Angeblich in Düsseldorf am 10. September. Nachdem ich hier ja schon was von Heiligabend las, bin ich etwas überrascht.
Krass ist Arnheim/NL. Nächster Termin in 3 Tagen!!!
Ich würde das noch einmal genau checken, vielleicht hast Du versehentlich den Haken bei „Teilnahme an der Tesla Weihnachtsfeier“ gesetzt ? ![]()
Ich habe es auch gerade mal getestet:
- Groningen: 21.08.19 9:15
- Arnheim-Duiven: 16.08.19 8:30
- Amsterdam-Zuid-Oost: 30.07.19 13:30
- Hamburg-Essener Straße: 30.08.19 8:00
Wenn ich Köln als Ausgangsort wähle:
- Düsseldorf-Bonner Straße: 10.09.19 8:15
- Hasselt-Herkenrode: 23.09.19 8:15
- Eindhoven Boschdijk: 26.07.19 10:15
- Arnheim-Duiven: 16.08.19 8:30
OK, könnte auch Eindhoven gewesen sein…
E-Mail mit Bitte um Rückruf und falls das nicht passiert stornieren, das würde ich jedenfalls machen.
Sollten wir eigentlich nicht gemeinsam etwas gegen den Missstand im Service unternehmen. Nicht nur das ich selber ziemlich frustriert bin und überlege mein Auto wieder zu verkaufen, die Entwicklung wird auch der Marke schaden, wer kann bei solchem schlechten Service Tesla wirklich weiterempfehlen.
Man könnte z.B. einen offenen Brief/Email mit gesammelten Unterschriften an Tesla schicken (wahrscheinlich am besten in Englisch) damit das Problem überhaupt registriert wird.
Inhalt könnte grob sein:
- Die Erreichbarkeit der Service Center wird immer schlechter und wird durch die neue Regelung nur über APP,EMAIL fast unmöglich gemacht
- Die Wartezeiten hinsichtlich eines Servicetermins sind nicht akzeptabel und Besitzer müssen teilweise über Monate mit Defekten weiterfahren
- Die Versorgung mit Ersatzteilen ist unzureichend
- Die Reaktion auf EMAILs teilweise nicht oder viel zu spät erfolgt
Dies führt nicht zu einer Wertschätzung der Kunden, so dass Weiterempfehlungen nicht getroffen werden oder sogar Bestandskunden abwandern (dies ist insbesondere in der Zukunft, wenn Alternativen existieren, zu befürchten). Dies kann nicht im Sinne von Tesla sein und es muss dringend Abhilfe geschaffen werden.
Wie seht Ihr das, wären einige von Euch interessiert eine solche Aktion zu starten und zu unterstützen?
Wir haben bereits vor einigen Monaten einen solchen Brief verfasst, von X Tesla-Fahrern hier im TFF Forum unterschreiben lassen und an Jochen Rudat/Balazs Brauner geschickt.
Zudem haben wir in den letzten Tagen die Service-Probleme für den Koordinator der Tesla Owners Clubs in Fremont zusammengefasst. Er hat heute per Mail geantwortet und wird das Dokument an das Tesla Management in den USA weiterleiten.
Weitere Informationen dazu gibt es im Owners-Bereich.
Okay, dann war ja meine Idee nicht blöd, sondern nur zu spät 
Ich habe gestern ebenfalls das SeC in Winterthur angeschrieben (ausstehende Rückzahlung von meinem Model S Servicevertrag) und die bekannte Antwort erhalten.
Hab dann einen Screenshot an Elon und Tesla getwittert (twitter.com/ohugi/status/115375 … 44417?s=21) und einen Termin mit meinem Mailtext erstellt.
Mal schauen was passiert…
Du hast immerhin eine E-Mail bekommen, ich gar keine, meine sind wohl direkt in /dev/null gegangen.
Ich bin seit 3 Wochen neu mit dem Thema Tesla befasst.
Handelt es sich um ein temporäres Problem seit das Model 3 ausgeliefert wird? Ist die Nichterreichbarkeit und monatelanges Warten auf Servicetermine schon länger?
Ein Resultat auf Grund von Überforderung und schlechter Planung?
Du wirst dennoch eine Antwort erhalten.
Es ist lediglich nur eine Person die dort E-Mails zurzeit beantwortet. Also Geduld!
Bist jetzt hat es zumindest seit dem 10. Juli nicht geklappt (hab gestern nur einem Reminder geschickt).
Beides, aber das trifft es eigentlich nicht ganz.
Es gibt für die Situation eine einfache Erklärung.
Tesla sind nicht Maschinenbau-Ingenieure und Manager, sondern Software-Entwickler. Und die denken heutzutage anders.
In der Software-Entwicklung gibt es seit einiger Zeit einen Hype namens Agile Entwicklung. Eigentlich ist das schon längst wieder out, und es gibt diverse neuere Buzzwords, aber letzlich basiert viel immer noch auf dieser Grundidee.
Vereinfacht und etwas polemisch ist das Konzept dabei, dass es erst mal kein Konzept gibt, sondern man sofort irgendwie loslegt, und dann testet, ausbessert, wieder testet, nochmal ausbessert usw.
Hintergrund:
Entstanden ist das aus der (zutreffenden!) Erkenntnis, dass Auftraggeber für IT-Prokejte in der Regel gar nicht in der Lage sind, den IT-Leuten vorab korrekt zu sagen, was genau sie brauchen.
Daher ist es tatsächlich besser, man macht erst mal ein grobes Gerüst, bespricht das, baut weitere Teile dazu, bespricht wieder. Dabei lernen beide Seiten allmählich, was eigentlich gebraucht wird. Also Kooperation anstatt Werksvertrag. Kein Software-Entwickler sollte sich jemals auf einen Werksvertrag einlassen.
Bei manchen Projekten ist es tatsächlich ein guter Ansatz, sie komplett so zu machen.
Natürlich gibt es Situationen, wo eine späte Erkenntnis einen kompletten Umbau des ganzen Projekts erfordert.
Da wäre es besser gewesen, das ganze vorher einmal durchzudenken, bevor man loslegt.
Was hat das mit der Situation bei Tesla zu tun?
Nun, Tesla ist momentan überlastet, weil in kurzer Zeit viele Tesla Model 3 auf den Markt kamen, und jetzt schnell all deren Kinderkrankheiten beseitigt werden müssen. Es rufen auch viele Leute wegen Kinkerlitzchen im Service-Center an („da klappert etwas, und mein Nachbar hat den Beach-Buggy schon vor einer Stunde bekommen!!!“).
Lösung Version 1 dieses Problems ist logischerweise: keine Anrufe mehr zum Service-Center, alles per App. Damit die Leute dort Zeit zum Arbeiten haben.
In Version 2 wird dann dafür gesorgt, dass die Terminvereinbarung per App (und Web) bei allen Service-Centern tatsächlich funktioniert.
Und in Version 3 kommt dann die Option, zu einem bereits bestehenden Termin eine eilige Nachfrage nachzutragen, die innerhalb weniger Stunden per Email oder Rückruf beantwortet wird.
Das Überlastungsproblem erledigt sich in einigen Monaten von alleine. Auch das Überlastungs-Problem der Pannen-Hotline. Das ist entstanden, weil jetzt viele dort anstatt im Service-Center anrufen, weil das die einzig noch funktionierende Telefonnummer ist. So wie bei einem Ausfall eines Handy-Netzes viele den Notruf wählen, weil das dann bei vielen Handys die einzige Option ist, die sie auf dem Bildschirm anbieten.
Am Ende ist das Konstrukt dann eigentlich ziemlich sinnvoll, und wir werden sehr gut damit leben können.
Natürlich hätte man die Probleme vorhersehen können. Natürlich wäre es besser gewesen, zuerst die Fehler der App zu beseitigen und die fehlende Option ergänzen. Natürlich hätte man für die Übergangszeit zusätzliches Personal holen können, das die telefonischen Anfragen vorfiltert in eilig und nicht eilig, einzelne ausnahmsweise doch noch durchstellt, und sonst freundlich auf die App verweist.
Aber mit Agiler Entwickling will man auch vermeiden, vorab Dinge nur auf Verdacht zu machen, die sich hinterher vielleicht als falsch oder überflüssig herausstellen.
Tesla arbeitet schon lange so, dafür gibt es viele Beispiele.
Preise am Supercharger rauf, oh das war wohl zu viel, wieder ein Stück zurück.
Alle Showrooms weg, ach nein doch nur ein paar.
Model Y wird von Grund auf neu konstruiert, äh nein, es basiert doch auf der Platform des 3.
Schwarz wird weiß, aber doch nicht, sondern perlweiß.
Andererseits sollten wir aber auch froh sein, dass Tesla so arbeitet, denn es führt oft schneller zu ersten praktikablen Ergebnissen, als wenn man erst lange planen würde. Ohne Tesla gäbe es etwas wie das Model 3 frühestens in 10 Jahren.
Aber es gibt immer wieder Übergangsphasen, in denen experimentiert wird. Und das hat auch Nachteile. Insgesamt hat es im Fall Tesla mehr Vor- als Nachteile. Aber ein klein wenig mehr Weitsicht wäre manchmal schon gut.
Gerade bei der agilen Entwicklung wird der Kunde schon relativ früh mit eingebunden.
Bei Tesla sehe sich aktuell nur, daß einfach alle Kommunikationskanäle sinnfrei gekappt werden.
Ich glaube der naheliegende Grund ist Kostendruck. Musk selbst hatte die Massnahmen als „hardcore“ bezeichnet und der Firma 10 Monate gegeben „financially sustainable“ zu werden. Dass sowas beim Kunden nicht unbemerkt bleiben kann dürfte auch klar sein, denn mit einem Business-Class Flugverbot für mittleres Management spart man lange nicht genug.
@Hartnegg: Ein sehr schön geschriebener, informativer Beitrag!
Danke!
Abwarten. Es dauert immer etwas, bis die Nachjustierung kommt.
In der Software-Entwicklung können während einem Scrum Sprint die Kunden auch nicht reinquatschen, erst danach wieder.
Danke @Hartnegg! Das ist der Post des Monates, mindestens.
Ich versuche schon seit 3 Jahren zu erklären, dass viele, wenn nicht alle, Tesla-Phänomene mit der agilen Arbeitsweise zu tun haben. Aber da ich sie selbst nicht aus eigener Erfahrung (nur aus eigener Anschauung) kenne, ist es mir nicht gelungen, das so zu erklären.
Lest das, Freunde, und versteht es!
Ganz ehrlich, den meisten ist es völlig egal wie Tesla im Hintergrund arbeitet und wie die versuchen ihr System zu optimieren.
Die meisten wollen ein Ansprechpartner bei Fragen haben. Keine App, keine Mail kein nix. Die wollen Jemanden direkt ansprechen können, wenn sie ein Problem haben. Allein nur das Problem das ich hatte heraus zu bekommen ob ich da ein Loaner bekomme oder nicht. Es ist ja auch nicht so das die klar und deutlich auf Fragen reagieren, sondern es wird die erste Frage unzureichend beantwortet und das wars dann. Jedenfalls bei mir. Ich denke einfach, vielleicht auch altmodisch, dass die Autobranche und erst recht bei den Preisen, da die falsche Zielgruppe für derart Experimente ist.