LFP Akku der SR+ / Reichweite, Kapazität, Laderaten 55/60 kWh (Teil 3)

Ich hatte den Kontext der Spanungshysterese schonmal in einem anderen :thread: erklärt:

Da LFP Zellen aber insgesamt eine niedrigere Zellspannung haben, ist die spannungsbedingte Reaktivität, die zur Zersetzung des Elektrolyts führt, niedriger (Ladeschlussspannung bei 3,65 V) als bei den ternären Zellchemien (Ladeschlussspannung bei 4,20 V), wie NCA, NCM, etc. .

Resultierend ergibt sich bei der LFP-Zellchemie eine wesentlich höhere Zyklenfestigkeit, als bei ternären Zellchemien, sofern beide gleich häufig bis zur ihrer Ladeschlussspannung aufgeladen werden.

Jeff Dahn hat allerdings auch experimentell nachgewiesen, dass ternären Zellchemien (im konkreten Fall eine monokristalline 532 NCM-Zelle) eine nahezu unbegrenzte Zyklenfestigkeit erhalten können, wenn man die Vollladung unterhalb 4,00 V abbricht, also einen riesigen Topf Buffer übrig lässt. Aufgrund der nahezu linearen Steigung des Spannungsverlaufs bei ternären Zellchemien, entspricht das ungefähr 75% bis 80% SoC. Die zuletzt promotete „5.000.000 Mile Battery“ (vgl. Batterieforscher beobachten extrem hohe Haltbarkeit - electrive.net) wird nach genau jenem Verfahren in einem Dauerladetest erprobt und es ist gut denkbar, dass wir von der Dalhousie University, die auch die Auftragsforschung für Tesla betreibt, demnächst etwas über eine „10.000.0000 Mile Battery“ lesen können, wenn die Zelle im Dauerladetest weiterhin gecycled wird.

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