Eigentlich erkennt man daran noch viel mehr: Solid-State als Akkutechnlogie ist nicht der Gamechanger als welche diese Technlogie hingestellt wurde.
Der Akku war nämlich Semi-Solid-State und nur „etwas teurer“ als ein normaler Akku. Trotzdem wollte ihn kaum niemand: https://insideevs.de/news/778955/nio-150-kwh-festkörperbatterie-aufgegeben/
Fazit: Die Gefahr, dass die bisherige Akku-Technlogie obsolet und deren Produktionsanlagen schnell Kernschrott werden, ist nicht gegeben.
Kann das der Grund sein, warum Tesla da nicht einsteigt? Warten die vielleicht ab, bis sich eine deutlich bessere Technologie abzeichnet? Die 4680 kommen jetzt auch nicht in den riesigen Mengen in Umlauf, wie das am Battery Day angekündigt wurde.
Tesla verkauft doch hauptsächlich Autos mit 60er LFP Akkus, in den USA die kleineren NMC Akkus. Für den normalen Gebrauch ist das sicher der beste Kompromiß aus Reichweite, Kosten und Gewicht. Die obere Mittelklasse und Oberklasse bewegt sich bei 80-100 kWh Akkus, nur wenige Fahrzeuge wie Lucid, CT und die US-Lighttrucks liegen darüber.
Wenn man „hauptsächlich 60er“ Akkus verkaufen wollte, wäre es trotzdem attraktiv, das im halben Volumen/Gewicht zu bekommen.
Mein Bauchgefühl sagt, sie haben die Großserie (noch) nicht im Griff, und sie sehen momentan keinen Weg, das zu knacken. DAS, und sonst nix, ist der Grund für’s aus.
Ist das so? Dann hat sich das in den letzten Jahren aber stark geändert. Gerade in den USA (immerhin 1/3 des Marktes) gab’s ja lange Zeit nicht mal einen LFP Akku und selbst die RWD Einstiegsvarianten hatten bis vor kurzem 79 oder 81 kWh.
vielleicht ist es aber auch ein wenig, wie mit den Verbrennern: Panasonic und CATL haben große Infrastruktur geschaffen, um konventionelle Akkus zu bauen. Der Sprung von NCA/NMC zu LFP ist nicht groß und prinzipiell mit vorhandenen Anlagen zu schaffen. Feststoffbatterien bedeutet aber, alles neu zu bauen. So würden sie ihre Infrastruktur verlieren und damit auch ihren Vorsprung.
In dem Fall wäre es für das Unternehmen richtig, die Technologie zu beherrschen, aber mit der Skalierung zu warten und Geld zu verdienen, bis ein anderer gefährlich wird. Panasonic und CATL haben die Fabs und die Verträge, wenn Feststoffbatterien bezahlbar werden, können sie immer noch skalieren und machen die jeden Kleinen platt.
Interessanterweise ohne Nennung des Herstellers, weil dieser wohl keinen 5-Buchstaben-Namen hat.
Und die Erkenntnisse der Berufsfeuerwehr in DE haben sich hier auch noch nicht durchgesetzt - Löschcontainer, Wasserkontamination (extra teuerer Mehraufwand).