Toyota Mirai: erstes Serien Brennstoffzellenauto in 2015

Nun, die Wasserstoffbetankung zu beherrschen scheint noch größere Hexerei zu sein zur Zeit. Der Weltrekord LKW der Firma Proton-Motor GmbH aus München mit 80 kWh Akku an Bord und 8 kW Brennstoffzelle mit Wasserstoffgas konnte in der Wasserstoffhauptstadt Berlin nicht betankt werden. Trotz Zusagen

Gut dass ich bislang nur selten Probleme mit dem Laden des Akkus hatte :slight_smile:

Ein globales ausreichendes Wasserstoffnetz aufzubauen heisst ja für den Betreiber 10 vermutlich eher 15 Jahre auf Gewinne zu verzichten.

Bei Tesla die ja erst seit ca 3 oder 4 Jahren tatsächlich in Produktion sind bekommen ja schon viele Schnappatmung weil die noch höhere Investitionen als Einnahmen haben - bei 10 oder gar 15 Jahres Investitionen würden die ja reihenweise in ein Koma fallen :smiley:

Die meisten sind doch so weit von Industrieproduktion entfernt dass 10 20 oder gar 30 Quartale ein absolut unvorstellbarer Zeitraum geworden ist. Ich bin mir sicher wenn die Privatkonzerne in ihren Überschlagsrechnungen sehen, das rechnet sich erst in ca. 30 Quartalen sagen alle das sollen mal andere machen, wir lehnen uns erst mal zurück und warten ab.

+1

Schon als Jugendlicher habe ich in der Schule das Geheimnis der Elektrolyse bewundert kennengelernt.
Ich war davon fasziniert.

Nur wenig später wurde ich gewahr, dass H2 als Mobilitätslösung angedacht wird. Es gab Vorstellungen interessanter Testaufbauten. Alles sehr vielversprechen. Als ich mit dem Studium angefangen habe, war die sympathische Technik, die als Abgas Wasser produziert, quasi greifbar. Alle dachten, ab Weihnachten gibt es nur noch Wasserstoffautos zu kaufen. Alle werden glücklich.

Fast 4 Dekaden später. Der Schüler ist seiner Rente näher als er je einem realen Wasserstofffahrzeug gekommen war. Man kann ja noch träumen.

Schade, dass man Wasserstoff als Consumer Product nie in den Griff bekommen hat. Es hatte seine Chance gehabt.

Wie hier schon zutreffend geschrieben wurde: Der Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur ist sehr teuer und rechnet sich nicht. Die Unternehmen werden nicht investieren wegen Henne-Ei-Problem und die Staaten tuns auch nicht weil pleite. Höchstens mal ein Schaufenster, das so fürchterlich in die Hose geht wie bei den Ladestationen.

Bis das kommt ist das BEV schon längst in einer Preisregion wo Wasserstoff nicht mehr mithalten kann (wenn es denn jetzt mithalten könnte)

Sehe ich auch so.

Nur mal der Fairness wegen:

  • Stellen wir uns vor, die technischen Herausforderungen mit H2 sind in den Griff zu kriegen.
  • Ein H2 Ladeinfrastruktur wird errichtet, die Benzinsäulen langsam ersetzen können

Nun die Frage: Warum soll ich dann in ein H2 Fahrzeug investieren? - Habe ich einen Vorteil?
Ich begebe mich doch in die gleiche Art Abhängigkeit, die ich von der Petrolmafia kenne. Da wollen Andere etwas verdienen. Ich soll bezahlen. Für mich ändert sich nichts.
Das ist so etwas wie vom Regen in die Traufe.

Mich haben die Strategen bereits verloren. Ich habe es wie viele andere gemacht und mir eine PV Anlage aufgebaut. Wenn mein MS dann kommt, dann tanke ich Strom für 3 bis 28 ct und gelegentlich SuC.
Ich brauche mich von einer Infrastrukturlösung - egal ob H2 oder Benzin - nicht mehr in Geiselhaft nehmen lassen.

Dummerweise funktioniert EV auch sehr gut, wenn man (noch) keine PV hat.

Seitdem man elektrische Energie Dank LiIon-Technik vernünftig speichern kann, ist der wichtige Vorteil der Energiespeicherfähigkeit des H2 zweitklassig.
Der Tot des H2 ist das Li.

Zunächst mal die Ketten etwas korrigiert (ZW = Zwischenschritt, der im Falle „Speicherung notwendig“ durchlaufen wird (bei "Alternativen etwa 50% der Zeit, davon etwa 30% Langzeitspeicher > 3 Monate); A = Alternativer Schritt):

Wasserstoffenergiekette:

  1. Alternative Stromerzeugung (angebotsgeführt)
  2. H2 Druckelektrolyse direkt Zuhause, an „Tankstelle“ oder regional mit Wasserstoffdruckpipeline zur Verteilung (letzteres mit Sauerstoffgewinnung und Vergütung desselben; ggf. hier stationäre Brennstoffzelle zur Netzrückspeisung) ZW
  3. Verdichtung auf Enddruck, dabei Speicherfunktion durch Druckkesselspeicher systemimmanent gegeben
  4. Tankvorgang (Druckkupplung mit Verriegelung und Fahrzeugkommunikation/Freigabe, sicherer wie Tankpistole), Dauer: 600 km / 3 Minuten (bei Druckkesselspeicher)
  5. Brennstoffzelle → elektrische Energie → Elektromotor (zusätzlich Akku geringer Kapazität um Rekuperation und fast-ramping zu ermöglichen)

Hinzu kommt die Möglichkeit, Wasserstoff aus günstigen fossilen Quellen zu nutzen und (bei nachfragegeführter konventioneller Stromerzeugung) die Speicherfunktion zu minimieren

Akkumulatorenenergiekette:

  1. Alternative Stromerzeugung (angebotsgeführt)
  2. Akkuspeicher (Kurzzeitspeicher typisch 1 Tag UND Langzeitspeicher > 3 Monate (extrem teuer !)) plus Rückwandlung ins Stromnetz (nachfragegeführt) ZW
  3. Akkuladefunktion direkt Zuhause oder an „Tankstelle“
  4. Ladevorgang (Stecker oder Steckerlos, ca. 30 Minuten bis Stundenbereich)
  5. Großer Akku im Fahrzeug (Gewicht, Kosten) → elektrische Energie → Elektromotor (Rekuperation systemimmanent)

Die gegenwärtig noch sozialisierten Kosten für Speicherung / Ersatzstrombereitstellung werden bei 100% Alternativen zwangsweise auf diese umgelegt werden müssen und sind daher in die Kett mit einzufügen.

Gruß SRAM

Der Tod des H2 ist Tesla…
…indem es zeigt das Li auch auf Langstrecke funtktioniert

Was Tesla los getreten hat ist echt der Hammer. Bei vielen Gesprächen mit „anders“ denkenden merkt man, dass die noch gar nicht angekommen sind. Eine Freundin meinte zu mir, dass sie keine Lust hätte bei der Urlaubsfahrt ständig zu tanken, dabei fahren die einen Cayenne und der hat maximal 600km Reichweite. Klar dann geht es zwar etwas schneller mit dem Tanken aber so viel schneller ist man auch nicht am Ziel.

Dass das Model S wie es heute ist, nicht der Weisheit letzter Schluss ist weiß auch Elon ich denke dass wir in 5-10 Jahren ein Nachfolgemodell sehen werden mit rund 600-800km Reichweite und einem signifikanten Ausbau der Ladegeschwindigkeit.

Der Akkutausch wird logistisch eine mächtige Herausforderung weil das nicht so einfach zu machen ist wie ein weiterer Trafo und die „Parallelschaltung“ von DC Ladern.

Am Ende alles viel einfacher als H2!!!

Nun ein Vorteil bestünde schon für Autobesitzer ohne festen Stellplatz bzw mit einem ohne E-Anschluss.

Mit einem H2 Auto müssten die 2 oder 3x im Monat kurz ein paar Minuten H2 tanken fahren und gut ist.

Wenn jemand eine Infrastruktur herzaubern würde, wäre das denke ich schon nicht so ganz uninteressant.

Noch

Mein Mitarbeiter fährt einen ZOE und hat KEINEN festen Stellplatz. Aber es gibt beim Einkaufen und Co mittlerweile so viele Säulen alles ganz entspannt.

Die Zukunft wird zeigen, ob es einfacher ist,
eine kontinentale H2 Infrastruktur aufzubauen
oder einem Laternenparker eine Steckdose an die Laterne zu schrauben. :wink:

Solche Einzelfälle mag es geben, ja. Heute kommen in Deutschland auf 1 Mio. Kfz. je nach Stadt aber nur 30 - 1.000 Ladesäulen, die für 300 - 10.000 Elektrofahrzeuge genügen mögen. Damit sind 99% - 99,97% der Stadtbewohner ohne Lademöglichkeit.

Es gäbe schon denke ich einen Einsatz für H2 - Kurz mal nebenher wo laden wird sicher kaum dauerhaft reichen den Akku voll genug zu halten, da wird man ohne eigene Lademöglichkeit dann immer wieder explizit Zeit opfern müssen.

Aber Öl ist ja erst mal noch genug da - wer ein „schnell befüllbares Energielager auf Vorrat“ braucht wird dann halt in den kommenden Jahren bei zunehmend strengeren Abgasnormen immer mehr Zusatzmittelchen in seinen dann 2 Zylinder Octa-Turbo mit 0,7 Liter Hubraum kippen müssen.

Kannst du diese Berechnung näher erläutern?
Welche Stadt in Deutschland hat denn 1 Mio. KFZs?

Zudem macht es ja keinen Sinn „heute“ als Maßstab für die Zukunft zu nehmen!?

Es wäre doch denkbar, dass 2030 keine Stadt in Deutschland mehr als 100.000 PKWs hat. Dafür aber pro PKW einen Stromanschluss.

Außerdem ist die f cell nur ein rex. Das gibt es heute schon von BMW ohne H2.

Das sollte nur das Verhältnis ausdrücken. Ich hätte auch schreiben können: auf 1.000 Kfz kommen 0,03 bis 1,0 Ladesäulen. Beispiele: Nürnberg mit ca. 250.000 Kfz und 8 Säulen, Stuttgart mit ca. 250.000 Kfz und 250 Säulen. Zum Vergleich: in Deutschland kommen auf ca. 61,5 Mio. Kfz 3.934 öffentliche Säulen, macht 0,06 Säulen pro 1.000 Kfz.

Vielleicht. In Erlangen z.B. wurde die erste Ladesäule im Dezember 1991 eröffnet. Diese ist seit 2013 abgebaut, und so wird es vermutlich auch bald mit der 2., wenig später errichteten, geschehen, deren Pachtvertrag zum Jahreswechsel gekündigt worden ist. Dann gibt es (mit den zwischenzeitlich hinzugekommenen) wieder 2 öffentliche Ladesäulen im Stadtgebiet, eine Steigerung von 0% in 23 Jahren.

In der Nachbarstadt Fürth brüstet sich der Regionalversorger mit 3 (Schuko-)Säulen, von denen eine „nicht mehr repariert“, die zweite meist mit Verkaufsbuden zugestellt ist und die dritte auf dem Betriebsgelände steht.

Die Anzahl der öffentlichen Ladesäulen könnte auch wieder zurückgehen.

Kannste haben:
elv.de/modellauto-bausatz-mi … zelle.html

Ist aber eigentlich keine Brennstoffzelle, sondern eine Magnesium-Luft Batterie mit Salzwasser als Elektrolyt.
Wasser an sich ist chemisch betrachtet schon verbrannt, da gibts leider nichts mehr zu holen :stuck_out_tongue: