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Super GAU eingetreten - Batterie defekt

Jetzt brauche ich mal eure Meinung bzw. Hilfe. Gestern Abend sagt mir mein Roadster: Battery Problem, Service Required; VMS/PEM key mismatch; BSM: Sheet Alarm. Er lässt sich dementsprechend nicht mehr starten.
Tesla Frankfurt hat jetzt die Daten ausgelesen und die Diagnose gestellt: Einige Nietverbindungen seien defekt. Die Batterie muss getauscht werden. Kosten: ca 30.000 EUR. Einzige Alternative: man könne die Batterie ausbauen, die 2 oder 3 Sheets entnehmen und gegen Neue tauschen und alles wieder einbauen. Würde ca. 25.000 EUR kosten und wäre aber nicht empfehlenswert, weil dann die alten Sheets die Neuen „herunterziehen“.
Um erst mal wieder mobil zu sein könne man den Fehler resetten und ich darf dann nur noch bis ca. 70% voll laden. Dann sollte nichts mehr passieren, und ich könne den Wagen mit dieser Einschränkung zunächst weiter fahren bis irgendwann die neue Akku Generation verfügbar ist.

Das war ein Schlag in die Magengrube. Das so schnell die Freude am Tesla Roadster verpufft, hätte ich nicht gedacht. Ich habe ihn erst seit März.

Was würdet ihr machen? Gibt es eigentlich niemanden der diese Akkus wieder instand setzen kann?? Wenn Nietverbindungen defekt sind, können doch rein prinzipiell nicht 25.000 EUR Kosten entstehen!?!?

Ich würde auf jedenfall auf das Batterieupdate warten bevor ich so viel Geld in die Hand nehmen würde. Dann könntest du dich wenigstens mit der höheren Kapazität trösten

was hat den nietverbindungen mit dem SOC zu tun.

Mein aufrichtiges Beileid,
erinnert mich an meinen Supergau mit meinem Lycomingmotor nach 400 Std für meinen Flieger Cessna 182T, Reparatur ca. 40 Teur, Austausch ca. 60 TEur -Späne weg defekter Nockenwelle, Scheiss Material.
Mich würde interessieren, wieviele km die Batterie drauf hat. Scheint ja eher ein mechanisches Problem zu sein, so nach dem Prinzig Kontakte losgerappelt. Hast Du den Wagen von Privat erworben? Vom Händler ist ja evtl. Garantie zu erlangen?

Na, das klingt doch erstmal nach einer sinnvollen Option. Der Tausch wird zwar bestimmt auch teuer, aber verspricht auch einen Mehrwert ggü. dem früheren Zustand, wohingegen jetzt eine Reparatur ja nur wieder den vorherigen Zustand wiederherstellen würde.

Wie alt war denn die Batterie? Und wenn eine Nietverbindung bei der Batterie beschädigt ist frage ich mich, ob der Wagen einen Unfall gehabt haben könnte oder ob es sich um einen Verarbeitungsfehler handelt. Defekte Nietverbindungen klingen für mich jedenfalls erstmal nicht nach üblichem Verschleiß.

Gruß Mathie

Mein Roadster hat die Erstzulassung 10/2010. Gekauft von privat. Der Blick auf’s CAC letztens hatte mich beruhigt, dass die Akkus mit 149 Ah noch genügend Kapazität haben. Und auch die Reichweite habe ich schon mit getesteten 220 km und 37 km noch geschätzter Restreichweite als sehr gut empfunden. Dann plötzlich: Schlüssel rum drehen, Warnung, alles vorbei!
Kilometer Laufleistung liegt bei ca. 68.000 km. Aber durch das gemütliche Abspulen von Kilometern gehen ja Akkus nicht kaputt. Einen Unfall hatte ich auch nicht.

Dieser Fehlerfall „Nietverbindung defekt“ mit Empfehlung „Akku tauschen“ würde das ganze Thema Elektromobilität erschüttern. Parallel zum Verbrenner-Auto wäre das in etwa so, wie wenn bei der Diagnose „Zündkerze defekt“ für 12.000 EUR der gesamte Motor getauscht werden müsse weil die Reparatur des einzelnen defekten Teils ca. genau so teuer käme, also sagen wir, 10.000 EUR um die Zündkerze zu tauschen.

Es fährt also eine tickende Zeitbombe mit, die ohne Fremdeinwirkung von jetzt auf gleich einen wirtschaftlichen Totalschaden darstellen kann. Das kann’s ja nicht sein!

Gibt es eigentlich keine Elektro Firma die solche e-Auto Akkus instandsetzt?
Und wer hat dieses Ereignis schon mal erlebt und was war die Entscheidung und die Reaktion von Tesla?

teslamotorsclub.com/showthre … tery-sheet

Gibt noch zwei threads, auch da reden sie über rund $ 5k. Warum das hier so viel mehr kosten soll verstehe ich nicht. Umd was der Ladezustand mit den Nieten zu tun hat auch nicht. Ausser es ist „nur“ irgendwas das die Messungen des BMS behindert, aber halt 70% noch zulässt.

Stell die Frage nach einer bezahlbaren Rep.-Anleitung doch mal in das amerikanische Tesla Forum rein.

…, und bei einem Verbrenner gibt es zig Gründe, warum der wegen einer Kleinigkeit zum Totalschaden wird, die oben genannten Späne wegen Abrieb sind nur eine Möglichkeit, also nicht immer gleich der E-Mobilität die Schuld geben :wink:

Man merkt daran aber schon, dass die 8 Jahre Garantie beim MS eine echt tolle Sache ist. So ein Schaden wäre dort gedeckt gewesen.

Ist der Roadster tatsächlich von privat? Oder gehörte das Fahrzeug gegebenenfalls einem Geschäftsinhaber der das Fahrzeug privat veräußerte? Oder war das Fahrzeug nur kurzfristig über eine weitere Person für den anstehenden Verkauf zugelassen und war es direkt vorher das Eigentum einer Firma oder dessen Eigentümer? Hier würde ich genau recherchieren. Geschäftsinhaber, wie viele hier im Forum, und auch ich, sind ggf. 1 Jahr haftbar wenn wir privat einen Wagen verkaufen… Liebe Grüße, Frank

Und klar ist wohl auch, dass es für den TE keine Option sein kann, eine Reparatur für 30 T€ durchführen zu lassen (mit dem Trost, einen neuen Akku zu haben), wo er das Fahrzeug gerade 3 Monate hat.
Das man beim Gebrauchten ein wenig „Kriegskasse“ in der Hinterhand hat, ist normal.
Aber bei der Summe wär ich auch erstmal durch mit dem Thema!
Ein megawichtiger Aspekt ist also die 8-jährige Garantie beim Model S, was dem TE gerade nicht weiterhilft…
Mein Mitgefühl hast Du zu diesem Pech…

Blöder Zufall? Genau heute hab ich Post bekommen, ob ich einen Batterie~ oder Fahrzeuggarantie-Verlängerungsvertrag haben möchte…
Ich habe 14 Tage Zeit mich zu entscheiden :open_mouth:

Batterie:
1 Jahr oder 20.000 km 3.700,00 €
2 Jahre oder 40.000 km 6.700,00 €
3 Jahre oder 60.000 km 9.100,00 €

Fahrzeug:
1 Jahr oder 20.000 km 3.700,00 €
2 Jahre oder 40.000 km 5.000,00 €
3 Jahre oder 60.000 km 6.100,00 €

Nimmt man beide, dann kommt man nicht unter 25,3 ct/km.
Zum Vergleich: Der Strom zum Fahren liegt bei 3,8 ct/km.
Die Spritschleudern fahren mit ~10 ct/km

Eine Frage: Sind deine Straßenverhältnisse recht holprig?

Zum Vergleich:
Mein VW Touran kostet mich bei ~30.000 km/Jahr 36ct/km, davon entfallen 10-11 ct/km auf den Diesel.
Die Kiste hatte vor knapp 4 Jahren auch „nur“ einen Listenpreis von 42.000 €.

Back2Topic:
Nach knapp 3 Monaten solch ein Defekt ist echt übel und ich fühle gerade mit dem TS.
Da lohnt sich wirklich die Recherche, ob der „Privatverkauf“ ein versteckter geschäftlicher Verkauf sein könnte, um Gewährleistungsansprüche geltend zu machen.
Bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf, bei solchen Beträgen erst recht.

Ich drücke dem TS ganz feste die Daumen, dass die ganze Sache glimpflich und günstig vonstatten geht.

Er hat ihn wohl in Frankreich gekauft - gelten da diese „geschäftlicher Verkauf“ Gewährleistungsansprüche auch?
Meiner war ein Belgier.

Meines Wissens ist der zu Deutschland analoge Gewährleistungsanspruch EU-weit umgesetzt.
Vor der Entscheidung, die Garantieverlängerung zu kaufen, stehe ich auch noch. Deswegen hatte ich vor ein paar Wochen mal nach „typischen“ Reparaturkosten gefragt. Dieser Thread bringt mich erst recht ins Grübeln.

Ich bin der Meinung dass es sich hier um einen Defekt handelt der innerhalb der Lebensdauer des Akkus eigentlich nicht vorkommen sollte und auf einen Produktionsfehler oder aber (eher hoffentlich nicht!) auf eine mangelhafte Dauerhaltbarkeit des Akkus zurückzuführen ist.

In jedem Fall wäre Tesla gut beraten, diesen (hoffentlich Einzelfall) im Rahmen der Garantie respektive Kulanz für den TS relativ schmerzfrei zu erledigen.

Der zarten Pflanze der E-Mobilität könnte sonst großer Schaden drohen, man denke nur an eventuelle hämische Kommentare in der Verpenner Presse!

Just my 2 pence…

+1

Gab es nicht mal eine Kaufoption (7000.-???) mit der man in 7 Jahren Anspruch auf eine Ersatzbatterie hatte?
Übrigens, im 2012er Prospekt steht Batteriewechsel 11000 €

Was sagt Elon, der Iron Man? :slight_smile:

Spaß beiseite. Herzliches Beileid und mein Mitgefühl zu solch einem Schock!
Das muss echt furchtbar sein.

Ist das, was das SeC sagt wirklich die letzte Diagnose?
Ist das, was Tesla sagt wirklich das letzte Wort?

Kann ich mir nicht vorstellen. Tesla könnte gleich wieder einpacken, wenn bei den Tesla Gebrauchtwagen-Kunden ein 30K-Euro-Risiko mitfährt.
Denn in 5-6 Jahren kommen auch unsere MS ohne Garantie in den Gebrauchtwagenmarkt und würden dann für mehr Schlagzeilen sorgen,
als die wenigen Roadster es jemals könnten. Das erklärte Ziel Teslas, ja das Geschäftsmodell muss solche Spitzen abfangen.
Es ist doch ein Einzelfall.

Bitte versuche alles bei Tesla. Das darf nicht so teuer ausgehen!

Grüße
Holger

Der Roadster ist leider eine tickende Zeitbombe. Ich habe die Fahrzeuggarantieverlängerung für 3 Jahre genommen. Diese würde diesen Defekt nicht abdecken. Ich weiß auch nicht, ob ich danach überhaupt nochmal verlängern kann.
Schlimmer ist, dass Tesla selber wohl einige Teile nicht mehr auf Lager hat und man sich nie sicher ist, ob man sie noch bekommt. Bisher hat es immer geklappt, aber für mich ist es eine Frage der Zeit, dass das nicht mehr irgendwie klappt. Mein Roadster steht schon seit Monaten auf der Warteliste zum Motorentausch. Ist bisher nur ähnlich wie beim Model S ein akustisches Problem und daher nicht dringend. Aber Tesla hat wohl gerade keine Motoren mehr.
Um zum Thema zurückzukommen könnte es auch heißen, daß selbst wenn Tesla kulant sein wöllte sie es gar nicht können, weil eben die Austauschteile nicht verfügbar sind. Dass sich nach 5 Jahren Nieten lösen würde ich auch erstmal eher als Materialfehler einstufen, den Tesla kulant lösen sollte.