Vehicle to Grid (V2G) und Vehicle to Home (V2H)

Ladeinfrastruktur, 230V Netz-Kapazität sind immer Themen gegen EAutos. Dabei sind unsere Eauto Akkus doch ein riesiges (virtuelles) Kraftwerk. Nur leider wird das aktuell nicht genutzt.
Tesla Powerwall, Energie wäre ein Anfang?

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Ja, das Potential der Elektrofahrzeuge als Schwarm-Speicher oder als stationärer Speicher ist m.E. enorm.

Geklärt werden muss vor allem, wie die Automobilhersteller mit dem dann häufigerem Entladen umgehen werden, denn das hat dann sicherlich Einfluss auf die ggf. notwendige Garantie der Hersteller. Wenn ein Akku nicht nur für den Antrieb des Wagens entladen wird, sondern auch für „andere“ Zwecke, dann wird das den Hersteller schon interessieren.

Also m.E. sind V2G und V2H derzeit noch Visionen, die aber unbedingt verfolgt werden müssen. Man stelle sich nur die Speicherkapazität von 10 Mio. 50 kWh-Akkus vor, wenn wir 25% E-Autos in der BRD hätten. Damit könnte man bestimmt einiges zur Netzstabilisierung beitragen und so einen großen Nachteil der Erneuerbaren Energien, nämlich deren Volatilität, z.T. kompensieren.

madmax

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Mit den neuen LiFeP Akkus kommen wir der Sache schon ein gutes Stück näher aber es sind noch so viele Themen ungeklärt (leider).
Normalerweise müsste das optimal klappen gerade in Kombination mit PV und Wind.
Aber wie es so oft ist…der Teufel steckt dann doch im Detail.

Somit Visionen mit Potential…in 5-10 Jahren wird es Normal sein…

Ja, astreiner el. Zwischenspeicher, kein Netzausbau erforderlich da dezentral. Wohin mit Wind u. PV Überschuss → günstig in unsere Autos die sowieso rumstehen.
Bei Bedarf speisen wir was zurück, gegen kleine Aufwandsentschädigung. Abrechnungstechnisch könnte das wie beim Handy funktionieren, das klappt ja weltweit.
Tesla Supercharger Bezahlung funktioniert ja auch.
Gibts dann jemand der V2G praktiziert?

Schaut mal auf http://netzfrequenzmessung.de wie oft dort Regelenergie abgerufen wird. Die Skala geht von -3000MW bis +3000MW.
Dafür braucht es „nur“ knapp 300.000 E-Autos, die an einer bidirektionalen 11kW Wallbox hängen. Angenommen, diese haben 50kWh Akkugröße, laden auf 70% SoC und geben +/- 20% SoC für Regelenergie frei, so wären pro Fahrzeug 10kWh abrufbar (in beide Richtungen). Die Regelenergie könnte also für eine knappe Stunde bereitgestellt werden. Tatsächlich wird die eher im Minutenbereich eingesetzt.

Die Frage nach zusätzlichem Batterieverschleiß beim Einspeisen kommt immer wieder auf. Die ließe sich einfach vermeiden, in dem alle E-Autos einfach nur bedarfsgerecht laden, d.h. mit einer Ladeleistung, die an die Erfordernisse des Netzes angepasst ist. Laden müssen die Autos sowieso, und die Akkus sind heute groß genug, dass es meistens egal ist, ob der Akkustand bei Abfahrt 75% oder 90% SoC ist.

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Da gibt es bereits ein thead:

In das dieses Thema auch diskutiert wird.

Dezentral ist das Zauberwort … leider auch das Angstwort der Energiemonopolisten.

Bernhard

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Die Politik fördert private Wallboxen die nicht bidirektional sind, und schafft damit Fakten gegen V2G/H. Eine WB mit Rückspeisungsfunktion, das würde Sinn machen. Die einzigen die das kapiert haben sind die Japaner mit Chademo. Und der koreanische Hyundai Ioniq 5 hat ein 230V~ 3kW Ausgang.
Wünsche mir so was auch von Tesla.

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Weitere sollen folgen, Sie haben bereits den Kia EV6, Hyundai Ioniq 5 und den Nissan Leaf und jetzt können alle e-Elektro-ID-Modelle von Volkswagen mit 77 kWh-Batterie jetzt schneller laden und erhalten eine V2G-Funktion. Hoffentlich folgt jetzt Tesla

Das hoffe ich auch, vielleicht als Nachrüstung.

Das V2Home ist ja ein separater 230V Ausgang. Der Chademo Stecker ist bidirektional.
Zur Not kann man für kleine Leistungen auch ein 12V=/230V~ Wechselrichter mitschleppen. Die 12V Blatt. wird von dem Ladeakku nachgespielt. Das reicht nicht für ein PV Wechselrichter.
Bis zur erlaubten Einspeisung ins Netz wirds wohl noch dauern.

Ich bin auf diesen gestoßen, einen Tesla, der einen anderen Tesla auflädt. Wenn also ein Tesla einen anderen mit Strom versorgt, sollte er immer noch in der Lage sein, das Netz mit Strom zu versorgen. Hier geht es von Gleichspannung auf Gleichspannung und bei der Einspeisung ins Netz geht es von Gleichspannung auf Wechselspannung, aber das kann die Ladestation übernehmen, zum Beispiel die Wallbox Quasar. Auch für andere Autos, die v2g unterstützen, ist eine solche Ladestation notwendig. Daher vermute ich, dass v2g auf einem Tesla Model 3 läuft, dass die Hardware da ist, aber über ein Update angeboten werden soll. Komm schon, Elon Musk, ein weiteres Silvester-Update würde ich sagen.

https://www.instagram.com/reel/CWv6XMLFxPj/?utm_medium=copy_link&fbclid=IwAR1fWUhqY5qV38h9r_wymTP3PZWuUt3d2Aq279u5lbcc-CnnsaJNZLc6hC8

Denke das ist leider ein Fake.
Der UMC Adapter ist ein Wechselstrom anschluß. Der Gleichstromanschluss, die beiden unteren Pins wurden nicht verwendet.
Trotzdem wäre ein V2G / V2H als Easteregg prima!
Ioniq5 hat ein 230V Ausgang, damit könnte Tesla mit UMC Ladeziegel etwas aufgeladen werden.

zu schade, wenn es eine Fälschung ist, ich habe nicht das Wissen, um zu sagen, ob es eine Fälschung oder echt ist, ich werde das Modell 3 in ein paar Monaten haben

Hatte M3 SR+, jetzt MY LR, beide ohne V2G/H, in Bedienungsanleitung würde das sonst stehen.
Keine 230V~ (wie bei Ioniq5), nur 12V= Steckdose, für Zubehör geeignet, das bis zu 12A Dauerstrom (16A Spitze) benötigt. 144W ist nicht viel.
Ansätze für Batteriepeicher gibt es schon, z.B.: https://www.sfv.de/arbeitsgebiete/energiespeicher

Gibt’s hier etwas Neues?

Mit der absehbar kritisch werdenden Energiekrise wäre jetzt V2G oder mindestens mal V2H wirklich praktisch:
Mein Auto steht den meisten Tag über im carport, wäre kein Problem tagsüber aus meiner PV zu laden und abends das Haus zu versorgen.

Genau dann wenn sowieso alle Strom nutzen und wir die schnellen Gaskraftwerke hochfahren müssen…

Elon, mach die Autos endlich zu richtigen Haus-Speichern!

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Seit 8 Jahren habe ich einen PV Speicherakku (aktuell 72kWh Li, zuvor 90kWh Blei). Ich sehe für mich absolut keine Verwendung für V2G.
Der PV Speicher ist flexibler in der Nutzung da immer angeschlossen. Von der Leistung her ohne echte Begrenzung (bzw je nach Auslegung hier durch die WR begrenzt mit theor. 20kW, das reicht völlig aus)
Das BEV ZUSÄTZLICH ist eine ideale Ergänzung da es den letzten PV Überschuss aufnimmt. Klappt seit 8 Jahren, der gesamte PV Ertrag wird selber verwendet.

Das BEV zu entladen macht nur in seltenen Fällen Sinn. Wenn es voll genug ist, oder nur kleine Ladehübe, nur wenn es angesteckt ist. Das kann der PV Speicher auch, das aber immer.

Eine reine Preisfrage. Nur weil hier fertige Kaufspeicher so extrem teuer sind gibt es die nicht. Technisch ist das simpel, im Eigenbau seit Jahren preiswert. Das mangelnde Angebot und die zu hohen Preise müssen weg, dann fragt auch niemand mehr nach V2G, denn ein fester Speicher zu Hause hat mehr Vorteile.

V2G ist eine zusätzliche Möglichkeit, ein Bonus dem Autospeicher eine weitere Verwendung teilweise zu geben. Da das Auto nicht immer angesteckt ist, ist der Nutzen eingeschränkt.

Der Komfort gewinnt immer, wenn also Hausspeicher günstig und verfügbar sind, werden sich die Leute eher sowas kaufen statt V2G wo man immer darauf achten muss das es eingesteckt und voll genug ist.
Aktuell denke ich das hier V2G nur so oft angesprochen wird weil eben die Erfahrung mit Hausspeichern fehlt und der Nutzen in der Praxis anders eingeschätzt wird.

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Ich denke du ziehst aus deinen persönlichen Erfahrungen die falschen Schlüsse.

Ist es komfortabler zwei Akkus zu haben (Haus UND Auto)? - Klaro!
Aber für die meisten ist das ernsthaft viel Geld.
Ich gebe gerne ein paar hundert EUR mehr aus für eine bessere Wallbox die das kann und Aufpreis fürs Auto in dem Bereich.

Aber gleich 20-30.000 für einen Akku??? Ja nie im Leben! Das rechnet sich in 30 Jahren nicht. Lieber würde ich für einen moderaten Aufpreis (sagen wir: 500 Euro) 80% des Nutzens haben als für die letzten 20% 20.000€ mehr zu zahlen.

Also: natürlich ist es toll die beste aller Welten zu haben. Aber den Aufpreis ist es nicht wert.

Außerdem sind PV Speicher teuer, weil generell Akku-Knappheit herrscht.
Und in einem Auto bringt ein Akku mehr Nutzen als im Haus (man kann damit zusätzlich noch rumfahren).

Und als letztes - mein konkreter Gedanke hinsichtlich „Gas sparen“:
Auch hier sind zwei Akkus die zwei Häuser versorgen sinnvoller als wenn ein Haus zwei bekommt.

Das ist der Punkt, die hohen Preise, oder die vermeindlich hohen Preise schrecken ab ! So viel kostet das nicht.

Ein Bleiakku hat mich vor 10 Jahren neu 80€/kWh, gebraucht 45€/kWh, gekostet.
Ein Li Akku gebraucht (aus BEV) vor 2 Jahren 140€/kwH
Heute kosten neue LiFePo Zellen 130€/kWh. Auch die könnten günstiger sein, die Nachfrage ist so hoch.

Also ein 10kWh Akku kostet 1300€ für die Zellen. Noch ein paar Euro für Kabel&Elektronik. Das ist überschaubar.
Und der Preis geht weiter runter.
Wenn das also mal preiswert genug wird, kaufen die Leute sich sowas.
Und ein 10kWh Akku ist für viele Haushalte schon mehr als groß. Da sollte eine Lösung soviel kosten wie ein neues iPhone.

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Warum denn Auto-Akku nicht (zusätzlich) nutzen, wenn er eh schon da ist?
Ihn ungenutzt zu lassen, wäre Ressourcenverschwendung.

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Also erstmal Respekt für den 72 kWh Hausspeicher. Da träumen wohl viele von (ich auch). Aber genau das ist der Punkt - das ist halt einfach null repräsentativ. Autarkie ist für den normalen Endanwender, der in seiner Freizeit keine Akkus baut (solls geben!), extrem teuer und wirtschaftlich gesehen kompletter Unsinn.

Bei üblichen Anlagen- und Speichergrößen tritt ein Hausspeicher immer in Konkurrenz zum Elektroauto, lass noch eine Wärmepumpe mit Warmwasserspeicher dazukommen, dann zanken sich besonders in den Übergangsmonaten gleich drei Speicher um den knappen PV-Strom - die Rechnung geht einfach nicht auf. V2H wäre dagegen eine relativ günstige Lösung, um z.B. 5-10 kWh Nachtverbrauch aus dem Elektroauto zu decken - selbst wenn es vielleicht nur gelegentlich oder am Wochenende geht. Der Akku steht nachts eh in der Garage, also warum nicht nutzen?

In der kommenden ISO 15118-20, die die CCS-Ladekommunikation beschreibt, ist auch bidirektionales Laden ein großes Thema. OEMs arbeiten mit Hochdruck daran. Es braucht noch etwas Zeit, aber wir werden an den Punkt kommen wo jedes Auto mit CCS bidirektionales Laden unterstützen muss, wenn es ISO-konform sein will. In ein paar Jahren werden dann langsam bidirektionale DC-Wallboxen die AC-Wallboxen ablösen, und die AC-Onboardcharger werden aus den Autos verschwinden.

V2G ist dann noch mehr Zukunftsmusik, bietet aber Riesenpotential um über die Masse von E-Autos in Zukunft Regelenergie bereitstellen zu können. Das tut man nicht für sich, sondern für die Allgemeinheit. Damit das funktioniert müssen entsprechende Anreize wie vergünstigte Tarife o.ä. geschaffen werden. Technisch ist das alles längst möglich und in zig Modellversuchen erprobt. Diese Versuche zeigen auch, dass die Zusatzbelastung für den Akku sehr überschaubar ist, da der Ladehub sehr gering ist bzw. nur kurz gebraucht wird. Und das ist dann auch ne Lösung, die in der breiten Masse umsetzbar ist, also in Tiefgaragen, an der Straßenlaterne oder der öffentlichen Ladesäule, und nicht nur beim privilegierten Häuslebauer mit Doppelgarage und PV aufm Dach.

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