Nach Kreta mit Voyager über Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Nordgriechenland

Auch in diesem Jahr haben @suse und ich beschlossen, dass unser Model S Voyager seinem Namen Ehre macht und uns auf eine Reise nach Kreta entführt.
Nachdem wir im letzten Jahr über Italien, Kroatien, Montenegro, Albanien und Nordgriechenland an der Westküste der Adria entlang gefahren sind und im vorletzten Jahr an der Ostküste, lassen wir in diesem Jahr die Adria ganz weg und probieren mal die Inlandsstrecke über den Autoput.
Am 15. sind wir also in Norddeutschland aufgebrochen und nach Randersacker gefahren, wo wir einen schönen Abend mit unseren Würzburger Freunden im Spielberg Biergarten verbracht haben.

Am 16. ging es weiter zu @Healey nach Österreich.
Healey und seine Frau haben am 17. einen Ausflug mit uns in die Zotter Schokoladenfabrik gemacht. Okay, dachte ich, eine Schokoladenfabrik. Sicher ganz nett, aber nicht spektakulär, oder? Das war eine grobe Fehleinschätzung. Der Zotter ist ein Öko-Unternehmer mit viel Umweltbewusstsein und schrägem Humor. Die Fabriktour beginnt mit einem Besuch im hauseigenen Kino, in dem wir eine Tour rund um die Welt zu seinen Bio-Kakao-Farmen machen und zum Beispiel sehen, wie man anstelle von Drogen Kakaobohnen anbaut. Auf der weiteren Tour konnten wir an hunderten von Probierstationen von den verschiedenen Kakaobohnen über viele Schokobrunnen, Schokoladenspender, über Industrieroboter, die uns Pralinen reichten, bis hin zu Flüssigkakaospendern wohl alle Produkte der Firma probieren. Das Zeug ist einfach so ungeheuer lecker, dass mir am Ende der Tour angemessen schlecht war!
Nach der eigentlichen Fabriktour gab es noch einen Ausflug in den firmeneigenen Streichelzoo, dem „essbaren Tiergarten“, in dem man dem Biofleisch in die Augen sehen konnte, bevor man es verspeist. Wie gesagt, schräger Humor, aber ja zweifellos wahr.
Healey hat uns mit Kräutern und Gemüse aus seinem schönen Garten und Voyager mit leckerem Sonnenstrom aus seiner PV Anlage verwöhnt, so dass uns der Abschied am 18. richtig schwer fiel.

An dem Tag ging es über Slowenien nach Zagreb, wo wir bei einem schönen Stadtbummel auch die Nikola Tesla Straße aufgesucht haben.

Am 19. ging es weiter nach Grabovac in das 16 Lakes Hotel in der Nähe der Plitvicer Seen. Heute haben wir dann den Nationalpark, den wir schon von der Nikola Tesla Rallye 2018 kannten, erneut besucht. Es war so voll, dass wir uns die Schlange zum großen Wasserfall geschenkt haben. Viel Gedränge und die schmalen Wege vollständig besetzt. Ich habe auf dem großen See 8 Elektroboote gezählt, die ununterbrochen Touristen im Pendelverkehr transportiert haben. Trotzdem konnten wir die wunderschöne Natur sehr genießen. Der Park ist aus meiner Sicht sehr gut organisiert. Zum Beispiel finde ich es klug, dass sie pro Stunde nur eine Höchstzahl Tickets ausgeben.

Morgen geht es weiter….

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Liebe Susanne, lieber Carsten,

es war uns eine Freude Euch als Gäste bei uns gehabt zu haben. Wir wünschen Euch eine gute Reise.

Bis irgendwann, demnächst, irgendwo

LgHermann und Claudia

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Danke, es war wirklich superschön bei/mit Euch!

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Gestern ging es weiter nach Slavonski Brod. Dort haben wir uns die berühmte Festung angesehen, die man von unserer Unterkunft bequem zu Fuß erreichen konnte. Sie ist zum Teil restauriert.
Im Süden grenzt Slavonski Brod an den Fluß Save, der auch gleichzeitig die Grenze zu Bosnien und Herzegovina darstellt.
In der Innenstadt haben wir einen urigen Biergarten gefunden, der auch tatsächlich so heißt. An den Wänden stehen in den Regalen hunderte Sorten Bier und selbst auf der Toilette wurde das Thema Bier konsequent eingehalten. Waschbecken und Pissoirs sind aus Bierfässern.
Der Biergarten serviert auch leckere Speisen für wenig Geld.

Am nächsten Morgen sind wir früh Richtung Serbien aufgebrochen und konnten um 8 die Grenze ohne Wartezeit überqueren.
Der Supercharger Belgrad liegt in einem großen Einkaufszentrum (AVA Shopping Center) und ist auf zwei nah beieinander liegende Standorte mit 4 und 8 stalls aufgeteilt, die beide neben IKEA liegen. Wir haben im IKEA Restaurant gefrühstückt, während Voyager vor der Tür geladen hat. Das IKEA Restaurant bietet frisch gepressten Apfelsinensaft für wenig Geld. In einem Kiosk im Einkaufszentrum konnten wir für 3,41€ eine A1 SIM mit 20GB erwerben, die ohne Bürokratie sofort nach Einstecken funktioniert und LTE mit 270 Mbit/s bietet. In Deutschland geht so etwas weder günstig, noch ohne Bürokratie und schon gar nicht mit so hoher Geschwindigkeit. Leider ist bei A1 aber der persönliche hotspot gesperrt, so das wir uns noch eine zweite SIM von yettl mit 5GB zum selben Preis geholt haben, über die wir jetzt auch Voyager wieder mit Internet versorgen.

Als Unterkunft haben wir uns direkt an der Donau nahe Smederevo das schöne Vila Jugovo S Hotel ausgesucht. Es befindet sich in einem schlossähnlichen Gebäude. In diesem Hotel wird heute eine prunkvolle Babygeburtsparty mit 200 Gästen gefeiert. Mal sehen, ob wir irgendwann schlafen können. Voyager konnten wir in das Hotel-WLAN einbuchen, das bis zum Parkplatz reicht. Der Fernseher in unserem Zimmer ist Marke Tesla.

In Smederevo haben kurz erneut eine große Festungsruine besichtigt. Danach haben wir ein kleines Cafe AUF der Donau (auf einem Hausboot) gefunden, das sehr schön eingerichtet ist und leckere hausgemachte Limonaden serviert.

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Hallöchen!

Habt ihr schon den defekten SuC in Aleksinac auf dem Schirm? Falls ihr zu Charge & Go gehen könnt, probiert dort bitte auch die Shell Recharge Karte aus. Sie hat bei mir bis März sogar kostenlos funktioniert. Ich wüsste gerne, ob das noch immer so ist. :slight_smile:

Gute Reise!

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Ja, siehe:

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Schön das ihr uns wieder mit auf die Reise nehmt :+1:

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So geht reisen. Wenn Plan A nicht geht dann halt B oder ganz was anderes. In anderen Ecken dieses Forums ist es zumeist ein Gehetze um den besten Platz am Supercharger. :wink:
LGH

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In Smederevo haben wir im wesentlichen gefaulenzt. Nicht viel unternommen, es war einfach zu heiß. Das Hotel ist zwar edel, günstig und schön gelegen, aber auch eben am Ende der Welt. Für uns als durchreisende Touristen hätte auch eine Nacht gereicht, aber zwei waren OK. Deren Hauptgeschäft sind aufwändige Parties für reiche Belgrader, die fast jeden Abend dort stattfinden.

Nach der guten Erfahrung mit dem Grenzübertritt am frühen Morgen zwischen Kroatien und Serbien haben wir uns entschlossen, es zwischen Serbien und Bulgarien genauso zu machen und haben uns eine Übernachtung in der grenznahen Stadt Pirot besorgt.
Unser erster Stadtbummel ist wegen Gewitter etwas kurz ausgefallen.
Das Hotel liegt mitten in der Stadt. Die schlechte Luft und die Unruhe sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber für eine Nacht wohl OK. Die Rezeptionistin ist super freundlich und hilfsbereit. Sie hat uns auch eine Schukosteckdose für Voyager angeboten, die wir nun aber doch nicht brauchen, da der Supercharger Aleksinac zum Glück wieder funktioniert.

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Das Hotel in Pirot hat mir keine Freude gemacht. Das Zimmer mit Fenstern zur belebten Straße, auf der die ganze Nacht Lärm war, hat mir keinen erholsamen Schlaf gegönnt. Nach einem schlechten Start lief der Tag aber sehr gut. Wir hatten wieder Glück an den Grenzübergängen mit jeweils 4-5 Autos vor uns in unserer Richtung. In der Gegenrichtung (von Bulgarien nach Serbien und von Griechenland nach Bulgarien) hingegen staute es sich jeweils kilometerweit mit über 1000 Autos. Meine Idee, früh an der Grenze zu sein, hat für uns gut funktioniert, eine allgemeingültige Regel ist sie aber nicht.
Auch am Supercharger in Sofia hatten wir Glück: während die Navigation noch 4 freie Plätze angezeigt hat, waren alle Plätze belegt, als wir ankamen. Als wir uns gerade einen Warteplatz suchten, kamen zwei Männer zu Fuß an uns vorbei und gestikulierten wild, um uns zu zeigen, dass sie gerade mit ihrem Tesla weg fahren wollen.
Die Strecke von Sofia zu unserem nächsten Etappenziel Kilkis in Griechenland ist landschaftlich schön und schon teilweise als Autobahn ausgebaut.
Das letzte Stück von der griechischen Grenze bis Kilkis ist sehr einsam, aber gespickt mit schönen Bergen, Seen und Freiflächen-PV sowie Windkraftanlagen. Auch die Griechen haben erkannt, dass die Sonne uns kostenlos Energie schenkt.
Kilkis ist ein lebendiges Städchen mit einer schönen Fußgängerzone, viel Abwechslung und netten Lokalen.

Unser Hotel war eine ausgezeichnete Wahl. Voyager darf an der hauseigenen Ladestation für faire 30 Cent pro kWh laden. Der Hotelier fährt einen Mercedes 300e und hat mit einem Schuß Kontaktspray erfolgreich geholfen, als Voyager sich zu Unrecht beschwerte, dass ich das Ladekabel nicht ganz eingesteckt habe.
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich den Ladewirkungsgrad messen können. Laut Voyager habe ich 48 kWh geladen, laut Ladestation wurden dafür 52.38 kWh aufgewendet.
Das Zimmer ist modern, sauber und mit mehr Luxus ausgestattet, als ich brauche. WiFi ist mit 270 Mbit/s der Hammer! Da erblassen die meisten Gegenden in der Digitalwüste Deutschland vor Neid.

Als Abrundung für einen durch und durch gelungenen Tag hat @suse ein Restaurant ausgesucht, auf dessen einfacher Speisekarte ich nichts reizvolles entdecken konnte und mir dann als Notlösung Tsatsiki und Shrimps bestellt habe. Natürlich war das Tsatsiki gut, aber die Shrimps haben sich als Tigergarnelen herausgestellt und waren superlecker und sehr reichlich! Dazu gab es ungefragt geröstetes Knoblauchbrot. @suse kam als Veganerin auf ihre Kosten mit einem wunderbaren Darkos, einer kretischen Spezialität, die entfernt mit Bruschetta verwandt ist.

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