Selbst wenn in einem internen Gespräch zwischen Tesla und RDW der 20.03. gefallen ist, ist es sehr unklug das nach außen zu tragen.
Es bewirkt innerhalb der Arbeitsgruppe nur Misstrauen, wer so etwas nach außen trägt und kann somit eine zügige oder gar wohlwollende Betrachtung stören.
Solche Aussagen sind in meinen Augen in jeder Hinsicht unklug. Ist Elon so verzweifelt „good news“ verbreiten zu müssen ?
Ich sehe da auch ein großes Problem, wenn jedes update neu überprüft werden muß.
Aber vielleicht hilft die UN-ECE das Problem zu lösen. Die Regeln könnten im Juni 2026 freigegeben werden und könnten ein schnelleres, umfangreicheres Ergebnis liefern, bevor von der RDW etwas kommt und für die Praxis umgesetzt wird.
Es bleibt spannend für HW4 Besitzer.
Für HW3 sehe ich schwarz. Die Krücke 14lite für FSD supervised ist noch nicht mal in der Entwicklung, geschweige denn eine Genehmigung beantragt.
Für HW4 unsupervised wird es schon eng.
Mit HW3 unsupervised ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht erreichbar. Und alle die “volles Potential” bezahlt haben, werden sich nicht mit “lite” abspeisen lassen wollen.
Tesla steckt da in einem schrecklichem Dilemma. Ich auch.
Das alles deckt nur Level 2 ab. Für Level 3 und höher fordern die UNECE Regeln Dinge, die nach Auffassung von Grok, TESLA derzeit nicht liefert. Da nützt es auch nichts, dass in Amerika das Robotaxi bereits ohne Fahrer unterwegs ist.
Europa schottet sich weiter ab und bewegt sich eher auf der Stelle, anstatt mutig vorwärts und regulieren sich zu Tode, nicht nur beim autonomen Fahren.
Weshalb so pessimistisch? Wenn im Juni der Entwurf der GTR zu ADS in der WP.29 angenommen wird, ist das doch ein riesiger Schritt nach vorne.
Jedenfalls weit vor die USA, denn währenddessen arbeitet die NHTSA bislang ohne konkrete Ergebnisse an ihrem AV Framework, so dass in den USA auf absehbare Zeit keine einheitliche Regulation für die Zulassung autonomer Fahrzeuge in Sicht ist.
Nachdem die NHTSA im Januar formal eine „Notice and Request for Comment“ zum UNECE-Entwurf veröffentlicht hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass am Ende zumindest Teile der europäischen Regelungen übernommen werden.
Interessante Situation aus den Niederlande die aus dem Zusammenspiel zwischen FSD und Fahrer „eskaliert“ ist. Der Tesla hat grün und beschleunigt, die Fußgänger haben rot. Weil da grad ein Fußgänger angelaufen kommt (auf die rote Ampel zu) verzögert FSD. Deshalb denkt der Fußgänger wohl er könne bei rot weiter laufen. Der Fahrer übersteuert das Bremsen allerdings (korrekterweise), was hier dann die Situation eskalieren lässt.
Wenn man schaut, wie früh der Fahrer übernimmt und sich der Fußgänger sowieso nicht an das Rot halten wollte, sieht man ja im Nachgang, dann hat FSD dort Vorbildlich gehandelt.
FSD hätte gar nicht erst für den Fußgänger verzögern dürfen. Das hätte kein normaler Fahrer getan (er sieht ja bzw. wenn er oft da lang fährt weiß er, dass die Fußgänger rot haben weshalb ja einer da steht). Wo dieses Verhalten von FSD vorbildlich ist erschließt sich mir nicht. Ohne das Verzögern wäre der Fußgänger ja gar nicht auf die Idee gekommen weiterzulaufen (von 30 auf etwa 10 km/h also deutlich wahrnehmbar außen).
Du meinst wenn jemand da schon immer langsam fährt, dann ist das die Erleubnis zum loslegen. Ich würde eher sagen gut gemacht. Der Fußgänger ist ja nicht erst losgelaufen sondern war vorher schon auf dem Weg zum überqueren. Da wären ich jedenfalls auch vorsichtig gewesen. Zumal die Straße auch eng war.
Der Tesla hat verzögert, da die Laufrichtung eine Überquerung suggeriert hat. Der Fahrer hat direkt in dem Moment übersteuert. Die Verzögerung war jetzt auch nicht so lange, dass der Fußgänger das hätte mitbekommen können um seinen Entschluss über Rot zu gehen zu festigen. Die Absicht war die gesamte Zeit vorhanden. Er ist letztlich ja auch über Rot rüber, nur eben hinter dem Tesla. Also ja, man hätte nicht bremsen müssen, zur sicheren Fahrweise von FSD gehört aber eben auch die Reduzierung der Geschwindigkeit um Unfälle zu vermeiden.
Wie groß wäre das Geschrei, wenn FSD so jemanden über den Haufen fahren würde.
Nein die Erlaubnis natürlich nicht. Und vorsichtig fahren dabei vll ein paar km/h abbauen kann ich auch nachvollziehen. Ich poste mal zwei Screenshots.
In diesem Moment sieht der Fußgänger (nachdem kurz vorher ein Auto durchgefahren ist) erstmalig bei noch etwa 27 km/h nach links.
Dann wird auf 11 km/h verzögert. Für jemanden von außen wirkt das so, als wolle das Auto stehen bleiben (sonst würde es da ja nicht tun, Ampel ist ja rot ) das sieht der Fußgänger als Einladung weiter zu laufen und wird dann vom Übersteuern des Fahrers, der Gas gibt, überrascht:
Das ist das Problem, bis der Fahrer auf ein solches Verhalten vom System reagiert dauert es. Deshalb wird ja bis 11 km/h abgebremst. Der Fußgänger hat also ein stark bremsendes Auto gesehen und war dann überrascht, dass es durch die Übersteuerung nicht bis in den Stillstand bremst.
Das ist einfach, wie meist, ein Zusammenspiel zwischen verschiedenen Dingen die dann dazu führen, dass es insgesamt kritischer wird. In dem Fall wäre ein ausbleibendes Bremsen die beste Wahl gewesen und ein vollständiges Bremsen ohne Eingriff die Zweitbeste.
Der Typ der da über Rot geht, sollte überrascht sein, dass er das nicht darf und nicht annehmen, dass jemand der Vorsichtig fährt, sein Regelverstoß ermöglichen will. Vorsicht heißt nicht, dass man Dinge duldet, sondern nur auf Fehler anderer reagiert.