am kommenden Montag melde ich mein Modell 3 an und am Mittwoch kommt meine PV Anlage endlich auf unser Dach. Die Anlage war bereits im letzten Jahr geplant und damals hatte ich noch kein E-Fahrzeug auf meinem Zettel. Wenn alles so klappt wie geplant sind dann 9,3 kWhPeak auf dem Dach und ein Speicher mit 7,6 kWh eingebaut. Eine Wallbox fehlt jedoch bislang.
Ich habe ein Nachtragsangebot erhalten und es wurde mit passen zum SMA Tripower Wechselrichter eine SMA Wallbox angeboten. Kostenpunkt rund 2.800,00 Euro brutto inkl. Montage.
Jedoch Frage ich mich ob ich dies unbedingt benötige oder ob eine „dumme“ Wallbox für meinen Fall nicht ohnehin ausreicht. Folgender Hintergrund, in aller Regel fahre ich morgens gegen 7:00 Uhr los, da ist zuvor sowieso nichts mit Überschussladen. Meist bin ich gegen 14:00 Uhr +/- 1 Stunde zurück und arbeite dann im Homeoffice. Ich bin dann je nachdem 250 oder 300 km gefahren. Sofern im Sommerhalbjahr oder bei günstigen Bedingungen kann das Fahrzeug so oder so laden. Der Speicher ist dann eh bereits gut gefüllt und wenn die Bedingungen nicht gut sind muss ich eh zukaufen.
Was bringt mir dann eine teure Wallbox oder reicht mir eine von Tesla für 500,00 Euro plus Montage nicht aus. Ich bin Laie in der Materie vielleicht übersehe ich etwas. Das einzige was gegeben sein muss, dass der Speicher für das Gebäude nicht vom Fahrzeug genutzt wird.
ich beschäftige mich gerade auch mit dem Thema Überschußladen. Bedeutet nach meinem Verständnis eine relativ dynamische Regelung die den Ladestrom ins Auto limitiert auf den Strom der aktuell erzeugt wird abzüglich des Stroms, der aktuell sonst verbraucht wird. Das kannst Du schlüsselfertig kaufen (Kombination von Wechselrichter, Mess-Vorrichtung des aktuellen Verbrauchs und Wallbox) oder selbst bzw. zusammen mit Deinem Elektriker basteln. Gute Übersicht z.B. hier https://evcc.io
Auf YouTube gibt es auch eine Vortrag zum Thema Überschlussladen, da war eine sehr gute Einführung/Übersicht enthalten.
Meine PV Anlage ist aus 2010, und Wallboxen (Easee Home) sind auch bereits installiert. Daher muss ich Basteln. Alternativ machen wir weiter wie bisher: bei günstigen Wetteraussichten wird das Auto eingesteckt :-).
Ob Deine SMA Lösung so funktioniert weiß ich nicht. Notwendig ist sicher eine Messung des aktuellen Stromverbrauchs und eine Regelung, dass der Ladestrom für Dein Auto recht dynamisch angepasst wird. Da kannst du Deinen Anbieter darauf ansprechen.
Sehe ich genauso. Es ist wohl ziemlich sinnfrei, den PV Strom im Akku zu speichern, diesen dann ins Auto zu schieben und für den ‚normalen‘ Verbrauch Strom zu kaufen.
Schön wäre es, wenn endlich in D die Rahmenbedingungen geschaffen werden den Auto-Akku als Puffer für den Haushaltsstrom zu verwenden!
als einfache Lösung gibt es hier im Forum auch einen Thread den du dir anschauen könntest
Da wäre die Wallbox komplett egal.
Hier spricht die Software direkt mit dem Tesla und dem WR (auch SMA) und steuert dann die Ladung direkt über die Tesla API (die z.B. auch bis 1A Ladeleistung herunter regelt, spart damit die Phasenumschaltung)
Ich kann hierzu mal gerne meine Erfahrungen seit Mai schreiben, mit folgender Konstellation:
9,9kWp Anlage ohne Speicher und Wallbox ohne dynamisches Laden:
Ich komme meist gegen 16:30 - 17:30 nach Hause und möchte den Strom der vom Dach kommt noch nutzen (im Sommer). Jetzt muss ich erst in der SMA App nachschauen, wieviel die Anlage produziert und dann in der Tesla App den Ladestrom mit untergehender Sonne immer nachjustieren. Gleiches Prozedere im Home Office mit aufgehender Sonne.
Klar könnte ich einfach mit 16A laden, müsste dann eben dauerhaft ein wenig zukaufen, was ich aber nicht möchte, solange ich Zeit habe das Auto zu laden.
Ich bin seit Wochen am hin und her überlegen, die SMA Wallbox zu kaufen, die einfach nur den überschüssigen Strom lädt, ohne dass man immer nachregeln muss per App.
Wenn man selbst installieren kann, kostet sie etwa 1500 Euro.
Ich bin auf Dauer mit dem manuellen Nachregeln und dem dauerhaften Beobachten nicht zufrieden…
dann nimm ne cfos Wallbox und einen optischen Lesekopf am Hauptzähler (wlan zwingend an beiden Orten)
2-3h Konfigurationsaufwand (einmalig) und man ist je Wallbox Variante (Phasenumschaltung automatisch oder manuell mittels Sicherung) mit 700€ mit der Geschichte durch
zumal gerüstet für egal welche Wechselrichter Komponenten es heute oder in Zukunft zuhause hat
Das und noch viel mehr kann z.B. die OpenWB Wallbox. Dort gibst du ein, wieviel % vom Speicher auch in das Auto fließen dürfen. 0% kann nicht immer zielführend sein, vor allem bei wechselnder Bewölkung würde dann u.U. öfters die Ladung unterbrochen und wieder angeworfen.
Bei deiner Anlagengröße unbedingt darauf achten, dass die WB eine automatische Phasenumschaltung hat.
Außerdem kannst du in der OpenWB auch weitere Geräte vom Haus einbinden und steuern. Vielleicht kommt mal eine WP dazu. Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Poolheizung etc. sind da solche Anwendungsgebiete.
Darüber hinaus kann man der OpenWB angeben, dass man z.B. Strom von Tibber bezieht und die Ladung ab einem bestimmten stündlichen Strompreis automatisch gestartet wird.
U.v.m.
Nimm die Tesla Solar Charger Lösung (kostenlos) und die Tesla Wallbox. Funktioniert perfekt. Rasberry braucht man nicht, ich lass es einfach unter Windows laufen
Nimm jemandem aus dem Forum seine angebotene Tesla 3 Box für unter 400 Euro ab.
Normalerweise ist das in der App einstellbar, wieviel an dein Auto abgegeben werden soll.
Und normalerweise erkennt der Speicher nicht, wer der Verbraucher im Haus ist und wird dann leer gesaugt. Könnte sein, dass man bei der Komplettlösung SMA das erkannt wird und eingestellt werden kann.
Aber wenn das ein wichtiges Kriterium ist, wird das durch die o.g. Lösungen außer OpenWB nicht erschlagen.
Ich habe den SMA EVC-22. Überschussladen funktioniert perfekt.
Die anderen hier erwähnten Lösungen (z.B. evcc oder tesla solar charger) funktionieren sicher auch genauso gut. Ich habe mich jedoch bewusst dagegen entschieden, obwohl ich in der IT-Branche bin und mit den verwendeten Technologien vertraut (Raspi, Linux/Windows, Docker etc). Grund: ich hab’ zwar noch einige (viele) Tage bis zur Rente und will dann einfach ein System, welches „einfach so“ funktioniert (ohne die ganzen Komponenten zu aktualisieren ggfs troubleshooten usw). Ob jedoch in 20 Jahren Wechselrichter, Wallbox & Co noch in Betrieb sind, ist die andere Frage.
Ich kenne das System nicht, daher meine Frage: wird der Speicher in das System mit eingebunden oder woher weiß es, dass es zuerst den Speicher und dann das Auto laden soll? Und danach den Strom vom Speicher nicht zur Landung des Fahrzeugs verwenden soll?
Meine Erfahrung seit 2021 mit 9,9kWp und 11,5kWh Speicher und einer RCT Wallbox(Analog der SMA) sowie einem TWC3 (Tesla Wallbox-Dumm) . Ich bevorzuge an meinem Tesla eindeutig den Wall Connector weil sich der Strom anpassen lässt übers Fahrzeug , hast du Lust schneller zu laden , drehst ihn hoch den Strom , willst „Überschuss“ laden , drehst die Amperezahl runter und nimmst bei kurzer Verschattung die Energie aus dem Speicher.Vorteil : Er lädt immer gleich schnell und du weißt wann du fertig bist , ob bewölkt oder nicht. Wäre die RCT nicht gefördert worden damals mit 900€ hätte ich Sie nicht gekauft mit der Anlage. die 2300€ Mehrpreis holst du nie wieder rein und bei Verschattung/Bewölkung hat Sie auch eine gewisse Reaktionszeit so das es nicht unbedingt so toll ist wie man glaubt. Meine persönliche Denke… und ebenfalls unbezahlbar : Handy in der Hosentasche , ans Auto ranlaufen , Wall Connector Knopf drücken- einstecken Auto lädt. Das „Überschuss Laden“ macht persönlich nur richtig Sinn wenn du 15kWp oder mehr hast , ansonsten hast nicht allzu viel davon im Spätsommer/Herbst Winter weil ein wenig sollte ja schon kommen vom Dach.
Genau so läuft es bei TSC, vermutlich auch bei evcc. Bei mir läuft TSC auf einem Raspi (vorher, zum Testen auf einem Windows-PC), der Wechselrichter samt Smartmeter hängt über WLAN dran. mein Tesla gibt dann die zur Solarleistung passende Anforderung an meinen Go-E-Charger zum Laden. Läuft seit einigen Wochen absolut problemlos. Den Wechsel zum Raspi habe ich nur gemacht, weil der PC nicht immer läuft. Die Einrichtung war problemlos.
Vor TSC hatte ich noch eine APP „Wallbox-Steuerung“ getestet. Lief auch, aber dort wurden Gebühren fällig (ich meine, bei evcc auch), die eine kleine Einsparung durch das Überschussladen wieder auffressen.
Also, TSC läuft sehr gut, lässt sich super anpassen und ist kostenlos (eine kleine Spende wird der Entwickler nicht ablehnen).
Es gibt Leute, die sind nicht Technik affin. Ich könnte mich in so etwas zwar einfuxen, aber wozu das Ganze? Die OpenWB kostet wohl für diesen Anwendungszweck etwas mehr als 1000€. Und da setzte ich mich einmal an den PC und mache die Einstellungen. Dafür habe ich aber auch noch viele weitere Möglichkeiten, die man hier alle gar nicht aufzählen kann.
Am Ende muss das jeder selbst wissen, was für ihn passt. Aber wenn ich für etwas mehr Geld eine einheitliche Lösung in einem Gerät mit Support und einer eigenen Forums-Communtiy haben kann, ist das mir das wert.
Eben genau wegen den 1000 Euro. Das Verstehen von TSC hat genau einen verregneten Samstag-Nachmittag gedauert. Das Aufsetzen vom Raspi noch mal einen Vormittag (zugegeben, Linux-Grundkentnisse habe ich). Was viel schlimmer ist: der Raspi bietet noch unheimlich viel mehr, ioBroker, Grafana z.B. und noch viel mehr. Da gibts noch einiges zu Lernen. Der Winter kommt… Aber das kann jeder machen, wie er will.
Wenn du aus NRW kommst, kannst du einen Antrag auf Förderung der WB stellen.
Die Förderung beträgt 1.500 €; somit hättest du den Mehrpreis wieder raus.
Die Förderung wird nur zusammen mit einer neuen PV Anlage genehmigt, was bei dir ja zutrifft.