartet wurde.

Eventuell wäre die Preissenkung noch höher ausgefallen, wenn es Ende Januar nicht einen zweiwöchigen Produktionsstop in Grünheide geben würde (bedingt durch den Konflikt im roten Meer).

Aktuell stehen die Höfe von den deutschen Tesla-Auslieferungszentren jedenfalls voll mit Fahrzeugen, was für Tesla ziemlich untypisch ist. Normalerweise sollen zum Quartalsende alle Fahrzeuge vom Hof sein, hat auch in der Vergangenheit ganz gut geklappt.

Ich persönlich rechne mit weiteren Preiskürzungen/Sonderzinsaktionen, spätestens sobald im Februar wieder voll produziert wird. Inbesondere einen Sonderzins fürs Leasing/Finanzierung halte ich in Mitte Februar für gut möglich.

Das ging schnell, der Leasing-/Finanzierungszins wurde soeben auf 0% angepasst!

**Somit kann man ab jetzt eine klare Kaufempfehlung dafür geben! :smiley: **

Referral nicht vergessen! :smiley:

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5000km Supercharger Guthaben (sind ca. 1250kWh) Sind es wirklich etwa 25kWh pro 100 km die abgerechnet werden? Bei der THG Quote (3000 km) sind es ja nur etwa 14,8kWh pro 100 km die abgerechnet werden.

Falls die 5000km über die Referralpunkte erworben wurden, werden die mit dem Faktor 24,8kWh/100km gerechnet, zumindest war es bisher so.

Bei der THG-Quote wird es anders gerechnet, genau.

Dankeschön für diese Infos.
Wir sind neu bei Tesla und neu im Forum.
Heute haben wir unseren ersten Model Y aus dem Bestand erworben und sind mitten in die Rabattschlacht geraten.
Was wir online die letzten 48h erleben durften…wow! Egal, nun freuen wir uns auf die Übergabe am nächsten Donnerstag.
Grüße :smiley::call_me_hand:

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Hab Ende des Jahres zugeschlagen. Model Y SR.
Wundere mich nur über die VIN und deren Interpretation
XP7YGCES5RB
Das sollte doch eine NMC Batterie sein?
Andrerseits gibt das Lademenue an, man sollte regelmäßig auf 100% laden.

Nein, das ist die LFP Blade von BYD. Überfliege diese Thread:

PS: Herzlich willkommen in unserem Forum Wegweiser: Neu im TFF Forum und/oder neu im Tesla

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Wir wollen morgen bestellen und sind noch nicht sicher ob SR oder LR. Für uns ist der Hauptgrund Allrad. Was meint ihr, lohnt sich der Aufpreis dafür und sind die Fahreigenschaften so viel besser?

Schau mal hier rein:

Kaufberatung Model Y Neuwagen

Und herzlich willkommen in unserem Forum :slight_smile:

Wegweiser: Neu im TFF Forum und/oder neu im Tesla

Wie kontaktiert ihr Tesla wenn ihr eine Frage zu einem Problem habt (ohne direkt ein Termin auszumachen). Geht das auch über die App oder anrufen?

Ich mache das immer über die App.
Da wird nicht gleich ein Servicetermin angelegt.

Danke. Aber über den „Request Service“ button unter „Service“? Sorry ist bei mir auf Englisch eingestellt.