Hohe Ladepreise – Können wir etwas tun?

Naja. Wir kaufen im kommenden Winter 3-4 Monate lang nachts Strom 20ct/kWh billiger ein als tagsüber und machen damit unseren Speicher voll. Damit kommen wir dann um den restlichen Tag um auch das Haus mit der WP zu heizen. Für die Autos reicht das nicht aber die laden wir dann auch nachts mit dem billigen Strom.

Wenn ich dich richtig verstehe suchst du dir jetzt eine andere Wohnung um im Monat ein paar Euro beim Auto laden zu sparen? Wenn ich das richtig gelesen habe bist du doch mit dem öffentlichen Laden eigentlich ganz gut zurecht gekommen…

Hast du das auf 20 Jahre gerechnet? Kannst du die Rechnung hier mal aufzeigen?

Wir haben eine PV Anlage, zwei PWs, eine doppelte Wallbox die mit Installation 2000€ gekostet hat und bei Octopus einen Stromtarif, wo nachts die kWh billiger ist als aus der eigenen PV Anlage, nämlich 8 ct/kWh im Modul 3 §14a EnWG.
Wegen der PV und dem Speicher beziehen wir nie teureren Strom, wenn wir nicht tagsüber die Autos laden müssen.
Das ist jetzt bestimmt ein besonderes krasser Fall aber soll auch zeigen, wo die Reise hin gehen kann.

Die Rechung sieht wie folgt aus:
Anschaffungspreis PV + Akku: A
Ergibt auf 20 Jahren betrachtet den Preis von PJ=A/20
Aus PJ lässt sich nun der kWh Preis errechnen basierend auf dem selbst produzierten und verbrauchten Strom PVSVj Und dem Anteil der Einspeisung E bei 0,082ct pro kWh:

kWh_eff = (PJ - (E * 0,086)) / PVSVj

Für die Kosten der Wallbox (auf 10 Jahre optimistisch gerechnet, da Hardware kaputt geht irgendwann):
kWh_aufschlag_wallbox = Preis_Wallbox / 10 / Jahreslademenge_BEV_Wallbox

Je mehr ich lade, umso günstiger wird alles. Ich hab es sogar mal durchgerechnet für meine aktuellen Verbrauch ohne BEV und komme gar auf 45ct pro kWh. Und für die Wallbox auf 8ct pro kWh zusätzlich. Natürlich wird dieses Jahr der Eigenverbrauch durch Überschuss-Laden hoch gehen und damit sinkt auch kWh_eff. Aber ich bin damit immer noch nicht bei den 27ct pro kWh, die ich aus dem Netz ziehe (und dazu noch die 8ct für die Wallbox pro kWh).
Korrigiert mich gerne, wenn ich falsch liege.

Aber an dieser Berechung sieht man schon ganz deutlich, dass der Betreiber eines HPC-Parks sehr schnell die Investitionskosten vermutlich vernachlässigen kann, wenn viele Leute viel bei ihm laden. Ich denke mal, dass das der Grund für die niedrigen Preise bei SuC ist.

Und genau so werden die Pfennigfuchser bei ALDI/LIDL/Kaufland/Edeka rechnen, da deren Geschäftsmodell auf „niedriger Marge mal große Abnahme“ liegt.

nicht nur wegen der Wallbox, auch wegen anderen Sachen. Die Wallbox wird ein nettes Must-Have.
Ja bis jetzt bin zu halbwegs gut zurecht gekommen, richtig schön ist das aber nicht.

dann sind die hohen Grundgebühren ja noch mehr eine Farce. Ich glaube bei EnBW ist schon alles bezahlt, die machen gut Gewinn und saugen alles ab was geht.

Ja! Das ist Easy-Money ohne Gegenleistung.

Man möge sich das mal grob überschlagen mit nur einem HPC: Nehmen wir an, ein HPC kostet inkl. Anschaffung und Installation 200000€. Nehmen wir an, er steht an der Autobahn und wird jeweils für 21 Min für 35kWh verwendet und steht dann für 15 Min leer. Im Jahr sind das knapp über 500MWh, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Kalkuliert man auf 5 Jahre, dann sind das 2500MWh. 200000/2500000kWh ergibt einen Kostenbeitrag von unter 10ct. Selbst wenn da noch 10% pro Jahr an Wartung dazu kommt und sie noch 20% Rendite/Risiko für den Strompreis nehmen, sind 1. Grundgebühren ungerechtfertigt und 2. die Preise viel zu hoch, die Anbieter also einfach zu gierig.

Beweis: Für Tesla, Supermärkte rechnet es sich ja auch, denn sie haben nichts zu verschenken. Und selbst EWEgo wird mit den 52ct ordentlich Gewinn einfahren, da MacDo stark frequentiert ist.

Alles grob überschlagen und es ist schon spät - als Disclaimer, wenn ich mich verrechnet habe :smiley:

ich würde mich dazu breitschlagen lassen bei EnBW 10 € GG für den 39 ct Tarif zu zahlen. Aber 18 € ist halt einfach WWWWUUUUCHER.
Tesla bekommt es doch auch für 12 € hin.

Noch besser wäre mal ein Gescheiter Aral Pulse Tarif, aber seitdem das Chargenow Angebot eingestellt wurde gibt es einfach nix mehr.

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Wenn du in deine Formeln gleich Zahlen eingetragen hättest dann wäre es deutlicher.
Ich rechne mal so: Eine PV Anlage mit 10 kWp kostet sagen wir mal 15.000€. Damit erzeugt man grob 10.000 kWh im Jahr. Bei Volleinspeisung erhält man 11 ct/kWh sprich 1100€ pro Jahr. Sind in 20 Jahren 22.000€. Selbst für eine schwarze Null ist da noch Luft für Zinsen, Versicherung, Reparaturen etc.
Der Speicher ist ein nice to have und darf aus meiner Sicht in so eine Berechnung nicht einbezogen werden. Kann aber mittlerweile aus meiner Sicht auch mindestens mit einer schwarzen Null betrieben werden.

Füll das doch bitte mal mit Leben. Und Eckdaten - reden wir über 6kW-Peak oder 20kW-Peak?
Ich habe für mich den Vorsatz PV noch aufs Dach zu hauen - aber tatsächlich aus dem Wunsch heraus möglichst über 95% autark zu sein. Die WP würde meine Frau jetzt schon gerne haben.

Habe es mir mal angeguckt und sehe nicht wo die 45 Cent denn zusammen kommen.
Wäre ja dann sogar günstiger außerhalb zu laden, oder?

Ich würde es eher so aufschreiben (Mathematisch kein Unterschied, lediglich will ich die Einspeisung außerhalb betrachten!)

Anschaffungskosten (AK); AK / 20 = AKA (€/a)
Gesamtproduktion in kWh/a = GP (kWh/a)
z.B. AK = 16.000€ => AKA = 1.600€/a
GP = 16.000 kWh/a
AKA / GP = Produktionskosten (PK) => 0,1 €/kWh
Damit haben wir dann die Kosten für jede erzeugte kWh erfasst.
Nun müssen wir den „Verlust“ durch Einspeisung noch in Betracht ziehen:
Einspeisung = E (z.B. 4.000kWh/a)
Einspeisevergütung = EV (0,086 Cent/kWh)
E*(EV-PK) => Verlust durch Einspeisung (VdE ^^)
VdE = 56 €/a

Und jetzt kommt die eigentliche Thematik!
Den Erzeugungspreis muss ich jetzt noch mit einem Stromtarif verrechnen.
z.B. 28 Cent / kWh - dann erhalte ich mit jeder kWh 17,5 Cent „imaginär“ zurück.
Und damit würde ich mit der Anlage spätestens im 7. Jahr ins Plus rutschen!

Deshalb sind die konkreten Zahlen ja auch so essentiell bei der Berechnung - magst du die mal liefern?

Gruß Marek.

Ich habe eine 6kWp Anlage mit 5kWh Speicher. Und selbstverständlich muss der Akku mit in die Berechnung einbezogen werden, weil er dafür sorgt, dass mehr eigenverbraucht werden kann.

Ich muss meine Formel nicht mit meinen konkreten Preisen füllen weil jeder kann dort seine eigenen Anschaffungskosten und Verbräuche eintragen.

Die 45ct kommen daher, dass ich in Haus sehr wenig Strom verbraucht habe (vor dem BEV). Durch Smarthome Spielerei habe ich halt Stromverbrauch und Heizkosten gut drücken können.

@DerMarek gerne per PM

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Wieso sinkt der?
Je höher Dein Eigenverbrauch ist, umso niedriger ist Dein Erlös aus der Einspeisevergütung, also steigen Deine Kosten aus der AfA der Anlage.

seit ca. 543 Beiträgen geht es hier nur noch um alles - aber nicht mehr ums Thema - und alle wissen jetzt wer wie wohnt und warum und wo man so lädt…
Weiter so.
Hatten wir schon meine Konstellation? Eigenheim Vierfachhausendviertel. Keine Wallbox da Elektrik zu alt, mal versucht mit 220V aus dem Keller raus…Nachbar regt sich auf weil ich ja dann in der Einfahrt (die 3 Zufahrten hat) parke…also auch kein Laden mehr mit 220V.
Komm damit aber jetzt seit knapp 4 Jahren super aus. Deswegen wieder zum Verbrenner zurück? Oder gar Pferdekutsche? Never ever. Dann müsste ich ja zu Tankstellen fahren…

Diese Anfütterangebote werden eh nach kurzer Anstandsfrist kassiert. Da wird kalkuliert wie viele Kunden zu doof, zu träge sind zu kündigen um sie dauerhaft zu melken. Einen weiteren Teil der Kundschaft überzieht man mit ständig neuen superduper Tarifen, damit sie irgendwann irgendwo hängen bleiben um abkassiert zu werden und eine dritte Gruppe von Konsumenten gibt gleich auf und lässt es fatalistisch geschehen…
Das ist alles unseriöse Abzocke.
Es bleiben die Tarife der Supermärkte uä, die für manche halt gehen, wenn sie bis 40 Cent angeboten werden. Dort wird mit Zusatzgeschäft im Markt gerechnet, was ich ok finde, da niemand gezwungen wird.
Die normalen AC und DC Säulen müssen einfach über kurz oder lang auf Direktzahlgeschäft zu fairen Preisen gehen, um zu überleben. Die Abzockerpraxis wird, wenn wir Konsumenten nicht völlig verblödet sein sollten, keine Zukunft haben können.

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Was können wir tun?
Einfach nicht teuer laden.

Lt. Tronity komme ich dieses Jahr auf 0,26

Zuzüglich 1 Monat Ionity 11,99
150 kwh hab ich via 220V zu Hause geladen via Tibber a 0,23
Rest Kaufland AC und DC, Holland SuC, im Urlaub 150 kwh Gratis an der Ferienwohnung, hier und da mal eine kurze DC-Ladung kostenlos via &charge - Rest Supercharger

2050.38 kWh
537.98 EUR
0.26 pro kWh

Entspricht knapp 10000km, 19,7 Verbrauch

Vorher einen Cupra gehabt, gebe ich die Daten 10000km, Verbrauch 9,xx komme ich auf ca. 1600 Eur Benzinkosten - abzüglich keine Wartung, keine Steuern, zuzüglich höhere Leasingrate…ist das am Ende eine Nullnummer - aber egal, ich fahre gerne Tesla

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Ich hoffe du hast dich nur vertippt und ansonsten empfehle ich dir das in diesem Threads weiter zu diskutieren um dich auf den neuesten Stand zu bringen:

Dann empfehle ich dir dasselbe. Ich glaube du bist da etwas sehr optimistisch und ambitioniert was dein Wunsch angeht.

Was willst du mit der Pferdekutsche an der Tankstelle? Hafer kaufen oder wie? :rofl:

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Muss ich jetzt raten, worauf du dich konkret beziehst?

Je höher mein eigenverbrauch, desto höher die Ersparnisse gegenüber dem Netzbezug. Darüber amortisiert sich die private Installation und nicht über die niedrige Einspeisevergütung. Ansonsten einfach die oben aufgeführten Berechnung ansehen, dann wird klar, warum der rechnerische kWh sinkt.

Hab mir mal die Seite und die App angeschaut, aber ich verstehe nicht, was genau die App macht.

Ich vermute er bezieht sich auf die 6MWp die Du für Deine Solaranlage genannt hast.

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Ja tatsächlich vertippt. Gemeint 6kWp mit 6MWh/a

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Musst Du dann nicht als erstes Deinen Netzbezug als jährlichen Kostenblock in Deine Berechnung aufnehmen ?
Und die Kosten für den gesparten Kauf von Kraftstoffen ebenfalls in die Bilanz aufnehmen?

Und da wir hier beim Thema „Hohe Ladepreise“ sind, wo bleiben die Ausgaben für Energiebezug an den Ladesäulen? Dazu gehört am Ende auch, dass ein Ladesäulenbetreiber Kosten für seinen Betrieb hat, Mehrwertsteuer abführen muss, Gewerbesteuer zu zahlen hat und am Ende einen evtl. Gewinn auch versteuern muss. Privat uninteressant, aber wenn wir eine öffentliche Ladesäule betrachten leider nicht.

Wie hältst Du Ausgaben bei den Herstellkosten, die bereits ausgegebenen Beträge aus der Abschreibung und Einnahmen aus der Einspeisevergütung auseinander?

Ich summiere immer alle Ausgaben auf (also die Abschreibung oder Verteilung der Anschaffungskosten auf mehrere Jahre, die Zinsen für Kapitalkosten, die Bezugskosten für Energie, Wartung, Versicherung, Service und Reparaturen) und in einer zweiten Spalte summiere ich alle Einnahmen (das ist im Grunde nur die Einspeisevergütung und die sinkt) auf.

Die Differenz sind die Kosten. Wenn die Kosten sinken habe ich eine Ersparnis. Wenn die Einnahmen sinken, dann steigen die Kosten.