Elektromobilität in den Medien (nicht Tesla) (Teil 5)

Fortsetzung der Diskussion von Elektromobilität in den Medien (nicht Tesla) (Teil 4) - #5596 von David_K_90.

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Einmal Erster…

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Nach meiner Buchhaltung kommen die 400 EUR pro Jahr nach 6 Jahren Nutzung bei 250 TKM Gesamtlaufleistung nicht hin, das wären ja um die 30 EUR Wartung/ Monat, deutlich zu wenig.
Solange ein ICE relativ neu ist - fällt wenig Unterhalt an, die wirklichen teueren Sachen kommen so ab 140 - 160 TKM - AGR, DPF, Leitungen, Drallklappen, ATG Öl, Injektoren usw.

Ja hier, leider kann ich mit dem E-Tron nicht dienen, keine WB, gewerbliche Nutzung, SuC, EnBW L-Tarif oder sonstige, hier vor Ort leider keine PV - Energiekosten ca. 37% niedriger, Reparaturen auf 100 TKM 2 Filter und 2 Wischerblätter ca. 90% niedriger, geladen wird öffentlich wo es sich anbietet und der Strom am günstigsten ist, ohne dass es Umwege oder zeitlich aufwendig wäre.

Was den Strom ohne „Abo“ anbelangt, so kann man schlecht ad-hoc Ladungen zu 0,99 EUR/ kWh einrechnen, dass ist schon unrealistisch da die Tarife schnell abgeschlossen und gekündigt werden können, zudem sind ja Preisdifferenzen von bis zu 50% die kWh zu berücksichtigen, das ist grundlegend anders als beim Diesel. Man würde ja auch Unternehmer auch keinen Prepaid Tarif mit ein paar Freiminuten wählen, wenn es schon für ein paar Euro eine Flat gibt.

Der Punkt ist ein anderer: der Ausbau der Ladeinfrastruktur - dieser erfolgt teilweise deutlich zu langsam und zu kleinteilig. Letzte Woche in Erkheim bei EnBW - voll, die Shell HPC Lader stehen gegenüber seit gut einem Jahr in der Landschaft, dito Shell Illertissen - Ionity auch voll, in Merklingen an der ARAL ist fast täglich auch gut gebucht, Seligweiler am WE auch immer voll, die Leute weichen dann nach Dornstadt zu LIDL/ EnBW aus.

Auch wenn medial der Niedergang der Elektromobilität beschrieben wird, der Schuss geht nach Hinten los - die Leute sind sehr wohl interessiert und anhand der auswärtigen Kennzeichen sieht man ja, dass auch Langstrecken möglich sind.

Und politisch wird sehr doppelzüngig gesprochen, einerseits will man die Verkehrswende erreichen, anderseits will man aber auch die Steuereinnahmen durch den Verkauf von fossilen Rohstoffen nicht verlieren, das ist doch der Punkt.

Die Rechnung wird aber auch nicht wirklich aufgehen, da es immer mehr Fahrzeuge gibt und die Menschen dann leider mehr und mehr mit ihrer Gesundheit bezahlen - was wohl ein durch Emissionen an Lungenkrebs erkrankter Mensch an Kosten verursachen wird?

Niubee hat völlig recht, selbst ein neuer Diesel ist in der Praxis (auch politisch gewollt!) eben nicht sauber zu bekommen, eine Verschärfung der Abgasnormen wurde abgelehnt - also das Problem auf die Menschen in den belasteten Städten verschoben, die zahlen eben den Preis dafür!

Man muss ja nur mal bei dem Wetter eine Stunde durch Mailand laufen und sich dann mal die Nase putzen - wer da mal 30 Jahre an Einfallstrassen gewohnt hat, der muss sich über das Rauchen vermutlich keine Gedanken mehr machen. :zipper_mouth_face:

Ja und wir haben auch noch einen MG4 nachdem wir uns bei den Deutschen OEM umgesehen hatten, und der ID3 gute 10 Steine mehr kosten sollte, eigentlich der selbe Wagen nur in „modern“ eben. Die Kiste hat jetzt auch schon knapp 20 TKM runter, eher Nahbereich - trotzdem VÖLLIG OK - für einen Kompakten, leider ohne Frunk (obwohl Platz ohne Ende), vom Verbrauch höher als der MY SR eher auf Niveau des M3P, wie gewohnt mit Zwangsservice und Update over the Autohaus - aber auch das funktioniert.

Vermutlich gibt es von Karlsruhe bis München hier eine gute öffentliche Ladeinfrastruktur - aber das muss halt noch besser und schneller laufen, wenn wir uns nicht völlig abhängen lassen wollen.

Ist ja schon fast peinlich bzw. traurig, dass sich die Firmen in Deutschland beschweren müssen weil der Netzausbau nicht schnell genug voran kommt, und monatelang neue HPC Ladesäulen „vergammeln“.

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Das Problem ist aber, dass die wenigsten Privatleute solche Riesenkübel fahren. Außerdem gibt es viele Familien, wo ein großes Fahrzeug als Dienstwagen gefahren wird und privat möchte man halt noch ein kleineres, was auch preislich im Rahmen liegt.

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Na da passt aber doch das M3 oder MY optimal.

Wir hatten vorher 5er, E Klasse und Touareg. MS und MY passen optimal. Zweitwagen wäre dann eine ZOE oder M3.

Die meisten die ich kenne fahren ganz was anderes…

Kleine Autos wie z.B. in DK sind selten geworden ind DE.

Es dominieren SUVs und die fressen mind. 7 l/100km mit Euro 6/7. Hatte ja einen CX5 mit echter EU6 (ja auch im Winter) und der war unter 6,5 l/100 km resp. 8,5 l/100km Winter nicht zu bewegen.

Deshalb sind diese 5l/100km immer Märchen von eben den Fahrzeugen die keine AGR im Winter haben. Stichwort: Thermofenster Regelung :innocent:

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Das Kraftfahrtbundesamt hat die Jahresgesamtstatistik für 2023 veröffentlicht:

Insgesamt wurden in 2023 11,4 % mehr BEV zugelassen als in 2022.
Der Anteil der BEV an den Gesamtzulassungen stieg von 17,7 % auf 18,4 %.

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Daran sieht man wie weit der Weg noch ist…

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Leider hat das KBA seine Methodik vor einiger Zeit umgestellt. Rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge (BEV) werden separat erst seit 2021 betrachtet. Bezieht man dieses Jahr in die Betrachtung ein, ergibt sich folgende Entwicklung der BEV-Anteile an den Gesamtzulassungen von Neufahrzeugen:
2021: 13,6 %
2022: 17,7 %
2023: 18,4 %

So traurig das für unsere Wirtschaft auch ist, aber eine deutliche Steigerung werden wir wohl erst sehen, wenn die chinesischen Hersteller sich unseren Markt „vornehmen“.

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So schwarz sehe ich das nicht. Unsere Hersteller werden dieses und nächstes Jahr preiswerte Modelle auf den Markt bringen, sei es Renault mit dem R5, VW mit dem id.2all (und allen Derivaten von Cupra und Skoda) oder Citroen. Dann kommt der (E-Auto-)Zug schon wieder ins Rollen.

Wenn Du aktuell ein kleines E-Auto willst, gibt es halt kaum was Gescheites. Wir wollten einen halbwegs preiswerten Zweitwagen, da haben zu einer Zoe gegriffen, bis 25k ist halt schlicht nichts am Markt als Neuwagen (Dacia außen vor…).

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Unsere? Renault und Citroën sind auch unsere?
Der ID.2all wird ja erst ab 2026 erhältlich sein. Bis dahin werden die Franzosen (auf die freue ich mich) und Cinesen den Markt bestimmen.

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Hatte gerade meine EU-Brille auf :wink:

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Finde ich genau richtig. Letzten Endes ist auch VAG ein europäischer Konzern. Die Konzerntöchter sind durch die EU verstreut, und Werke sind überall…

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Da habe ich mich wohl schlecht ausgedrückt. Ich zweifle nicht daran, dass „unsere“ Hersteller ebenfalls in der Lage sind, „vernünftige“ elektrische Kleinwagen auf den Markt zu bringen. Ich fürchte nur, sie werden dass mit Nachdruck erst dann tun, wenn sie von den chinesischen Herstellern aufgrund schwindender eigener Marktanteile dazu gezwungen werden. Bis dahin werden „unsere“ Hersteller vermutlich versuchen, an Verbrennern noch in den Markt zu drücken, was geht.

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Gerade im Kleinwagen Segment bin ich gespannt welche Auswirkungen die Euro7 Norm für Verbrenner haben wird. Gerade dort werden sich die Mehrkosten hierfür stärker auswirken als bei Mittel- oder Oberklassefahrzeugen. Irgendwann müssen doch mal die Margen von Verbrenner zu BEV kippen und es auch für die Hersteller attraktiv machen.

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Dazu gab es doch von BMW eine Pressemitteilung:

Quintessenz: E-Autos sind inzwischen profitabel, allerdings noch nicht in dem Maße wie Verbrenner. Man schaut auf neue, preiswertere Batterietechnologien in naher Zukunft, die die Marge weiter erhöhen.

Dann sollen sie die neuen LFP Zellen von Catl einsetzen und Geld sparen :slight_smile:

Das ist genau das Problem. Der Schlüssel zur echten Rentabilität des BEV liegt mittlerweile bei der Batteriezelle. Allerdings ist es sehr kurzsichtig sich dabei auf die Chinesen zu verlassen. Wer hier in Zukunft zu den Playern gehören will, sollte schon im eigenen Einflussbereich auf Lieferanten zurückgreifen können, oder an Besten selbst mitmischen. Sonst geht es uns wie bei den Solarzellen, da gibt es mittlerweile China, dann ganz lange nichts weiter, und dann kommt der Rest der Welt.

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Sorry aber:

  • 2019 wird das Jahr der BEV-Offensive der deutschen Hersteller.
  • Ok, aber 2020 wird das Jahr der BEV-Offensive der deutschen Hersteller.
  • Aber echt jetzt: 2021 wird das Jahr der BEV-Offensive der deutschen Hersteller.
  • Ok, Ok aber 2022 wird das Jahr der BEV-Offensive der deutschen Hersteller.
  • Ja, gut, 2023 wird jetzt aber wirklich das Jahr der BEV-Offensive der deutschen Hersteller.
  • .2024. Ich habe echt noch nichts gehört außer:
  • 2025 oder ggf. 2026 wird das Jahr der BEV-Offensive der deutschen Hersteller.

Wirklich glauben mag den deutschen Ankündigungsweltmeistern nicht mehr. Positiv: Beim Ankündigen haben sie Elon richtig krass überholt.

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Na ja, wann sollte das erste BEV voll autonom von LA nach NY fahren? Bin gespannt, wann es wirklich soweit ist.
Auch ein Roadster 2 wurde schon mehrfach als Preis vergeben und auch schon gegen Vorkasse verkauft. Gesehen hat ihn allerdings noch keiner.
Der Semi und Solarroof sind aktuell viel heiße Luft um wenig Fakten.
Auch der CT hinkt den Ankündigungen Jahre hinterher.
Der von dir ausgerufene Weltmeistertitel ist also eher hart umkämpft :stuck_out_tongue_winking_eye:

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