Augenscheinlich lässt du deinen Akku zu selten auch mal auf 100% aufgeladen eine Weile ruhen.
Das BMS braucht wegen des flachen Spannungsverlaufs bei der LFP-Zellchemie gelegentlich mal den „oberen“ bzw. „unteren Anschlag“ (obere bzw. untere Ladeschlussspannung).
Da es über einen Shunt Ladungsträger (Coulomb) zählt, also wieviel Ah (oder eigentlich As) bei welcher Spannung aus den Zellen/Modulgruppen der Traktionsbatterie raus und wieder reingeflossen sind, kann es bei sehr kleinen oder auch sehr großen Strommengen zu Messungenauigkeiten kommen.
Diese können im Verlauf aber erstmal nicht wieder korrigiert werden, weil der Spannungsverlaufs der Ruhespannungen bei der LFP-Zellchemie im relevanten SoC-Bereich eine zu geringe Steigung aufweist bzw. zu flach ist und sich bei der Hysterese zwischen Ladung und Entladung stärker verschiebt, als es bei einem Ladehub von bspw. 20% SoC in der Mittellage der Fall ist.
Daher braucht das BMS, wie schon erläutert, gelegentlich das Erreichen (samt kurzer Ruhephase) zur Messung der Ruhespannung) der oberen und unteren „Spannungs-Knicke“ (
vgl. auch https://media.springernature.com/lw685/springer-static/image/chp%3A10.1007%2F978-3-658-21829-4_3/MediaObjects/327158_2_De_3_Fig22_HTML.png), um von dort aus wieder den Abstand (=Summierung der Anzahl der Ladungsträger über der Zeit, jeweils multipliziert mit der dabei jeweils auftretenden Zellspannung) und damit die tatsächliche SoC-Position (samt der daraus resultierenden Reichweite) abschätzen und anzeigen zu können.
Sorry fürs OT, aber den Zusammenhang haben die meisten LFP-Nutzer nicht im Blick.