Hier zwei aktuelle Podcast zum tatsächlichen Entwicklungsstand dieser „Wunderakkus“
aus wissenschaftlicher Sicht, verständlich erklärt …
Bei derartigen Entwicklungen besser nicht gleich jeden Schmarrn glauben,
den diverse Medien teilweise von sich geben …
PS: Den ersten hab ich angehört , den zweiten noch nicht
Im übrigen gilt, wenn ein Wissenschaftler etwas allgemein verständlich erklären kann,
dann ist es Fichtner …
Aber das ist genau das Gegenteil von dem, was die deutsche Automobilindustrie bis vor ein oder zwei Jahren immer aktiv und laut propagiert hat: Wir haben kein Bock auf Akku-Produktion, dass ist Technik die man am Besten zukauft, weil da kaum Wertschöpfung ist.
Könnte es sein, dass die Erkenntnis, dass diese Aussage der deutschen Automobilindustrie absoluter BS war?
Könnte es sein, dass bei den Experten, diese Erkenntnis, die wir im TFF-Forum damals auch schon hatten (ok, bis auf die „Kritiker“), diese Erkenntnis nun auch reift?
Naja, welcher Hersteller außer BYD produziert größere Anzahl an Zellen wirklich selber? Und nein, Tesla macht es auch nicht. Sie geben die Konfig vor, kaufen die Zellen trotzdem bei den Spezialisten ein.
Und wie man aktuell sieht, scheint es mit der Zellproduktion auch nicht so einfach zu sein, denn sonst würde es mehr 4680er Zellen geben, was aber nicht der Fall ist, weil sie die beim MY mittlerweile auch nicht mehr einsetzen.
VW ist gerade dabei eine Zellproduktion aufzubauen, mal schauen was das wird.
Was allerdings falsch ist, ist dass die Zellen aus Fernost kommen. 90% der Zellen, die in in Europa gebauten EVs landen, werden auch in Europa gebaut.
Zellproduktion ist Komplex. Varta will jetzt in die Natrium Ionen Produktion einsteigen. Bei den OEMs fehlt es bei quasi allen an Erfahrung an der Stelle. Ist doch etwas mehr als nur bisschen Material einschmelze und formen.
Wenn man da keine langjährige Expertise hat, ist das Anfangs ein großes Minusgeschäft und verzögert die Produktion vom Fahrzeug.
Da ist es Günstiger zuzukaufen.
Tesla versucht den Spagat und investiert selbst. Wobei da eben auch neue Methoden zum Einsatz kommen sollen. Das ist dann Forschung, zeigt aber, dass es den Verkaufsstart der Fahrzeuge damit weit verzögert.
Da wär es besser erst die Fahrzeuge mit vorhanden Akkus zu planen und bei Serienreife der neuen Zellen umzustellen, statt direkt auf die neuen Akkus zu setzen, obwohl sie nicht verfügbar sind.
Die Produktion ist immer noch nicht auf dem Stand wie er nötig wäre. Ist ja nicht nur der CT der die unbedingt brauch, sondern auch der Semi und der Roadster.
Tesla hätte alle Produkte viel früher mit anderen Akkus anbieten können und zwischendrin die Zellproduktion optimieren können und Prototypen damit ausstatten. Da wird halt alles auf eine Karte gesetzt. Damit der CT Gewinnbringend produziert werden kann, muss eben auch die Zellproduktion optimal laufen. Das tut sie bis Heute noch nicht.
Was genau relativiere ich jetzt?
Es sind nun mal die Fakten, dass mit Ausnahme der Firma, die vor den Autos schon Akkuzellen gebaut hat, aktuell keine Autofirma selber Zellen in nennenswerten Stückzahlen baut.
Tesla und VW sind afaik die Einzigen, die aktuell dabei sind eine eigene Zellproduktion aufzubauen.
Naja, vielleicht drehen sie den Spieß jetzt einfach mal um und kopieren China, statt das China kopiert
Varta muss halt nach dem schlechtem Ergebnis irgendwas liefern. Sonst sind sie bald weg. Wäre Schade, die Akkus von denen sind im Consumerbereich immer noch Spitze.
Ich hab da so ein deja vu:
In den 80ern war für uns Modellbauer Sanyo „die“ Marke, sonst Panasonic. Dann kam irgendwann Varta. Großes trara…
Hab’s gekauft, einmal. Gurkenzellen. Reumütig zurück zu Japan. Nach dem paar Jahren war Varta wieder weg.
Meine letzten Sanyo Zellen hab ich so 2015 entsorgt, nach 35 Jahren waren sie im Akkuschrauber gelandet, da hat mich dann die Selbstentladung genervt, tot waren sie immer noch nicht.
Peter macht das seit Jahren gut aber er hat nicht das Budget der Chinesen. Das spielt aktuelle die einzige Rolle. Feststoffzellen werden kommen, wahrscheinlich Na basiert ex China und was will man dagegen machen?
Deshalb bräuchte es eine EU Initiative aber was kommt? Verbrenner weiter bauen nach Afrika exportieren und jeden Tag die Story wie geil der Verbrenner ist.
Aktuell kauft keiner die Kübel ja aber sobald die Preise unten sind läuft das wie in China.
„die BEVs sind einfach sehr günstig und gut“ sagt man da. Nur die „alten“ leisten sich noch den Luxus des Verbrenners.
Bei uns ist es eben anders herum aber nur weil künstlich der Preis für BEVs hochgehalten wird.
Auch heute wären schon Preise wie in China denkbar…
Kann man so pauschal nicht sagen.
Tesla dürfte hinter BYD der Hersteller mit der größten Fertigung von Zellen sein.
Die waren schon in 2018? mit etwa 30GW auf zellebene in der Giga Nevada führend.
Natürlich konnte Tesla damals „Dauerinsolvent“ nicht mit den staatlich finanzierten Herstellern aus China oder den bigplayern aus Korea mithalten! Aber als Automobilhersteller dürfte Tesla Nummer 2 bei der zellfertigung sein.
Ich weiß nicht wie die Produktion der 4680er läuft, allerdings denke ich muss man auch nicht alles selbst machen, die Brot und Butter Variante zuzukaufen dürfte in Ordnung sein…
Vor bestimmt 25 Jahren hat man bei Bayer im Technikum an Chemie für Lithiumakkus gearbeitet, wenn ich es richtig in Erinnerung habe war das damals für bzw in Cooperation mit Sony.
Hat man aber wohl nie ernsthaft verfolgt sonst hätte es bestimmt ein riesiges Geschäft werden können. Zumindest wenn man den richtigen Zellhersteller an der Seite gehabt hätte.
Und wie soll das passieren, wenn die europ. Produzenten-Nation Nr. 1 von „Technologie-Offenheit“ labert und Wasserstoff und E-Fuels propagiert und auf EU-Ebene darüber schwadroniert wird das Verbrennerverbot 2035 zu kippen, weil Europa „Technlogieführer“ bei Verbrennern ist?
Letztlich kann man die Dinge drehen und wenden wie man will, der Speicher und explizit die Zelle sind der wohl bedeutendste Schlüssel zum BEV. Das war schon vor über 100 Jahren so und daran hat sich eigentlich bis heute nichts geändert.
Allerdings hat man außerhalb von Asien gerade an der Stelle ganz gewaltig gepennt. Die sind nun mit China an der Spitze auf und davon. Wenn wir hier in Europa und Nordamerika nur ansatzweise eine Chance haben wollen, den Vorsprung aufzuholen, kann man das nur mit vereinten Kräften. der einzelne Hersteller hat da nicht den Ansatz eine Chance.
Auch Tesla sitzt da , wie alle anderen letztlich im gleichen Boot. Es geht dabei auch nicht um irgend welche geometrische Bauformen, sondern ausschließlich um die Zellchemie. CATL hat z.B. mit LiFePO4 Chemie mittlerweile einen Stand erreicht, der die Lithium Nickel Chemie von Tesla in max. 2 Jahren komplett eliminieren kann. Auch bei den natriumbasierten Zellen haben sie die Nase vorn.
Fakt ist, wenn wir in der „Westlichen Welt“ noch 5 Jahre so weiter paddeln wie bisher, dann haben wir bei Automotiv das klassische Solar 2.0.
Und noch mal, Tesla sitzt da mit den anderen Herstellern der westlichen Welt ohne wenn und aber im gleichen Boot.