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lightyear one

Ist heute in der Presse, hatte ich vorher noch nie gehört.

lightyear.one/

Radnabenmotor, Solardach, 400-800km Reichweite*, 60kWh Akku, Gesamt 100kW Motorleistung, 8 Sekunden 0-100, 150km/h Spitze, 75kW „Schnellladen“…

klingt interessant…

bis man weiß was das Ding kosten soll…

140000! (und nein, nicht yuan sondern EUR)

  • die 800km Sind „schöngerechnete Sommer Sonnen Solar Reichweite“ (mich Persönlich interessieren nur reale Winter Reichweiten…)

Es ist halt ein Auto mit einer ganz besonderen Ausrichtung. Die Umsetzung des Universitäts Prototypen fürs Cross Australia Rennens (siehe Bild Homepage) für die Strasse. Ein Sion in grösserer Dimension. Das das nicht für 3markfuffzig geht ist klar. Da muss man schon bisschen verrückt für sein sowas zu kaufen. Wenn ich das Geld übrig hätte würde ich mich dafür ernsthaft interessieren. Das ein P100D volle Hütte die bessere und inzwischen preiswertere Alternative ist, ist wohl unbestritten. Aber das ist ja nicht der Punkt :sunglasses:
Die Ankündigungen und Schemenzeichnungen ziehen sich schon ewig. Langsam könnten sie ihn wirklich mal zeigen. Ich mag das Prinzip von Elon lieber als wie die restliche Industrie arbeitet. Konzept vorstellen dann weiterarbeiten. Wie beim ID3 hinter Glas und Streifen oder wie bei Lightyear nur Schattenrisse geht mir auf den Keks.
Dennoch hoffe ich sie schaffen es.

Was ist denn an dem Wagen besonders, was diesen Preis rechtfertigen würde?
Die Leistungsdaten sind ja, im Vergleich zum Preis, absolut unterirdisch. So ein Solardach auf dem Auto hat maximal einen symbolischen Zweck. Jeder mit ein bischen Erfahrung mit sowas weiß, daß das im Alltag kaum was bringt.

„Lightyear’s mission is to make clean mobility available to everyone, anywhere in the world“… Ohne Worte :mrgreen:

Ein neuer Bericht über den Lightyear One auf Ecomento:

ecomento.de/2019/05/16/solar-el … rgestellt/

Gruß

Kurt

Heute wurde er vorgestellt.

lightyear-prod.dev.warp.land/

Als ich dann die Beschleunigung von 0 auf 100, angegeben mit 10 Sekunden las, wurde mir klar, das bei diesem Auto nicht auf Spass gesetzt wurde, sondern ganz klar auf Vernunft, Reichweite.

Gruß

Kurt

des ist mir alles viel zu „Schöngerechnet“

sogar für die Reservierung damit man einen der ersten 100 bekommt gibt es 500 Plätze

Ich muss so an den Loremo denken…

Mal nachrechnen:
209 km/h Ladegeschwindigkeit bei 22 kW Ladeleistung ergeben einen Verbrauch von 105 Wh/km.
Hm.
Drei Zeilen drüber steht 83 Wh/km.

If something seems too good to be true, it probably is.

1 „Gefällt mir“

nein, der Teil dürfte schon stimmen (das ist wegen Ladekurve und Ladeverluste)

Woanders steht, das er in NL max 5311Wh solar lad und das fur 59km reicht =90Wh/km.

Jetzt kann man ausrechnen, wie leicht er und wie klein cwA sein muss, damit das hinkommt…

Z.B. mit 1200kg, cw=0.2, A=2.3 und 65kWh netto maximal.

Ja, stimmt.
Dann dürften aber von der 22 kW Ladeleistung nur 17,4 kW in der Batterie ankommen um bei einem Verbrauch von 83 Wh/km auf 209 km/h zu kommen -> Eta Ladegerät 80%

video:

youtu.be/bSbWwn_YCr8

(er braucht noch 4 Bodyguards beim fahren… :wink:)

WLTP Wert kommt also nur aus dem Computer,
weiß jemand woher (theoretisch) hier diese effizient kommt / kommen soll?

hauptsächlich aus der Kombination aus Leichtbau und Aerodynamik. Welchen Anteil die Radnabenmotoren haben hab ich nicht mehr im Kopf.

Nabenmotoren? Schau an, als ich vor längerem Felgenmotoren vorschlug, hat man mich gesteinigt, wegen der schrecklichen Wirkungen auf die Fahr und Federdynamil :mrgreen:

Der Lightyear ist nicht und wird niemals ein Alltagsauto, mit dem man auf zweispurigen Autobahnabfahrten Verbrenner versägt.
Es ist ein effizienzoptimierter Exot, wie im Interview gesagt: Unsere Reservierer interessieren sich gar nicht so für das Auto. Die wollen einfach das Projekt unterstützen. Erinnert ein bisschen an den VW XL1, nicht zufällig auch optisch.

Sowas kauft jemand mit einem Fuhrpark, nicht Normalbürger, die mit diesem einen Auto jeden Tag auf jeder Straße in jedem Wetter flott und unkompliziert unterwegs sein wollen/müssen.

Deswegen sind Radnabenmotoren hier richtig. Am Model 3 wären sie grundfalsch, die Gründe sind bekannt.

Ich mag das Projekt inzwischen. Man weiß zwar nicht recht, wo das hinführen soll. Aber irgendwie ist es als (kaufbares) Objekt der Grundlagenforschung in sich sehr stimmig und rund.

@cer
Wer weiß ob der VW XL1 kein Alltagsauto geworden wäre, ich fand es sehr schade, dass dieses innovative Auto niemals in Großserie ging. Wäre interessant zu welchem Preis es dann verkauft worden wäre hätte können. :smiley:
Der XL1 erinnert mich aber mehr an den GM EV1.

Rein optisch erinnert mich der Lightyear One ein klein wenig an den Stella Vie, welcher 2017 bei der World Solar Challenge gewann, welcher ebenso voll ist mit Solarmudolen.

Genau dieses Solardach finde ich bei solchen Autos auch sehr interessante, aber leider findet man bis auf diese völlig überzogenen, realitätsfernen Aussagen von den Autoherstellern selbst und deren Werbung keine realistische Zahlen was in unseren Breitengraden mit einem durchschnittlichen Sonnentag möglich wäre. Ist ja auch schwierig zu sagen, da ein Auto selten den ganzen Tag in der prallen Sonne steht, Stichwörter Häuserschluchten, Bäume, Wolken. :nerd:

Da der Sion ja erst kommt fällt mir momentan nur die aktuellste Version vom Toyota Prius Hybrid ein, den es mit Solardach gibt. Ich stelle mir das schon praktisch vor, mein eigenes Auto beispielsweise steht nur draußen, da ich keine Garage habe und mittlerweile steht es seit fünf Tagen nur rum, da wäre ich um jeden einzelnen Kilometer, der über ein Solardach geladen werden kann, dankbar.

Goil! :wink:
„Die kommenden Modelle sollen nur noch ein Drittel des One kosten.“
electrive.net/2020/01/14/li … olarautos/
Das Ultraeffizienzelektroauto mit Radnabenantrieb und PV an Bord wird erschwinglich.

Berufsbedingt kenne ich mich etwas aus mit Photovoltaik auf bewegten oder bewegenden Objekten. Die Jungs von Lightyear One machen da schon 'n guten Job - ich drück denen echt die Daumen! Ja klar, am Anfang zahlt man Early Adopter Preise. Denkt mal wie teuer ein Model S vllt. 2014 war oder der Roadster, und für welchen Preis nun ein Model 3 zu haben ist.

Solarmodule über’s Auto verteilt bleiben imho vorerst ein Gimmick. Selbst wenn man aktuelle Solarzellen mit über 25% Wirkungsgrad nimmt, kann man in unseren Breitengraden (zB 51° Lat.) im Idealfall mit deren 5 m² Fläche gegen Ende Juni nicht mehr als 9,5 kWh Energie am Tag gewinnen. Sobald Wolken, Winter oder andere Verschattung hinzukommt, wird’s drastisch weniger. Mit den 9,5 kWh käme ich bei 83 Wh/km 115 km weit. In der Realität bekomme ich vllt. 30% - 50% der Energie, also 35 bis 57 km bei Sonnenschein. Aber bitte die Klimanalage auslassen! Ist überhaupt eine verbaut?

Ein so teures Auto würde ich auch nicht draußen stehen lassen wollen, sondern in meine Garage stellen. Und genau da oben drauf gehören die Solarmodule, und bitte direkt mit DC über vernünftige MPPTs in die Autobatterie rein (und nicht das Gemurkse über den AC-Pfad).

Gruß vom Faxenmacher!

PS: Ein Aspekt muß man ggf. noch in Betracht ziehen: Es wird ja Strom produziert, muß der in Dland versteuert werden?

Das MS 85 Bj 14 gab es für 74 t€, mit Tech, Leder, Pano, Cyclone, Doppellader, in blau rd 86 t€. Das entspricht ungefähr den AK für das aktuelle MS LR. Tesla hatte danach höhere Preise bei fortlaufenden Verbesserungen der Fahrzeuge und hohen Kosten für den Ausbau der Telsa-Ladeinfrastruktur etc. Die Kosten für den Ausbau der SuC wird ja durch das free Supercharging zumindest teilweise den Kunden zurückgegeben. Insoweit gab es bei Tesla schon damals marktfähige Preise, nur deshalb hat sich die Firma wohl auch so gut entwickelt.