Sicher laden 1,5 mm2

Genau, Klemmen in den Dosen und Schuko sind die Hauptschwachpunkte. Ein zu dünne Leitung hat mehr Verluste, aber die entstehende Wärme verteilt sich auch auf die ganze Länge. Der Elektriker hat Tabellen und einen Taschenrechner und kann ausrechnen, ob die Leitung vorschriftsmässig ist oder nicht.

Das ist bei einer Klemme oder bei den Schukokontakten nicht der Fall. Da entsteht genau dort die meiste Wärme punktuell, wo man sie gerade nicht gebrauchen kann, nämlich direkt an der Klemme oder im (winzig-lausigen) Schukokontakt.

Jaja, Biegeradien und Einzugskraft usw. blabla aber wie oft passiert sowas und wie oft ist eine Klemme schlecht oder hält nach Jahren nicht mehr richtig?

P.S.: von wegen neuen und ganz tollen „Wago Steckklemmen“, die ja eigentlich nur mehr eingesetzt werden dürfen : Die „rauchen“ öfter ab als die alten Klemmen, wo man von links oder rechts reingeht und von unten festschraubt (und die inzwischen verboten sind).

Klemme in der Dose = tickende Zeitbombe beim BEV Laden mit hohen Strömen und langer Ladezeit. Eigentlich müsste man eine durchgehende Leitung vom Zähler zur Wallbox vorschreiben. Kann sein, dass das in DE schon so ist, in AT glaube ich (noch) nicht aber ich habe nicht nachgeschaut.

Zumindest sollte der Elektriker mal einen Blick in alle Dosen auf dem Weg zur Wallbox werfen und die Klemmen inspizieren.

In D ist das tatsächlich so, wohlgemerkt Wallbox/11kw.

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Wobei ja lustig ist, dass man mit einem passenden einphasigen Ladeziegel auch 16A laden kann, die Belastung der Leitung an sich ist also gleich (ja, nur 3 statt 5 Adern) und auch das Problem mit den Klemmen ist praktisch das gleiche.

Trotzdem kann man damit legal an einem Kabel laden, das 100 Klemmen dazwischen hat. Oder ist auch as in DE verboten (Dein Hinweis auf 11kW).

Ich will hier jetzt nicht der Spielverderber sein, aber geht es hier wirklich nur um die technische Machbarkeit? Falls ja: alles gut, ignoriert meinen folgenden Kommentar. …
Am Anfang habe ich etwas von TG und Mehrfamilienhaus gelesen. Das heißt normalerweise, dass es eine WEG gibt, die bei baulichen Maßnahmen involviert werden und die einen Beschluss fassen muss. Zwar gibt es seit der WEG Reform maßgebliche Verbesserungen, aber das ändert nichts daran, dass man einen Beschluss braucht und dass die Gemeinschaft die Art und Weise der Installation beeinflussen kann.

Den Gedanken hatte ich zuerst auch, aber es scheint sich hier ja um eine Leitung hinter dem Zähler von Spike57 zu handeln und deshalb dürfte es sich wohl um Sondereigentum handeln. Dagegen spricht natürlich wieder, dass die Leitung durch das Gemeinschaftseigentum verläuft. Steht dazu denn was in der Teilungserklärung?

Der Antrag auf Beschluss WEG läuft, hatte ich glaub auch ganz oben erwähnt, vorher werde ich natürlich auch nichts ändern. Da das neue WEG aber diesbezüglich grundsätzlich keine Ablehnung mehr vorsieht und wie von dir auch erwähnt nur noch die Art und Weise beeinflusst werden kann, gehe ich beim Anbringen einer CEE blau eigentlich von keinen Problemen aus. Ein Model 3 und ein e Smart laden im übrigen schon über Schuko in der Tiefgarage, ob das Ganze von der WEG genehmigt wurde entzieht sich meiner Kenntnis, da ich nur Mieter bin und demnach nichts mitbekommen habe (die anderen E Fahrer habe ich auch noch nie in der Tiefgarage gesehen). Mein Vermieter ist jedwedem Fortschritt gegenüber aufgeschlossen und hat nach meiner Anfrage umgehend den Antrag gestellt. Ich kann ansonsten auch mit etwas höheren Kosten an meiner Arbeiststätte laden.

@senjb
Es ist Sondereigentum, bauliche Veränderungen müssen aber über die WEG

:+1:
Potenziell gibt es immer Ärger, wenn sie die Eigentümer/ Mieter um Kapazitäten streiten.
Das reine Verlegen von Kabeln sollte in den Tat kein Grund mehr für eine Ablehnung durch die Gemeinschaft sein.

Die Abnahme von ca. 1,8 kW bei 8 A sollten diesbezüglich eigentlich kein Problem darstellen (Kabel müssen ja gar keine verlegt werden, nur die Dose statt des Lichts anschließen), ansonsten müsste vermutlich jede Schuko in jeder Box reglementiert werden. Bei 11 kW hast du natürlich aber vollkommen recht.

Genau vor dem Problem standen wir in unserem Parkhaus.
Ganzes Parkhaus mit 50A Hausanschluss.
100 Stellplätze. Selbst bei nur 8A je Steckdose an jedem Stellplatz wären das 800A insgesamt. Da musste dann also ein Lastmanagementsystem her.
Aber wenn auch andere jetzt schon ab Schuko laden, sind das Sorgen von „morgen“

Es geht nicht darum was das Auto kann. In Deutschland gibt darf die Spannung maximal 4% oder so an der Verbrauchsstelle niedriger sein als am Zählerplatz

genau, 4% nach VDE 0100-520

deswegen auch die Berechnungen hier (ich habe übrigens mit 25m gerechnet):

Zitat :man_facepalming: :

Der Spannungsfall ab Hausanschlusskasten bis Verbraucher sollte kleiner als

  • 3 % für Beleuchtungsanlagen
  • 5 % für Laststromkreise

sein. Weiterhin steht dort: 4 % Spannungsfall sollte nicht überschritten werden. VDE-Logik eben.

https://elektriker-wissen.de/theorie/meistervorbereitung-teil-2/leitungsdimensionierung/zulaessiger-spannungsfall

Und ich hatte 20m, nach Formel wäre mehr gegangen, nach Anzeige im Tesla waren 10A zu viel. Das war mein Hinweis.

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Ja klar gibt es eine Vorschrift für den maximalen Spannungsabfall. Die gibt es wegen der Effizienz und evtl. zum Schutz von Geräten, die Unterspannung nicht vertragen (müsste nachschauen, ob es noch andere Gründe gibt, bin aber zu faul). Eine Sicherheitsvorschrift, die das Laden mit dem Tesla betrifft, ist es jedenfall nicht.

Vereinfacht gesagt: Wenn der Tesla mit 200V noch lädt und das beim OP nicht anders geht, ist das weder gefährlich noch kratzt das irgend wen.

Wie hoch ist der Ladeverlust, wenn im Tesla eine reduzierte Spannung von z. B. 217V angezeigt wird. Konnte dazu nichts finden. Ausser einen Beitrag weiter Oben.

Dort steht z.B. auch, dass man die Kabellänge zur Berechnung verdoppeln muss. Wenn ich in dem Rechner die Länge verdopple stimmt der angezeigte Wert im Tesla. Habe aber jetzt noch nicht die Spannung an der Steckdose gemessen.

In diesem Onlinerechner habe ich meine Daten eingegeben. campofant.com

Ich möchte gerne mit 13A laden.
Die Kabellänge ist 20m.
Querschnitt 1.5mm2
21 Km/h Ladeleistung

Ich kann das Kabel austauschen gegen ein 2.5mm2. Das wäre kein Problem.

Du meinst den Ladeverlust auf der LEITUNG? Dazu müsstes Du uns sagen, wie hoch die Spannung am Zählerabgang ist. Hinzu kommt noch der Verbrauch des Autos beim Laden, der vermutlich deutlich höher sein wird als die Verluste auf der Leitung, aber sich nicht so leicht messen lassen.

Wenn du Kabel tauschen kannst, warum dann nicht gleich 3-Phasig? :wink:
Und doppelt muss man rechnen, weil der Strom nicht verschwindet sondern hin und zurück geht :wink:
Bei 3 Phasen verteilt sich aber auf 3 Ader und somit noch weniger Verluste.

ROTFL!
wusste gar nicht das wir ein DC Netz haben.

Also bei jeder vernünftigen Homepage, die so eine Berechnung anbietet, gibt man die einfache Länge ein (oft steht das auch dabei). Der Faktor 2 zwischen Berechnung und Realität kann auch woanders herkommen.

Kannst Du nicht die Spannung im Zähler (alternativ an der Steckdose ohne Last) messen und dann Spannung und Strom Anzeige im Auto während des Ladens ablesen?

Hast Du eine zweite Steckdose die am gleichen Stromkreis hängt wie die an der Du lädst? Dann wäre die Spannung an dieser Steckdose während des Ladens noch interessant.

Dann kann man mal was rechnen.

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Hallo Zusammen,

das Thread ist zwar älter, aber es passt ziemlich gut zu meiner jetzigen Situation. Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich das wieder hoch hole. :blush:

Meine aktuelle Ausgangssituation:

  • Schuko-Steckdose in der Garage, einzeln abgesichert mit 16A
  • Laut Elektriker eine Leitungslänge von 30-40m vom Hausanschlussraum zur Garage
  • 1,5mm²´-Leitung verlegt

Der Elektriker ist nicht begeistert, wenn ich mein Fahrzeug in der Garage aufladen würde.

Nach den Informationen hier im Thread sollte das jedoch kein Problem sein, allerdings mit <= 10A.

Das seltsame bei mir ist, dass laut Elektriker 1,5mm² auf 30-40m verlegt sind, aber die Tesla App zeigt nie weniger als 225V an. Das würde also irgendwie mit den Berechnungen, die hier genannt wurden, nie hinhauen. Schwankt immer zwischen 225V und 229V.

Was würdet ihr sagen? Laden bis zu einer gewissen Stromstärke möglich und wenn ja wieviel? Oder doch lieber sein lassen?

Es könnte auch sein, dass ein 2,5mm² Querschnitt verlegt ist (das schwarze Kabel), weil der Querschnitt wurde nachgeschaut im anderen Kabel, welches dünner aussieht.

Hier Fotos:



Was für eine Soannung zeigt der denn bei 6A ( oder besser 0A) an ?