Hohe Ladepreise – Können wir etwas tun?

Achja für alle die die hohen Kosten mit Ausbau usw relativieren… die mWh Strom kostet gerade 90€. Also für 90€ kaufen die Netzbetreiber den ein. Das sind 9 ct/kwh. Und verkaufen den für 40 bis 60 ct an der Ladesäule an uns.

Und dann sagen welche das 60 ct ok wären weil es muss ja alles bezahlt werden… das sind 51 ct pro kWh Differenz. Wenn ich da 20 kWh lade sind das 10 €…

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Der Arbeitspreis sind wohl weder die einzigen, noch erheblichen Kosten an einer Ladesäule. Haben wir ja schon oben diskutiert und ist weiterhin Spekulation.

am besten bauen die die wieder ab, warum benötigen die die auch noch, werden ja eh nicht genutzt. Kann alles weg.

/s

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Genau,
jetzt ist der Strom billig, da soll sich der Ladenetzbetreiber mal das Lager vollmachen und dann an Kunden zu denen genehmen Zeiten verkaufen.

*wer Ironie findet liegt nicht verkehrt…

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Wir diskutieren hier vortrefflich darüber, ob die aufgerufenen Ladepreise überzogen oder angemessen sind, ob die Anbieter sich die Taschen voll machen oder die Preise aufgrund von Kalkulationen bis hin zu einem angemessenen Gewinn notwendig sind.
Was das aber mit Risikobereitschaft zu tun haben soll, um z.B. die Preise an den Ladesäulen zu senken, erschließt sich mir nicht :thinking:

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Risiko wird in der Wirtschaftswelt fast immer mit erhöheren Kosten ausgeglichen. Siehe z.B. bei Finanzen: höheres Risiko = höhere Zinszahlungen. Auch deshalb verlangen Ladeanbieter heute einen höheren kWh Preis als vielleicht notwendig, um sich ihre vermeidliche Risikobereitschaft abzusichern/zu vergolden.

es bringt nur nichts wenn es niemand nutzt. Dann bleiben die auf ihren höheren Kosten sitzen.

Laß es uns einmal andersherum probieren,
was wäre für Dich ein angemessener Preis (x€/kWh + y€ Abrechnungsvergütung/Vorgang)?

Billigster Grundgebührtarif + 10% Aufpreis: Also bei EnBW 44 ct Adhoc und 39 ct mit 5 € GG.
Ditto bei anderen.
Tesla bekommt es doch auch hin. Und bevor wieder jemand kommt mit: Aber Tesla hat für Fremdlager GG: ja… die Fremdlader haben aber woanders auch Grundgebühr, die ihnen die ersten 2 - 3 Jahre geschenkt wird.

Ansonsten; Durchleitungsmodell + Infrastrukturabgabe.
Also Hausstromtarif + 20% Abgabe. Wären bei mir 36 ct.

Oder: günstiger als Vergleichbarer Verbrenner auf 100 km rein von den Spritkosten her.

Und bei dir so?

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Du weißt doch, ohne eigener Lademöglichkeit würde ich Verbrenner fahren.
Aber warum sollte eine Ladenetzbetreiber seinen Verkaufspreis an einer völlig anderen Technologie inkl. anderer Steuervorgaben koppeln?
Die 36 ct ist das Dein kWh Preis? Inklusive allem Konzessionsabgabe, Stromsteuer, etc. pp. und MwSt?

ich bezahle zuhause 30 ct + Grundgebühr.

ja

und das machen viele. Eigentlich müssten die MSP um die wenigen Kunden kloppen. Was tun sie stattdessen: sie vergrätzen bis zum gehtnichtmehr.

Hoffentlich bin ich bald aus dem Hamsterrad des öffentlich Ladens raus. Dann lade ich auf Langstrecke nur noch bei Tesla und wenns unbedingt sein muss entweder für 50 ct AC oder halt bei Aral Pulse oder EnBW genau soviel dass ich mit 10% zuhause an der Lademöglichkeit ankomme.

Von den 60ct im Verkauf musst du neben den 9ct rund 10ct Mehrwertsteuer abziehen. Verbleiben also 41ct/kWh.
Jetzt gestehe ich meinen Stadtwerken zumindest die Kosten zu, die für diverse Zwecke von allen benötigt werden, dies dürften mindestens um die 15ct/kWh sein, denn ich finde quasi keine Angebote für ganztägigen Strombezug unterhalb von 24ct/kWh, somit reduzieren sich die 41ct auf 26ct/kWh. Davon muss ein Ladenpunktbetreiber die gesamten Ladepunkt Infrastrukturkosten abdecken und seinen Gewinn erwirtschaften.

26ct/kWh sind sicherlich ein Haufen Geld, denn pro Stunde lässt sich somit bei 11kW Ladeleistung immerhin ein Betrag von 2,86€/h umsetzen. Die Frage ist, wieviele Stunden am Tag fragen Kunden diesen Umsatz nach?

Wir sollten also die Diskussion hier fortsetzen mit dem Punkt:

  • Wieviel Stunden ist ein Ladepunkt am Tag belegt und es werden 11kW angefordert?

Ob wir dann die Energie auch für 9ct/kWh kaufen können lassen wir mal draußen vor.

Bei mir sind 3 Ladepunkte im Umkreis von 1km gelegen. Ich sehe in meiner App, wann sie zuletzt belegt waren:

  • zuletzt benutzt vor 3h, vor 17h und vor 19h (also gestern 22Uhr).
  • Ein einziger Ladepunkt wurde heute belegt ….

Diese Tatsache sagt viel über die täglich ausgelieferte Energiemenge aus und ich frage mich, ob die gegenwärtige Diskussion „Ladenetz muß umgehend ausgebaut werden….“ zurecht geführt wird, bzw.: „Was bedeutet ein weiterer Ausbau zum jetzigen Zeitpunkt für die abzudeckenden Kosten?“

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Das ist wirklich bemerkenswert,
ich habe gerade extra nochmal nachgeschaut,
ich bezahle für einen kleinen Gewerbeanschluß allein 19,04ct /kWh Abgaben (16,001 ct/kWh netto), da blieben also etwas mehr als 9ct/kWh netto für den Arbeitspreis.

Strom kostet bei uns auch 8,xx Cent/kWh, Rest auf 30 sind Abgaben, Steuern und Maut für Stromstraßen.
Zum Glück kaufen wir wegen PV und Speicher nur einen Teil des Stromes. Kosten liegen long also drunter.
Wenn die gewerblichen Anbieter wg Wucherpreisen kein Strom verkaufen, liegt bei denen der Einsatz bei Vollkostenrechnung über den Erlösen. Dann machen sie wg ihrer Wucherpreise Verluste. Das ist dann eine Vollpfostenkalkulation.
Wird Zeit für einen echten funktionierenden Markt ohne Roamingquatsch und mit einfacher Kartenzahlung wie in der Eisdiele.
Den Frust hier kann ich sehr gut verstehen.
Zum Glück kann niemand mehr die anarchische Eigenproduktion zurückdrehen. Vielleicht entstehen ja noch anarchische Ladeinseln bei Bauern, Genossenschaften oder Selbsthilfegruppen, wo sich nur an direkten Kosten beteiligt wird und niemand nackisch gemacht wird.

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Hat die Ladenetzbetreiber jemand gezwungen das ganze Zeug aufzubauen?
Nein

Nehme ich das was ich am billingsten bekommen; ja.
Bei mir AC Tarif, 40 ct, 6 € GG

Du hast einen Tarif ohne Grundgebühr? Toll.

Irgendwas wird sich da auch noch ausgedacht.

Hahaha, daran glaube ich nich mehr. In anderen Länder scheint das zu funktionieren.

Aktuell viel zu wenig… ich weiss den Grund. Die Wallboxlader sind versorgt, der Rest hat keinen Bock auf zu teure Ladetarife und sowas.

Ich empfehle stand jetzt niemand ein E-Auto wenn er nicht zuhause laden kann oder einen HPC Lader oder günstige AC Säule vor der Tür hat. Lieber noch HPC Lader, da ist die Wahrscheinlichkeit dass der frei ist höher.

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Wie kommst Du drauf?
Dafür gibt es in meinem Text wirklich keinerlei Grund zur Annahme…

ich hab gerade mal Google Gemini einen Renault 5 E-Tech mit einen gleichwertiger Verbrenner Polo vergleichen lassen. Kaufpreis und Wertverlust soll er nicht berüchsichtigen, den Rest wie Versicherung, Steuer, Wartung schon. Ich gehe von 15000 km aus und hab Gemini gefragt, was der maximale Ladestrompreis sein darf, damit sich der Renault noch lohnt…

Unter Berücksichtigung von Steuern, Versicherung und Wartung können Sie an einer öffentlichen Ladesäule maximal 68,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) bezahlen, um die gleichen jährlichen Gesamtkosten wie mit einem vergleichbaren VW Polo zu haben.

Der Tarif an öffentlichen Ladepunkten ist allerdings nicht in Stein gemeißelt.

Geht vielleicht jetzt wieder ein bisschen weit, aber ich denke man merkt hier stark dass Versagen bzw den Erfolg der deutschen Politik, deren Ziel ist ja ist, dass die Automobilindustrie (zumindest hier) möglichst lange Verbrenner bauen und verkaufen kann.

Man kann sich halt nur nicht komplett rausstehlen, weil es eben diese EU-Vorgaben gibt gegen die man ja wiederholt angegangen ist von deutscher Seite.

Keine Ahnung ob diese Seite schon gepostet wurde…finde die Seite richtig gut…natürlich alles ohne Gewähr :wink:

Würde in diesem Threads schon mal gepostet:

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