Toyota Mirai: erstes Serien Brennstoffzellenauto in 2015

Mirai = a wicked propulsion concept with a wicked technical realization in a wicked exterior design

Zumal das wichtigste eh fehlt einer der das offensiv in die Hand nimmt - und zwar global (zumindest „1. und 2. Welt global“)

Bis es mal Wasserstofftankstellen gibt die es auch nur 1% der interessanten Käuferschicht ermöglichen innerhalb von 25 km zum Tanken zu Fahren werden viele Jahre vergehen - falls das jemals der Fall sein wird.

Es gibt kaum Konzerne mit echten Visionen die extrem hohe Investitionen mir Gewinnen erst in Jahrzehnten rechtfertigen - Wasserstoff braucht eine Verteiler und Tankinfrastruktur die sich halbwegs global aufgebaut in frühestens 15-20 Jahren rechnet - das wird keiner bezahlen, weil bei 99% der Unternehmen alles was mehr als 25 oder gar 50 Quartale keinen Gewinn abwirft erst gar nicht mehr angehen und abwarten.

Dann ziehen wir hier mal einen Schlussstrich:
Totyota Aktien verkaufen, jetzt.

Alle belauern sich gegenseitig :wink:

handelsblatt.com/auto/nachri … 70222.html

Im Prinzip ist es ja zu begrüssen, dass an vielen Ecken was ausprobiert wird.

Toyota ist ja sowieso reich genug auch mal ein kleines finanzielles Risiko eingehen zu können - dazulernen tut man ja auf jeden Fall egal wie das ausgeht.

Wär nur schön, wenn sie auch mehr batterieelektrische Fahrzeuge ausprobieren würden. Der Plugin Prius ist sowohl preislich als auch reichweitentechnisch ein schlechter Witz.

Ich finde es gut, was Toyota erreicht hat:

Der Mirai kann immerhin aufzeigen, das man das Konzept voll vergessen kann.
Bislang fand ich die Brennstoffzelle immerhin interessant. Das ist nun vorbei.

Das Hyundai sein FCEV abgekündigt hat, passt dazu gut ins Bild. Wenn als
nächstes vielleicht noch Daimler einsieht, das dies eine Sackgasse wird…

Andererseits, es hat sich ja auch VHS durchgesetzt, nicht Betamax oder Video2000.

Gruß,
Stefan

dito

Und außerdem: Jeder der diese H2 Technik so super findet soll sie doch bitte auch kaufen. Dann sehen wir weiter.

Ansonsten: Bei Blendgranaten mache ich immer die Augen für einen kleinen Moment zu. Das ist sehr schonend.

Erwähnte ich schon, dass H2-Tankstellen ähnlich unzuverlässig zu sein scheinen wie schlecht gewartete DC-Lader von E.On und RWE? Total sagte mir, dass ihre für Millionen gebaute H2-Tankstelle in Berlin nie zuverlässig funktionierte und am Ende der Hersteller (Statoil) aufgab. Sie legten die ganze Technik lange Zeit still und ersetzten sie dann weitgehend durch neue. Und dabei gings nicht nur um die Zapfsäule, sondern auch um den ganzen Technikpark dahinter.

Bei einem kaputten Chademo kann ich wenigstens noch an der nächsten Schuko laden. Bei einer kaputten H2-Tankstelle ist es unwahrscheinlich, dass das nächste Hotel zufällig ein bisschen Wasserstoff für mich übrig hat und mit 350 Bar in den Tank drücken kann.

Hallo

Ich kann nicht nachvollziehen wieso japanische Hersteller plötzlich H2-Autos bauen. Weil man es kann? Es ist eigentlich für jeden nachvollziehbar dass die Produktionskette von Wasserstoff jenseits der Vernunft liegt. Oder vesuchen hier die Ölkonzerne uns anstatt Benzin nun Wasserstoff anzudrehen?

Danke für die Illustration der Technik von dem fahrenden Kleinkraftwerk. Wer will denn sowas? Und wer wartert / repariert sowas? Elektrisch fahren, ok. Aber sicher nicht so.

Wie schon jemand hier gesagt hat, ich nehm’s erst wenn ich hinten Wasser einfüllen kann es dann fährt. :laughing:

Sorry: das ist das was rauskommt, wenn viele über fünf Ecken über was reden, das sie nicht verstehen, und das auch noch weitergeben.

Bei unserer Wasserstofftankstelle werden pro Tag bis zu fünf Trailer beladen. Vollautomatisch. Seit Jahrzehnten.

solche Trailer:

Was dir da irgendein Hirni von Total gesagt hat, mag ja für Total gelten, für BASF, BAYER, BOC, Praxair, Linde, AirLiquide und andere professionelle Anwender gilt dies garantiert nicht.

Gruß SRAM

Das konnte ich glücklicherweise mit Hirose diskutieren. Der Grund ist simpel: weil es nach seiner Analyse aufgrund der Speicherfähigkeit und insbesondere der möglichen Trennung der Speicherfunktion und der Wandlungsfunktion das flexiblere und auf lange Sicht günstigere System ist. Einen Speicher braucht man ohnehin. Bei Wasserstoff habe ich die Möglichkeit der economy of scale für die Speicherfunktion, bei Akkus nicht. Ab einer bestimmten Speichergröße ist daher die Speicherfunktion mit Wasserstoff viel leichter und günstiger zu erbringen. Die Pläne zum Wasserstoffnetzausbau in Japan sind jedenfalls sehr beeindruckend. Ob es wie das Japanische cellular phone net eine Insellösung bleibt wird sich zeigen…

Gruß SRAM

@SRAM

Da du hier Probleme mit PN`s hast, nochmal hier direkt:

Ich würde mich noch über eine Antwort hier freuen:

Verdopplung der Supercharger jedes Quartal

Wie sieht es damit aus:

Betrugsanzeige wegen Crashtest

Danke

KaJu, Du bist hier im TFF-Forum :wink: :exclamation:

Nachteil ist man kann vielleicht 0,00…001% der Autofahrer der Welt mit H2 versorgen = Tankstelle im 30 km Radius um den Wohnort.

Dass es H2 Tankstellen zu Hause geben wird ist ja mehr als unwahrscheinlich die wenigen Pilotprojekte wie von Honda sind ja schon weder eingeschlafen - und es gibt ja nicht mal Erdgas Tankstellen für daheim auch in den USA werden die bezahlbaren immer nur angekündigt.

manager-magazin.de/unternehm … 60286.html

und beim E-Auto kommt ja eine „Tankstelle“ in fast jeder Garage eines E-Auto Besitzers dazu de sind nicht mal da in der Grafik drin.

Wenn man für Batterie E-Autos erst ein Stromerzeugungs- und Verteilungsnetz bauen müsste und nicht das vorhandene mitnutzen könnte, hätten die ja auch keine Chance.

Wenn irgendein engagierter Konzern weltweit das mit H2 in die Hand nimmt dann könnte das was werden - aber bei verteilten in sich und miteinander zersplitterten H2 Initiativen weltweit … da stehen die Chancen doch eher schlecht, dass da am Ende mehr als regionale Flickenteppiche herauskommt.

Prinzipiell ist es ja kein großes Problem aus Erdgas H2 zu reformieren. Das sollte auch locker zuhause gehen. Zudem gibt es auch schon Energiezellen wie die von Fronius. Leider aber hat die F-Cell auch im stationären Bereich alle Erwartungen haushoch verfehlt.

Ich glaube daher kaum dass es Sinn macht auf F_Cell zu setzen.

Es geht auch „prinzipiell“ locker daheim Erdgas zu tanken, wenn das Haus ans Gasnetz angeschlossen ist Nur wie viele Menschen kennst Du mit heimischen Erdgastankstellen? Ich keinen.

Die ganzen Ansätze in den USA mit bezahlbaren Erdgas Heim Tankstellen haben bis heute nicht funktioniert - und anderswo glaube ich gibt es die auch nicht(?) - es gibt nur immer wieder kleine Ankündigungen und Pilotprojekte und dann 2 oder 3 Jahre später die Einstellung.

Würde Erdgas tanken daheim funktionieren und wäre verbreitet, dann wäre sicher auch die Wahrscheinlichkeit gegeben dass Erdgas=>H2 tanken daheim geben wird - aber so doch eher nicht - wenn das Einfache nicht mal geht, ist es immer sehr unwahrscheinlich dass das wesentlich komplexere, das auf diesem Einfachen aufbaut dann plötzlich hinhaut.

Du gibst das Stichwort selber: Im Umgang mit H2 sind Profis am Werk. Weiss nicht ob dies in die Hände von Amateuren gehört.
Mit entsprechendem Equipment bekommt man die gewünschte Sicherheit (Stufe: Idioten-Sicher) evt. hin.

Danke für den Versuch mich hier aufzuklären. Überzeugt mich aber nicht. Für mich ist die Energie-Kette bei H2 einfach zu lang. Man wandelt 2x die Energie-Form, von elektrischer Energie in chemische Energie (sofern per Elektrolyse gemacht) und dann wieder zurück in elektrische. Und wie produzieren die Japaner den ganzen Wasserstoff? → „Derzeit aus Erdgas“ (Quelle). Das ist wohl kaum die Lösung, dann können wir ja gleich mit Erdas fahren. Sobald irgendein Kohlenwasserstoff bei der Produktion von H2 beteiligt ist, gewinnt man gar nichts. Einzig die Elektrolyse ist wirklich „sauber“.

Hier ganz grob meine bescheidene Überlegung für ein elektrisch betriebenes Auto:

Wasserstoffenergiekette „Betamax Lösung“:
H2 herstellen - Komprimieren - Speichern - Transport (auf Strasse) - Speichern (H2 Tankstelle) - Betanken - Speichern (H2 Tank) - Wandeln (Brennstoffzelle) - Zwischenspeicher (Akku) - Verbrauchen (El.Motor)

Stromenergiekette „VHS Lösung“:
Stromerzeugung - Transport - „Tanken“ - Speichern (Akku) - Verbrauchen (El. Motor)

Angehängt noch eine Grafik welche die Überlegung illustriert (Quelle: Wasserstoff löst keine Energieprobleme)
Unbedingt diesen Bericht des „European Fuel Cell Forum“ lesen! Bildet euch dann selber eine Meinung.

Bin gespannt ob die Japaner das trotzdem hinkriegen. Ich tippe auf „VHS“ :laughing:
energiekette.jpg

Das ist ja auch, warum ich nicht daran glaube. Natürlich gehen viele Dinge einfach aber dennoch macht sie keiner. Meine Mutter wollte damals keinen Gasherd, weil Sie zu ängstlich über die Leitungen in der Wand war.

Aber ein Benzinauto war dagegen kein Problem…

Ich bin voll bei Dir und sehe auch keinen Grund für H2 Fahrzeuge.