Strategie betreffend Überschussladen

Ich habe es jetzt über die Sicherungen im Sicherungskasten gelöst. Ich lade in der Regel Sonnenüberschuss mit 2 Phasen (2,8 kW-7,4 kW), wenn kaum noch was kommt, schalte ich manchmal auf eine Phase um (1,4 kW-3,6 kW). Dreiphasig werde ich dann nur laden, wenn ich aus dem Netz ziehe, und bestimmt dann oft im Sommer. Ich beende immer den Ladevorgang, wenn ich die Phasen schalte, den Stecker ziehe ich allerdings nicht extra aus dem Fahrzeug. Ich schalte immer erst alle Sicherungen aus, und dann so viele Phasen ein, wie es gerade gebraucht wird.

Der Plan ist irgendwann evtl. eine 22 kw Leitung zu beantragen. Dann kann ich einphasig beim Sonnenladen dauerhaft drinnen lassen, da ich dann bei 32 A von 1,4 bis 7,8 kw laden kann. Wirklich rechnen wird sich die Investition für den neuen Anschluss wohl nicht unbedingt, sind glaube ich bei 500 €. Mal schauen. Eigentlich schalte ich die Phasen auch nur in den Übergangszeiten um, von April bis einschl. September werde ich wohl mit zwei Phasen immer gut auskommen (Vielleicht auch dauerhaft dann dreiphasig).

Bei so einer Konstruktion wäre ich vorsichtig, es kann sein, dass das nicht jeder Lader abkann. Bei der Zie sind schon Fälle bekannt, dass der Lader gestorben ist, wenn während des Ladens doenPhasen sich geändert haben. Nur falls Du mal Besuch bekommt.

Er schaltet mit dem Schalter ja zwangsweise zuerst stromlos, bevor er die Phasen ändert.

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Das ist nicht erlaubt, einphasig ist bei 20 A (DE) bzw. 16 A (CH, AT) Schluss aufgrund der Schieflast, auch bei PV-Überschuss.

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Das interessiert im Alltag keine Sau, sorry.
Wenn die Leistung verfügbar ist, wird die Leitung genehmigt, wie sie am Ende genutzt wird, interessiert den VNB eher weniger.

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Früher war das vielleicht so. Mit Smartmetern ist es nun für den Versorger ein Leichtes, im 15-Minuten-Takt Anschlüsse zu identifizieren, welche seine Transformatoren unerlaubt stark belasten. Ob sinnvoll oder nicht, steht auf einem anderen Blatt.

Du mußt bedenken, dass die Verbreitung von SMGs in Deutschland, im Gegensatz zu den Nachbarländern, sehr gering ist und wenn es in dem aktuellen Tempo weiter geht, dann dauert dass auch noch 10 Jahre und mehr…

Ich hoffe ich bin hier mit meiner Frage richtig.
Wir nutzen den Sonnencharger (Fa. Sonnen), der leider sehr langsam auf Leistungsänderungen der PV-Anlage reagiert. Nun hätte ich die Möglichkeit von einem Freund kostenlos eine Tesla-Wallbox zu bekommen.

Ist diese irgendwie regel-/einstellbar bzw. reagiert automatisch auf Überschuss am Wechselrichter? Also so wie eine wbOpen? Wahrscheinlich nicht oder? Wäre wohl zu einfach :wink:

Die Tesla Wallbox kann nichts dergleichen out of the Box.
Aber mit z.B. Teslamate und TeslaSolarCharger funktioniert das.
Ist aber je nach Ausgangslage durchaus einiges an Gebastel, bis es läuft (Wechselrichter und Hauszähler auslesen).

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Bei Lösungen, die den Ladestrom nicht an der Wallbox sondern direkt am Auto regeln, kannst du jede Wallbox verwenden, also auch den Sonnencharger. Andererseits funktioniert das dann nur mit Teslas.
Mehr Lesestoff:

Denke ich werde eine andere Strategie zum Überschussladen verfolgen. Statt die Ladeleistung der PV Erzeugung folgen zu lassen werden ich die Leistung der Wechselrichter der PV-Kapazität anpassen und ggfs. aus dem Netz zuschießen.

Meine Idee zum Aufbau sieht folgendermaßen aus:

Beim Verkabeln der Anlage von https://www.victronenergy.com habe ich erst ordentlich geflucht, weil es recht aufwendig ist.
Dann habe ich gemerkt, dass es ein kleines Design-Problemchen gibt, wenn ich nachts mit meinem flexiblen Tarif günstig laden will: Es zieht mir den Akku leer weil ESS auch am AC-in die Leistungsabfrage stützt wenn die Wallbox hinter dem EM24 sitzt.
Würde ich sie davor setzen, dann hätte ich zwar das Problem weniger, dafür könnte ich aber tagsüber keine PV-Strom zuschießen.
Also habe ich noch mehr geflucht, will aber sicher nicht zwischen Pest und Cholera wählen.

Nach etwas Nachdenken und Webrecherche bin ich dann auf die Idee gekommen die Anlage durch ein Script selber anzusteuern, welches es mir erlaubt die Konverter Leistung an die vorhandene PV-Kapazität anzupassen. Damit kann ich verhindern dass der Akku leer gesaugt wird, zum Preis, dass die „fehlende“ Energie aus dem Netz gezogen wird.

Also im Auto wird ein fester Ladewert eingestellt. Wenn die PV-Leistung drüber liegt, dann ist alles gut. Teils geht die Energie dann ins Auto, teils in den Hausakku oder wird auch ins Netz eingespeist.
Liegt die PV-Leistung unter dem Ladewert des Autos, dann soll das, was zum festen Auto-Wert fehlt, eben aus dem Netz dazukommen. Mit der Wallbox Gen3 von Tesla geht das meines Wissens auch kaum anders.

Bei Victron kann man schön scripts auf dem Cerbo GX über die crontab laufen lassen.
Von Hand aufgerufen sieht das dann folgendermaßen aus:


Man sieht schön, dass die Werte volatil sind, aber dafür läuft das script jede Minute.

Mit meiner zweiten Wallbox geht es mir ähnlich wie @Tesla1981

Auch bei mir ist es die ältere V2, die ich jedoch im Gegensatz zu ihm gerne weiter betreiben möchte.

Als nächste Ausbaustufe überlege ich die Einbindung und Ansteuerung der V2 per MQTT.
Dann könnte die Wallbox auch der PV-Leistung in Grenzen nachfahren.
Hat da jemand hier Erfahrung und Interesse an einem Austausch?
Andernfalls fange ich genauso bei Null an wie in diesen Foren:

https://forum.iobroker.net/topic/37106/gelöst-goe-charger-mit-mqtt-steuern-nur-wie/2

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Wie schätzt ihr es für den Akku ein, wenn man das Auto immer angesteckt lässt und mit Überschuss täglich, je nach Sonne, 5-20 KW reinlädt? (habe eine 7 kWp Anlage und so langsam geht die Überschuss-Ladesaison wieder los) Ist es schädlich für den Akku, immer in kleinen Happen und nicht am Stück geladen zu werden? Oder ist das völlig egal?

Ich glaube das langsame Laden verursacht einfach nur Ladeverluste, was beim Überschussladen ja nicht schlimm ist. Für den Akku wird es nicht schlecht sein. So habe ich es bisher zumindest im Forum gelesen.

Dass es bei nur ~4KW Ladeleistung vergleichsweise hohe Ladeverluste gibt, ist ja klar (bedingt durch den Verbrauch von ~250W des Autos, der prozentual so einen recht hohen Teil der Leistung auffrisst). Wie du schreibst, ist das aber weitgehend egal, weil ich fürs Einspeisen läppische 7 Cent bekäme. :slight_smile:

Die Frage ist eher, ob das häppchenweise Laden dem Akku weniger gut gefällt. Es ist ja immer von Ladezyklen die Rede, wenn es um Degradation geht. Ist ja ein Unterschied, ob man von 10-80% Ladung nur 1 mal den Ladevorgang startet, oder bei Überschussladen je nach Sonnenschein 5-X mal.

Ein Akku mag es viele kleine Ladehübe zu haben. Das ist besser als große Ladehübe.

Beim LFP Akku nur drauf achten, dass du damit das BMS u.U. etwas durcheinander bringen kannst nach gewisser Zeit, daher auch ab und zu mal auf 100% laden.

Grundsätzlich macht man sich hier auch wieder viel zu viel Gedanken über den Akku :wink:

Ist ein LR, daher ist der LFP-Hinweis für mich nicht relevant (aber valide, danke dafür!). Dann lade ich munter weiter kleine Hübe in den Akku. :slight_smile:

AC ist immer Akkuschonend, ob 2, 5 oder 11kW macht keinen Unterschied.

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… ganz egal wie oft der AC Ladevorgang gestartet wird?

Angeblich ist das egal auf die Zyklen bezogen.

Von 0-100% ist ein Zyklus, ob in einem Rutsch („schlechter“) oder auf 10x ist egal :wink:

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Schaut dochmal in die Diss. von Peter Keil der TU München. Da könnt ihr euch das Rätselraten sparen. Figure 62 zum Beispiel.