Luxury SUV ist so was wie in Surburban. Die genannten Fahrzeuge inkl. MY sind doch eher Zwerge mit etwas Kofferraum, Lichtjahre von Luxus entfernt.
(Ich duck meinen Kopf, gleich kommt Schläge wie wohltuend der Luxus im gleichförmig durch alle Klassen ein Tesla doch ist…)
Wenn man die den Thread-Titel mal auf die Bedienung des Fahrzeugs reduziert, dann sehe ich viele Rückschritte.
Nach ca. 3.000 KM im MY begeistert mich der Antrieb und dessen Effizienz. Die Agilität in der Stadt durch das sofort verfügbare Drehmoment, die Lautlosigkeit, das gleitende, entspannte Fahren- allein dafür hat sich der Umstieg vom Verbrenner schon gelohnt. Und Langstrecke funktioniert noch besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Das selbst auferlegte Tempolimit führt zu einem so viel stressfreieren Fahren. Top!
Und dennoch nervt mich das Auto zunehmend was die Assistenzsysteme betrifft. Wischer funktionieren de facto nur manuell. AP steigt nach jedem Spurwechsel aus und muss immer wieder reaktiviert werden. Auch die fehlende Verkehrszeichenerkennung führt dazu, dass man das Tempo ständig „händisch“ anpassen muss. Auch die Phantom-Bremsungen sind eine Pest. Durch Baustellen mit AP? Fast undenkbar. Hinzu kommt der viel zu sensible „Spurverlassens-Assisten“ mit seinen schrillen Warntönen, der jedem Insassen den Schreck in die Glieder fahren lässt und den man offensichtlich nicht komplett abschalten kann.
Die Klima-„Automatik“ verdient m. E. ihren Namen nicht. Obwohl der Innenraum längst ausreichend warm ist (Soll-Temperatur: 21 Grad), wummert die Wärmepumpe in Gebläse-Stufe 4 und deutlich hörbar. Erschwerend kommt hinzu, dass die Lüftungsdüsen nicht individuell (Fahrer / Beifahrer) geschlossen werden können. Folge: man stellt den Automatik-Modus aus und reguliert das Gebläse manuell.
Aus meiner bisherigen Erfahrung erfordert das Fahren im Tesla also viel mehr Aufmerksamkeit für das „System“, das nach zu viel Überwachung verlangt und in das man zu häufig korrigierend eingreifen muss.
Auf mich wirkt das Auto unfertig. Und das nervt und enttäuscht mich zunehmend.
Siehe es positiv, die Probleme sind „nur“ ein Softwareproblem, das irgendwann per OTA Update behoben werden kann. So stirbt die Hoffnung zuletzt…
Träumt mal schön weiter. Tesla hat die basics komplett aus den Augen verloren, hunderte Themen im tff münzen das eindeutig und klar. Nach 6 Jahren macht mein MS gar nichts mehr, wie damals gekauft. Ich meine nicht das laden… das ist aktuell noch so wie gekauft, aber das ganze software gedönse nervt nur noch. Was bleibt ist eine wunderschöne Karroserie (wobei ich das MS sogar mit einem 2.5 Liter Diesel gekauft hätte
), die 17" Navi Ansicht gefällt mir, ist super übersichtlich zu sehen was auf den Straßen an Verkehr ist. Platz ist gigantisch, vor allem mit dem „alten“ Heckantrieb Frunk…
Assistentsystem sind kompletter Murks, ich muss in keinem meiner xxxxl Autos so aufpassen wie beim fahren wie im Model S (als daily hab ich 4 eigene Autos, im Fuhrpark keine Ahnung wie viele). Was schön ist der AP1, Lenkrad etwas halten (wobei das ja eigentlich kompletter Schwachsinn ist) und er fährt wirklich tiefenentspannt. Blinken… nach dem 4ten blinken zieht er rüber. Suuper. Klar muss man den Fischauge selber kontrollieren ob von hinten was kommt, oder im Toten Winkel was ist, aber das war beim Kauf schon so. so what.
echte Weiterentwicklung haben wir Oldis nicht erhalten… und wie ich einige nach 3 Jahren Model 3 so lese, die auch nicht wirklich. Echte Veränderung nur, weil ab Werk kompletter Schrott kam und dann per Gottes Gnaden per OTA die Rettung kam. Stichwort LFP Akku. Der juckt mich aktuell (neuer CATL) wirklich… kommt so etwas mit 75 oder 80 nutzbare kWh, kauf ich mir vermutlich doch wieder einen. Aktuell bei mir kein Handlungsbedarf… Tesla nutzt einmal mehr die Trumpfkarte und lässt sich die Autos preislich vergolden… hatten wir schon mal. Stichwort Model S für 145.000 Euro.
Wann FSD kommt wissen die Götter.
Zum Klagethread über die Assistenzsystemen geht es hier: Assistenzsysteme: Tempomat, Schildererkennung, AP, EAP, FSD usw (Teil 2)
Bitte zurück zum Thema.
Heute angekündigt:
Tesla will 20% des Marktes, also rund 16 Millionen Fahrzeuge pro Jahr.
Tesla wird bzgl. Stückzahlen grösser als VW oder Toyota.
Aktuell ist man (12-Monate-Fenster) 1 Million Fahrzeuge pro Jahr mit exponentiellem Wachstum.
Giga Berlin und Texas zahlen erst ab 2022 ein und werden 2023 voll gerampt haben. 2023 steigt die Party. Das wird lustig.
Mal schauen wie dieser neuer Lockdown in China sich auf alle auswirken wird. Was bringen 10 oder 100 Fabriken, wenn kein Material ran kommt?
Wollen und schaffen sind zweierlei, dann müssen sie aber an der Qualität mal richtig arbeiten. Laut Musk ist das Thema Auto doch schon durch, jetzt kommt Robotic und AI.
Tesla muss überhaupt nichts, die sind der Massstab. Wer hier etwas muss sind die Althersteller. Die haben schon zweimal nach einem Masterplan auf „mal schauen“ gemacht. Das dritte mal können sie diesen Fehler nicht machen. Es sieht so oder so düster aus für die. Einige sind so oder so doomed.
Das ist die Basis von allem. Landenden Raketen, selbstfahrenden Autos, intelligenter Fabrik…
Mir geht es genau so… Hab mich sogar bereits dabei ertappt, wieder Verbrenner anzuschauen… Oder halt einfach Autos, wo die Basics stimmen.
Tesla muss das Tempo mind. 10 Jahre halten um den derzeitigen Aktienkurs nachhaltig zu behaupten. Nicht umsonst hat Musk mal einen Teil seiner Tesla in Twitter diversifiziert.
Wenn Tesla das Tempo auch 10 Jahre hält, dann wir der Aktienkur sich MINDESTENS verzehnfachen.
Aktuell macht Tesla 47 Milliarden Umsatz, mit 5,5 Milliarden Marge, bei 70% Wachstum.
Bei „nur“ 50% Wachstum, ist man in 10 Jahren bei 2.700 Milliarden Umsatz, mit 320 Milliarden Marge.
Ganz sicher wäre die Marktkapitalisierung dann in GANZ ANDEREN Regionen als heute.
Die Sache mit dem exponentiellem Wachstum hat einen Haken, das funktioniert nie dauerhaft. Das Iphone juckt seit ca. 2015 kaum noch jemand, ist davor auch gigantisch gewachsen. Tesla wird bis 2025 steil weiter wachsen, dann konsolidieren. Dann müssen die Sache Energie, Solar etc. pipapo endlich mal abliefern. Ein M2 wäre schön, Semi etc. Wobei der LKW Markt eine harte Nuss ist und vom Absatz noch überschaubar, da wird Tesla ein Nuller bleiben.
Bei allen das selbe Problem, Rohstoffe, Akkus etc.
Das Tesla jetzt weitere 10 Jahre mit min. 50% wachsen wird ist schon eine steile Vorlage für eine Forumwette.
man darf auch nicht vergessen, dass das mit dem E-Auto noch nicht endgültig beschlossen ist. Weltweit gibt es aktuell ganz andere Probleme und wie man sieht sind die Regierungen in Krisen auch mal bereit die Dinge doch so zu belassen wie sie sind.
Hat die Apple Aktie nicht gehindert mir ein Haus zu finanzieren und seit das Haus existiert schon wieder fast 500% zu machen. Glaube seit 2014 fast 1000%.
Und wer Apple auf das iPhone festnagelt hat Apple nicht verstanden ![]()
Da fällt mir doch gleich die Vergütung des Schachbrettes ein, die sein Erfinder vom Kaiser „verlangte“, wohl wissend, das dieser die wirkliche Tragweite seiner Forderung nie realisieren könnte.
http://www-hm.ma.tum.de/ws1213/lba1/erg/erg07.pdf
Und ja, solche Wachstumsraten können eine gewisse Zeit funktionieren, was den Investoren auch durchaus zu Reichtum verhelfen kann. Allerdings wird jedes derartige System irgendwann instabil und kollabiert.
Das gilt für ein Atom genauso, wie für eine Sonne oder Galaxie. Ob Lebewesen, Staat, Unternehmen oder technische Produkte, das Ergebnis ist immer das Gleiche.
Wer denkt, das mit dem E-Auto hätte irgendwas mit Regierungen zu tun, hat noch nicht verstanden, was da am Markt gerade passiert.
Wenn alle Regierungen heute aufhören, E-Autos zu fördern, ändert das genau garnichts mehr.
Aber 10 Jahre 50% wachsen wird Tesla trotzdem nicht, ein paar aber schon.
Wenn eine Firma wie Volkswagen es fertig brachte, auf 10M Einheiten zu kommen, dann ist es sehr realistisch, dass Tesla mit der viel besseren Technologie und der viel höheren Innovationskraft auf das Doppelte kommen wird. Dafür werden sie nicht mal betrügen müssen.
Die Quintessenz der Geschichte ist aber, dass das Wachstum vom menschlichen Geist systematisch unterschätzt wird.
Die meisten gehen intuitiv davon aus, dass die Zukunft immer durch stetige lineare Veränderungen geprägt sei und selbst wenn sie das exponentielle Wachstum grundsätzlich verstehen glauben sie dennoch, lineares Wachstum wäre wahrscheinlicher und Exponentielles ziemlich unwahrscheinlich oder gar direkt nur eine sinnlose Theorie.
Sehr interessant in dem Zusammenhang sind Erfahrungen wie „es eskaliert“; meistens bei Konflikten(Streit, Krieg) verwendet.
Hier lohnt sich ein Blick auf die Etymologie:
Es geht über die Skala hinaus.
Dieses „sich hochschaukeln“ und infolgedessen „sprengen“ der bekannten Größenordnungen ist ein gutes Bild dafür wie der menschliche Geist exponentielles Wachstum empfindet.
Und es wurde regelmäßig nicht damit gerechnet, „das es soweit kommt“.
Niemand hier wird einen @BeXPerimental & Co davon überzeugen, dass es tatsächlich „soweit kommt“, das Tesla eskaliert würde niemand so sagen.
Es sind prinzipiell genügend Argumente zu finden, die den Sachverhalt „beschwichtigen“, also im Wortsinne stillen, also davon ausgehen, dass es zur Ruhe kommt.
Bei einer Sache die eskaliert wird die Eskalation zu jeder Phase als unwahrscheinlich eingestuft oder wie man bei Aktien sagt „überbewertet“.
Ja, eine Eskalation gilt prinzipiell immer als überbewertet und wird ganz sicher so nicht eintreten. Und wenn, dann völlig überraschend.
Wer Apple auf das Iphone festnagelt, nagelt wahrscheinlich auch noch Microsoft auf Windows fest ![]()

