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Laden über Steckdose

Hallo,
ich wollte die Adapter zum Laden testen und zwar sprich über Schukostecker und Mobile Connector Kit.

Also habe ich ein Verlängerungskabel in der Garage Schukosteckdose angeschlossen ca. 10 Meter lang.
Dann den Adapter und ran an den Tesla.
Okay klappt super und es wurde angezeigt 220 V / 13A.

Also ich nach ca. 2,5 Stunden das Laden beendet habe wurde mir doch anders, als ich merkte das ich den Stecker
nicht mehr (bzw. mit Hilfsmitteln) nur noch aus der Verlängerung bekam.
Der Schukostecker war so warm geworden, das schon das Kunststoff geschmolzen ist.

Lag das jetzt an dem zu langen 10 Meter Verlängerungskabel oder ist möglicherweise das Verlängerungskabel marode…

Was kann ich denn in Zukunft machen, denn ab und an würde ich auch auf eine normale Steckdose zurückgreifen wollen auch
wenn man in der Stunde nur ca. 2,8 Kwh laden kann.

Was ist euer Tipp für eine Schukostecker Lösung bzw. Erfahrung …

kauf dir ein neues hochwertiges Verlängerungskabel oder vermeide dies wenn möglich vollständig!
Eine Reduzierung der Ladeleistung (also weniger Amper) hilft natürlich auch.

Eine Schuko-Steckdose darf nur mit max. 10A Dauerlast belastet werden.
Ich verstehe nicht, warum der Tesla-UMC-Schuko-Adapter überhaupt 13A zulässt.

Ich hatte am Anfang auch nur die Möglichkeit, an einer 25m Schuko-Verlängerung zu laden.
Vorsichtshalber hatte ich jedoch die Stromstärke auf 10A reduziert.
Da bekommt man zwar nur 2,3 kW, aber immer noch besser, als dass die Ladung abbricht oder der Stecker in Flammen aufgeht.
Das reichte mir, um über Nacht meine alltägliche Arbeitsstrecke nachzuladen.

Die nächsten Fragen wären:

  • Was für einen Leitungsquerschnitt hatte deine Verlängerung?
  • Wie alt waren die Leitung, Buchse, …?

Im Prinzip bleibt Dir bei öfterem Laden nur die Option auf CEE16 blau umzuschwenken.
Schuko Stecker sind in den meisten Fällen auf Dauer mit den 13A überlastet… siehst Du ja grade auch selbst.
Wenn Dein Stecker jetzt einmal so heiß war würde ich den ehrlich gesagt auch nicht mehr weiter verwenden.
Bei Schuko mache ich es immer so das ich mit ca 8A beginne zu laden und nach einer halben Stunde kontrolliere wie heiß alle Steckkontakte und Kabel werden. Wenn das im Bereich von unter 50 Grad ist (50 Grad spüren sich schon echt heiß an an den Händen).
Also anders gesagt solang der Stecker und die Buchse und das Kabel nur handwarm sind, dann langsam die Ladeleistung hochstellen,
und auch den Soannungsverlust am Display beobachten.
Wenn Dir bei Schuke die Spannung um mehr als ca 10V einbricht ist das ein guter Hinweis auf zu schlechte Kontakte.
wenn die Spannung nur um 2-3V sinkt brauchst Dir in der Regel keine Sorgen machen.
Das sind so meine Hausnummern die ich in Italien so beachte.

Und noch GAAANZ WICHTIG! Das Verlängerungskabel bitte immer abrollen… wenn Du das auf der Rolle lässt dann ist das schneller kaputt als Dir lieb ist!

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Ungenügender Kontakt (hier vielleicht zwischen Schuko-Stecker-Stift und Schuko-Dosen-Klemme?) stellen quasi einen Leiter mit sehr kleinem Querschnitt dar. Dieser hat einen entsprechend großen Widerstand und wandeln (zu) viel Energie in Wärme um. Wenn man an unbekanntem Equipment lädt, erkennt man solche Kontakte recht einfach daran, dass mit ansteigendem Strom die Spannung massiv einbricht. Der Vorteil bei dieser Kontrolle ist, dass man das Problem erkennt, bevor irgendwas schmilzt oder abfackelt.

Bei mir hat es 2x geholfen, Einfach die Klemmen in der Schukodose mechanisch zu säubern (mit einem Schraubenzieher o.ä. schrubben) und zusammenzubiegen, dass sie den Stift des Schuko-Steckers fester greifen. Egal mit wie viel Ampere man laden will halte ich das in jedem Fall für einen Sicherheitsgewinn. Abgesehen davon kann man dann mit höherem Strom laden und hat geringere Ladeverluste.

Einmal hatte ich auch eine nicht festgezogene Lüsterklemme… :open_mouth:

Schon ein Verlängerungskabel mit 2,5 qmm Querschnitt hilft beträchtlich, da dann die Wärme von den Kontakten besser abgeführt wird.

Und dann sollte man auch kein billiges PVC-Kabel mit Billigstecker/buchse, sondern am besten eines von einem Markenhersteller wie Brennenstuhl nehmen. Als Baustellenkabel verkaufte Kabel bei entsprechenden Anbietern haben auch meist eine viel bessere Quallität als das Rasemäherkabel aus dem Baumarkt.

Das genau ist das Problem, ich kann locker mit dem Knochen für den C-Zero mit 13A laden, aber eine Dose hat es wegen schlechter Kontakte zerschossen und einmal beim Fremdladen habe ich mit echt die Finger angesengt, so heiß war der Stecker geworden. Ansonsten klppat das Laden mit einwandfreien Schukokontakten unproblematisch seit fast 5 Jahren.

Vielen Dank

Ich fasse mal zusammen.
Wenn überhaupt Schuko dann:

  • Verlängerungskabel mit 2,5 qmm
  • Ladestrom runter drehen im Auto auf max. 8A
    oder halt auf anderen Steckertyp CEE …

Das Problem haben andere auch… goingelectric.de/forum/bmw-i … 24392.html

Empfohlene Lektüre:
:arrow_right: Connection Guide (von Forumsmitglied MichaRZ)
:arrow_right: Essentials - Laden Tesla Model S/X/3 zu Hause (TFF-Forum)
:arrow_right: Schuko Dauerstrom: Normen und Realität (TFF-Forum)
:arrow_right: Dauerbelastbarkeit Schukosteckverbindung (GoingElectric)

Kriegt man zum Beispiel hier, kostet aber halt nen Euro mehr:
shop.lemontec.de/Ladekabel/CEE- … m-PUR.html

Da gibt es kein pauschales richtig oder falsch. Das kommt ganz darauf an. In den meisten Fällen kannst Du problemlos mit 10 A laden, oft auch mit 13 A. An einer verrotteten Gartensteckdose kann auch 8 A noch zu viel sein… Ich erinnere mich an einen Bericht von jemand, der irgendwo in Südeuropa in einem Parkhaus mit 6 A geladen hat. Nicht toll, aber weitaus besser als nichts! :wink:

Das o.g. Verlängerungskabel verträgt problemlos 13 A, so lange es neu ist. Wenn Du die Stecker nicht regelmäßig unter Last ziehst und nicht feucht oder schmutzig werden lässt, bleibt es auch lange neu. Dann ist aber immer noch die Frage, in welchem Zustand die Steckdose ist, in die Du das Verlängerungskabel einsteckst. Wenn die schon ausgeleiert und/oder korrodiert ist…

Wenn ich es nicht vermeiden kann, mit Schuko zu laden, prüfe ich nach 10 Minuten alle Steckverbindungen auf Temperaturentwicklung. Laden unterbrechen (nicht unter Last trennen – dem Tesla macht das nichts, aber die Steckkontakte leiden), Stecker rausziehen, Stifte anfassen. „Warm“ ist ok, „heiß“ nicht. Ggf. hoch oder runter regeln, und dann in Abständen immer mal wieder kontrollieren, bis man Vertrauen hat, dass es keine Überraschungen mehr gibt.

Danke noch mal :slight_smile:

Ich habe mir beim Laden über Schuko angewöhnt, auf dem Bildschirm die Spannung ohne Strombelastung mit der mit Strombelastung zu beobachten und zu vergleichen. Aus Spannungsfall und Strom kann man die Verluste abschätzen.
Gehe ich mal von Deinem Fall aus:

Spannung 230V bei 0A, Spannung 220V bei 13A: Das heißt, die Verluste führen zu einem Spannungsfall von 10V, mit 13A ergibt sich überschlägig eine Verlustleistung von 10Vx13A=130W. Stelle Dir jetzt vor, wie heiß eine 100W-Glühbirne wird und daß diese Hitze im Kontakt des vermutlich fehlerhaften Verlängerungskabels (Stecker) entsteht… :wink:

Mit dieser Methode kann ich die Verluste beim Schuko-Laden abschätzen und die Stromstärke so weit runterregeln, daß die Verluste in Grenzen bleiben. Trotzdem habe ich an unbekannten Dosen zuerst alle halbe Stunde die Wärme kontrolliert. Man bekommt im Lauf der Zeit ein Gefühl dafür, wieviel Ampere über Nacht an der Dose gehen, ohne schlecht zu schlafen… :unamused: