Zwar muss Damon erst noch zeigen, was das Mopped dann wirklich kann, aber die generelle Aussage zu elektrisch betriebenen Moppeds ist wirklich Unsinn.
Wenn die Politik (insbesondere auch auf kommunaler Ebene) das Thema Ladeinfrastruktur nicht auf die Agenda setzt und Netzbetreibern einheizt, Ladestationen ausschreibt, etc., kann das passieren, was du prophezeist.
Gleichzeitig muss man aber auch mal folgendes sehen: wir haben heute 21 % BEV-Anteil bei den NEUzulassungen. Im Bestand sind wir eher bei 1 % Anteil. Selbst wenn ab 2025 nur noch Elektroautos verkauft werden, wird es aus meiner Sicht mindestens noch 15 Jahre dauern, bis Elektroautos bei >80 % Anteil im Bestand sind.
Wir haben also noch gute 20 Jahre Zeit, bis wir die flächendeckende Infrastruktur, Stromproduktion, Ladestationen und Co. brauchen. Das ganze explodiert seit einigen Jahren. Es wird mit der Ampel-Koalition nochmal einen deutlichen Schub bekommen.
Ich bin zuversichtlich, dass wir das in Deutschland hinbekommen werden. Um nicht zu sagen „Wir schaffen das“ 
Du wirst auch in Ländern wie Indien, Thailand oder Indonesien in den kommenden 10 Jahren keine Verbrenner mehr nutzen dürfen…
Auch wenn sie noch einiges aufzuholen haben.
Der Verkehr hat sich längst weitgehend normalisiert. Das einzige was derzeit fehlt ist der berufsbedingte Reiseverkehr (nicht die Pendler). Ich sehe überall wieder die normalen Staus an den neuralgischen Stellen, wo es sie vor der Pandemie zu diesen Zeiten auch gab. Unsere Mobilität ist auch prozentual wieder da wo sie war. Nur die Menge der Heizer mit Lichthupe hat merklich abgenommen. Sehr angenehm.
Hm. Unter den Teslafahrern hat ja fast jeder einen eigenen Youtube Kanal und sehr oft wird dort dann auch betont, dass man ja nicht mit dem Flugzeug unterwegs ist weil evil und so. Schön und gut. Dann möchte ich nur mal gesagt haben: Österreich und die Schweiz zählen nicht zu den Entwicklungsländern! Eigentlich erreicht man von D aus mit einem Tesla nicht wirklich ein echtes Entwicklungsland. So gesehen wäre es für die eigene Horizonterweiterung hilfreich vielleicht doch mal ein Flugzeug zu besteigen, und sich die Welt da drausen, jenseits der DSGVO, Mindestlohn12Euro und Grundwasserschiutzgesetze mit eigenen Augen anzusehen. Bei vielen Kommentaren habe ich den Eindruck, dass diejenigen die Welt nur aus dem Bilderbuch kennen oder mit dem golden Löffel im A… geboren wurden.
Ich war zwei Wochen auf Inselhopping in der Karibik. In der echten Dritten Welt. Bei Gesprächen mit den Einheimischen und beim Blick auf die lokalen Gegebenheiten ist mir klar geworden, dass Elektromobilität oder Photovoltaik keine Begriffe des Wortschatzes in diesen Ländern sind oder die Themen stehen an Stelle 5642 der Prioritätenliste. Interessanterweise habe ich Solar bzw. Propellergetrieben Straßenbeleuchtung gesehen - auf einer Straße, die den Namen eigentlich nicht verdient hat. In Ländern, in denen die Lieferkette mit alltäglichen Dingen des Lebens (nein, ich meine nicht Klopapier) seit Jahren Probleme hat, wo Krankenversorgung ein Privileg der oberen 1000 ist und keine politisch stabilen Verhältnisse herrschen, da wird es noch sehr lange dauern, bis BEVs ein Thema werden.
4.500 Euro…das sind in den meisten Ländern der Welt 5 Jahresgehälter!
U.a. in China…wen man mal den prosperierenden Ostteil des Landes außen vor lässt.
Und ja, es ist toll wenn man sich für 10.000 Euro eine PV aufs eigene Dach machen kann, um damit kostenlos Sonnenstrom zu tanken. Ich lass mir gerade für vermutlich min. ein 40.000 teures Angebot für eine „Hauskraftwerk“ machen, damit ich bei einem drohenden Blackout
weiterhin PS5 zocken kann. Aber für die Mehrheit der Gesellschaft sind das nicht finanzierbare Spinnereien.
Ich finde das sollte man immer im Hinterkopf behalten.
Warst du jemals dort? Ich habe dort 2,5 Jahre gelebt, von 2011 bis 2013. Das Mindestgehalt betrug damals ca. 3500-4000 Yuan im Monat, umgerechnet ca. 400-450 € nach damaligem Wechselkurs. Sind im Jahr ca. 5000 €. Und in der prosperierenden Osthälfte des Landes leben mehr als 80 % der chinesischen Bevölkerung. Im Westen sind fast nur Gebirge und Wüste.
etwas niedriger aber ja…in China ist ein E Roller immer noch das günstigste was „motorbetrieben“ ist. Es gibt zumindest in den Städten keinen normalen Roller mehr als Verbrenner und das schon sehr lange. Bei den PKWs geht es genau in die gleiche Richtung.
Aber das weiß man nur, wenn man auch regelmäßig da war…China geht da ganz klar voran und ja es geht, denn ein BEV ist immer günstiger als ein ICE wenn man es auf die Grundlage reduziert. Nicht umsonst kommt das am häufigsten verkaufte und günstigste BEV aus China.
In China werden 80%(!!) aller Neuwagen als BEV zugelassen.
https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/210423-Erstes-globales-E-Mobility-Ranking
https://www.electrive.net/2021/08/11/nev-absatz-in-china-steigt-auf-271-000-fahrzeuge/
FTR, ich war vor ein paar Jahren in Cuba - auf dem Land, nicht nur in Havanna und im Hotelkomplex. Die Einheimischen fahren chinesische E-Roller, importiert via Panama. Und die wird niemand des übertriebenen Reichtums zeihen…
Wenn die Daten stimmen? Wie viele Stück werden denn davon verkauft? Wie viele sollen produziert werden? Ja, es geht vorwärts aber eben nicht so wie das manche gedacht haben.
Ja. War zwischen 2011 und 2015 mehrfach dort. Und habe seit dem ersten Besuch einen Kulturschock bekommen, weil mir damals schlagartig klar war, dass es keine Frage des „ob“ ist, sondern nur noch „wann“ China uns („den Westen“) einholen wird und wir in Europa keine Rolle mehr spielen werden. Damals haben mir die Chinesischen Kollegen auch den 25 JahresMasterplan der Regierung erklärt mit Meilensteinen wie „Weltmarktführer in Industrie A,B,C werden“ - wohlgemerkt nicht „Produktionsweltmeister“ sondern Marktführer - was Innovationleader miteinschließt. Am Ende des Masterplans steht China unangefochten an Nummer 1 in allen Gebieten. Damals steckte das Thema BEV in China auch noch in den Kinderschuhen und BEVs konnte sich kaum jemand leisten. Hab keine aktuellen Insiderinfos oder Kontakte nach China…aber ich glaube sie liegen ganz gut im Plan. Auch mit der neuen Ansage „Buy Chinese“ kommt wohl verstärkt Druck auf die großen Player wie VW und Co auf.
In den deutschen Medien kommt das alles viel zu kurz. Die meisten Deutschen werden noch nie von der Chinesischen Raumstation gehört haben. Vielleicht steigt die Medienpräsenz der Chinesischen Marken ja, wenn der Export von BEVs nach D beginnt. Ich meine neben der Model 3s aus China ![]()
Jup die passen…
Die Kiste koste ja fast nichts…3.700 und 5.000 Euro, 8 kwh/100km, 9,3 - 12,3 Kwh Akku…
Wie gesagt die Amis bauen den F-150 als BEV ab 32.000 Euro, in China gibt es Kleinst BEVS (absolut ausreichend für die Stadt) für 4.000 Euro und wir bauen einen EQS oder E-Tron RS für 200.000 Euro…merkt man was?
Zu meiner Zeit waren Zweitakter bereits in den allermeisten Großstädten verboten, wir hatten damals selbst zwei E-Roller, einer sah aus wie eine Vespa, der andere wie eine Harley
Die durfte man da auch schon mit 14 ohne Führerschein fahren. Offiziell fuhren sie ca. 40-45, inoffiziell teilweise 60. Nicht ganz ohne im dortigen Verkehr ![]()
In Deutschland fahren heute noch viele mit den knatternden, stinkenden, Öl mitverbrennenden Zweitakter-Rollern umher. Nervtötend laut und sobald der mal weg ist braucht man ein Sauerstoffzelt.
Dritte Welt klingt nicht ganz passend für die Karibik. Ich würde das Entwicklungsländer nennen. Und einige sind ja recht weit entwickelt, teilweise auf europäischem Stand. Autos fahren da ja auch rum. Auf vielen Inseln war ich schon, im März geht es nach Kuba, das dürfte Auto-technisch wohl relativ unterentwickelt sein. Mal abwarten.
Zahlen Daten Fakten habe ich für die einzelnen Länder keine. Aber Costa Rica ist doch ein super Beispiel, die sind sehr weit gekommen. Die haben fast ausschließlich regenerative Energiequellen. Die sind doch nicht blöder als wir und kaufen erst unsere Verbrenner und dazu noch Öl vom Ami. Warte mal ab, die wissen mit den knappen Devisen umzugehen.
Und das wird weiter gehen. Solar- und Windenergie ist heute die preiswerteste Stromerzeugungsvariante. Insbesondere in ärmeren Ländern wird sich das schnell durchsetzen.
Wir sind reich und können uns eine Jahrelange Diskussion über Solar/Wind/Kohle/Atom/Wasserstoff/Stromleitungen/Fusion leisten. Andere (ärmere) Länder werden einfach die preiswerteste Möglichkeit bauen. Fertig.
Kleines Insight dazu.
Das Mini-EV hat ein Homologationsproblem. Es gibt keine richtig passende Fahrzeuggruppe. Für richtige Autos ist es zu schwach und wird nicht angenommen werden. Für „Mopedauto“ ist es zu schwer und würde die L7 Homologation nicht bestehen.
Es gibt genug Ansätze diese Fahrzeuge zu uns zu bringe aber es fehlt die regulatorische Grundlage um das kosteneffektiv umzusetzen.
Bernhard
Thailand vielleicht, da kenne ich mich nicht aus. Für Indien und Indonesien schließe ich es mit dem Zeithorizont aber aus. Das sind von Fläche und Einwohnerzahl her sehr große Länder, und die Infrastruktur ist ganz erheblich schlechter als bei uns. Das ist IMHO nicht zu schaffen.
Als ich (vor Corona) das letzte mal in Jakarta war (Hauptstadt von Indonesien, 35 Millionen Einwohner incl. Vororten), war dort sogar die Essenszubereitung mit Kerosinkochern noch nicht unüblich. Sowohl fossile Treibstoffe als auch Verbrennerautos sind wegen niedriger Abgaben und viel niedrigerer Standards dramatisch billiger als hierzulande. Stromer sind dort auf absehbare Zeit nur etwas für die Oberschicht, entsprechend geringe Prio haben die Ladenetze.
Ich könnte mir vorstellen, dass man dort in 10 Jahren das Verbrenneraus weitere 10 Jahre später diskutieren wird, ähnlich wie bei uns heute. ![]()
Zumindest haben sie noch einen kleineren Rucksack als wir. Von daher kann man sich theoretisch mehr Zeit lassen. Aber wenn sie 2040 keine Verbrenner mehr in solchen Ländern verkauft werden würden, wären wir einen großen Schritt weiter.
Wie siehst du das mit der Kultur? Ich habe Bekannte die mit asiatischen Dienstleistern zusammen arbeiten bzw teilweise Aufträge nach Asien outsourcen und die sind recht unzufrieden. Sie meinen das ist ein Mentalitätsproblem. In Asien tun sich die Leute ja extrem schwer Fehler zuzugeben oder zuzugeben dass sie etwas nicht verstanden haben. Und wenn ein Auftrag rüber geht und man fragt „Alles klar was zu tun ist?“ kommt immer ein „ja“ zurück. Das Ergebnis ist aber Mist weil die Aufgabe doch nicht richtig verstanden wurde, die Asiaten sich aber nicht trauen nachzufragen - man könnte ja das Gesicht verlieren.
Kann ich absolut bestätigen. Fehler zugeben oder nicht dem Anspruch genügen gelten zumindest in China als Gesichtsverlust und sowas ist da quasi die Höchststrafe.
Wer sollte denn so verrückt sein, und um teuer Geld eine Anlage zu Produktion von teuren Hochpräzisionsmaschienen (Verbrennungsmotor) irgendwo abbauen, verbringen, aufbauen, und dann - bereits absehbar - keinerlei Absatz dieser Produkte haben wollen?
Das hier wird in diesen Gegenden wohl viel eher Einschlagen:
Um den Preis der da aufgerufen wird, darfst du dir von einem Dacia grad einmal die Karosserie wünschen… ![]()
Ja nee is klar.
Asien z.b. kann mit Hochpräzisionsmaschinen nicht umgehen. Wo werden nochmal die ganzen Microchips hergestellt, die aktuell nicht geliefert werden können? 
Wurde in den letzten Jahrzehnten mehrfach mit auslaufender Produkte gemacht…siehe VW Käfer z.b. oder der Jetta in China.
Dieses 5.000 Euro EV erinnert mich an den Gamechangerverbrenner für 2.500 Euro, der um die Jahrtausendwende vorgestellt wurde und aus Indien kommen sollte. Kam aber nie.
Die ganzen Batterien werden für die F150s, Teslas und EQS benötigt. Afrika kann die nächsten 100 Jahre noch Verbrenner fahren.