Strompreis negativ: kostenloses Laden?

In Deutschland passiert es immer häufiger, dass Viel mehr Wind- und Solarstrom vorhanden ist, als Verbraucht werden kann. Der überschüssige Strom wird dann vernichtet. An der Strombörse in Leipzig wird der Strompreis dann oft negativ. D.h., wenn man Strom verbraucht, erhält man dafür sogar noch Geld.

Könnte Tesla nicht an den Superchargern zu solchen Zeitpunkten den Strom kostenlos abgeben?

Das würde sogar helfen, den Strommarkt zu entlasten, Weil Ladezeiten von Elektroautos in Zeiten mit Strom Überfluss verlagert werden.

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Gegenfrage: warum genau sollten sie das tun? Zum Supercharger fährst du in der Regel, weil du laden musst - und dann kostet es eben, was es kostet.

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Nein, da Tesla ja genau wie die Endverbraucher Netzentgelte zahlt.
Du kannst aber zuhause mit einem dynamischen Stromtarif das Auto dann günstig laden.

Fällt der Strompreis unter -15ct/kWh in der Regel verdienst du dann auch Geld.

Diskussion dazu hier: Dynamische Stromtarife/Stromanbieter

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Könnte schon. Aber nur weil der Strom nix kostet ist die Lieferung nicht umsonst und die Infrastruktur auch nicht kostenlos.
Die Idee in allen ehren , aber das klappt nicht.
Könntest mal bei ENBW anfragen , die haben ja auch die Leitungsrechte in DE , aber die Antwort kann ich dir bereits geben was kommt.

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Genau, der Strom ist ja nicht gratis.

Da kommen Netzgebühr, Betriebskosten für den SUC, Abrechnungskosten, Abschreibung, anteilige fiktive Reparaturkosten usw. ja noch dazu.

Und Geld wollen sie ja auch Verdienen, Stichwort Fremdlader…

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Ich habe mittlerweile einen Supercharger ganz in der Nähe. Ich könnte durchaus zum Supercharger fahren Und dort Laden, wenn es dort Sonderangebote beim Strompreis gibt.

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Die Frage zielte auf die wirtschaftlichen Interessen von Tesla an so einer Aktion ab - denn nur darum geht es… und da würde mir kein Grund einfallen.

Die Leute, die einen SuC quasi als „stationären Lader“ nutzen, dürften Prozentual keine Rolle spielen unter den Nutzern - wäre also nicht so schlimm, wenn die woanders laden, wenn es keinen guten Preis gibt.

Würde Tesla die Strompreise am Supercharger stündlich dynamisch machen (und das könnten die als einziger CPO einfach machen), dann hätten wir im Sommer durchaus auch ein paar Tage dabei mit Preisen um die 0,00ct/kWh am Supercharger, an wenigen Tagen vielleicht sogar negativ, trotz der Gewinnmarge von Tesla. Tesla bekommt dann schließlich Geld fürs Stromverbrauchen.

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Es gab letztes Jahr mal einen Tag, da hat man bei Tibber 0,50€ oder so erhalten, wenn man an einem Wochenendtag Strom verbraucht hat.

Durch Auto aufladen habe ich damals ca. 10€ verdient.

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Ja, wobei -109,45€ kein Thema ist, das passiert ja relativ häufig.

Letztes Jahr gabs im Juli ein Tag mit -500€ pro MWh, weniger geht nicht.

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Werden diese Netzentgelte auch fällig, wenn der Supercharger direkt neben einem Windpark oder einem Solarpark steht, und praktisch kein Netz benutzt werden muss?

Weil das Könnte doch ein Anreiz sein, Ladestationen genau dort zu bauen, wo meist viel Strom vorhanden Ist. Der Ladestrom könnte dort dann sehr günstig sein oder sogar kostenlos.

Ja, trotzdem, weil du einen Netzanschluss für den Zeitraum brauchst wo der Solarpark und der Windpark weniger Strom liefern.
Wenn du sagst du brauchst das nicht, dann müsste der Betreiber direkt vom Solar und Windpark ein Kabel hinziehen und den Netzbetreiber umgehen. Macht niemand.

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Kann man nicht beides installieren? Also einen Netzanschluss und eine direkte Leitung zum Windrad beziehungsweise zum Solarpark?

Man muss doch nur das Netzentgelt bezahlen, wenn man dann auch den Strom über das Netz bezieht, oder nicht?

Im Jahr 2023 gab es in Deutschland etwa 300 Stunden mit negativem Strompreis. Und Das scheint jährlich weiter zu steigen. Klar, weil Solar und Wind Energie ständig weiter ausgebaut werden.

Anzahl der Stunden mit negativen Strompreisen in Deutschland | Statista.

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Gegenfrage. Sollte Tesla zu Zeiten des hochpreisigen Stromes (Dunkelflaute, Wintersaison) die Preise an den SuC erhöhen?
Nee, lass mal lieber so.

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Die Benzinpreise ändern sich auch permanent. Die Autofahrer sind es gewohnt, über Apps und so weiter günstige Zeiten zu suchen.

Insgesamt würden Tesla Fahrer dann eher in den günstigen Zeiten laden. Damit würde der Durchschnittspreis beim Ladestrom deutlich sinken.

Zudem gibt es noch andere Anbieter von Ladestationen. Man könnte sich dann jeweils die günstigste Option suchen. So wie das Autofahrer beim Benzinpreis Auch tun können.

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Häh, das macht Tesla doch schon immer.
Die Strompreise von Tesla basieren auf den Monats-Futures die du hier einsehen kannst (nur die Monate mit viel Trade-Volumen sind beachtbar): Futures
Wenn die steigen erhöht Tesla usw.

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@mvan hol dir einfach einen dynamischen Strompreis für zu Hause und gut ist, dann kannst du gerne zu den negativen Zeiten laden.

Ich bin heilfroh darüber dass es an SuC einheitlich Preise gibt und ich nicht jedesmal vorher checken muss ob es günstig oder teuer ist

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Monatlich, ja, aber nicht stündlich, wie es hier gefordert wurde ,wenn der Strompreis negativ ist.

Das checken der Strompreise übernehmen doch dann Apps. Diese informieren einen, wo und wann der Ladestrom billig ist. Das könnte Tesla sogar im Auto Computer einbauen. Das Navigationssystem würde jemanden dann eher über günstige Supercharger führen. Ebenso könnte es Meldungen geben, wenn die Preise gerade sehr niedrig sind.

Insgesamt wäre der Ladestrom dann viel billiger. Und der Strommarkt würde deutlich entlastet werden.

Das mit dem dynamischen Strompreis daheim kann ja jeder heute schon für sich machen. Es geht ja eher darum, einen dynamischen Strompreis bei den Ladestationen zu haben.