Fortsetzung der Diskussion von Erneuerbare Energien allgemein (Teil 1) - #5090 von Teasy.
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Also mal rechnen. 60 TWh
Volllasstunden Wind an Land im installierten Portfolio etwa 1.600 h. 60.000.000 MWh durch 1.600 sind 35.500 MW, bei 5 MW pro Anlage sind das 7.500 zusätzliche Windkraftanlagen. Neu, nix alt gegen neu.
Kann jeder nach- und weiterrrechnen,
Volllaststunden Wind Offshore etwa 3.500 h, PV (die im Winter ausfällt) etwa 850 h deutschlandweit.
Und dann noch 150 TWh fossile Erzeugung ersetzen.
Wasserstoff werden wir wohl lieber komplett importieren.
Wenn du nichts tust verballerst du halt weiterhin fossile Brennstoffe die darüber hinaus immer teurer werden. Also wirst du ohnehin in der Zukunft nicht darum herum kommen eine Sanierung durchzuführen. Daher aus meiner Sicht je früher desto besser.
Klar gibt es gerade viele Handwerker die angreifen. Entweder intensiv nach korrekten Betrieben suchen oder noch ein wenig dahin warten. Aber wer weiß, ob sich die Preise bei dem Bedarf erholen oder gar der Fördertopf nicht irgendwann leer ist.
Das ist ja jetzt nicht überraschend. Der Schornsteinfeger lebt vom Kamin und den Abgasmessungen und der Heizungsbauer von der jährlichen Wartung.
Alles andere ist für die maximal blöd.
Tja und das sehe ich halt genau anders… aus meiner Sicht wird in 2035 oder so eine Wärmepumpe ein ganz normales sehr weit verbreitetes Bauteil sein, das man zu erschwinglichen Preisen einbauen kann… aktuell wird Dank der Regierung hier ein Preis weit jenseits von Gut und Böse aufgerufen…
Mir wird hier „vorgeworfen“ mit einem schmunzeln, ich würde 80 k€ für ein Verbrennerfahrzeug ausgeben aber keine 80 k€ für eine Heizung… das stimmt! Weil ich das Auto zum Geldverdienen brauche, die Heizung hingegen nicht… meine Heizung tut! Ein simpler Austausch kostet mich 60000 € WENIGER als eine Umrüstung auf eine Technik die ich aktuell überteuert finde… d.h. diese 60 k€ gebe ich ausschließlich dafür aus, dass ich ein System einbaue das letztlich weniger CO2 erzeugt WENN diverse Annahmen zu treffen… dazu gehört z.B. auch, dass wir nie in die Zwangslage kommen Kohlekraftwerke wieder stärker zu nutzen weil sonst der Strom fehlt… ist dem so?
Ich habe etwas gegen Aktionismus… und ja ich möchte gerne meinen CO2 Abdruck verringern dazu würde auch ein EPickup gehören den ich im übrigen 2020 bestellt habe, leider schafft es Tesla und auch die anderen nicht, den vernünftig für arbeitende nach D zu bringen, aber das alles nicht um jeden Preis. Ich habe die letzten 30 Jahre zu oft erfahren dürfen / müssen wie Wissenschaft bei chaotischen Systemen mit Zahlen ins Klo griffen, als dass ich dem nun alles unterwerfen würde. junge Leute lassen sich gerne von dieser Panik anstecken… ich halt nicht.
Dennoch ich verweigere mich nicht der Wärmepumpe… ich werde mir nun noch anhören was diverse Heizungsbauer sagen UND evtl. einfach warten… da ich auch im Abbruchbereich tätig bin wo oft fast neue Heizungen raus gerissen werden, werde ich mich evtl. da mit Ersatzteilen eindecken… denn einen Brennwertkessel werde ich wahrscheinlich gar nicht mehr bekommen, Heizungsbauer haben eh schon angedeutet, dass das dieses Jahr nichts mehr wird… von daher… mal aussitzen…
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Man kanns halt auch schlauer machen. Die Dänen haben vor 10 Jahren den Einbau von Gasheizungen im NEUBAU verboten. Ärgerlich (und von vielen Deutschen verlacht) aber machbar. Bei uns lag 2022 der Anteil von Gasheizungen im Neubau noch bei fast 50 %.
Ernst gemeinte Frage: könnte man in einer Ölheizung e-fuels verbrennen?
Hintergrund: ICH bin der Meinung, dass e-fuels für Autos der falsche Weg sind. Und auch zu wenig davon verfügbar sein wird zu vernünftigen Preisen.
Aber vielleicht irre ich mich auch und es wird irgendwann ausreichend e-fuels geben. Wäre es dann technisch möglich?
PS: bitte keine Diskussion über Sinnhaftigkeit der e-fuels, dazu gibt es E-Fuels for Future
Mich interessiert einfach die Frage der Machbarkeit. Stichwort Wochenendhaus.
klar könnte man das - wenn du den Wirkungsgrad, der bei Ölheizungen eh schon irgendwo unterhalb von F ist, noch weiter in Richtung XXX senken willst, ist das eine absolut probate Methode.
Gut, der Liter kostet dich dann 6-7 Euro (mit Förderung und Steuerbefreiung, versteht sich!) und du brauchst ein paar tausend pro Jahr davon, aber technisch gesehen sollte es gehen. Fein, du verbrennst pro Jahr halt die Kosten von 2-3 Wärmepumpen in deinem Kessel, aber möglich ist es.
Wenn die Voraussetzungen beim Haus halbwegs passen, dann kostet den EFH Eigenheimbesitzer die Umrüstung von Gas Brennwert auf Wärmepumpe ca. 14-18000€.
Wenn das Eigenheim älter als 30 Jahre ist und einen Sanierungsstau aufweist, dann kommen Kosten für die Beseitigung des Sanierungsstaus dazu.
Heizöl ist doch anders gefärbter Diesel. Und e-fuels, wie es derzeit diskutiert wird, klingt eher nach Benzin. Ohne Umrüstung wird das wahrscheinlich nicht direkt funktionieren.
Und die Sinnhaftigkeit ist auch eher minimal. Wirkungsgrad und Kosten dürften vollkommen katastrophal sein.
Natürlich geht das. Bei Flüssigbrennstoff muss halt die Spec zum Brenner passen. Synthetisches CH4 in Gasheizungen geht eh.
Ich würde dem Rechenweg nicht in Gänze zustimmen, aber: ja, das ist absolut möglich. Man muss das im Vergleich sehen. Deine 7.500 entsprechen etwa dem Zubau der Jahre 2000-2003, man kann solche Mengen also eigentlich flott hochziehen. Ende 2022 hatten wir 28.443 im Bestand, und davor waren es sogar mal noch mehr. Da viele der Windräder in großen Parks organisiert sind (mit jeweils 50-150 Anlagen), entsprechen die 7.500 Anlagen gar nicht so vielen Parks.
Und wie gesagt: Repowering. Wenn wir alle Windräder in Deutschland repowern würden, hätten wir ohne ein einziges zusätzliches schon mehr als die 60TWh. Und die 60TWh sollen eigentlich ohnehin nicht nur aus dem Wind kommen, sondern auch aus Solar.
Die fällt nicht aus, die ist nur schwächer. Wenn wir unsere Solarkapazität so weit erhöhen, dass wir damit im Sommer fleißig Speicher befüllen können, wird Solar auch im Winter eine sehr gewichtige Rolle bei der Produktion spielen.
Quelle für alle o.g. Zahlen: Deutschland in Zahlen | BWE e.V.
Nur mal dazu: da liegt mindestens der Faktor 20 dazwischen. Plus der notwendige Doppelausbau der Erzeugung.
Und Repowering funktioniert nur da, wo es heute noch genehmigungsfähig ist. Neubau dauert 5 bis 7 Jahre.
Egal wie, billiger wird Strom sicher nicht.
Das waren aber nur 10 GW, nicht 36
Jep. Sehr schade, dass das in Deutschland von der damaligen Regierung verlacht wurde. Häte sie mal stattdessen selbst einführen sollen. Dann würde das, was jetzt bei uns ab 2024 eingeführt wird, weit weniger Schockwellen verursachen. Zeit lassen für weitere 10 Jahre Vorlauf können wir uns leider nicht mehr. Wir zahlen für die Versäumnisse der Vergangenheit.
Ich bin in einem Punkt im übrigen völlig Deiner Meinung: eine funktionierende Heizung würde ich aktuell nicht austauschen, egal was es für eine ist. Das macht man erst, wenn sie kaputt geht, oder die Kosten für Wärmepumpe+Einbau so weit gefallen sind, dass es sich auch sonst finanziell lohnt. Das ist im Moment noch nicht der Fall, weil jetzt erst die Kapazitäten aufgebaut werden. Aber es wird auch nicht mehr ewig dauern, nur ein paar Jahre. Wir werden definitiv früher als 2030 gescheite Preise sehen.
nebenbei noch die Überlegung: WENN es denn ein eher kleineres Häuschen ist, sollte man ggf. mal überlegen, ob man nicht stattdessen eine Multisplit-Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion (haben eigentlich alle von Anfang an drin…) nimmt. Eine Anlage mit 4 Innengeräten und einer Außeneinheit kostet inkl. Einbau vom Klimatechniker aktuell rund 2k. Dafür hat man es dann im Winter warm und im Sommer kühl - Strombedarf ist dagegen eher im Worst-Case so um die 3kW, bekommt man also sogar noch an der normalen Steckdose betrieben. Ein paar PV-Panels obendrauf, vielleicht noch nen schönen Batteriespeicher, dann hat man kurzerhand eine kostenneutrale, klimaneutrale und nahezu betriebskostenfreie Heizanlage, die einem im Sommer auch noch zum Nulltarif die Hütte angenehm hält, so dass man in den immer heißer werdenden Sommern nicht mehr davon fließen muss.
Frag mal aktuell nach einem Angebot für eine WP.
Einem Freund wurden gerade recht aktuell 60k angeboten für zugegebenermaßen eine Erdwärmepumpe bei einem Reihenhaus mit um die 120 Quadratmeter.
Ja, jetzt kommt gleich wieder, dass man alles selber machen kann. Muss man halt können.
Nichts von diesem Posting ist wahr… eine Brennwertheizung hat einen Wirkungsgrad von 90-94%… EFuells haben einen prognostizierten Preis von <2,40 € inkl. Transport von z.B. Afrika. E-Fuells machen nur dann Sinn wenn man ÜBERSCHÜSSIGEN Strom hat, daher ist der Wirkungsgrad dann auch unerheblich bei der Herstellung. Diesen Überschuss haben wir spätestens dann, wenn es Fusionskraftwerke gibt… dann wird Strom aber eh so billig, dass man mit einem glühenden Heizdraht die Wohnung heizen könnte…
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Klar ginge das… sinnig ist es indes nicht und da gibt es wichtigere Verwendungszwecke die eben kaum Alternativen bieten…
Ich war zwar nicht live dabei, aber was man hört haben sie das bei der Einführung der Fissionskraftwerke auch schon gesagt. Das war dann aber unterm Strich so ziemlich der teuerste Strom.
Wieso sollte es bei der Fusion so viel billiger werden? Nur weil es weniger Abfälle gibt?
Nein weil mehr Energie erzeugt wird als rein gesteckt wird und weil eben damit extrem viel Energie zur Verfügung stehen wird… würde…
Das ist auch immer eine Frage wie man das rechnet… „neuerdings“ wird beim AKW z.B. Entlagerkosten und Abbau rein gerechnet, damit wird der Atomstrom teuer, kein Mensch rechnet das aktuell bei Windrädern rein, deren Rotoren sind aktuell noch Sondermüll… oder PV Anlagen, was kostet es diese zu entsorgen?
Und bei Entlagerkosten hat ja eine Partei dafür gesorgt, dass die Kosten extrem nach oben gehen indem sie auf ständigen Zugriff bestanden… statt das Zeugs 3000 m tief für immer zu verbuddeln… in anderen Ländern kosten Endlager ein Bruchteil… aber so kann man das auch unattraktiv machen
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Das mit extem viel Energie sehe ich auch so. Zumindest potenziell. Denn aus praktischen Gründen wird auch irgendwo bei 1 GW pro Kraftwerk Schluss sein.
Und da arbeiten dann Menschen, es wird Wartungen und Überprüfungen geben und andere laufende Kosten. Ich sehe hier keinen großen Unterschied zu Kernkraftwerken oder nicht einmal Wasserkraftwerken.
Auf den endlosen billigen Strom durch Fusion würde ich daher nicht hoffen. Das klappt eher noch bei der PV, weil da braucht man kein Personal und keine Wartung. Aufgrund von Herstellung und Entsorgung der Module wird man da aber auch nicht wirklich unter 3-5 Cent pro kWh kommen können. Schon gar nicht wenn Batterien auch noch ins Spiel kommen, damit auch in der Nacht der Sonnenstrom fließt.
Ich glaube langfristig wird der Strom vielleicht wieder etwas günstiger werden, aber sicher nie geschenkt sein.