Update: Die Anleitung ist aus 2023, damals war die Tesla-Cloud-API noch kosten
los. Mittlerweile möchte Tesla die Cloudnutzung bezahlt haben, gleichzeitig haben sie eine On-Prem-Steuerung über Bluetooth herausgebracht, die mit ganz einfacher Hardware ohne Löten oder Schrauben realisiert werden kann. Ich habe hierfür einen neuen Thread geöffnet, hier geht’s lang:
PV-Überschussladen: Home Assistant, ESP32
Hallo,
Ich lade derzeit mit UMC2, demnächst mit einer einfachen Wallbox von Heidelberg ohne Ladesteuerung. Da man über die Tesla API den Ladestrom steuern, starten und stoppen kann, lässt sich Überschussladen auch so realisieren. Ich setze auf Homeassistant (ist ohnehin schon da) und steuere primär über den Dachüberschuss und den Stand meines Hausakkus. Hardware ist nicht nötig, Homeassistant holt sich alle nötigen Informationen vom Smartmeter der PV Anlage,
Zum Einsatz kommt eine Huawei Anlage mit 8,5kW Peakleistung und 10kWh Hausspeicher. Der Haushalt braucht pro Tag etwa 10-13kWh.
Kernregeln meiner Ladestrategie:
Ist der Hausakku unter 40%, wird Überschuss nur in den Hausakku geladen.
Ist der Hausakku zwischen 40 und 75%, geht der solare Überschuss zu 70% ins Auto, der Rest in den Hausakku.
Sobald der Hausakku über 75% ist, lädt das Auto glatt mit 3kW.
Wenn der Wagen morgens schon angeschlossen ist, wird im Verlaufe des Vormittages zunächst der Hausakku bis 40% geladen, dann springt automatisch die Fahrzeugladung mit an. Die Ladekurve für das Auto beginnt dann meist mit ca, 10A (2,3kW) und wird alle 3 Minuten an die Leistung vom Davh angepasst.
Am späten Mittag ist der Hausakku voll, von da an wird das Auto kontinuierlich mit 3kW geladen. Sollte die Sonne einbrechen, dient der Hausakku dabei auch als Puffer, 75% Ladestand im Hausakku reicht mir notfalls auch verlässlich bis zum nächsten Morgen.
Wenn nachmittags das Auto voll wird, wird das Laden vom Auto abgeschlossen. Wenn abends die solare Leistung nachlässt und der Wagen noch nicht voll ist, gehen bis zu 25% vom Hausakku ins Auto. Wie schon geschrieben reichen mir 75% Akku bis zum nächsten Tag.
Mit der Regelung wird das Auto verlässlich und mit Berücksichtigung der Hausversorgung geladen. Am Ende des Tages ist der Hausakku meist auf 100%, das Auto hat soviel bekommen wie übrig war. Eine bessere Ausnutzung wird mit der Wallbox möglich, dann kann man an Tagen mit 40+ kWh auch mal 20-30kWh ins Auto pumpen.
Wenn ich weiß dass ich vormittags schon ins Büro muss, tippe ich morgens schon in Homeassistant auf „Handsteuerung“ und lade schon mal alles was geht vom Hausakku ins Auto um, das kommt dann nachmittags wieder vom Dach zurück.
Hier ein paar Screenshots:
Insgesamt bin ich mit der Lösung sehr glücklich. Ein paar zusätzliche Automatisierungsregeln in HA haben mir geholfen, die Sache noch „idiotensicher“ zu machen, beispielsweise wird die Handsteuerung automatisch abgeschaltet wenn ich das Auto wegfahre. So ist sichergestellt dass nicht nach Rückkehr Handsteuerung aktiv bleibt und zB über Nacht den Hausakku plündert.
Die PV kann prinzipiell von jedem Hersteller sein, wichtig ist dass es für HA eine Integraton gibt um Dachleistung und Batteriestand zu lesen. Da kann genauso Victron, Fronius, E3DC dranstehen.







