Hallo alle zusammen,
ich wollte der Vollständigkeit halber nun noch meine Erfahrungen teilen, die ich die letzten Tage gemacht habe.
Also, mein Tesla Model S 75D aus 2018, traumhaft schön, steht nun bei mir vor der Haustür. Deep Blue metallic, beige Leder, 21 Zoll Original Tesla Felgen in schwarz.
Die Papiere, also COC-Zertifikat, niederländischer Kfz-Brief, niederländische Zulassung auf Tesla selbst im Scheckkartenformat sowie frischer TÜV gingen bei mir per DHL-Express am 28.12.24 ein. So konnte ich sehen, dass nach dem Einbuchen meiner gezahlten Kohle bei Tesla am frühen Morgen dann vormittags Heiligabend noch TÜV gemacht wurde und danach die Papiere zu mir auf die Reise gingen, und zwar aus dem Delivery Hub Dortmund. Soweit schon mal, angesichts der Feiertage, Respekt, Jungs. Es erfolgte dann auch eine telefonische Nachfrage aus Dortmund, ob die Papiere angekommen sind und ob der Termin 30.12.24 zur Abholung eingehalten werden kann.
Ich also am 30.12.24 zur Kfz-Zulassung, eine Stunde vor Öffnung, damit ich gleich dran komm. Musste ja noch 600 km nach Dortmund. Die Sachbearbeiterin schien mir mit den niederländischen Papieren überfordert. Mit Hilfe einer älteren Kollegin hat sie es aber tatsächlich hinbekommen, dass ich den ICE nach Dortmund noch geschafft habe.
Interessant für mich ist, wie die in den deutschen Papieren auf 158 Kw kommen. In den anderen Papieren stehen ja komplett andere Werte. Egal, er ist zugelassen.
In Dortmund gg. 16 Uhr dann angekommen, muss ich sagen: Ja, Container. Aber die waren vernünftig als Lounge und Rezeption eingerichtet. Alles sehr freundliche, junge Leute, offensichtlich auch begeistert von der Marke. Ein Dutzend Leute dazu, die wie ich ihren Wagen abholen wollten und sich gegenseits beglückwünschten. Mein Auto war tatsächlich auch auf 89 % geladen, was wohl nicht selbstverständlich ist. Ich hatte drum gebeten, aufgrund 600 km Rückreiseweg. Laut deren Auskunft bekommen die höchstens 3-4 kw geliefert und wollen u.a. deswegen auch weg von dort.
Einzige Mängel, die ich bei Übernahme am Auto feststellte, waren fehlende Abdeckungen in der Fahrertürinnenseite. Die fand ich demontiert in der Mittelkonsole. Sie wurden auch sofort in der angrenzenden Halle montiert. Der Wagen befand sich noch im Servicemodus, als ich ihn übernahm, was dann beseitigt wurde. Letztlich wurde er dann auch gleich in die Tesla-App übernommen. Auf der Fahrt habe ich dann festgestellt, dass die Ambientebeleuchtung der Fahrertür defekt ist. Ich gehe mal davon aus, dass das den Leuten in Dortmund bekannt war, deswegen die demontierten Abdeckungen. Sie haben aber offensichtlich das aufgrund der schnellen Übergabe nicht mehr behoben bekommen. Gut, damit kann ich leben. Ist was für das SC.
Die „Testfahrt“ über 600 km war easy. Hatte keinerlei Probleme bemerkt. Kein Vibriern der Antriebswellen, kein Poltern im Fahrwerk, keine Geräusche von der DU. Alles funktionierte. Verbrauch: Bei 130 km/h bis 140 km/h etwa 25 Kwh/100 km. Ich bin gespannt, was das Auslesen des Akkus die nächsten Tage ergibt. Bis jetzt muss ich sagen, dass ich begeistert bin vom Service und vom Zustand des Autos. Der Stress vorher war natürlich den Weihnachtsfeiertagen geschuldet.
Soweit erstmal dazu. Es sollte ein Erfahrungsbericht sein für die, die auch über einen CPO nachdenken. Ehrlicherweise hatte ich echt Sorgen, was Dortmund und den Fahrzeugzustand angeht. Bis jetzt hatte ich keine schlechten Erfahrungen.
Nun plane ich die erste Langstrecke. Zugegeben, mit der Ladeleistung von max. 120 kw (die er auf der Überführung auch erreichte) ein langwieriges Unterfangen.
Frage in die Runde: Sofern der Akku einigermaßen in Ordnung ist, kann ich bei 130 km/h ca. 230 km am Stück schaffen? Mir fehlt im Augenblick das Vertrauen und die Erfahrung, das Auto bis auf 5 % runterzufahren.
Viele Grüße und ein gesundes Neues an alle Tesla-Fahrer
PS: Die angeschlagene Felge wurde auch vor meinem Erscheinen getauscht. Alles schick.