Elektromobilität in den Medien (nicht Tesla) (Teil 2)

Kann man so sehen, wenn man aber bedenkt, dass pro Jahr 1,3 Milliarden Smartphones verkauft werden und nur ca 600000 Teslas (die nicht alle MS100D sind) bist du irgendwo bei 1:2 oder sogar 1:1

Umwelttechnisch sind die smartphones vmtl. noch schlimmer weil diese akkus sonstwo landen, die vom Auto könnten ein zweites Leben in einem Haus bekommen.

7 „Gefällt mir“

Nicht nur das:

Die vielen kleinen Akkus sind in der Herstellung wesentlich problematischer (größerer Rucksack) - zumindest legen das die älteren Studien nahe, auf deren Basis ja die ganze Zeit argumentiert wurde. Auch ist das Recycling oft gar nicht möglich.

2 „Gefällt mir“

Allerdings hat das Smartphone nur etwa zehn Wattstunden Kapazität, also braucht’s etwa 8000 Smartphonebatterien für einem Tesla :stuck_out_tongue_winking_eye:

Natürlich stimme ich völlig zu was die besseren Reuse/Recycling Aussichten angeht.

Als Primark 2014 in Stuttgart eröffnete, gab es dort 52! Kassen.

Ich konnte und wollte das nicht glauben. Der Bedarf an Kleidung dessen teuerste Bepreisung etwas über 2-stellig liegt, kann nicht die Zahl an Kassen rechtfertigen, so meine Meinung.

Am ersten Wochenende bin ich dann mit dem Zug dort hingefahren, um mir dann vor Ort die Beschränktheit meines Vorstellungsvermögens zu verdeutlichen. Mehrere Wochenenden darauf war die Stuttgarter Innenstadt mit Autos aus umliegenden Gegenden zugestellt, weil die Jugend sich dort säckeweise das Zeug gezogen hat.

:confused:

A.K

3 „Gefällt mir“

Was dort abgeht ist für mich einfach nur pervers. Die Bekleidungsindustrie ist einer der Hauptverursacher für den Klimawandel.

Aber wir sind hier OT geworden…

2 „Gefällt mir“

Alles richtig, aber es würden ja auch 100Mio E Autos im Jahr verkauft werden… lass es doch Faktor 3000 sein… das wäre dennoch eine ganz andere Liga. Und wie gesagt, der Einzelne sieht ja nur seine Belastung… für mich alleine steht, drei Smartphones in der Familie, gegen drei Teslas :slight_smile:

Das Arbeitsthema ist in Grönland sicher nicht, aber das Umweltthema. Und das ist nun wirklich nicht schönzureden.

Dir ist aber schon klar, dass du jetzt arme Nigerianer, die übrigens ALLE ein Smartphone besitzen, fast durchweg nicht dazu bringen kannst, sich einen Tesla zu kaufen.
Ein paar Millionen Tesla’s weltweit stehen hier im Vergleich allein zu 3,3 Milliarden Smartphones

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/309656/umfrage/prognose-zur-anzahl-der-smartphone-nutzer-weltweit/

Hinzu kommen vom Notebook bis zum Akkuschrauber noch Milliarden weiterer Geräte. Das ist schon mehr als signifikant. Mag sein, dass das in Summe irgendwann von Elektroautos überholt wird, der Punkt der Diskussion hier ist aber, dass die übrigen Akkugeräte schon lange existieren und nie so angefeindet wurden, wie Elektroautos.

12 „Gefällt mir“

vergiss nicht die Hörgeräte, die auch ALLE Lithium-Batterien haben und regelmäßig ausgetauscht werden wollen!

Das ist mir klar, ich sage auch jedem, daß die Kobalt Förderung nicht erst seit E Autos existiert. Und warum man nicht bei den Klamotten so einen Aufschrei hört, wie viel Wasser verbraucht wird, oder für argentinisches Rindfleisch

Dennoch ist der Faktor eben mehrere Tausend und das ist eben dann nicht mit einem Akku Schrauber oder Hörgerät zu ändern :slight_smile:

Aktuell gibt es rund 1,2 MRD Autos…

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.umweltbundesamt.de/bild/weltweiter-autobestand&ved=2ahUKEwjk-OLSw63yAhUEzqQKHWiWCb4QFnoECBEQAQ&usg=AOvVaw2Mmug0uPSdlkXOHKtfapsJ

Das würde dann mehrere Billionen Smartphones entsprechen :slight_smile:

Ich kann den Besen schon hören

:broom:

Hörgeräte haben Primäre Lithiumzellen (nicht wideraufladbar, höhere gravimetrische Energiedichte, daher auch bei manchen Marslandern verwendet).

Aber ja, IMHO sollte alles in möglichst geschlossenen Kreisläufen recycled werden…

Oh je. Die Elektroautos der Deutschen Post werden echt zum Problem.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/trier/brand-werkstatt-trier-100.html

Elektromobilität: Die Ladeinfrastruktur muss schneller wachsen - t3n – digital pioneers

Dazu eine kleine Geschichte. Ich war gerade auf dem Lande westlich vom Ammersee und hatte etwas Wartezeit. Ich schaute auf die AirElectric-App und sah, dass gleich nebenan eine öffentliche Ladestation war. Also dachte ich, ich stöpsele da schnell mal an.

Es war eine kleine, weiße Wallbox von ShellRecharge/NewMotion an einer Scheune. Ich verband sie mit dem Auto und hielt eine Ladekarte an den Sensor. Das Lämpchen an der Ladestation blinkte rot—kein Laden. Ich probierte dann noch andere Ladekarten und -Apps, darunter auch Shell Recharge, aber die Ladesäule ließ sich durch nichts dazu bewegen, Strom zu liefern.

Neugierig spazierte ich auf das Grundstück und fand eine Autowerkstatt. Neben der Scheune waren drei Teslas geparkt und an Starkstrom-Steckdosen (CEE rot) angeschlossen. Ich ging in die Werkstatt und fand zwei junge Männer, die an einem Auto auf einer Hebebühne arbeiteten.

Ich fragte sie, ob sie wüssten, dass ihre Ladestation nicht funktioniert. Ja, sagten sie, wir scheitern an der deutschen Eichordnung. Die Vorschriften machen es so teuer, dass sich der Betrieb der Ladesäule nicht lohnt, aber ohne Erfüllung der deutschen Vorschriften dürfen sie sie nicht betreiben.

Der Mann fragte mich noch sehr freundlich, ob ich in einer Notsituation sei und dringend Strom bräuchte, was ich verneinte. Ich verabschiedete mich und fuhr ohne Stromladung ab. Später kennzeichnete ich die Ladestation in GoingElectric als außer Betrieb, so dass das nicht noch mehr Autofahrern passiert. Mehrere Apps, wie auch AirElectric, bauen auf der GoingElectric-Datenbank auf.

Ich halte diese Form der deutschen Bürokratie für sehr fragwürdig. Es würde völlig genügen, die Ladestation als nicht vorschriftsmäßig geeicht, Benutzung auf eigenes Risiko, zu kennzeichnen. Jeder Autofahrer, der dort lädt, kann mit einem Blick prüfen, ob die Strommmenge mit der in seinem Auto angezeigten übereinstimmt. Wenn nicht, könnte er das in GoingElectric für jeden sichtbar eintragen und im Extremfall den Betreiber wegen Betrugs anklagen. Die Eichordnung in ihrer derzeitigen Form ist hier offensichtlich schädlich und vermutlich eines der vielen Mittel der politischen Bremser und Verhinderer, die mit den verschiedensten Mitteln das Errichten und Betreiben von Ladestationen erschweren, z.B. auch mit der Forderung nach Kreditkartenzahlung, die jede Ladesäule unmäßig verteuert. Wir haben mächtige Interessen im Land die oft nicht in unserem eigentlichen Interesse handeln und dann gegen Elektromobilität und überhaupt gegen die Energiewende agieren.

Ich musste mir das mal von der Seele jammern. :frowning_face:

Gut möglich, dass diese Kräfte viel zu kurzfristig denken und sich ihr eigenes Wasser abgraben, denn welchem ausländischen Autobauer spielt das in die Hände, der gerade die Zahl seiner Schnell-Ladepunkte um 50% erhöht und überall in Europa und anderswo eine Lade-Infrastruktur aufbaut, die perfekt funktioniert? Z.B. hat Tesla gleich bei mir um die Ecke eine Ladestation mit 12 neuen Superchargern der neuesten Generation eröffnet, die mit 250 kW laden können (120 km Reichweite in 5 min). Im Durchschnitt findet man an den deutschen Autobahnen jetzt alle 90 km einen Supercharger-Standort. So wird vorgemacht, wie es funktionieren kann und wie es sein sollte.

Das kann doch den Bremsern und Verhinderern nicht verborgen bleiben. Verstehen die wirklich nicht, was hier passiert? Sie schädigen sich selber und uns alle.

15 „Gefällt mir“

und wie willst Du den Betrug nachweisen? Das geht nur über das von der Eichordnung geforderte Bereitstellen einer überprüfbaren Abrechnung. Der Betreiber hatte halt nach der Gesetzesänderung keinen Bock sich eine konforme Ladestation hinzustellen. Ich verstehe dann aber auch nicht, dass er sie bei NewMotion nicht abmeldet.

Ich vermute, sie wollen die Ladestation irgendwann doch noch in Betrieb nehmen.

Was den hypothetischen Betrug angeht, wenn ein Ladesäulenbetreiber mehrfach von unterschiedlichen Benutzern wegen Betrugs angezeigt wird und es dafür auch Zeugen gibt, dann, denke ich, würde da etwas passieren. Es könnte ja auch jemand mit einem geeichten Messinstrument hingehen und den Fehler nachweisen.

Mir wäre das egal. Es wird ja niemand gezwungen, an einer ungeeichten Station zu laden. Wenn’s aber knapp wird, dann bin ich auch für ein bisschen überteuerten Strom dankbar.

Ich bleibe dabei: Die Forderung nach Eichung jeder Ladesäule ist überzogen und schädlich, ebenso wie die Forderung nach einem Kreditkarten-Terminal für jede Ladesäule.

Eine der nettesten Ladestationen, die ich je gesehen habe, steht in Oberbayern. Jemand hat in einem kleinen Dorf östlich von Haag an seinem Vorgartenzaun eine Steckdose für Elektroautos installiert und daneben ein Holzkästchen mit einem Schlitz zum Einwerfen von Münzen. Keine Eichung, keine Prüfung, keine Kontrolle, einfach nur pure Menschenfreundlichkeit.

8 „Gefällt mir“

Die NewMotion können sie ja noch selbst nutzen. Sie dürfen den Strom bloß nicht verkaufen.

https://www.electrive.net/2020/11/16/newmotion-schraenkt-offenbar-nicht-eichrechtskonforme-ladestationen-ein/

1 „Gefällt mir“

Die Eichung und das Verfahren ist genau richtig. Hat mich in Hannover nicht mal ein Betreiber mit DC abgezockt obwohl mein MS kein CCS konnte… was glaubt ihr wer denn die ganzen Rechnungen prüft. Ich sehe einige Firmenwagen über ein Tag an der Station stehen… die Blockiergebühr hat da noch niemand entdeckt.

Irgendwann, in zwei Jahren kommt der Buchhalter und erklärt dem Chef, dass E Autos teurer seien als Verbrenner und zeigt die Summe der Rechnung…

Und anstatt dass Shell den Leuten, die seit Jahren diese Stationen nutzen, entgegen kommt, bekommen sie Angebote für den vollen Preis einer neuen eichrechtkonformen Station bekommen…

Die meisten wussten damals schon vom Eichrecht. Wir hatten das hier auch zu genüge rauf und runter diskutiert. Meine Annahme dass Ladesäulen 4 bis 5 Jahre halten war wohl für viele Fälle viel zu optimistisch :