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Der Kampf um die Daten: nach tödlichem Unfall mit Model X

Hallo Community.

ein Familienmitglied ist im April 2021 in seinem Tesla Model X 100 nach einem Unfall in Mecklenburg Vorpommern verbrannt. Er hatte 1,5min nach dem Unfall schon keine Chance mehr aus dem Tesla (trotz Helfer/ Zeugen) zu kommen. Der Akku stand sofort in Flammen und lies sich nicht löschen.

Nun versuchen wir seit Monaten über zahlreiche Anwälte+ Staatsanwaltschaft an die Daten des Fahrzeuges zu kommen. Tesla stellt sich dumm und erklärte das es keine Daten geben würde. Weder die relevanten Daten vom „Auto“ noch vom Autopiloten würden bei Tesla in der „Cloud „liegen. Das muss jedoch eine Falschaussage sein. Am Tag des Unfalls habe ich nachweislich bei Tesla angerufen um zu erfragen, wo das Auto das letzte mal geortet wurde (hier wussten wir noch nichts von einem Unfall, vermissten jedoch unser Familienmitglied bereits). Die Dame bei Tesla hatte mir dann nach zahlreichem Bitten/ Betteln einige Daten zum Fahrzeug genannt (letzte Position, Gurtstatus, Tür auf/zu etc. pp). Seitdem jedoch die Staatsanwaltschaft ermittelt, heißt es offiziell von Tesla es gäbe keine Daten vom/zum Fahrzeug. Es ist ein Trauerspiel.
Der Tesla ist auf grader Strecke gegen einen Baum geprallt. Das Unfallopfer nutze sehr häufig den Autopiloten. Wir bekommen keine Infos von Tesla ob der Autopilot ein oder ausgeschaltet war, wie schnell das Fahrzeug auf der Straße fuhr oder ob es noch einen Notbremsversuch gab.

Aus vielen Berichterstattungen lässt sich jedoch schließen, dass Tesla permanent über die Datenverbindung Daten der Autos empfängt. Kann jemand konkretisieren welches Set an Daten über die Verbindung Auto < ------ > Tesla übertragen werden?

Danke und Grüße

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In diesem Thread könntest du einige Antworten finden:

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Das Thema könnte weiterhelfen

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@cruiserhh:

Zum ersten aus weiter Ferne unser herzliches Beileid zum Verlust von euer Familienmitglied :sob:.

Jemand aus der Familie zu verlieren ist immer schlecht, und wenn sie/er dazu noch in ein angeblich überdurchschnittlich sicheres Fahrzeug unterwegs war, noch schlimmer.

Zum zweiten: wenn irgendwie diesen Unfall durch den unsachgemäßen Einsatz vom Autopilot eine Verbindung hat, dann wird’s schwierig:

Entweder „unsachgemäßen Einsatz“ oder Funkloch, oder die Daten sind nicht lesbar.

Hat dein Familienmitglied AP eingeschaltet und das MX plötzlich ein Baum angesteuert ist es „unsachgemäßen Einsatz“ = Ende Geschichte.

Hat dein Familienmitglied NICHT AP eingeschaltet und das MX plötzlich ein Baum angesteuert ist es „ein Tesla-GAU“ = Ende AP/EAP/FSD.

Hat dein Familienmitglied NICHT AP eingeschaltet und selbst das MX plötzlich an ein Baum gesteuert ist es leider ein tragisches Familienereignis. In diese Coronazeiten leider allzu oft vorkommend.

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Das ist ein tragischer Unfall und zunächst mal mein Beileid.

Laut Presseberichten ist der Unfall in der Schweiz passiert. Das Fahrzeug soll in die Leitplanke gefahren sein und sich dann überschlagen haben.
Der Datenspeicher ist laut diesem Pressebericht zerstört worden. Vermutlich durch das Feuer.

Für mich passt hier einiges nicht zusammen:

Es handelte sich laut Foto um einen relativ schmalen Streifen Straße (geradeaus) mit Leitplanken auf beiden Seiten (laut Foto im gesamten sichtbaren Bereich unbeschädigt). Wie sich da ein Model X überschlagen soll ist mir schleierhaft.

Da würde mich das Untersuchungsergebnis interessieren, gerade auch weil die Schweiz ein strenges Tempolimit hat.

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Hallo zusammen,

vorab vielen Dank für eure Hilfe und die Anteilnahme. Ich arbeite mich gerade durch die Threads. Mir ist in diesem Fall schnell bewusst geworden, gegen wenn Familie, Polizei, Staatsanwaltschaft hier antritt. Traurig ist, dass Tesla reaktionslos in der Unfallaufklärung war und sich erst nach Einschalten der Justiz kurzzeitig, jedoch nicht hilfreich bewegte. Aussage von Tesla in kurzform: Auto ist ausgebrannt, Daten liegen nur auf den internen Steuergeräten / niemals in der Cloud, wir können nicht helfen".

Der Unfall konnte auch über die Dekra nicht ansatzweise aufgeklärt werden. Am Ende war vom Model X nicht mehr als nur die Rohkarosse übring. Welche Gespräche ich mit den polizeilichen Ermittlern geführt habe um aufzuklären, was ein Tesla ist und was dieses Autos alles an Funktionen / Daten besitzt, erspare ich euch. Die Feuerwehren in unserem Land können diese Autos im Falle eines Brandes nicht löschen, die Polizei und ermittelnden Behörden haben von der Marke / dem Produkt Tesla null Ahnung und unsere Regierung…lassen wir das.

@ maboko: nein es war nicht die Schweiz, es war in Mecklenburg Vorpommern.

siehe: Tödlicher Tesla-Unfall bei Poggendorf : Ermittlungen zur Ursache laufen

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Gelöscht, Vorposter hat es erklärt.

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Hier muss sich leider Tesla auch an das hiesige Recht halten und wenn ein Staatsanwalt ermittelt, können nur Anwälte Einsicht in solchen sensiblen Daten erlangen. Das sich Tesla gerne mal stumm stellt und wochenweise nicht antwortet ist leider ein generelles Problem. Die Blackbox, sofern noch funktionsfähig, könnte hier echt helfen. Der Fall zeigt aber auch eindeutig ein Problem auf, was in Zukunft noch stärker und öfter (leider) zutreffen wird.

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Ich kann zwar nichts brauchbares beitragen - möchte auf diesem Wege aber trotzdem mein herzliches Beileid aussprechen. Ich hoffe sehr, dass du deine Antworten finden wirst.

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Sorry, aber das ist schlicht nicht richtig - mit ausreichend Wasser (was jede Feuerwehr beschaffen können sollte) kann man selbstverständlich ein E-Auto löschen. Dazu gibt’s auch zahlreiche Publikationen, inklusive Aussagen und Handlungsanweisungen vom Deutschen Feuerwehrverband.

Bei aller Tragik möchte ich das schon entsprechend angemerkt haben, da hier viele Falschaussagen im Netz rumgeistern.

Ist denn überhaupt gesichert festgestellt worden, dass der anfängliche Brand vom Akku ausging? Es gab nun schon mehrere Fälle (u.a. in Österreich einen der durch die Medien ging), dass der ursprüngliche Auslöser das brennbare Kühlmittel der Klimaanlage (in allen aktuellen Fahrzeugen eingefüllt außer bei CO2-Klimaanlagen) war, nicht der Akku.

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Worst Case und auch von mir noch herzliches Beileid.

Mir fällt dazu ein, dass ich noch nirgendwo gelesen oder gehört habe, dass ein Tesla mit Autopilot mal „falsch abgebogen“ ist. Also wenn es diese Fehler im Autopilot geben sollte, müsste man doch davon mal hören, da ja nicht jeder Unfall tödlich ausgehen kann.
Ganz wertfrei jetzt, bitte nicht falsch verstehen.
Vielleicht war es ein „normaler“ Unfall.

Zu den Daten: Kann man der Datenweitergabe nicht widersprechen? Natürlich mit der Konsequenz, dass zum Beispiel die App nicht nutzbar ist.

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Auch mein Beileid!
Man könnte auch den Bericht zitieren. Ist objektiv und keine Rede von nicht löschbar. ▷ POL-HST: Erstmeldung: Tödlicher Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 194 bei Poggendorf | Presseportal

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Herzliches Beileid zum Tod eines Familienangehörigen.

Hier im Forum können wir alle nur Mutmaßungen anstellen, die nicht weiterbringen. Ebenso kann keiner sagen, ob lesbare Daten vorhanden sind (das Auto speichert nichts on the fly in die Cloud).
Dass Tesla Daten in solchen Fällen nur an den ermittelnden Staatsanwalt weitergibt hat rechtliche Gründe.

@moderatoren : Ehe dieser Thread ausartet und irgendwelche verletzend wirkenden Mutmaßungen angestellt werden, sollte der Thread lieber geschlossen werden.

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Gibts mehrere Szenarien. Irgendwo findest du ein YT-Video von einem AP1-Auto, das die Bodenmarkierung nicht mehr richtig erkannt hat, und dann dem vorausfahrenden Auto nachfährt. Eigentlich ein cooles Feature, nur war das „vorausfahrende Auto“ in diesem Fall auf der Gegenspur entgegenkommend.

Zudem habe ich persönlich regelmässig „Lenkeingriffe zu meiner Sicherheit“ auf schmalen Bergstrassen, wo das Auto entweder ein „Verlassen der Strasse“ erkennt und mich dann Richtung Gegenverkehr lenkt - oder das Gegenteil, eine potentielle Kollision wird erkannt und das Auto lenkt gegen den Strassenrand. Da geht der Puls dann schon hoch, bisher ist dadurch bei mir aber keine gefährliche Situation entstanden.

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Tatsächlich überträgt ein Tesla nicht permanent alles in die Cloud. Wir alle kennen das „Phänomen, dass unsere Fahrzeuge erst im heimischen WLAN Gigabytes an Daten hochladen.

Es ist also durchaus vorstellbar, dass Tesla keinerlei Daten zu dem Unfall hat. Zumal auch hier niemand nachvollziehen kann, wie lange der Rechner im Fahrzeug überhaupt noch aktiv war. Ob die Daten aus der API bei Tesla irgendwo gespeichert werden, weiß auch niemand.

Gibt es Hinweise darauf, dass ein Datenlogger wie Teslafi genutzt wurde? Dann könnte es Daten von der Fahrt geben. Aber ohne Zugriff auf den Account wird auch das schwierig.

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Von mir auch mein Beileid. Ich frage mich wozu man die Daten braucht. Was wird vermutet? Die Verantwortung für den AP haben wir doch beim fahren immer und jederzeit? Also selbst wenn der AP den Tesla von der Strasse ziehen wollte muss man das selbst verhindern, nicht anders als bei einem Aquaplaning auf der Strasse oder einem Windstoss? Ich frage mich also wo das hin soll.

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Ich finde den Wunsch nach „Verstehen“ absolut berechtigt und nachvollziehbar. Somit fände ich es zum aktuellen Zeitpunkt auch sehr schade, den Thread bereits zu schliessen. In diesem Forum gibt es erfahrungsgemäss sehr viel Wissen, an das man andernorts kaum gelangt.

Wo ich meinen Vorrednern beipflichte: niemand kann beantworten, welche Daten genau im Einzelfall wo vorhanden sind. Gut möglich, dass effektiv alle Daten mit dem Auto verbrannt sind.

Aber vielleicht weiss das ja jemand: Welche Daten werden bei einem automatischen Notruf genau übermittelt? Die wären wohl noch vorhanden - sofern überhaupt ein automatischer Notruf erfolgt ist.

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Wäre schon wenn sich die Beiträge an der Frage des Erstellers orientieren würden. Spekulationen zum Unfall selbst helfen keinem.

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Die Data privacy Abfrage würde ich nicht machen, die Daten, die du da bekommst werden dir nicht weiterhelfen + sind nicht leicht zu interpretieren und die Gefahr ist groß, dass Tesla die Daten löscht und erst dann den Rest rausgibt und der Rest ist wie gesagt wenig.

Edit: zum Thema was Tesla an Daten hat: In der aktuellsten Folge der nextnews geht es bei nextnews: Model Y Übergewicht, VW App Store, Tesla petzt, illegale Schnellladesäulen, Opel Astra - YouTube um den oben erwähnten Unfall, ggf haben sie Details, wie man zu den Daten kommt.

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Waren das denn Daten vom Unfallort oder ältere Daten von einem früheren Zeitpunkt?

Meines Wissens überträgt ein Tesla, wenn man der Datenweitergabe zustimmt, gelegentlich aber nicht permanent Daten ans „Mutterschiff“. Wann und unter welchen konkreten Umständen die Daten übertragen werden, weiß ich nicht, habe dazu noch keine Infos gefunden. Vielleicht wissen Spezialisten wie greentheonly auf Twitter Genaueres:

https://mobile.twitter.com/greentheonly

Ich wünsche Dir, dass Du mit dem Geschehen möglichst bald abschließen kannst, selbst wenn am Ende nur die Gewissheit bleiben sollte, das tatsächlich keine Daten zum Unfallzeitpunkt vorhanden sind.

Gruß Mathie

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