Das werden die Zulassungsbehörden sicherlich fordern, wenn es eines Jahres einmal soweit ist. Aber noch gibt es ja ein solches autonomes System nicht (bzw. bei Waymo etc. kann der Fahrgast sowieso nichts einstellen oder überstimmen).
Das muss dann ein ganz besonderer Spezial-Experte gewesen sein. Oder du hast da was missverstanden.
Schon seit unvordenklichen Zeiten haften Fahrer, Halter und Hersteller eines Fahrzeugs für die dadurch verursachten Schäden. Der Fahrer haftet, wenn er schuldhaft einen Schaden verursacht (weil er nicht aufpasst, weil er zu schnell fährt, weil er betrunken in den Gegenverkehr führ,…), der Hersteller haftet, auch nach bisheriger Rechtslage, wenn der Schaden z.B. auf die fehlerhaft konstruierten Bremsen oder die gebrochene Lenkung zurückzuführen ist, und der Halter haftet eigentlich immer, auch ohne Verschulden.
Im Fall eines vollautomatisiert (das, was hier gern als Level 5 bezeichnet wird) betriebenen Fahrzeugs fällt schlicht die Haftung des Fahrers weg, weil er mangels Führen des Fahrzeugs keinen schuldhaften Verstoß gegen irgendwelche Pflichten begehen kann.
Wenn das Fahrzeug im autonomen Betrieb also einen Unfall verursacht, dann ist der Hersteller in der Haftung. Und natürlich weiterhin auch der Halter.
Dazu braucht es keinerlei vertragliche Regelung. Das hat der (deutsche) Gesetzgeber schon vor längerer Zeit geregelt.
In dieser Beziehung ist Deutschland deutlich weiter als andere Länder, selbst weiter als Kalifornien, welches autonomes Fahren bisher nur mit Ausnahmegenehmigung erlaubt. Das Problem hierzulande besteht „lediglich“ noch darin, dass geeignete Fahrzeuge fehlen bzw. Hersteller keine Typzulassung beantragen…
https://twitter.com/teslascope/status/1604929635837284352
Introducing: the first appearance of Tesla’s Full Self-Driving (Beta) in the United Kingdom, running on an internal build of single-stack.
Spannend
uiuiui…
Oh sieht so aus, als ginge es hier auch voran:
https://twitter.com/teslascope/status/1604930310654742533?s=46&t=IW4UCehIZFKG3-gpXABabw
Ich bin eigentlich stets davon ausgegangen, dass auch in anderen Ländern getestet wird. Ist das tatsächlich eine Überraschungsmeldung?
Besonders UK überrascht mich gar nicht, dass da Leute/Mitarbeiter rumfahren um zu testen.
Also bisher wusste das niemand?
Das Tesla sowas solang geheim halten konnte ist schon heftig.
Die Chancen auf den SingleStack und die neuen FSD-Visualisierungen in einem baldigen Update stehen dennoch schlecht oder?
Zitate aus dem Twitter-Thread von Teslascope:
all felt confident that Tesla could release their current stack publicly following regulator approval.
The sentiment of „It just works“ became more prevalent this year
Based on what we’ve seen, we’re confident in Tesla’s ability to expand FSD to more countries next year.
Ja, habe ich gelesen. Aber das sind ja auch nur Testfahrer, sie werden wahrscheinlich gar nicht wissen, was hierfür alles notwendig ist.
Dass die davon überzeugt sind, dass es so gut wie in den USA funktioniert, überrascht mich nicht.
Aber der Schritt für Tesla, FSD Beta dann auch hier freigeben zu können scheint noch ein weiter zu sein mMn.
Die Meldung war soweit ganz nett, es geht also voran, wäre aber auch überraschender gewesen, wenn sie hier nicht testen würden.
Was ist denn so besonderes in UK, außer das sie dort und in AUS wahrscheinlich den Linksverkehr testen? Vielleicht hab ich auch nur die relevante Stelle überlesen?
Dürfte man denn das so bei uns testen? Ich denke nicht, da das System so nicht zugelassen ist und zumindest im Moment auch nicht zulassungsfähig wäre. Der KBA Präsident Damm hat sich ja bereits eindeutig positioniert.
Insofern glaube ich nicht das Tesla in D schon mit beta rumfährt und finde ich es schon eine Überraschung, da ich Erstens davon ausgegangen bin, dass man das nicht so lange geheimhalten kann und Zweitens, dass sie sich erstmal auf die USA und deren Fahrregeln konzentrieren und erst nach „mission acomplished“ den Rest der Welt angehen. Auf jeden Fall klasse und ein positives Zeichen.
Peter
Das würde ich ehrlich gesagt nicht so toll finden, man ist ja eh schon Kunde 2. Klasse und müsste dann ja noch länger warten anstatt es parallel laufen zu lassen, was ja definitiv Sinn machen würde, insbesondere da das Geld schon seit Jahren überwiesen wurde.
Aber mal was Positives:
Die neuen UN Regeln machen FSDbeta voraussichtlich als Level2+ zulassungsfähig. Wenn alles gut läuft werden die Regeln Ende 2023 ratifiziert und wenn Tesla dann schnell für die eigene Zulassung sorgt, könnten wir, vielleicht schon Mitte/Ende 2024 FSDbeta als Level 2+ bekommen. ![]()
Sehr optimistisch, aber hoffen wir mal. ![]()
Ganz genau das. Der Hersteller wäre selber schuld wenn er das zulässt und die Haftung für sowas übernimmt.
Was bedeutet Level 2+? Wo ist der Unterschied zu Level 2 und Level 3?
Ok habs gefunden. Man darf ggf. auch mal kurz die Hände vom Lenkrad nehmen, muss aber trotzdem immer 100% aufs Auto aufpassen.
Wenn wir die FSD-Beta in Europa bekommen und ich als einzige Auflage weiterhin die Hände am Lenkrad lassen muss (muss/soll man bei der FSD Beta in den USA übrigens auch, nur mit größeren Abfrageintervallen), dann sag ich trotzdem: Her damit! ![]()
Ich begreife diese ganze Umständlichkeit sowieso nicht.
Was ist der Unterschied zwischen:
- Der Fahrer ist verantwortlich
und
- Der Fahrer ist weiterhin verantwortlich
???
Wenn ich sowieso verantwortlich bin, warum darf dann auf dem Fahrzeug nicht laufen was will?
Freilich, wenn die Haftung übergeht ist es notwendig eine Zulassung zu haben - aber wenn immer der Fahrer verantwortlich ist, erschließt sich mir dieser ganze Umstand und diese regulatorische Bremserei nicht.
Das ist in etwa so, als würde man sich empört darüber zeigen, dass Tesla selbst mithilft Wasserquellen zu erschließen, anstatt sich einfach wie alle anderen hinzustellen und gemeinsam „Mei, das geht halt nicht“ einzustimmen.
Ich bin einfach nicht deutsch genug…
Es gibt leider viele Menschen, die Regeln nicht beachten und Blödsinn machen. Davor muss man den Rest der Welt schützen. ![]()
Dann gibt’s zwei Möglichkeiten - es passiert nix, trotz Blödsinn. Ergo, eigentlich kein Problem. Oder es passiert was beim Blödsinn - dann hau’ dem Knaben entsprechend heftig auf die Finger. Wer Führerschein hat, wählen darf und will, Auto fährt, übernimmt Verantwortung - da viel zu oft dann diese Verantwortlichkeit nicht eingefordert, wird, ist das Gefühl dafür, was man machen kann und was nicht, unterentwickelt.
Das löst beim Auto fahren das Problem nicht. Wer Blödsinn baut, der wird wohl auf die Finger bekommen. Dummerweise nützt das zumeist demjenigen nicht mehr, der durch den Blödsinn an Leib oder gar Leben geschädigt wurde.
Wer hier ein wenig mitliest, wird ja auch über Leute stolpern, welche es für völlig in Ordnung halten, die Regeln zu ignorieren, sei es schneller als erlaubt zu fahren („weil das ja alle tun“) oder verbotenerweise zu überholen, abzubiegen, etc. („weil da doch überhaupt nichts dabei ist“). Das ist das Gegenteil von Verantwortung übernehmen, es ist verantwortungslos. Solche Leute wundern sich dann manchmal auch über die Rechenkünste des Gutachters, wenn selbiger dem Gericht vorrechnet, dass der Unfall wegen des kürzeren Anhalteweges nicht passiert wäre, wenn er statt erlaubter 80km/h nicht die errechneten (mindestens) 123km/h gefahren wäre, so dass der andere Fahrer noch leben würde. Für passende Beispiele aus der Realität einfach „Raser“ und „Urteil“ in google eingeben…
Da wird man zweckmäßigerweise zumindest auch als Gesetzgeber und als Hersteller strikt darauf achten, dass jedenfalls die Fahrzeuge regelkonform sind und sie einem sorgfältigen Zulassungsprozess unterziehen. Denn die Fahrzeuge müssen sich auch im Interesse des Herstellers an die Regeln halten, übrigens nicht nur im autonomen Betrieb.
