Wenn die Komponenten schon so da sind, würde ich keine teure Hardware mehr hinklotzen, sondern einen Raspi mit EVCC oder Home Assistant. EVCC würde dann eine Steuerung über die Keba-Wallbox machen. Mit Home-Assistant ginge dann eine feiner gesteuerte Lösung über die Fahrzeugsteuerung.
Bei der Größe deiner Anlage würde ich allerdings erreichen wollen, dass Hausakku und Auto nach einem anfänglichen Mindestsockel für den Hausakku parallel laden. Der Hausakku wird wahrscheinlich nicht mehr als 0,5C laden, d.h. ein z.B. 10kWh Akku lädt dann mit 5kW. Bei 18kWp hast Du vermutlich schon am späten Vormittag mehr als 5kW Leistung vom Dach, so dass dann Auto und Hausakku parallel laden können.
Ich hab’s mir mit Home Assistant so eingeteilt:
Unter 40% Hausakku: Überschuss insgesamt in die Hausbatterie.
40-90% Hausakku: 80% Überschuss gehen ins’s Auto, der Rest in den Hausakku
Ab 90% Hausakku: Dachüberschuss geht in’s Auto
So erreiche ich, dass am Ende des Tages der Hausakku voll und möglichst viel Energie in’s Auto gelangt sind. Das Auto muss nicht immer voll sein, beim Hausakku möchte ich mind. 90% Füllstand erreichen, um abends autark zu sein und z.B. für die Gartenbewässerung ab 4:30 Uhr genug über zu haben.
Geld floss dabei nur in den Pi, Home Assistant ist umsonst. Eine Alternative ist EVCC, da braucht man je nach Leistungsumfang einen Key, der monatlich 2,x Euro oder einmalig ca. 75 Euro kostet. EVCC würde aber nicht den Tesla, sondern die Wallbox steuern, was nicht so fein gestaffelt geht, insb. kann sie drei-phasig nur 4kW oder mehr laden. Per Home-Assistant kann man drei-phasig bis 0,7kW runter, was interessant ist um durch Wolkenbänke durchzuladen ohne jedesmal die Ladung zu stoppen. Häufiges Start/Stopp lässt die Schütze (Lastrelais) im Fahrzeug altern.
Hier mal ein paar Screenshots von einem durchwachsenen Tag, Auto kam auf knapp 100%, Hausakku am frühen Abend kurz auf 100%.
Vorteil der Softwarelösungen: Sie gehen generell mit allen PV- und Batteriesystemen die marktgängig sind und die man im Hausnetz abfragen kann. Bei mir Huawei, Solaredge ginge genauso. Bei der Tesla Powerwall bin ich nicht im Bilde wie kommunikativ die gegenüber Fremdlösungen ist, aber es gibt eine Menge andere gute Batteriesysteme. Ich würde mir offengestanden keines mehr mit NMC-Akkus holen, sondern konsequent LFP nehmen, gibt es von genug Anbietern. Was Tesla verbaut weiß ich nicht.