Hä?
Wo sind denn Tankstellen reguliert?
Wenn ich ne Baugenehmigung bekomme, kann ich überall eine Tanke hinbauen, ich muss nur meine Preise an die Transparenzstelle melden, damit man sie in den Apps findet.
Mehr Regulierung findet da nicht statt…
Jeder kann eine „Freie Tankstelle“ bauen und betreiben. Der Preis an der Zapfsäule wird dann eine Mischkalkulation aus Investment, Betriebskosten, Steuern + Gewinn sein. Deswegen sind freie Tanken meist auch bis zu edlichen ct/L günstiger.
Bei Ladesäulen fällt ersteres und 2. viel niedriger aus. Eine reguläre Straßenladesäule gibt’s zwischen 4.000 - 8.000€. Die Betriebskosten sind niedrig. Industriestrom bekommt man günstig.
Eine Anbindung an einen Abrechnungsanbieter über das OpenChargePointProtocol ist sogar für viele Amateur-IT’ler zu bewerkstelligen.
Fängt man allerdings mit EC und Kreditkartenabrechnung an, wird das teuer. Die benötigten Scanner stehen unter Lizenzgebühren. Der Kreditkarten-Markt wird von VISA und Mastercard kontrolliert und für Bankabrechnungen musst du der Bankenverordnung unterliegen. Das Ganze bedeutet mtl. Kosten - ganz gleich, ob ein Kunde zahlt oder 2.000.
Die Konsequenz wäre: Ladekarten haben günstige Preise (0,25 - 0,50€/kWh) und die „Vor-Ort“-Zahlung wird deutlich teurer (z.B. 1,5€ pro Zahlvorgang + 0,55€/kWh). Oder noch viel schlimmer: Die extra Kosten werden auf alle Nutzerumgelegt und die Ladekarten werden teurer.
Ich habe nicht das Privileg Zuhause zu laden. Ich bin 100% Laternenparker. Ich sollte das Problem kennen. Ich habe 2 Karten: EnBW und ESL. Ich bin bis heute überall klar gekommen und dort wo nicht, da habe ich schlichtweg nicht geladen.
Außerdem: Stand heute gibt es viele neue, geförderte Ladesäulen, die kostenfrei sind. Außerdem erkennen immer mehr Arbeitgeber, dass eine Lademöglichkeit oft auch einen Anreiz für neue Mitarbeiter bieten kann.
Sobald das Ladenetz mit der Zeit wächst, wird auch dieser Vorteil wegfallen. Bis dahin wird sich aber auch ein Markt entwickelt haben der entweder eine hohe Abdeckung hat oder seinen Stromkunden gleich die passende Ladekarte für die Ortsinfrastruktur mit schickt.
Der Erfahrungen sind viele 
ich kenne für meinen Gebrauch in Deutschland
- Karten mit monatlich. Grundgebühr (zB e.on), die hab ich dann nicht genommen
- Karten mit geringer einmaliger Ausgabegebühr (Plugsurfing, Stadtwerke München, …), davon habe ich zwei
- Karten ohne Ausgabegebühr (zB new Motion), davon habe ich eine
also drei sind für mich noch erträglich, lieber wär mir dennoch, ich bräuchte die nicht. EC- und Kredit-Karte hab ich eh, das wäre schon bequem (ansonsten meide ich möglichst weitere Karten - mein Splien😭)
Erfahrungen im Ausland habe ich nur in Italien: dort habe ich die Enel-App geladen und dann an einer Enel-Ladestationen schön mit Kreditkarte bezahlt. Musste dazu auch kein Kundenkonto anlegen. Hat mich persönlich schon überzeugt.
Ansonsten: Da ich überwiegend zuhause lade, stell ich mich eh an jeder öffentlichen Ladesäule erst mal an wie der „Ochs vorm Berg“ 

„
Google findet auf anhieb das: Vorschriften - Forum Tankstellen
Ansonsten fällt mir die Pflicht ein, den Kraftstoffpreis bereits von der Straße aus einsehbar zu Veröffentlichen
Das sind halt die Voraussetzungen, die Du erfüllen mußt, bevor Du die Tankstelle erichten darfst.
Wenn Du die alle erfüllst, mußt Du Dich natürlich weiterhin an die geltenden Vorschriften für den Betrieb halten, Du handelst halt mit gefährlichen Gütern. Aber Du wirst z.B. bei Ausgestaltung der Tankstelle oder der Preisgestaltung nicht reguliert.
Und darum gings doch.
Ich kann den TE sehr gut verstehen.
Mit Plugsurfing.com habe ich nur einen Ladeschlüssel.
Da sind keine Grundgebühren und ich brauche den echt selten. In HH kann man die vielen AC Säulen ja mit einer SMS freischalten, es braucht also tatsächlich keine Ladekarte.
Der in den Medien viel dahingestellte Ladekartensalat hinterlässt ein unschönen Bild.
Nun ist es aber so, die Abrechnungsunternehmen haben sich etabliert und alle sollten das beste daraus machen.
Sicher kleiner Vertipper? Emobility alliance - Plugsurfing
Danke, korrigiert…
@harlem24
„Aber Du wirst z.B. bei Ausgestaltung der Tankstelle oder der Preisgestaltung nicht reguliert.
Und darum gings doch.“
Dann hast du das wohl falsch verstanden. Es ging lediglich um die einfache Bezahlung und Kenntlichmachung:
"Jeder der mehr als z.B. 3 öffentliche Ladesäulen betreibt muss:
Die Abrechnung über Karten von Zahlungsdienstleistern anbieten
Dieser Preis wird wie an Tankstellen auch, angezeigt
Alles andere, also Abrechnung über Web oder Ladekarten kann mit den jeweiligen Betreibern individuell vereinbart werden
Und dazu bitte noch:
Wird die Ladesäule mit grünem Strom betrieben, dann entfällt im Verkauf die EEG Umlage"
Kein Wort steht davon da, dass der Preis reguliert werden soll oder wie die Ladestelle auszustatten wäre!
Das kann so nicht stimmen, denn dann würde wohl jeder Ladeninhaber diese „Gebühr“ auf jeden Kauf aufschlagen, wenn man mit Karte, statt Bargeld bezahlt!!!
Bei Visa z.B. zahle ich jährlich eine Grundgebühr und keinen Cent pro Zahlvorgang, also auch da kann diese Rechnung nicht stimmen.
Das Stimmt aber so. Wir betreiben u.a. ein Ticketportal. Für Bargeldzahlungen fallen keine Gebühren an. Im B2B zahlt man für die EC-Transaktion, je nach Vertrag, ca. 4% des Kaufbetrages an den Zahlungsdienstleister, bei Kreditkarten ist das ähnlich (1,3 - 4%). Das Ganze nennt sich Transaktionsgebühr.
Schonmal gefragt, warum dir (gerade kleine Geschäfte) keine Zahlung mit EC/Kreditkarte ermöglichen und falls doch, dann meist ab 10/20€ Einkaufswert?
Du bekommst im Geschäft nicht das Produkt deiner Wahl zum Einkaufspreis. Solche Nebenausgaben werden in die Preisgestaltung eingepreist und verrechnet.
Mit was für einem Dienstleister arbeitet Ihr, dass Ihr zusätzlich zu den 0,2% an die Bank noch so viel Aufschlag zahlen müßt.
Und entweder hat sich in Deutschland irgendwas drastisch geändert, aber seit Corona kann ich fast überall auch meine Brötchen für nen € mit Karte zahlen. Und die Preise haben sich nicht radikal geändert. Kann mir kaum vorstellen, dass eine Bäckerkette so viel Marge zu verschenken hat.
Ist ja nicht so, als wäre das handling von Bargeld kostenlos… Das wird gerne vergessen.
Vom Sicherheitsaspekt mal ganz zu schweigen.
Um wieder zum Thema zu kommen:
Grundsätzlich muss der Preis an einer Ladesäule vorher klar sein und nicht erst wenn ich da stehe.
Tankstellen regulieren sich über den aktuellen Marktpreis selbst, Ladesäulen sind aktuell noch oft dringend notwendig und lassen sich nicht immer durch eine andere ersetzen. Wenn da erst der Preis bei Ankunft klar ist, sehe ich schon die ersten Betreiber die das ausnutzen…
Für Kunden sind beide Verfahren zunächst kostenfrei. Aufschläge für das Bezahlen mit privaten Kreditkarten (Ausnahme: American Express) sind nicht mehr zulässig.
Wie harlem schon korrekt schrieb, wird EC mit ca 0,2% (das kann aber auch höher sein je nach Bank & Zahlungsdienstleister) berechnet und bei Kreditkartenzahlungen ca. 0,8%. Die Gebühren variieren, ob du direkt über deine Hausbank abrechnen kannst oder einen Zahlungsdienstleister beauftragst (Stichwort Inkasso, Zahlungsunfähigkeit, Kontosperrung usw.).
Das geht zwar zu weit OT, aber es gibt Anbieter, die garantieren dir den Zahlungseingang bei Zahlungsabschluss und du brauchst dich um solche Querelen nicht mehr kümmern.
Zumal heute ein gefühltes Monopol in gewissen Regionen herrscht. Quasi jede Ladesäule (und wir haben hier einige) laufen über innogy (aufgestellt durch die jeweiligen Stadtwerke). Sowas wie Lidl, Kaufland, Aldi Süd o.a. Ladesäulen gibt’s hier leider nirgends.
Richtig! Gutes Argument!
Liebe Leute!!!
Grundsätzlich hatte ich nicht mit einer dermaßen regen, teilweise sehr kontroversen, aber auch konstruktiven Diskussion zu meiner Frage gerechnet!
Vielen lieben Dank allen, die sich hier beteiligt haben und es damit deutlich werden ließen, dass wohl doch ein gewisser Verbesserungsbedarf besteht, …in welcher Form auch immer.
Ich habe mich aus all den Beiträgen hier inspirieren lassen und den, z.Zt. für mich (bitte nicht verallgemeinern) im Moment am besten erscheinenden Kompromiss gezogen.
Nicht jeder ist Mitglied beim ADAC, was ja auch gewisse Gründe hat, die verständlich sind.
Ich bin es bereits seit mehr als 40 Jahren… nun ja… alte Gewohnheiten lassen sich nicht so einfach abschütteln.
Als Tesla Fahrer, wie in meinem ersten Schreiben hier bereits erwähnt, war ich bis heute eigentlich nicht auf den Besitz solcher Karten angewiesen, aber durch einen Zufall im Freundeskreis darauf gestoßen worden.
Ich habe mir über enBW (die mobility+ APP) die darin zu erhaltende, kostenlose ADAC e-Charge Karte bestellt und somit bei (deren Angaben und in der APP auch ziemlich gut zu sehen) über 10 000 Ladestationen in Deutschland einen Festpreis von 0,28 € / kWh bei AC und 0,38 € / kWh bei DC gesichert. Bezahlt wird mit der VISA-Karte (übrigens auch vom ADAC). Ich finde das einen relativ fairen Preis und unkompliziertes Verfahren, das selbst bei nicht vorhandener Internet-Verbindung funktioniert und mit dem selbst meine Frau, die grundsätzlich kein Smart-Phone haben will, dort laden kann. Wie gesagt… für den „Notfall“!
Da ich bisher keine Karte brauchte, werde ich wohl in Ruhe die Entwicklung beobachten können und wir werden sehen, wohin sich das ganze entwickelt, denn der momentane Zustand ist ja keineswegs, siehe die vielen Meldungen alleine hier in diesem Thema, nicht wirklich zufriedenstellend!
Vielen Dank nochmals!
olmo
Wie einfach wäre es, wenn man gar nicht an der Ladesäule bezahlen müsste.
Am Ende muss laden einfacher sein als es heute beim Tanken ist. Das System „Tanken“ zu kopieren ist kontraproduktiv.
Das bezahlen etc. muss das Auto übernehmen. So wie ich heute im Internet bezahle.
Die Zahlungsart und bei wem ich den Strom kaufen will muss standardisiert werden.
Im besten Fall stecke ich das Fahrzeug an und es sucht aus meinen Anbietern den günstigsten aus und gibt die Daten an den Anbieter zur Abrechnung. Ein zentrales Roaming. Meine Zahlungsdaten hinterlege ich im Fahrzeug.
Bei Mietwagen kann man auch eine PIN eingeben o.ä.
Der gesamte Vorgang muss von der Ladesäule ins Fahrzeug wandern, nur so kann man günstig eine Infrastruktur aufbauen.
So wie es bei SuC üblich ist, klar!
Mit dem Unterschied, da kann man eben „nur“ den einen Anbieter nehmen.
Am besten wäre es, man steckt das Auto zum Laden ein und abgerechnet wird über den eigenen Stromtarif /Anbieter welchen man in seiner Wohnung oder Haus nutzt. Ganz einfach die geladenen kW auf die monatliche Rechnung mit drauf setzten.
Identifikation über die Fahrgestellnummer. Welche beim Laden übermittelt wird.