Wasserstoff: Eine Alternative zum BEV? (Teil 2)

Lissabon - Hamburg sind mit dem Auto mindestens 26 bis 28 Stunden oder Round-about 2700km. Mit dem LKW sind es rein rechnerisch mindestens 34 Stunden. Alle paar Stunden muss ein Trucker eine kurze Pause und nach 8 oder 10 Stunden eine Nachruhe einlegen. Das bedeutet: Mindestens 24 Stunden Ladezeiten.

München - Hamburg sind 800km und somit mindestens 10 Stunden. Eine kleinere Pause mindestens.

Also: Kein Grund für Wasserstoff.

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tja, erzähl dies mal dem CEO Michael Peschke der Quantron AG :grin:

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Im Reich der Wasserstoffmärchen müssen die meisten Trucker von Lissabon nach Helsinki und dann nach Istanbul und dann nach Belfast usw.
Geschlafen wird nur auf Fähren, gepullert natürlich in die Ente. Die 2 Fahrer wechseln während der Fahrt, klar.
Tanken in 3 Minuten, Wasserstoff gibt es ja überall wo es Wasser gibt.
Schade nur, dass die Geschichten ohne Subventionen irgendwie nicht laufen, mit wohl auch nicht.

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Genau so sehe ich das auch.

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Was sind schon 300kg Wasserstofftanks :wink:
Etwa soviel würde der brauchen um die 1700km fahren zu können…jedenfalls nehmen die 32kg des Hyundai FCell etwa 80cm der Länge des Fahrzeugs ein….

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Woebi - die BEV LKW von denen der GF fabuliert haben angeblich eine Anschlußleistung von 500 MW pro Stück. Wenn man sich bei den SI-Einheiten um 3 Größenordnungen vertut bei seiner Argumenten, dann behauptet dass man in Austin keine 100 Tesla Semi gleichzeitig laden kann (100 * 500 MW = 50 GW, Zeitstempel 5:02) dann würde das wohl stimmen. Bei den realistischen Anschlußleistungen von ca. 2 MW pro Ladepunkt hingegen kommt man bei 100 Semis die gleichezeitig laden (also einer Flotte von einigen 1000 Stück (!), auf eine Anschlußleistung die in einem Gewerbepark jetzt nicht sonderlich große Probleme darstellen wird (50-200 MW - das ist nicht untypisch für eine größere Fabrik im produzierenden Gewerbe. Und Austin wird derartige Firmen mehrhundertfach bereits heute in Betrieb haben… :roll_eyes:

Klingt so, dass deren Geschäftsmodell, warum H2 überhaupt, auf einer ignoranz des Gleichzeitigkeitsfaktors (altes Lesch Video lässt grüßen), und Verrutscheb bei den SI Prefixes um 1 Position, basiert.

Ich würde da meine Finger davon lassen…

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Kurzer Lacher am Montag Morgen … Könnte auch Satire sein, nachdem die selben Protagonisten schon das „battery consortium“ gegründet haben aus dem absolut gar nichts geworden ist.

Bernhard

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Gut, für den Heimatmarkt könnte das funktionieren, da wo sie groß sind, nämlich in dem Entwicklungsländern, eher nicht.

Würde mich sehr interessieren, wo im Alltag die Probleme mit diesen Bussen auf diesen Linien auftauchen. Zuletzt war ich ja ziemlich geschockt, als ich einen Test zum Hyundai Wasserstoffauto gelesen habe und dieses Probleme hatte dauerhaft 130km/h auf der Autobahn zu halten.

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Wieso?

FCHEV PKW sind gemacht, um Leute davon zu überzeugen, zumindest die kommende Dekade noch ordentlich 1-3x zu einem ICE zu greifen, wenn ein neuer Fahrzeugkauf ansteht…

Und - eine verschiebung des eigentlichen Ankaufs von FCHEV Bussen durch die Wiener Linien kann eigentlich nur positiv bewertet werden. Vermutlich gibts ein politisches Mandat, um Bundesföderungen abgreifen zu können, die Lieblingstechnologie des Kanzlers einzusetzen - die jedoch wirtschaftlich und technologisch indiskutabel ist. Wenn man das so lange verzögert, dass es größere/günstigere Batteriebusse - nicht vergessen, dort ist man fast überall noch bei Gen 1 Fahrzeugen, Solaris einer der wenigen die wohl schon Gen 2 machen - zu haben sind, inkl. Kostenkurven der Batterien, dann kann in 1-2 Jahren dann ein Bus mit ordentlicher Gen3/Gen4 Platform angeschafft werden, zu einem Bruchteil der Kosten des BrennstoffzellenUndings.

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In Wien haben wir offenbar soo heftige Steigungen, dass dort ein BEV-Bus sich nicht eignet.
Steht nämlich so auch im Artikel:

Diverse Testfahrten haben gezeigt, dass sich Batteriebusse vor allem für eher flachere Gegenden mit entsprechenden Lademöglichkeiten eignen, während Wasserstoffbusse auch auf anspruchsvollen Strecken mit Steigungen eingesetzt werden können

Strecke:

Das ein BEV Bus bergab wieder ordentlich rekuperiert, scheint wohl keine Rolle zu spielen.

Vielleicht dienen die H2 Busse auch nur als Ausrede um die tolle Wasserstoff-Tankestelle der Wien Energie zu argumentieren:

Kleine Statistik zum Thema:

  • Der Anteil erneuerbarer Energieträger am Endenergieverbrauch (inklusive Import, abzüglich Export) steigt in Wien weiter an. Derzeit liegt er bei etwa 14,3 Prozent.
  • Fossiles Gas und Erdöl dominieren mit rund 72 Prozent weiterhin den Wiener Energieverbrauch.

Nachdem der fossile Anteil bei der Energieerzeugung so extrem hoch ist, macht es keinerlei Sinn kostbare erneuerbare Energie für die Erzeugung von Wasserstoff zu verschwenden.

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Evtl sollte man den Verantwortlichen mal den Artikel vom öamtc vorlegen…
Quelle Test: Hyundai iX35 FCEV | ÖAMTC

Ich zitiere einen der Tester.
„ Längere Steigungen auf Autobahnen bringen den Antrieb an seine Grenzen. Das äußert sich v.a. durch nachlassenden Vortrieb (von bspw. 130 km/h auf rd. 100 km/h – so geschehen mehrmals auf der A21bei Hochstraß oder auf der S6 im Semmering-Gebiet). Beim Bergabfahren besteht die Möglichkeit per Getriebestufe L auf eine verstärkte Rekuperation zurück zu greifen. Allerdings – und dies stellt ein durchaus veritables Problem dar – kann dies nur bei kurzen Gefällestrecken genützt werden. Nach etwa zwei Kilometern ist der kleine Zusatzakku voll und die Rekuperation endet. Dies ist insofern ungünstig, da dadurch überhaupt keine Motorbremswirkung mehr gegeben ist und man nahezu durchgehen via Bremspedal verzögern muss. Der Umstand ist zudem sehr unbefriedigend da dadurch sehr viel speicherbare Energie verloren geht.“

Zusätzlich.
„ Im Zuge der ersten vier Betriebsjahre konnte zudem (subjektiv) festgestellt werden, dass die (tatsächliche als auch prognostizierte) Reichweite geringer wurde. Anfangs wurden noch über 500 km prognostiziert, gegen Ende der Testfahrten im Sommer 2019 waren i.d.R. nur mehr 380 bis 400 km angeführt.“

Naja ich weiß jetzt nicht ob das so optimal für Omnibusse ist….
Der DPD kommt zumindest in der Schweiz zu einem anderen Schluss. Die nutzen lieber BEV-LKW statt der Hyundai FCell Lkw.

Was ich mich aber frage, gibt es in China keine Berge wo Busse fahren oder wie machen die das?:wink:

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Die Wahrheit ist ja offenbar wirklich grausam, wie lange es wohl dauern wird bis sich so Dinge mal am Stammtisch herumsprechen.
Gut, die sind zur Zeit einfach mal mit dem wieder günstigen Sprit zufrieden und warten auf so tolle neue Technologien.

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DPD muss auf die Kosten schauen. FCEV samt deren „mini-Batterien“ haben ebenfalls eine degredation bei den fuel cells. die kleinen batterien altern natürlich schneller, als wenn man eine große hat.

Wenn man Pech hat, dann sind die FC und Batterien nach ein paar Jahren für die Tonne während ein BEV-LKW im worst case noch immer 90% der ursprünglichen Kapazität ist.

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„In Deutschland ist bislang kein einziger kommerzieller Wasserstoffspeicher im Betrieb“, sagte der Verbands-Geschäftsführer. Entsprechend existierten noch keine abschließenden Erfahrungen mit Planungs-, Genehmigungs- und Realisierungsprozessen. In den vergangenen Jahren seien Speicherkapazitäten eher ab- als aufgebaut worden. „Für die Entwicklung umfangreicher neuer Projekte im Bereich Wasserstoff wird also die komplette Wertschöpfungskette in weiten Teilen neu aufgebaut werden müssen.“

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hmm, was wird dann wohl schneller gehen:

  • ein paar Megapacks zu installieren oder
  • diese komplexen Planungs-, Genehmigungs- und Realisierungsprozesse durchzulaufen.
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Könnte es sein, daß die Förderkultur Wolkenkuckuksheime produziert hat und weiter produziert, statt verwertbare Produkte?

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ja weil es leider Förderungen sind anstatt Steuergutschriften oder Darlehen.

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hier eine ehrliche Vermarktung von FCEV Bussen die Lob verdient:

FC vorläufig noch als range extender, da die reinen Batteriebusse offenbar noch trotz größerer Batterie geringere Reichweite haben. Direkte Verwendung von Strom wird jedoch als effizientere Variante gesehen.

Dank steigenden Batteriekapazitäten und Steigerung der Effizienz wird die FuelCell letztlich genauso obsolet werden, wie die PHEV Verbrenner.

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Wenn ich das lese frage ich mich echt wie BYD es anstellt das die Busse mit ausreichend Reichweite bauen.
Aber der Ansatz von Mercedes zeigt die einzig sinnvolle Verwendung von Brennstoffzellen…Einsatz im absoluten Notfall…(hat ja schon im FCell Pkw von Mercedes als PlugIn funktioniert…
Ich frage mich nur ob es nicht billiger wäre direkt an den Haltepunkten wo die Fahrer Pause machen müssen HPC aufzustellen….

Allerdings frage ich mich wieso sowas kommt!

Braucht man da überhaupt noch die Brennstoffzelle?

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