Meine Kaufentscheidung: Tesla vs Audi (RS3 oder A5)

@frobiloida Hat diesen Thread erstellt:

Ich habe ihm zugesichert, dass ich meine Kaufentscheidung für ihn und seine Frau transparent machen würde.

Disclaimer: Dieser Thread stellt meine subjektive Meinung dar. Ich habe versucht intensive Recherchen anzustellen und viele meiner Ansichten mit Videos oder Fakten zu belegen. Dieser Thread bedeutet nicht, dass ein Tesla-Model-3 besser als ein Audi-A5 (oder RS3) ist - ich finde den Tesla besser … deutlich besser.

Als ich meinen Tesla im Mai nur wenige Tage mein Eigentum nannte, haben mich jeden Tag Kollegen (und auch Fremde) nach dem Auto gefragt.

Der Thread basiert auf einer Mail, die ich an meine Kollegen im September geschrieben habe. Einige der Informationen können „out-dated“ sein.

Der erste Faktor ist Spaß. Das Auto macht einfach Spaß. Ich könnte tausende Dinge aufführen, aber dieses Videos sagt alles über den Spaß von mir und meiner Mitmenschen, die ich (mit Maske) mitnehmen konnte.

Meine Familie fährt seit Jahrzehnten nur Audi. Wenn wir zwei Autos besessen haben, dann auch Audi und Peugeot, aber hauptsächlich Audi.

Gesendet: Sonntag, 6. September 2020 20:43
Betreff: Mein Tesla | Wird Ihr nächster ein Elektro?

Hallo zusammen!

Ich habe einen Tesla Model 3 (Abkürzung „M3“ oder „Tesla3“) gekauft. Mein erstes eigenes Auto überhaupt.

Die Fragen zum Tesla, das Interesse an Elektros und Elektromobilität nimmt bei mir kein Ende. Nicht nur in der Firma wurden und werden mir viele Fragen gestellt.

Ich beantworte Fragen auf Parkplätzen, nehme auf einmal fremde Menschen mit und helfe Leuten in Foren. Deswegen vorab: Wenn Sie einmal mitfahren wollen (Corona-Konform) und/oder eine Frage haben , sprechen Sie mich an; am besten per Telefon oder persönlich.

Diese Dokumentation „Der nächste wird ein Elektro – wirklich?“ erklärt Pro und Contra für einen Elektro in Deutschland.

Video zu dem Thema ist in Arbeit: Ich bin von den Fakten und der Neutralität dieses Berichtes nicht mehr zu 100% überzeugt. Damals fand ich ihn sehr gut. Heute habe ich eine differenzierte Meinung dazu.

Wer jetzt weiterliest, der sei gewarnt: Hohe Informationsdichte … Wall of text incoming … auf Einschlag vorbereiten :wink:

Hintergrundwissen

Spielerei? Leichte Bedienung? Es ist nicht jedermanns Sache, aber ich finde die Features und die Bedienung GENIAL :
Introducing Software Version 10.0 (49 Sekunden)

Warum der Tesla ein gutes Auto ist (ca. 34 Minuten):
Stärken & Schwächen: Was macht Tesla gut - und was schlecht?

Umwelt #1: In 2 von 3 Bereichen hat ein Elektro die Nase vorn. In Bereich „Stickoxidemissionen“ hat ein Elektro die Nase vorn, im Bereich Feinstaub (noch?) nicht.

Umwelt #2: In den USA sterben jährlich 53.000 (Quelle: Elon Musk bzw. MIT-Study) und in Deutschland 7.000 Menschen an den Abgasen von Autos. Es ist doppelt so wahrscheinlich durch Abgase zu sterben, als durch einen Verkehrsunfall.

Umwelt #3: Ja, ein Elektroauto ist im Stadtverkehr leiser als ein Verbrenner und Smog-Gefahr gibt es durch Elektro-Autos auch nicht. Aber die gesamte Klimabilanz zeichnet ein anderes Bild, wie man im verlinkten PDF (9MB) nachlesen kann. Zitat: „Ein heute gekauftes, für den breiten Markt typisches Elektroauto schneidet im Vergleich mit verbrennungsmotorischen Fahrzeugen unter Klimagesichtspunkten besser ab – auch beim aktuellen deutschen Strom-Mix.“ (Quelle: bmu.de)

Frankreich-gruener-als-Deutschland
Quelle: electricitymap.org

Wir werden aber in den nächsten Jahren (hoffentlich) so grün wie Frankreich und können später auch Schweden Konkurrenz machen.

Mein Tesla wird aber zu 90% über die Solaranlage meines Bruders oder Ökostrom von Innogy geladen.

Es ist für die Zukunft unserer Kinder wichtig, das sich in den nächsten Jahren etwas verändert … und zwar in ganz vielen Bereichen. Ich will niemanden missionieren. Ich selbst produziere zu viel Plastik-Müll, habe „nur“ 25 Jahre auf ein Auto verzichtet und trotzdem meinem Hobby Basketball immer mit dem Familien-Auto gefrönt und damit Abgase erzeugt. Ich will mich in Zukunft verbessern. Wenn Europa grün wird, ist für die Welt viel erreicht.

Warum ein Tesla?

Als Alternativen zum Tesla habe ich über einen „Audi A5“ und einen „Audi RS3“ nachgedacht. Der Audi A5 ist eigentlich mein Traumauto …

Wie man im Video oben sehen kann, ist der Tesla eine Rakete. Viele Autos sehen gegen einen Tesla3 auf dem Nürburgring alt aus.

Hinweis: Der Autopilot wird hier GEGEN die Empfehlung von Tesla im Stadtverkehr getestet. Ein Tesla würde (zur Zeit noch) in Deutschland auch über eine rote Ampel fahren, obwohl er bereits rot und grün unterscheiden kann. Tesla hat den Autopilot nur für die Autobahn freigegeben. Der Status wird im ganzen Auto als BETA gekennzeichnet, auch für die Autobahn.

Fazit #1: Mit 250 km/h verbraucht der RS3 ca. 35 Liter auf 100 KM. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass auch der Tesla massiv Strom ab 200 km/h verbraucht. Aufgrund der Fahrweise wird der Verbrauch vom RS3 auf 40,2 Liter geschätzt (14:11 im Video). Tesla: Damit sind die 200 KM Reichweiten-Verlust bei 76 KM Gesamtstrecke absolut zu erklären. Der Strom für diesen Verbrauch wäre selbst am SuperCharger ein Bruchteil von den Benzinkosten. Ersparnis: ca. 78 €

Fazit #2: Der RS3 wurde getunt (+80 PS). Ein Serien-RS3 könnte also mit einem Tesla3 (Performance) nicht mithalten.

Fazit #3: Beschleunigung, der Tesla ist besser. Bremsen: Tesla besser. Höchstgeschwindigkeit: RS3 besser. Kurven-Ausweich-Test: „Wenn es um die Sicherheit geht, haben es beide sehr, sehr gut gemacht.“

Preis-Leistungsverhältnis #1: Wie man am Video oben sehen kann beschleunigt der Audi in 3,8 Sek von 0 auf 100 (Audi A5 Sportback: 7,1 Sekunden). Mein Tesla benötigt 4,6 Sekunden. Ich kann ein Upgrade kaufen, dass es auf 4,1 Sekunden senkt. Der Bremsweg des Teslas ist kürzer als der vom Audi. Der Audi RS3 kostet knapp 72.000 Euro. Der Tesla:

  • Standard: 46.380 € (minus 9.000/6.000 BAFA)
  • Longrange (meiner): 54.700 (minus 9.000/6.000 BAFA)
  • Performance: 61.480 (3,5 Sek von 0 auf 100)

Preis-Leistungsverhältnis #2: Der Tesla hat jedoch unglaublich viele Features integriert, die man beim Audi zusätzlich kaufen muss. Siehe Tabelle/Infos ganz unten bzw. diese Konfiguration von Audi (Preisangaben ohne Gewähr, können sich ändern). Hier der ausführliche Audi-Test von „ausfahrt.tv“ zu genau dieser Konfig.

Meiner Meinung nach schlägt sowohl die Anzeige, als auch die Sprachsteuerung des Tesla-Navis alles, was ich sonst so gesehen habe.

Toyota hat im Gegensatz zu Audi ein sehr preiswertes Navi: ca. 870 Euro (Toyota Corolla Limousine). Es lässt sich klassisch bedienen
Der Kollege aus dem Video will zum UCI-Kino. Ich würde dem Tesla „UCI Kino Düsseldorf“ sagen und das Navi wird gestartet.

Bei Audi (MMI Touch) zahlt man mindestens satte 2.245 Euro ohne die Assistenten (Spurhalten, Auffahren, Tempomat, etc). Das gesamte „Audi-Navi-Connect-Paket“ kostet beim Audi 6.530 €, siehe Tabelle unten. Das alles ist im Tesla für null Euro bereits enthalten und zwar auch in der Variante für 46.380 Euro.

Die Spracherkennung von Audi ist sub-optimal (Stand März 2020). Mein Bruder hat berichtet, dass sein A4 sogar Probleme mit den Worten „Navigiere nach Bonn“ hatte. Alle genannten Ziele in diesem Video (Brandenburger Tor, Gymnasium Neutraubling) werden vom Tesla problemlos gefunden; auch das „schwierige“ Anfangsziel „Hotel Fanes in Sankt Kassian“ (San Cassiano, Italien bzw. Südtirol).

In diesem Video zeige ich, wie ich von meinem Handy Orte von GoogleMaps an meinen Tesla schicke. Am Ende des Videos spreche ich eine komplizierte deutsche Adresse „Achter de Stadt, Wachtendonk“ aus, die der Tesla ebenfalls sofort erkennt und anzeigt.

Die Integration des Autos in den Alltag ist MEGA. Beispiele:

  • Die Einbindung von meinem Kalender; ein Klick und der Tesla navigiert zum Termin, ein Klick und ich rufe den Termin/Person an.
  • Handy: Orte an den Tesla senden
  • Musik vom Handy im Tesla hören
  • Und … und … und

Meine Lieblingsfeatures

Keyless-Entry: Sobald ich den Tesla verlasse, verschließt sich der Tesla. Ich kann den Status aber auch über die App jederzeit nachsehen und das Auto über die App auf- und abschließen. Wenn ich mich dem Tesla auf wenige Meter genähert haben, kann ich (Gäste ebenfalls) die Türen öffnen.

Quelle für die anmierten GIFs: Shelby Church (YouTuberin):
Sie hat das Handy nur dabei, muss nichts betätigen und kann einfach ins Auto einsteigen. Das gilt auch für den hinteren und vorderen Kofferaum (Trunk und Frunk).

Der Tesla ist leise: Ja, manchmal mag ich auch das laute Röhren eines Porsche/Ferrari, aber gerade morgens um 6 wäre es mir lieber, wenn alle Autos und Motorräder in meiner Nachbarschaft elektrisch wären.

Das Laden: Ich habe meine Ausbildung in Paderborn gemacht. Von 1996 bis 1999 bin ich einmal im Monat 210 KM von Paderborn nach Bonn gefahren. Ich habe immer eine kurze Pause gemacht; „Mann oder Memme? Memme !“
Aufgrund Konzentration, unberechenbaren Fahrern und meiner Größe (ich bin 1,91m) ist Autofahren anstrengend. Die Zwangspausen des Teslas bei Strecken ab 450 KM sind für mich Erholung und ich lade gerne. Bei meinem ersten Road-Trip (Centro, Oberhausen) habe ich gegen meinen Tesla Schach gespielt. Ich hätte eigentlich gar nicht laden müssen, weil das Centro eine Ladesäule nur für Tesla hatte, aber ich hatte Lust darauf, den SuperCharger in Hilden auszuprobieren.

Road-Trips:

  • Ich bin völlig frei. Ich kann mich in meinen Tesla setzen und nach Wien durchfahren, wenn ich das möchte, also 874 KM.
  • Von Siegburg nach Amsterdam geht ohne Aufladen.
  • Auf einer Strecke von Siegburg nach München müsste ich einmal Aufladen.

Alle Strecken im Alltag regelt der Tesla mit meinem normalen Parkverhalten, siehe unten. Mein Tesla ist bis jetzt nie unter 150km Reichweite gesunken. Er ist eher zu voll, als zu leer.

Benutzer-Profile: Diese benutze ich jeden Tag. Es gibt ideale Abstände für das Lenkrad. Diese behindern mich aber beim Aussteigen, deswegen gibt es 2 Profile für mich. Demnach schaltet der Tesla in den „Renn-Modus“ – wie ich das nenne – um, sobald ich angeschnallt bin. Wie man in diesem GIF sehen kann verändert sich das Lenkrad und der Sitz.

Auch dieses Jahr hatten wir in Deutschland extrem heiße Tage. Einige Minuten bevor ich zu meinem Tesla gehe, schalte ich über die App die Klimaanlage ein.

Das Glasdach: Es ist ein Unterschied wie ein Raum ohne Fenster vs Raum mit vielen Fenstern. Der Blick auf den Himmel ist echt schön durch das Glasdach. Ein Blick in den Himmel oder auf die Sonne (an der Ampel) beruhigt mich. Praktisch ist auch: Ich kann in normalen Autos die obere Ampel nicht sehen, weil ich zu groß bin. Die untere/rechte Ampel wird oft vom Rückspiegel verdeckt. Kein Problem im Tesla, da kann ich die Ampel durchs Glasdach sehen.

Das Sound-System ist atemberaubend. Im Video erklärt jemand die Einzel-Teile des Tesla-Premium-Audio-Systems.
Ausgeschrieben: 7 Full-Range-Speaker, 1 Passive-Tweeter (front), 2 Woofer (front door), 2 Tweeter (front door), 2 High-Definition-Speakers, 1 Subwoofer

Sentry-Mode und Dashcam, letztere ist in Deutschland rechtlich umstritten. Die Kurzversion: Permanente Aufzeichnung und Überwachung ist verboten. Verstöße gegen die DSGVO und „Rechte am eigenen Bild“ können mit Bußgeldern belegt werden. Eine Dashcam, die sich selbst immer wieder überschreibt, ist nicht automatisch verboten. Videos wurden im Schadensfall und bei Aussage gegen Aussage verwendet und zugelassen.

Ein Unfall (Peugot) von mir entstand dadurch, dass jemand vor mir an der Ampel gehalten hat, den Rückwärtsgang einlegte und dann einfach mal (rückwärts) beschleunigt hat. Vordere Stoßstange und Nummernschild hinüber. Der Fahrer hat bei der Polizei sofort alles zugegeben. Hätte er einfach gesagt: „Der Claus ist mir draufgefahren“ … ich bin nicht sicher, ob man mir geglaubt hätte, oder ob ich seine Rückwärtsfahrt hätte beweisen können. In einem solchen (Einzel)Fall, haben Gerichte Dashcam-Videos zugelassen.

Der Autopilot: Das kann man nicht beschreiben, dass muss man sich ansehen … und Ja, auf der Autobahn geht das schon heute. Es läuft nicht alles so perfekt wie in diesem Video.
Man kann nicht schlafen im Tesla. Alle 30 Sekunden muss man das Lenkrad leicht bewegen, sonst bleibt der Tesla stehen.
Auf der Autobahn ist der Autopilot eine enorme Hilfe.

Die Bedienung konnte man schon oben sehen (http://mwcms.net/tesla/Tesla_Premium-Sound-System.gif) Ich habe zwei Knöpfe, mit denen sich schon sehr viel machen lässt plus das „Tablet“. Hier ein Video, wie ich das Navi & Spracherkennung benutze.

Audi A5 Sportback Bedienung: Vllt. gefällt anderen Menschen so eine Boing747, mir gefällt das Tablet besser. :heart_eyes:

Die laufenden Kosten | Tesla laden

  • 10 Jahre keine Steuer
  • Fast keine Wartungskosten: Keine Inspektion, keine Zündkerzen, kein Zahnriemen, keine neue Kupplung, kein Ölwechsel
  • Ausnahme: Klimaanlage

Die Leute in meiner Umgebung beschweren sich immer, wie teuer die Spritpreise sind (vor Corona). Ich habe für 2.872 KM Fahrstrecke bis jetzt 8,05 Euro bezahlt. Das soll mir ein Verbrenner mal nachmachen. Wenn eine Tankstelle für wenige Stunden (Samstag von 12 bis 17 Uhr) die Spritpreise um 20 Cent senkt , sind Kilometer-Lange-Schlangen die Folge. Mit einem Elektro kann man das jeden Tag haben.

Ich tanke kostenlos am/beim

Ich habe Tanken immer gehasst. Zeitaufwand: Zur Tanke fahren, Sprit einfüllen, stinkende Hände, oft an der Kasse warten.

Wie lädt man einen Tesla? - Wem das Video zu lang ist, der kann sich im Forum folgenden Thread ansehen:

Laden (ohne Kabel) per Induktion funktioniert auch jetzt schon ist aber ohne Standards noch nicht alltagstauglich.

Für lange Strecken reicht die Infrastruktur von Tesla, aber für kurze Wege, sollte man sich mit allen Lademöglichkeiten beschäftigen. Hier empfehle ich „AirElectric“:

Tesla = Zeit sparen Beispiel #1: Von Zuhause zur Firma - Mühlentor Parkplatz, Zeitaufwand: ca. 4 Minuten meiner Zeit . Während der Tesla lädt, arbeite ich. Parken muss ich sowieso. Die Ladesäule im Parkhaus (Kreishaus) funktioniert identisch, ist nur weiter weg (ein Luxusproblem :-).

Tesla = Zeit sparen Beispiel #2: Kostenlos laden bei Aldi oder Huma; während ich lade gehe ich einkaufen.

Mein Roadtrip zum Centro in Oberhausen hat mir eine kostenlose Ladung ermöglicht mit dem sogenannten „DestinationCharger“: https://youtu.be/MCSw1vLpn84

Ich kann dieses Argument „Laden ist teuer, Spritpreise niedrig“ (bei 12:30 im Video) also nicht nachvollziehen … Für mich ist Strom tanken deutlich preiswerter als Sprit tanken.

Fazit

Wer über einen Elektro nachdenkt und keine Lust auf das Lade-Chaos in Deutschland hat, muss einen Tesla kaufen. Bei einem anderen Elektro muss man sich mit den 200 Stromanbietern und den Roaming-Karten und Apps auseinandersetzen … oder eine gute Lademöglichkeit zu Hause haben … oder beides.

Das Wort „kostenlos“

Noch nie habe ich das Wort „kostenlos“ so oft in meinem Leben benutzt, wie seit der Anschaffung meines Teslas.

  • Spotify Account mit 50 Millionen Songs: kostenlos … kostet normalerweise um die 10 Euro im Monat (Premium-Spotify: keine Werbung, bessere Audio-Qualität)
  • Tanken des Teslas oft kostenlos
  • 1.500km Supercharger: kostenlos
  • Premium-Konnektivität (ein Jahr): kostenlos
  • Staumeldungen, Satellitenkarten, Spotify, Netflix, Youtube, Internet und vieles mehr
  • kostenlos bei meinem Bruder laden (Solar-Strom, PV-Anlage)

Nicht kostenlos aber sparsam: Unser alter Diesel (Peugot 306) hat ca. 6,3l Diesel auf 100km verbraucht. Volltanken vor Corona zwischen 78 Euro und 86 Euro. Mein Tesla verbraucht bei 130 km/h ungefähr 2,0l (umgerechnet) und bei 100, 80 oder Stadtverkehr noch weniger. Das bedeutet: Für 78 Euro fahre ich 850km weit. Mit dem Tesla werde ich für das Geld bei 10.000 oder 20.000 Kilometern sein.

Alarmanlage #1: Der Einbau von mehreren Sicherheitssystemen in einen Audi, 3-stelliger Eurobetrag (nur die Hardware).

Alarmanlage #2: Sentry-Mode bei Tesla kostenlos dabei. Vergleichbare Features, wie man an den beiden Videos sehen kann. Eine GPS-Ortung hat der Tesla ebenfalls kostenlos in der Grundausstattung.
Wenn ich „vergleichbare Features“ sage, dann kommt das auf den Einzelfall an. Eine Spezialanfertigung (Alarmanlage) für einen Audi hat natürlich Vorteile. So kann man von dieser Alarmanlage angerufen werden. Ich erhalte „nur“ Mitteilungen auf meinem Handy, dass mein Tesla „angegriffen“ wird.

Mein Sentry-Mode wurde zum Beispiel aktiviert, als er durch einen Zug stark erschüttert wurde (lange Geschichte). Das bedeutet: Scheiben einschlagen oder nicht-autorisiertes Abschleppen löst den Sentry-Mode aus.

Fuhrpark: Welche Vorteile hätte ein Tesla als Dienstwagen?

Für mehr als drei Teslas gäbe Probleme mit der Lade-Infrastruktur in Siegburg. Bei 4:07 im Video kann man sehen, was in Deutschland Probleme macht.

Um lange Blockaden zu vermeiden: Jeweils ein Tesla könnte über Nacht im Parkhaus-Kreishaus oder am Mühlentorparkplatz geladen werden.

Freisprecheinrichtung: So wie beim VW, ist die Kopplung jedes Handys (Android, iPhone) mit dem Tesla ganz einfach möglich. Man hat Zugriff auf die Kontakte & Last Calls seines Handys. Im Auto wird nichts gespeichert. Bonus: Spracherkennung beim Tesla für Kontakte im Handy.

Profile: In unseren VWs stelle ich aufgrund meiner Größe immer wieder alle Spiegel und die Sitze um. Der Tesla speichert die Profile der Mitarbeiter. Positionen und Sitze werden automatisch eingestellt.

Preisvergleich: Tesla vs Audi

Die Preise können sich seit Juni 2020 bei Audi geändert haben. Damals haben die Extras wie Navi, Armlehne (kein Witz!), Sound-Anlage und vieles mehr einen Aufpreis von 19.085,00 € gehabt. Dieser Preis ist im Gesamtpreis von 69.685 € enthalten.

Fast alle unten aufgeführten Features sind auch im Standard-Range enthalten. Preis (November 2020) 42.900 Euro (- 6.000 BAFA).

Tabelle mit allen für mich wesentlichen Features

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Ich weiss es ist OT - aber für einmal kann ich nicht wiederstehen:

Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.

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NeoBlade Danke für die sorgfältig ausgearbeitete Analyse, die Du mit uns teilst! Sie wird vielen unentschlossenen Kaufinteressenten helfen, um sich für das richtige zu entscheiden :wink:
Dafür gibt auf jeden Fall einen Daumen hoch :+1: :+1: :+1:

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Himmel, was für Arbeit! Danke für den Bericht

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Schöner und umfassender Beitrag! Nichts verherrlicht und sachlich geschrieben :+1:

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Was für ein geniales Roman :+1:

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So, ich habe den Beitrag jetzt massiv überarbeitet.

Es fehlt noch die Tabelle „Tesla vs Audi (Preise)“, die reiche ich morgen nach. Ich muss mal überlegen, ob ich Google-XLS nehme oder hier mit einer Liste arbeite … :thinking:

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Ich verstehe dich, vor allem, weil es im Forum hier doppelt so lang aussieht wie meine Mail. :innocent:

Bei keinem anderen Auto habe ich mich für Technik und Hintergründe interessiert. 25 Jahre habe ich kein eigenes Auto besessen.

Aber die Fragen und das Interesse sind enorm. Folgende Punkte kamen immer wieder:

  • Reichweite
  • Ladezeiten
  • Elektromobilität wird sich nicht durchsetzen
  • Das ist viel Geld für ein Auto

Gerade letzteres stimmt in meinen Augen nicht. Navi, Alarmanlage, Glasdach und vieles mehr kosten bei Audi einen Aufpreis von 14.850,92 EUR (Stand November 2020, Konfiguration).

Natürlich kann ich sagen: „Tolles Auto informiert euch mal bei Youtube.“
… aber ich kenne meine Kollegen. Die wollen morgens beim Kaffee gerne mal etwas Lektüre haben. Dazu wird der Punkt kommen, wo sie sich für ein neues Auto entscheiden sollen/wollen/müssen. Und dann soll das im Hinterkopf sein: Da war doch was mit Tesla …

Eine Kollegin kam im Vertrauen auf mich zu und hat gefragt: „Was ist ein Tesla?“

Ich glaube, dass „unser“ Ladenetz allen anderen in Einfachheit und Erreichbarkeit meilenweit überlegen ist. Und jeder Vertreter und Vertriebler in Deutschland sollte IMHO Tesla fahren. Das gilt auch für alle Taxen.

Aber so lange wir eine Presse haben, die gegen alle Elektros ist und ich auf massives Unverständnis und Unwissen stoße, werde ich meinen Kollegen*innen alle Fragen beantworten.

Meine Mail war wie folgt gedacht: „Das Buffet ist angerichtet, jeder nimmt [liest] was ihm schmeckt.“

Wenn jemand die Umwelt egal ist, ok, überspringen. Wenn jemand Tanken und die Kosten dafür geil findet, ok, überspringen. Lade-Infrastruktur langweilig, ok, überspringen.

Mein Ex-Chef hat immer wieder nachgefragt, hat mir interessante Fragen gestellt. Ich wollte eine Mail schreiben, die nichts mehr offen lässt und die eben keinen Fan-Boy-Status hat, sondern fundiert ist.

Die Abkürzung „TL;DR“ kennen leider die wenigsten in meiner Firma. :smiley:

Die Version wäre gewesen

TL;DR

Bestes Auto EVER, wer’s nicht glaubt, soll einmal mitfahren, sprecht mich an.

Aber so funktioniert das bei uns in der Firma nicht, schon gar nicht während Corona.

Wir haben noch etwas mehr als 7 Jahre (Countdown), dann sind wir auf dem Weg zu 2 Grad, nicht mehr 1,5. Für meine Nichten 6 und 9, wird das gravierende Auswirkungen haben.

Wir haben 400 Parkplätze für unsere Eigentümer-Gemeinschaft. Anzahl Elektro-Autos (ohne Hybrid): 1.

zeit.de: Klimawandel - Was, wenn wir nichts tun?

Kollege: „Deutschland kann nichts tun. Wir sind zu klein und würden unter 2 Grad beitragen.

Stefan Rahmsdorf (siehe Video) soll mal sinngemäß gesagt haben: „Wenn wir die Welt in 50 gleiche Teile einteilen und jeder 2% hat, muss dann niemand etwas tun?

Ich muss etwas tun, ich muss etwas verändern. Wir müssen in 25 Jahren den Countdown gestoppt haben.

PS: Ok, ich bekenne mich schuldig „Next-Wall-Of-Text“ :smiley:

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Habe ich das aus dem Zusammenhang gerissen, aber woher kommt diese Annahme mit dem Feinstaub?

Feinstaub kann ja beim EV nur beim starken Bremsen auftreten, Kupplung hat es nicht und die Reifen nutzen sich nur dann stärker ab, wenn man die Beschleunigung regelmäßig ausreizt und die Frage, ob die Reifen in einem RS3 dann länger halten.
Bliebe noch der potentielle Feinstaub bei der Stromerzeugung.

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Steht so beim Papier des BMU, Seite 11: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/elektroautos_bf.pdf . Ich war auch überrascht. Angeblich wäre die Feinstaubemission auch bei Verbrennern total vernachlässigbar im Vergleich zu dem Feinstaub, der bei der Produktion anfällt (sowohl Auto als auch Kraftstoff bzw. Strom). Ich bin nicht sicher, ob das einer genaueren Analyse standhält.

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Es ist etwas verwirrend. Da steht, die Herstellung verursacht mehr Feinstaub bei Elektroautos, der allerdings nicht vor der Nase entsteht. Feinstaub durch Bremsabrieb wird nicht mit berücksichtigt, welcher beim Verbrenner natürlicherweise viel höher ist.

„ Während bei den klimarelevanten Emissionen bereits heute ein deut-
licher Vorteil des Elektroautos zu sehen ist, ergibt sich bei Feinstaub und Stickoxiden ein differenzierteres Bild1. Auf den Lebenszyklus bezogen entstehen sowohl bei Elektrofahrzeugen als auch bei konventionellen Autos Schadstoffemissionen. Vor allem durch den höheren Herstellungsaufwand ist der Feinstaubwert beim Elektroauto höher. Bei Stickoxiden schneiden diese hingegen besser ab, insbesondere im Vergleich zum Diesel. Betrachtet man nur die direkten Emissionen am Auspuff, die vor allem in Gebieten mit hoher Ver- kehrsbelastung gesundheitsschädlich sein können, sind Elektroautos in beiden Schadstoffkategorien im Vorteil.“

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Insgesamt sehr gut, die Aufstellung! Dass es sehr schwer ist, Tesla im mittleren und oberen Preissegement zu schlagen, zeigt @tescroft schon lange mit den entsprechenden Vergleichen. Da müssen schon immer feinere Details als Argument, wie „BMW hat aber fünf verschiedene Sorten Leder“ herhalten.

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Absolut großartige Aufstellung. Vielen Dank dafür. Die Videos haben mir am allermeisten Spaß gemacht. Und mit denen ist eigentlich alles gesagt.

Tesla is fun

PS: Bin auch von Audi (A3 eTron Hybrid) umgestiegen und habe es noch nicht eine Sekunde bereut, obwohl ich den auch total gern gefahren bin und dessen Spaltmaße garantiert perfekt waren :wink:

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Kritik, mein Model 3 hält sowohl vor roten, als auch vor grünen Ampeln an.
Das Er bei grün fährt bedarf meiner Erlaubnis oder eines ausreichend nah voraus fahrenden “Zugfahrzeugs”. :slight_smile:

Schöner Beitrag!

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So muss es doch sein :+1:.

vielen dank Claus für die mühen!

der text IST auf das wesentliche reduziert … :wink:
danke für diese referenz, vor allem aufgrund der vielen querverweise und videos…

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Das, optionale, Reagieren auf Ampeln in dieser Art ist momentan natuerlich noch notwendig umd ausreichend Daten zu sammeln, zu validieren, um damit die Sicherheit zu bekommen das auch dauerhaft freischalten zu können. So ist es jetzt in den USA ja bereits passiert.

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Ja, siehe Disclaimer und Zeitstempel im Text von Anfang September. Da hatten wir den Patch noch nicht.

Da ich es bis jetzt vergessen habe:

Danke, @dyarne, @anon62725987, @RuegenTesla, @Magnum, @Chrono, @M3-75, @malamut, @macener, @Wisby

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Das war natürlich konstruktive (und wie nun bekannt nicht notwendige) Kritik am Text, nicht am System. :wink: :slight_smile:

Ich habe jetzt die Tabelle fertig, die oben noch gefehlt hat:

Das ganze basiert auf diesem Video und dieser Konfiguration:

Es kann sein, dass sich die Preise von Juni 2020 in der Konfig zu heute geändert haben. Ich habe damals einen Ausdruck davon gemacht, also habe ich auch noch die Zahlen im Original.

Kann jemand von euch bitte die Tabelle mit einem Tablet ansehen?

Mit PC geht sie prima, mit Smartphone muss man die Schrift verkleinern, was unschön ist, aber es ist lesbar.

Scrollen geht sowohl mit PC als auch Smartphone gut.

Danke vorab!

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