Das scheint doch etwas arg überzogen zu sein.
Abgesehen von einer zurückgenommen Rekuperation bei kalten Temperaturen (die aber über ein Update durch automatischen Bremseingriff eleminiert wurde) gibt es doch nun wirklich nichts, was eine derartige Aussage rechtfertigen würde.
M3 SR mit 55er Akku von 5/2021 bis 9/2023.
Ich habe noch keine haltbare Aussage gelesen, dass der BYD schneller degradiert als der CATL. Lediglich, dass der CATL einen ungenutzten/nicht angerechneten Puffer hat, der es am Anfang so aussehen lässt. Chemisch würde mich da aber eine Aussage interessieren.
Die Aussage erscheint mir ebenso überzogen. Hatte bereits 3 CATL M3: mit Garage und Wallbox gibt’s weder auf Lang- noch auf Kurzstrecke Probleme.
(X-Achse = Betriebsdauer, Längsstriche = 5 Monate)
Quelle: https://docs.google.com/spreadsheets/d/1LmyllKqJWBr8J_LKVIAimsOigT4-hpfi5NeFJR8qZhQ/htmlview
Kann jeden verstehen, der mit ähnlicher Ausgangslage den bewerten CATL bevorzugt. 58 kWh nach 5 Monaten vs. >20 Monate.
Eventuell könnten wir uns ja darauf einigen, dass die Akkus keine großen Vor- bzw. Nachteile haben und beide für den Alltag vollständig geeignet sind.
Für Spekulationen zur Degradation, sollten erst mal höhere Laufleistungen erreicht werden und die ältesten Akkus wenigstens mal 4-5 Jahre alt sein.
Ganz Deiner Meinung. Zum BYD sind tatsächlich noch zu geringe Daten vorhanden, um absolute Trends abzuleiten.
Zudem sind beide Akkus alltagstauglich - der eine mit schnellerer Ladeleistung, der andere mit 2 kWh höherer Kap.
Voll und ganz. Ich überlege mal die vollständige Liste der Unterschiede in der Akkuwiki zu platzieren.
Das wäre natürlich schön, wenn wir diese jetzt schon hätten, daher muss man auch mit dem Wort Degradation noch vorsichtig sein.
Dennoch, wenn wir es „nutzbare Kapazität“ nennen und das ist sie ja faktisch, dann stimmt die Aussage von @DerSchnic mit den 58kWh nach 5 Monaten vs. 20 Monaten und vor allem, dass die Trendlinie sogar noch auseinander läuft zum Nachteil des BYD.
Wir wissen also, wie der CATL innerhalb der ersten zwei Jahre performed. Beim BYD gibt es nur Werte aus drei Quartalen, die zumindest aktuell nicht so prickelnd verlaufen.
Das sind aber alles MIC. Gibt es überhaupt MIC mit BYD Akkus?*dummfrag
Die wichtigste Frage bei der Auswertung wäre doch, woher diese Daten kommen.
Wenn die BYD-Akkus länger nicht bis 100% geladen werden (wovon ich ausgehe), dann werden die Messungen des BMS immer ungenauer. Und jetzt im Winter sinkt die nutzbare Kapazität weiter. Also abwarten, ob sich das bis Sommer und bei öfterem 100%-Laden nicht relativiert.
Da Tesla ja beim LFP Akku die Empfehlung gibt das Ladelimit einfach immer bei 100% zu lassen und diesen regelmäßig (1x/Woche) auf 100% zu laden, gehe ich davon aus das das auch bei einer überwältigenden Mehrheit genau so passiert.
Bisher war es eindeutig:
- MIC = CATL
- MIG = BYD
Mit Eröffnung des Threads, kam der Twist, dass es nun auch Fahrzeuge aus Grünheide mit CATL Akkus gibt. Umgekehrt, BYD’s in China Modellen, ist weiterhin nicht bekannt.
Einige der BYD Fahrzeuge in der Auswertung, kenne ich persönlich, da ich die Abholungen begleitet habe. Diese Fahrer laden ihre Fahrzeuge alle mindestens 1x pro Woche auf 100%, wie Tesla, das Auto (und ich Ihnen bei der Einweisung) empfohlen haben.
Das Auto mit den GJR hat ja weniger gebraucht.
Diese Unschärfe dürfte sich dadurch ausgleichen, dass die Thematik beim CATL Akku ja absolut identisch ist.
Folgt man der Anweisung zur Eintragung werden nur die 100%-Werte für die Auswertung herangezogen.
Egal wie man es nennt, kann man mit den aktuellen Daten keine vernünftige Auswertung durchführen.
Die meisten Akkus verlieren in den ersten 6 bis 12 Monaten schon mal 3-7%.
Dann wird die Degradation deutlich schwächer und sie verlieren nur noch etwas um die 1 oder maximal 2% pro Jahr.
Man kann daher durch das Absinken der nutzbaren Kapazität im ersten Jahr, keine realistische Prognose über die nächsten Jahre erstellen.
Was würdest du Neulingen mit auf dem Weg geben, wie lange sie den BYD unbedenklich bei 100% stehen lassen können ?
Ich habe nämlich manchmal das Problem, wenn ich 1x pro Woche auf 100% laden würde, ich nicht unbedingt 1 Tag später das Auto schon wieder bewegen würde, sondern das Auto vielleicht auch mal 2-3 Tage bei 100% stehen würde - schlimm ?
Ich verstehe das sich das komisch anfühlt einen Akku mlt 100% stehen zu lassen, aber so ist die Empfehlung von Tesla selbst.
Aufgrund der flachen Spannungskurve der LFP Zellen und dem Fakt, dass die Spannung direkt nach Ladeschluss auf unkritische Werte fällt, ist das wirklich kein Problem.
Eins der Fahrzeuge mit den besten Degradations Werten in meiner Auswertung ist ein LFP der an 22 von 24h am Tag mit 100% herumsteht.
garnicht.
Keinen Akku sollte man mit 100% stehen lassen.
Immer „zur Abfahrt“ laden und dann auch fahren.
Mal ein paar Stunden schaden nicht sofort, aber warum sollte man es darauf anlegen?
Tesla empfiehlt nicht den Akku mit 100% stehen zu lassen.
Na. Da hast du drei Meinungen und kannst dir das beste heraussuchen ![]()
Ja, auch LFP Akkus altern schneller durch hohen SOC, aber die Rate ist sehr viel geringer. Primär altern sie kalendarisch, worauf du wenig Einfluss hast, bzw. als Vielfahrer sogar einen Vorteil.
Wir haben wir Kapazitätsberichte von zwei gleich alten Fahrzeugen. Eins wurde 100% DC geladen und hat die dreifache Laufleistung als das andere und dennoch ist deren verbleibende Kapazität komplett identisch.
Das ist jetzt keine wissenschaftliche Studie, aber dennoch ein gutes Indiz dafür, wie robust die LFP Chemie ist.
Lad auf 90% und wenn du weißt wann du wieder fährst auf 100%.
So mache ich es, ob es viel bringt weiß ich nicht aber Schaden wird es auch nicht.
Und wenn du mal ne Woche nicht auf 100 lädst passiert auch nichts…
