M3P über PV-Anlage laden

Hallo zusammen,

ich habe heute morgen wohl eines der letzten neuen M3P in Giessen abgeholt und bin damit nach Hause gefahren. Hier ging es erstmal an die Wallbox.

An dieser Stelle wollte ich schauen, wie viel so ein Ladevorgang „zieht“, zudem wir eine ca. 7,6Kw große PV-Anlage haben (Fronius Symo 8.2-3-M + Fronius Smartmeter 63A-3).
Als Monitor nutze ich gerne die „Photovoltaik Monitor“ App. Die Verwunderung war aber groß als ich ca. 0,45W Verbauch, 0 Netzbezug und ca. 3KWh Produktion laß.


Auf dem Bild sieht es ein wenig merkwürdig aus, weil die App nur dann aufzeichnet, wenn sie aktiv ist - aber das gleiche Bild ergab sich in der Wechselrichter App.

(ich habe von ca 14:00 bis 18:00 geladen, um 15:00 endlich gegessen - Induktionsplatte an- sowie um 16:00 nochmal Induktionsplatte an)

Ich nutze eine Alfen Wallbox, welche von E-On installiert wurde, im Rahmen einer Aktion meines Unternehmens. Hier nutze ich 2 Ladekarten: einmal für den Privatgebrauch, einmal für mein Firmenwagen. Beide Karten habe ich ausprobiert, den Hauptteil der Ladung aber mit der privaten Karte gemacht. Im Endeffekt aber kein Unterschied. Auch das Runterdrehen von 16A auf 8A hat nichts gebracht.
Das Auto wurde zwar bis zur Grenze aufgeladen, aber ich konnte überhaupt keinen Verbrauch sehen (wäre schön, wenn Strom aus der Luft käme :smiley: ).

Der nette E-On Mitarbeiter hat es auch nicht ganz verstanden und meinte, dass es vermutlich mit dem Wechselrichter was zu tun hat.

Hat jemand eine Erklärung für die Situation?
Montag rufe ich bei Fronius oder dem Monteur an, aber vielleicht mache ich einen Denkfehler…

Danke im voraus für eure Hilfe!
-K

PS: aus irgendeinem Grund, konnte ich meine Frage nicht in „Elektromobilität“ anlegen. Gerne dorthin verschieben wenn es besser passt…
PS2: ich habe keinen passenden Beitrag gefunden, der meinem Problem ähnelt. Wenn dieser existiert, gerne drauf verweisen!

Du brauchst eine Karte, um an deiner Wallbox einen Ladevorgang zur starten?
Musst du dafür bezahlen, oder ist die Box im freien und du schaltest die Box dann mit einer Karte frei?
Oder kann es sein, dass die Wallbox einen eigenen Zähler hat?

Glückwunsch zum M3P

Mit Vorbehalt - so wie die Grafik des Fronius aussieht, hat deine Wallbox den Strom zum Laden direkt vom Netz bezogen, würde ich sagen. Könnte eine Verdrahtungsproblematik der Wallbox sein.
nachstehend die Grafik beim Einsatz des Wattpilot bei leicht bewölktem Himmel (hilft dir zwar nicht weiter, aber so ist es optimal). Übrigens hier gleicher Wechselrichter wie Du ihn hast…

1 „Gefällt mir“

evtl. mal hier vorbeischauen

Die Hausinstallationen sind „netzparallel“, ein Verbraucher kann sich nicht aussuchen wo der Strom herkommt.

Frage: Hast Du vlt zwei Zähler wegen Wärmepumpe, und der Elektriker hat das am WP-Zähler angeschlossen?

Ansonsten bliebe als Erklärung noch ein ungünstig eingebundenes Smartmeter. Die Messklemmen des Smartmeters müssen auf dem letzten Stück Kabel vor dem Zähler sein. Wenn der Elektriker nicht genau hinsah und die WB ist jetzt zwischen Smartmeter-Klemmen und Zähler angeschlossen, wird die Energie nicht mitgemessen vom Smartmeter.

Danke der Antworten.
Ich glaube es bleibt mir nichts anderes übrig als die Installateure (Telekom) anzufragen, dass sie sich das anschauen und korrigieren. Denn wie ich es verstehe, sollte es so nicht seien bzw. der Strom sollte auch von der PV Anlage genutzt werden. Oder es ist eine Rahmenbedingung meines Arbeitgebers die ich übersehen habe, was aber sinnlos wäre - insb. weil wir auch private Autos laden können.
VG!
-K

Kann es vielleicht sein dass du einen getrennten Tarif für die Wallbox hast? Oder einen zweiten Zähler? Bei „Firmengeförderten“ Wallboxen kommt sowas schonmal vor. Damit wäre die Wallbox inkl. Verbrauch aussen vor.

Hallo Bergler,
Mein Bachgefühl sagt mir leider das gleiche.
Dann verstehe ich aber nicht wieso ich (1) eine nach deutschem Recht geeichte Wallbox habe, (2) ich eine direkte Mobilfunkverbindung in der WB habe und (3) eine private Ladekarte habe, wenn ich nicht meinen eigenen Strom nutzen darf. Aber vielleicht stand alles in den AGBs und habe nicht gut genug gelesen.
Nächste Woche weiss ich mehr dazu.
VG!!
-K

@M3-Rac hat es sehr gut beschrieben.
Du müsstest nur die mehrfache Frage nach dem 2. Zähler einfach mal beantworten.
Die Alternative hat er auch beschrieben da würdest du dann deinen eigenen Strom ja nutzen. Um es dann richtig zu erfassen, müsste nur die Wallbox umgeklemmt werden.

Naja wenn er eine Geeichte Wallbox hat ist die doch der zweite Zähler. Ich verstehe nur nicht das er noch nie eine Abrechnung bekommen hat :see_no_evil:

Da wird deine WB, wenn sie quasie vom Arbeitgeber kommt, direkt am Netz hängen, also vor dem Smart Meter der PV.
Damit dein Arbeitgeber besser/einfacher abrechnen kann, soll an dieser WB immer der gleiche Tarif bezahlt werden. Wenn da jetzt aber Strom von deiner PV rein geht, also du keine Einspeisevergütung dafür bekommst, müsste dein Arbeitgeber dir den Strom direkt abkaufe, also einen anderen/günstigeren Tarif bezahlen. Und das ist eben alles nicht ganz einfach, daher ist die WB eben so angeklemmt, wie sie ist.

Hi Haiopai,

Ja, sowas könnte ich mir auch vorstellen. Allerdings ist es als privater Benutzer denkbar schlecht.

Zudem: wie DasSchaf auch schrieb, wunder ich mich, dass ich dann eine geeichte und per Mobilfunk verbundene Box habe: da bekommt ja der Arbeitgeber alles mit, ohne sich in meine Elektroinstallation mischen zu müssen.
Aber vermutlich will der AG verhindern, dass seine Arbeitnehmer quasi eine 30cent Einspeisevergütung erhalten…

Trotzdem denkbar schlecht gelöst wenn ich privat lade.

VG!
-K

Beispiel:
Wenn du jetzt 12kW vom Dach bekommst und du dann 11 davon für 2 Stunden ins Firmenauto lädst, müsste dein Arbeitgeber dich ja für 22kW bezahlen, und nicht den Stromversorger.
Und da du ja für deinen erzeugten Strom nicht so viel Einspeisevergütung bekommst, wie das, was du beim Stromversorger bei Netzbezug bezahlen musst, wirds für die Abrechnung und auch die Erfassung schwierig!

Wenn du bei dir den selbst erzeugten PV-Strom ins Auto laden möchtest, kannst du dir nur entweder eine weitere, eigene WB anschließen lassen, die dann ganz einfach in dein Hausnetz eingebunden wird, oder nur eine rote 16A CEE-Steckdose. Das braucht dann keinerlei Anmeldegedöns. Da kann man dann aber auch eine mobile WB reinstecken.

jep, klingt sehr danach. Geeicht muss die WB sein damit dein AG den Strom den du verbrauchst direkt in die Buchhaltung nehmen kann. Gleiches gilt für die Mobilfunkverbindung. Nur so kann er „Garantieren“ dass die Daten immer kommen und du nicht … dazwischenfunken kannst :wink:

Vielleicht war/ist die WB ein Benefit und du musst den geladenen Strom für den Arbeitsweg nicht bezahlen sondern nur Geldwerten Vorteil versteuern. Das würdest du auf einer Gehaltsabrechnung irgendwo finden. Vielleicht gilt das auch für den ganzen Strom, nur muss der AG hier eine Unterscheidung machen für SEINE Steuer?

Ich bin kein Steuerberater :wink: aber das Dt. Steuerrecht macht vieles … schwieriger.

… und auch vor dem Zähler.
Wie soll das EVU sonst abrechnen?

Er lädt dann zwar auch seinen eigenen PV-Strom, aber das EVU kassiert die Differenz zwischen Einspeise- und Verbrauchsgebühr.

Für die steuerliche Abrechnung ok, aber das Smartmeter der PV muss den gesamten Verbrauch des Hauses messen, Stromflüsse im Haus die nicht durch das sog. „EnFluRi“-Messgerät (Netzbetreiber-VDE-Sprech für das Smartmeter) gehen entsprechen nicht den vorgesehenen Messkonzepten.

Entweder hat er 2 Zähler, einen fürs Haus und einen für die WB, oder das Smart Meter vom WR ist hinter dem Anschluss für die WB. Aber dann sollte der Hauszähler stehen bleiben, wenn PV-Erzeugung und WB-Laden identisch sind?!
Einfach mal den genauen Zählerstand vor und nach dem Laden notieren.

Exakt, wie schon weiter oben beschrieben.
Aber das bleibt das große Geheimnis, es wird ja nicht verraten.

Wie läuft denn die Abrechnung privat? Du schreibst von einer privat Ladekarte? Was sind da die Konditionen?

Sorry für die späten Antworten aber bei uns ist gerade viel los. :face_with_peeking_eye:

Kurzes Update: ein Arbeitskollege sagte es funktioniere auch das Laden über seine PV-Anlage. Sogar mit dem gleichen Wechselrichter - was jetzt aber nicht relevant ist. Es scheint also defintiv ein Fehler in der Verkabelung vorzuliegen.
Zu euren Fragen:

  • ich habe einen Smartzähler aber eben nur einen,
  • ich zahle für den Strom, der AG erstattet das Geld. Versteuerung läuft nach dem Modell der Tankkarten, also Pauschal.
  • die Abrechnung läuft ganz einfach: wenn ich an der Alfen WB meine Firmenwagenkarte nutze, erstattet mir der AG das Geld zurück, basierend auf den Konditionen meines Stromanbieters (momentan Eprimo, 27ct). Wenn ich meine private Karte nutze um zu laden, wird das Geld nicht zurückerstattet. Da kommt kein anderer Anbieter ins Spiel.

Ich hoffe das Bild ist ein wenig klarer, und nein: ich will nichts verheimlichen :wink:

Fazit: scheinbar wurde hier falsche verkabelt.
Jetzt warte ich auf die 2. Rückmeldung des Dienstleisters (die 1. Rückmeldung war eine Standard-Antwort im Sinne von „Überschussladen ist bald auch für dich möglich, jetzt aber noch nicht“ :roll_eyes:).
Und ich habe parallel noch einen Elektriker angefragt, ob er es sich anschauen und ggf. umklemmen kann. Es ist ja letztendlich meine Installation.

Wait and drink Tea (und noch vieles mehr). :teapot:

2 „Gefällt mir“