Kartenlesegeräte-Pflicht an Ladesäulen

Der Grund warum das anders ist, steht genau in der zweiten Hälfte meines Satzes, den du wiedermal vorsätzlich „weggekürzt“ hast

Ich verstehe eines nicht: Wir sind hier in einem Forum von zukunftsorientierten und technikbegeisterten Menschen die sich recht früh auf das Abenteuer E-Mobilität eingelassen haben.
Warum bitte muss dann jede Maßnahme, Neuerung oder Forderung immer gleich zerredet werden?

Ich für meinen Teil sehe es tatsächlich so: Wenn eines Tages Lieschen Müller und Max Mustermann alle elektrisch fahren sollen dann muss das laden so einfach wie möglich gestaltet werden.

Analog zu jeder 08/15 Tankstelle an der alle gängigen Kreditkarten akzeptiert werden muss das auch an der Ladesäule laufen. Die Preise müssen von weitem, klar ersichtlich und für alle gleich sein.
Und wer sagt denn, dass jede Säule für sich ein eigenes Lesegerät mit eigenem Tastenfeld benötigt? An jeder Automatentankstelle geht es doch auch, dass da eine Station mit dieser Ausstattung steht, ich dorthin gehe und meine Karte einstecke und die PIN eingebe, danach sage ich welche Säule freigeschalten werden soll.

Mit dem aktuellen Ladekartenchaos und Tarifjungle schreckt man die Menschen doch nur ab. Wenn man einem interessierten erzählt: Zusätzlich zu Deinem ID3 / ID4 E-Tron usw. brauchst Du noch eine Dachbox um die ganzen Ladekarten unterzubringen (Sarkasmus)
Dann rennt der doch gleich schreiend davon.

Als Tesla Fahrer haben wir natürlich den Vorteil des SuC Netzwerekes. Und auch das ist der Beweis: Laden muss einfacher sein als sich eine Semmel zu kaufen.

Und wenn hier gesagt wird: Der Markt richtet das schon. Dann glaube ich da NICHT daran. Dieses Mantra wird seit Jahrzehnten von unserer Politik vorgebetet. Und genau deshalb haben wir Krankenhäuser mit schlecht bezahltem und überarbeiteten Personal und so ein tolles Mobilfunknetz in Deutschland.

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Problem an der Sache ist nur, dass es wieder „Piratenanbieter“ ermuntert, an der Preisschraube zu drehen.
Wenn man sich anschaut, dass dann so ein Anbieter in einem Anschlußgebiet ein Quasi-Monopol hat, dann kann das schon echt unangenehm sein.
Denn so Läden wie Ladenetz wollen keine Fremdlader an ihren Säulen. Da kostet dann die kWh AC auch gerne mal 60ct. Blöd ist dann nur, dass man im Gegensatz zur Tanke nicht mal eben zur 2km entfernten fahren kann, sondern im gesamten Stadt bzw. Kreisgebiet das gleiche System hat.
Anonsten hab ich kein Problem mit so Lesern an den Säulen.
Eine Preisregulierung wäre aber halt mal deutlich angebrachter und fairer den Nutzern gegenüber.

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Nö, als ID/E-tron Fahrer hast Du eine, maximal zwei Karten. Nämlich die die mit dem Auto mitkommt (We-charge bei VW und die Audi-charging bei Audi, wird über DCS abgewickelt) und eventuell, aber nur eventuell die von EnBW. Die Herstellerkarten decken aber mittlerweile alles gut ab, allerdings muss man für Festpreise eine Grundgebühr zahlen, die in den ersten Jahren aber inkludiert ist.
Ist bei den anderen großen Herstellern mittlerweile übrigens genauso. Ein pfiffiger Händler legt Dir die aktivierte Karte schon direkt ins Auto bei der Abholung.

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Grundsätzlich brauchen wir einen Preis je Ladesäule und keine Individuellen Preise für Kunden der vielen Anbieter.
Letztlich ist es an der Tankstelle ja auch nur sehr eingeschränkt möglich, seinen eigenen Tanktarif mit zu nehmen…

Wäre dann pro Ladesäule der Preis für alle gleich, würde sich der Preis am Markt orientieren. So läuft es mit so ziemlich allen anderen Produkten doch auch. Mein örtlicher Bäcker verkauft seine Brötchen auch nicht unter Anwendung von 20 verschiedenen Brötchentarifen. Das würde auch niemand akzeptieren. Bei Ladesäulen ist man mehr oder weniger dazu gezwungen.

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Du hast aber lokal keine Konkurrenz.
Wenn der Anbieter in der Nachbarstadt andere Preise hat, juckt es den Lokalen eher nicht.
Beim Bäcker geh ich um die Ecke oder in den Supermarkt.

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Und genau da sehe ich ein Problem. Wenn ich jetzt an meinen Fall denke:
Ich lade zum größten Teil zu Hause. Nur auf Fernreisen im Urlaub mal an Säulen. Also warum sollte ich mir eine Karte mit einer Grundgebühr antun?

Ich bleibe da bei meiner Meinung: Laden muss genau so einfach sein wie tanken.

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Dann nimmst Du die nicht, ist ja nicht verpflichtend, sondern machst selber den Vertrag mit EnBW, dauert keine 5min und kost einmalig 10€ oder Du bist eh im ADAC.

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Wir hatten wCharge mit dem ID.3, den wir 14 Tage zur Probe hatten. Die Preise waren extrem unübersichtlich und viel zu hoch. Die Karte haben wir nicht einmal genutzt.
Aber es gibt in der Tat genügend andere bessere Anbieter, so dass das eigentlich kein Problem ist.

Bist Du sicher? Wir haben als Unternehmen zum Beispiel spezielle Preise, die niedriger, als im Laden sind. Also auch hier gibt es unterschiedliche Preise.

Stimmt, hatte ich so nicht auf dem Schirm, damit ist WE-charge dann wohl raus. Schade.

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Das Problem der Preistransparenz könnte man durch eine Roaming-Pflicht ebenfalls am besten lösen. Wir sollten den Verkauf von Fahrstrom nicht vom Verbrenner her denken, also nicht nach dem Motto: Preisschild an der Tankstelle, und dann kann ich entscheiden, ob ich das will, sondern ich sollte mich vorab allgemein und generell für ein Preismodell entscheiden können, das meinem Nutzungsverhalten am besten entspricht, und dann sollte das an jeder Ladesäule in ganz Europa gleich gelten, mit Bedingungen die ich vorher genau nachlesen kann, zu Hause, vor Antritt einer längeren Fahrt. Damit meine ich nicht, dass die Preise überall gleich sein sollen, aber der Überblick muss vorher da sein, nicht erst wenn man sich in der „Notsituation“ befindet, dass man irgendwo laden muss, weil dann muss man sowieso alles akzeptieren, echter Wettbewerb ist dann nicht mehr möglich. Oder wie oft seid ihr schon auf einer Langstrecke zur nächsten Raststätte weitergefahren, weil ihr plötzlich vor Ort gesehen habt, dass der Strom da 2 Cent teurer ist pro kWh, als an der nächsten Station?

Und das mit den Zahlkarten an der Säule ist auch deshalb unnötig, weil es nur eine „Brückentechnologie“ sein kann, bis wir überall Plug&Charge haben. Das wäre das Feld, wo der Gesetzgeber eingreifen sollte, denn da geht es nur um Standardisierung der Protokolle, weder an den bestehenden Ladesäulen noch bei aktuellen Autos muss da neue Hardware eingebaut werden.

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Wieso „wiedermal vorsätzlich“? Ich versuche eigentlich nicht sinnentstellend zu kürzen. Gelingt vielleicht nicht immer.

Aber auch wenn ich den letzten Teil Deines Satzes hinzuziehe verstehe ich das Eichproblem nicht:

Das Messgerät ist Gewicht und gibt die gemessene Energie bereits heute an die Abrechnungssoftware weiter. Welche eichrechtliche Relevanz soll es haben, ob die Abrechnungssoftware dann eine POS-Zahlung oder eine Zahlung auf Rechnung verbucht?

Ich sehe bei diesem Schritt, wie der Säulenbetreiber ans Geld kommt keine eichrechtliche Frage. Bei der Tankstelle ist es an der Kasse doch auch egal, ob man Waren aus dem Shop oder mit geeichtem Messgerät abgefüllte Kraftstoffe am PoS-Terminal bezahlt.

Gruß Mathie

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Da bin ich bei Dir. Das passt zu meiner Forderung: Laden muss genauso einfach sein wie tanken.
Allerdings darf es dann nicht vorkommen dass der Audi Fahrer mehr zahlt als der Skoda, VW und Hyundai Fahrer.

Also, klare Preisauszeichnung und Plug&Charge. Bis zur flächendeckenden Einführung des letztgenannten Müssen gängige Kreditkarten akzeptiert werden.

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Das Bundeskabinett hat heute die neue Ladesäulenverordnung beschlossen:
Kabinett verabschiedet umstrittene Bezahlvorgaben für Ladesäulen

Zweite Verordnung zur Änderung der Ladesäulenverordnung (12. 5. 2021)

Nachdem viele hier das Bemühen des Gesetzgebers honorieren, frage ich mich, ob diese auch folgende Neudefinition eines „öffentlichen zugänglichen Ladepunktes“ bereitwillig annehmen:

[ist] ein Ladepunkt öffentlich zugänglich, wenn der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann, es sei denn, der Betreiber hat am Ladepunkt oder in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Ladepunkt durch eine deutlich sichtbare Kennzeichnung oder Beschilderung die Nutzung auf einen individuell bestimmten Personenkreis beschränkt; der Personenkreis wird nicht allein dadurch bestimmt, dass die Nutzung des Ladepunktes von einer Anmeldung oder Registrierung abhängig gemacht wird;

Dies wird wie folgt erläutert:

Unter einem individuell bestimmten Personenkreis sind Personen zu verstehen, die dem Betreiber regelmäßig namentlich bekannt sind oder die der Betreiber auf diese Weise bei Bedarf individuell identifizieren kann. Dies ist typischerweise bei einer Mitgliedschaft, einer Anmeldung oder Registrierung, die aufgrund eines von dem Betrieb des Ladepunktes eindeutig abgrenzbaren, primären Geschäftsbetriebserforderlich ist (z.B. bei Hotels, (stations-basiertem) Car-Sharingund Arztpraxen) sowiebei einem Arbeitsverhältnis der Fall.

Es soll eine möglichst breite Anwendung des punktuellen Aufladens (§ 4 LSV) gewährleistet werden. Daher soll sich ein Betreiber von Ladepunkten den Anforderungen der Ladesäulenverordnung nicht dadurch entziehen können, dass er die Nutzung seiner Ladepunkte von einer vorherigen Anmeldung oder Registrierung abhängig macht und so den Kreis seiner Kunden erstmals individuell bestimmbar macht. Dies gilt dann nicht, wenn die Anmeldung oder Registrierung für die Durchführungeines vom Betrieb des Ladepunktes eindeutig abgrenzbaren, primären Geschäftsbetriebs erforderlich sind.

Sowas gibt es bei Tankstellen ja durchaus auch. Das hat aber bei weitem nicht die Ausmaße die wir an Ladesäulen vorfinden.

Ich denke, du hast aber auch verstanden was ich mit dem Post aussagen wollte! :wink:

Meines Wissens muß der komplette Weg vom Messgerät bis zum Abrechnungsdatencenter zertifiziert und zugelassen sein.
Und für den Teil vom EC/KK-Kartenleser zum Abrechner gibt es aktuell eben keine zugelassene Software.
An der Tanke ist aber an der Kasse vor Ort der Vorgang zu Ende, bei den Ladesäulen halt nicht.
Aber schaun wir mal was da für Lösungen kommen.

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Das fände ich nicht allzu schlimm, solange man vor dem Kauf des Autos weiß, was für Ladeangebote im Preis enthalten sind. Es ist ja auch jetzt schon so, dass es sogar im Verbrennerbereich Flottenkarten usw. gibt, die für bestimmte Autos Sonderpreise beim Tanken anbieten. Das kann auch Herstellerabhängig sein, warum nicht. Gegen so etwas wird man auch in Zukunft nichts machen können. Letztendlich wäre man, wenn man solche Forderungen aufstellt, auch schnell wieder bei der Forderung, dass z.B. durch herstellereigene Ladenetzwerke (wie die Supercharger) der Wettbewerb verzerrt würde und so etwas dann auch verboten werden soll.

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Hm, interessant. Ist Teslanutzung dann jetzt eine Mitgliedschaft und reicht der Besitz eines Fahrzeuges aus, um eindeutig identifizierbar zu sein?
Wenn man das Carsharing als Vergleich nimmt, würde ich sagen das es nicht ausreicht.

Wie gesagt, hilft nicht bei Monopolen und die sind im Strombereich häufiger als man es annehmen mag.
Gibt ja Gründe, warum das Kartellamt ermittelt.