Solange Tesla mit der Mehrleistung nur eigene Fahrzeuge lädt ist die Norm nicht relevant.
Und wenn es andere Fahrzeuge gäbe die mit DC-MID ausgestattet wäre könnte Tesla die Leistungsgrenze problemlos einhalten, oder auch gar nicht laden.
Eine Norm sorgt für die Kompatibilität zwischen verschiedenen Komponenten. Das heißt nicht dass man nicht darüber hinausgehende Funktionalität auf Basis der Norm anbietend darf, solange das im Falle des Falles abwärtskompatibel ist.
Wie man sieht wird CCS auch ständig weiter entwickelt, also wird die Entwicklung nicht wirklich behindert. Ob die Entwicklung eines neuen Ladesteckers für 1+ MW sinnvoll ist ist sehr fraglich.
Irgendwann sind die Stecker nicht mehr einfach zu handhaben. Da ist es doch viel einfacher mehrere CCS Anschlüsse gleichzeitig zu nutzen, insbesondere wenn wie beim Tesla Semi die Batterie modular aufgebaut ist.
Generell merkt man hier, dass eine Reihe von Personen lediglich Meinungen haben und keine Ahnung. CCS ist von Anfang an als offener Standard von den Deutschen Herstellern vorgeschlagen worden.
CCS hat außerdem nichts mit Typ-2 zu tun. Typ-2 ist nur in CCS integriert.
Wenn ihr gute Artikel dazu lesen wollt, nehmt die Englischsprachigen Wikipedia-Artikel. Die Deutschen sind dramatisch veraltet.
Und nur mal so als Alternative:
SuC ist 1) kein international genormter Standard, und zudem (viel wichtiger) 2) ein geschlossener Standard. Zudem sind es zwei Standards. Das kein anderer Hersteller ihn nutzt sollte die irrelevanz dieser „Norm“ faktisch demonstrieren. Selbst Lucid und Faraday Future (R.I.P.) hatten kein Interesse und setz(t)en auf CCS.
Bis CCS normiert und ausgerollt wurde war Chademo AUCH ein geschlossener Standard, an dem die Japaner (v.A. übrigens Toyota) nicht mitentwickeln lassen wollte. Auch deshalb kam CCS. Heute ist Chademo weit hinter CCS und Toyota nutzt den Standard praktisch nicht. CCS dagegen geht inzwischen schon bis 350 kW, entwickelt wird 500 kW. Und hier schreibt man dann, CCS ist als Bremse vorgesehen?
GB/T ist lokaler Standard für China, der z.T. auf anderen Standards basiert.
Was ist jetzt genau so schlimm an CCS? Immer mehr Firmen und Länder nutzen ihn. Gerade erst hat Südkorea CCS als Standard erkoren und Chademo abgekündigt. Ist das auch Deutscher Protektionismus? Und CCS wird durch einen Verein gesponsort, bei dem jeder mit einer ziemlich geringen Jahresbeitrag mitmachen darf. Wo genau ist da der Protektionismus? Wer wird denn bitte geschützt, wenn inzwischen nur noch drei westliche Firmen CCS nicht nutzen: Tesla, Nissan und Toyota. Selbst Honda ist CCS. Hyundai auch. Kia demnächst.
Der einzige, der hier Protektionismus betreibt ist Tesla mit einem geschlossenen Standard. Und vielleicht China.
CCS ist in der USA und Europa, und nicht nur dort, der gesetzte Standard. Die Hersteller haben Entschieden. Tesla wird sich anpassen oder an Relevanz verlieren, ob einem das passt oder nicht.
Und das hat nichts damit zu tun ob man den Stecker schön oder hässlich findet. Das sind einfach die Fakten.
Das die LSV daher CCS vorschreibt, und die EU-Direktive auch, ist nur logisch.
Häufiges Wiederholen ändert den zeitlichen Verlauf aber nicht. Ich zitiere mich einmal selbst:
Aufgrund dieser Timeline muss Tesla von CCS gewusst haben. Und man hat sich bewusst dagegen entschieden.
Das Ergebnis ist ein eigener Standard mit zwei verschiedenen, proprietären Steckern und einer Reihe von Teslas in China, welche nicht an GB/T laden können. Weil sich ja GB/T in China nicht bereits vor dem Markteintritt als Standard abgezeichnet hatte.
Du bist auf dem Stand 2016 stehen geblieben. Auch Chademo ist inzwischen schneller, weil Nissan es brauchte. Die Verhinderungstaktik von Toyota ging also nicht auf.
Weil Tesla das eben allein durchgezogen hat, wollte ja niemand mitmachen. Auch mit dem Typ2 Stecker gehen 800 Volt und über 200kW durch. Außerdem sieht der Stecker auch will schicker aus, technisch wie betriebswirtschaftlich gibts für Tesla nicht einen Grund etwas zu ändern. Es können nur Teslas laden? Ja und? Ist doch gut.
Der LSV und den deutschen Herstellern wird vorgeworfen, protektionistisch zu sein. Und der einzig liebe, gute Hersteller sei Tesla. Also dieser eine Hersteller weltweit, der sein eigenes abgeschottenes, zu jedem anderen Hersteller inkompatibles Ladesystem betreibt, der drei verschiedene, eigene, zu anderen inkompatible Steckerkombinationen verwendet und der niemanden sonst an seine Säulen lässt als die eigenen Fahrzeuge.
Tesla ist der einzige Hersteller weltweit, der den eigenen Kunden vorschreiben will, wie die Fahrzeuge zu nutzen sind und der jeden durch lahme Chademo-Ladung abstraft, der Teslas Vorstellungen nicht entspricht. Dank fehlendem CCS sind Taxifahrer künftig gezwungen, andere Fabrikate zu kaufen oder sich auf 125A Chademo Ladung einzulassen.
Bereitet euch die Vorstellung, wie jedes andere Auto am international genormten CCS-Stecker laden zu können, wirklich solch großer Schmerz? Wäre die Welt nicht auch für Tesla-Fahrer einfacher, wenn Tesla beim Model S Platz für den CCS Stecker gelassen und 2013 schnell die paar ausgelieferten Autos umgerüstet und die damals noch gar nicht gebauten SuCs mit CCS gebaut hätte? Mit jedem weiteren Fahrzeug ohne CCS und jedem weiteren SuC ohne CCS steigen nur die Schmerzen für die eigenen Kunden und die später entstehenden Kosten für die Umrüstung.
Wenn doch ohnehin schon so gut wie alle Hersteller auf ccs setzen stellt sich für mich die Frage, warum es überhaupt einer Richtlinie in der Form bedurfte. Dann wäre ja keine diversifizierung der ladelandschaft zu erwarten.
Unabhängig davon halte ich diese Befürchtung ohnehin für Unsinn. Es gibt ccs, chademo und eben teslas Standart, für ac Typ 2 bei uns. Was wird wie verhindert o. Diversifiziert, wenn es bei diesen Standards bliebe? Die Gefahr, dass noch mehr und weitere auf den Markt kommen, sehe ich in keinster Weise.
Für mich ist das ganz klar der Versuch andere auszubremsen, weil die hiesigen Autobauer schlicht noch nix liefern können. Hinzu kommt, dass Tesla zwar sein eigenes Ding macht, aber meines Wissens immer angeboten hat, andere könnten auch auf den Zug der SuCs mit aufspringen. Für mich gibt es schlicht keinen vernünftigen Grund derzeit eine Regulierung vorzunehmen, außer ich möchte andere ausbremsen.
Ich verstehe einfach nicht, warum ihr euch so anfeindet. Apple ist trotz Lightning Stecker immernoch gut dabei iPhones zu verkaufen. Auch wenn viele Micro USB toller finden. Es ist doch wirklich egal ob Tesla CCS macht oder nicht. Im Moment gibt es ein tolles SuC Netzwerk und dafür bin ich einfach nur dankbar. Die kommenden CCS Netzwerke müssen sich erst noch beweisen.
@TeeKay: lass doch Tesla weiter die Stecker verbauen wie immer, und die anderen CCS. Das tut niemandem weh. Wir alle (e-Auto Fahrer) wollen doch einfach nur unser E-Mobil laden. Und wenn du nächstes Jahr ein für dich besseres Emobil findest ( mit CCS natürlich) als einen Tesla ist dir niemand böse wenn du dein Model S verkaufst und du demnächst nur noch mit 350 kW CCS lädst.
Ich erwarte schon, das zumindest das Model 3 und nach einem Modellwechsel auch das Model S 2.0 einen CCS2 Ladeport bekommen. Damit kann sowohl am SuC wie auch an CCS2 geladen werden.
Auch erwarte ich, das Teslas SuC mittlefristig als Dualcharger aufgerüstet wird. (Typ2/CCS2)
Warum sollte den Tesla nicht auch von den Förderprogrammen profitieren.
Aber in der Zukunft geht es auch um automatisiertes Laden. Dafür ist CCS2 denkbar schlecht geeignet. Ein Roboterarm braucht keine verschleißträchtige federbelastete Kontakte sondern kann den notwendigen Anpressdruck selbst sicherstellen. Dazu wird nur ein formschlüssiger Kontakt benötigt.
leider schließt die LSV eine Weiterentwicklung aus.
Ob die SuC nachgerüstet werden mag egal sein, aber wenn das Fahrzeug selbst kein CCS kann oder nur über Adapter, dann verliert es einiges von seiner Lässigkeit und seiner einfachen Bedienbarkeit. Wer hat schon Bock wie in den Anfangstagen der E-Mobilität in Zukunft noch Adapterstecker mitzuführen? Für einen länderübergreifenden Roadtrip ok, meinetwegen, aber sicher nicht für normale Fahrten in 500 km Umkreis.
musst du ja nicht, Destination Charger und SuC funktionieren ja auch ohne CCS…
Problematisch wirds nur wenn Tesla sich dazu entschliesst keine SuC mehr zu bauen aber trotzdem Model 3 in Dtl zu verkaufen…
Alternativ könnte Tesla natürlich auch einfach erstmal andere Märkte mit dem Model 3 erschließen und Dtl nach hinten schieben… Für den Transitverkehr und die S/X Owner reicht die bestehende SuC Infrastruktur in Dtl ja
Klar ist das außerhalb der Spezifikation, solange ein Tesla am SuC lädt. Aber ein Drittanbieter könnte vermutlich ohne weiteres ein Auto bauen, was dem DC-Mid-Standard entsprechend DC laden kann, und es wäre zumindest einmal technisch kompatibel mit dem SuC. Ebenso könnte ein Tesla an einer Ladestation, die dem DC-Mid-Standard entspräche ebenfalls laden, wenngleich etwas langsamer als am SuC. Es geht ja um die Interoperabilität. Die deutschen Hersteller setzen aber bei DC - zunächst einmal ohne technische Notwendigkeit - ganz auf Combo 2, schon bei geringen DC-Leistungen. Damit wird für Tesla ein Adapter notwendig, und der SuC fällt für diese Autos auch weg. Tesla wollte ja nie ein rein proprietäres Netz aufbauen. Und wenn nicht so viel Protektionismus im Spiel wäre, hätten europäische Hersteller im Interesse besserer Kompatibilität auch DC-Mid in Fahrzeugen und Ladesäulen implementieren können.
ich verstehe die teilweise sehr hitzige und emotionale Diskussion hier überhaupt nicht. Ich sehe die Sache aus der Sicht des Benutzers. Und da bleibt mal festzuhalten, dass Tesla (als einziger Hersteller) eigenes Geld in die Hand genommen hat und ein weltweit konkurrenzloses Langstrecken-Ladenetz aufgebaut hat. Nur deswegen kann ich mit meinem Auto nahezu überall hinfahren wo ich möchte. Dass ich bis heute damit nicht an den (nahezu nicht vorhandenen ) CCS Säulen laden kann, stört mich nicht. Wie schon mehrfach angesprochen, erwarte ich, dass Tesla auf die (nunmehr tatsächlich ganz langsam aufgebaute) CCS Infrastruktur reagiert. Neue Autos werden bestimmt an CCS laden können. SuCs werden vielleicht um CCS erweitert. Es wäre super, wenn ich mit meinem „alten“ irgendwann auch an CCS laden könnte … aber nicht zwingend notwendig. Wie auch schon gesagt … Tesla wird das im Sinne ihrer Kunden lösen, da bin ich mir sicher, LSV hin oder her. Also warum so hitzig diskutieren? Wo ist das Problem?
Technisch finde ich ist ccs2 ja nicht dass Problem, nur macht es für Tesla keinen Sinn, ein ccs Netz aufzubauen das andere dann nutzen um Tesla Konkurrenz zu machen.
Darauf zu warten das das Konsortium das macht, geht aber auch nicht, weil man dann von deren Preisgestaltung und Geschwindigkeit abhängig ist.
Eigentlich müsste Tesla einen Deal mit der EU aushandeln oder eben weiterhin was eigenes machen.
Ein barrierefreies Netz wäre natürlich aus Nutzersicht besser.
Ich bitte um Vorschläge die auch die Tesla tragbar sind.
Sinnvoll wäre das Model 3 und zukünftige Modelle mit CCS-Lademöglichkeit ausrüsten und die SuC nicht zu verändern, warum sollte man es kurz- bis mittelfristig anders machen?
Langfristig wird sich Tesla überlegen was sie mit den SuC machen, sei es umrüsten, verkaufen oder was anderes, aber das spielt ja aktuell keine Rolle.
Tesla ist nur aus einem Grund beim CCS Konsortiom dabei: Als Maulwurf.
Der Model 3 kommt aus strategischen Gründen wohl mit CCS, auch um die SuCs zu entlasten. Was aber nicht der Fall sein wird, wenn die CCS Preise so kommen wie absehbar ist. Wenn das alles der Fall sein wird, baut Tesla die neuen SuCs mit zwei Kabeln. Fertig.
Auch wenn ich mich wiederhole, ich bin gespannt wie das ausgeht, wenn Tesla auf privaten Grundstück für seine Kunden Ladestationen baut und mit dieser Situation den Klageweg beschreitet. Die LSV enteignet ja Eigentümer, die etwas auf ihrem eingenen Grund und Boden machen. Das ist ein erheblicher Eingriff in die Eigentumsrechte. Ich glaube nicht, dass das bestand haben wird.
Bei öffentlichen Einrichtungen ist das was anderes.
Warten wir doch mal ab, was mit dem SC bei Beelitz passiert. Dürfte der Präzedenzfall werden.
Der Sinn einer Standardisierung ist barrierefreier Zugang für ALLE.
Das gilt im Falle von Netzen sowohl auf der Anbieter- wie Kundenseite (genauso wie beim Stromnetz).
Eine Trennung von Infrastrukturbetreiber ( analog Stromnetzbetreiber) und Anbieter von Ladestrom ist daher langfristig unausweichlich.
Parallelstrukturen erzeugen nur unnötige Ausgaben für ALLE und das bei verringerter Servicequalität im Durchschnitt.
Was die Netzbehörden schon mittelfristig aus Wettbewerbsgründen kassieren werden sind proprietäre Strukturen, bei denen ein Hersteller von Fahrzeugen seine Welt total abschottet und bei denen mit den Fahrzeugen der Firma A nur die Ladestationen der Firma A mit dem Protokoll der Firma A laden können.
Am Ende wird es fein säuberlich getrennt Fahrzeughersteller, Ladenetzbetreiber und Ladestromanbieter geben.
Ist doch vorgezeichnet: wie beim Strom oder Handy-Netz.
Und das ist auch gut so: oder wollt Ihr mit dem Nokia handy nur im Nokia Netz mit dem Nokia Protokoll telephonieren können ?
(…ratet mal, wieso ich Nokia als Beispiel gewählt habe )