Elektromobilität in den Medien (nicht Tesla) (Teil 2)

Den (beinahe) 51. (oder 52.) Bundesstaat Amerikas mit anderen Karibikinsel zu vergleichen, halte ich für etwas gewagt. Gut, haben kein Stimmrecht, und mancher Präsident hat versucht diese Leutchen mit der unangenehmen Hautfarbe ihre föderalen Rechte als US Staatsbürger noch weiter zu streichen, aber trotzdem… (Genausowenig kann man Guam mit anderen Pazifikinseln vergleichen…)

Ich gehe davon aus, das sich diese Diskussionen dort dann gar nicht stellen werden - viel eher Diskussionen über ähnlich subventionierten Strom, wie das bei fossilen Treibstoffen aktuell der Fall ist. Das rollende Material wird, spätestens 1 Generation nachdem keine Verbrenner mehr in Großserie gebaut werden, und Zellen bei 20 USD/kWh angekommen sind, aus rein wirtschaftlichen Gründen sehr rasch umgestellt werden. Die, die sich Neuwagen oder junge Gebrauchte leisten können, werden zum günstigeren BEV (im vergleich zum ICE) greifen. Und nachdem die Flotten her durchgetauscht sind, kommt nix ICE artiges als 3rd Hand Gebrauchtware mehr nach.

Aber vom Zeithorizont gehe ich auch von 10-20 Jahren aus - nur dass es keine politischen Diskussionen darüber geben wird, ob man „soll“, sondern nur, wie die Teilhabe an Mobilität für niedrige Einkommen weiter gewährleistet bleiben kann (wenn auch vielleicht weniger wohlwollend, nur als Mittel um die politische Unzufriedenheit begrenzt zu halten, ohne Beteiligung der Zivilgesellschaft).

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Auf Maschinen, die in den Niederlanden bis ins letzte - auf nanometer genau - eingerichtet werden, dann in dutzenden 40’ Containern verpackt werden, und mit von dort (und aus den USA) aus eingeflogenen Spezialisten wieder final eingerichtet werden.

Die operativen Kosten so ein Teil am laufen zu halten sind in Ländern, die einen generell niedriges Lohnniveau haben, auch für solche Spezialisten geringer als im Westen. Wobei das Lohnniveau in Sachsen ja wohl anziehen soll :wink:

AMSL nennt sich der Hersteller der de fakto ein Monopol (je nach Segment, zw. 80 und 95% Marktanteil) darauf hat, alle Fabs und Auftragsfertiger mit adequaten Maschinen zu beliefern.

Ist noch einer der letzten verblieben europäischen Weltmarktführer in der Hochtechnologie.

Und das Chipdesign selbst passiert nicht unbedingt vor Ort, sondern da kommt viel aus den Hochlohnländern.

Nein, Verbrenner werden in 10-15 Jahren zu teuer in der Produktion - danach gibts nur noch Resteverwertung (Aus 2-3 mach eines) und die reicht nicht für 100 Jahre - mal abgesehen davon, dass auch die Ölindustrie irgendwann feststellen wird, das man mit Chemierohstoffen mehr Marge machen kann, als mit einem Produkt mit geringer Wertschöpfung, das nur zum Zweck, mit Nachteil für die Umwelt verbrannt zu werden, hergestellt wird.

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Ich hoffe, dass Du Recht hast. Mir persönlich fehlt die Phantasie dazu. Ich weiß schon nicht, was ich Bekannten raten soll, die sich für ein BEV interessieren, aber entweder Laternenparker sind oder eine TG haben, wo es kein Einigkeit gibt, ob Wallboxen installiert werden dürfen. Und das in D
Hier im Ballungsraum Stuttgart ist ja schon eine Parkmöglichkeit ein höchst seltenes Wirtschaftsgut.

Um mal einen Gedanken in den Raum zu werfen: Ich finde das „Argument“ in der Form „wo soll ich denn Laden, hier gibt es nicht mal Parkplätze“ äußerst schwach - denn das Problem „kein Parkplatz“ ist ein Indikator dafür, dass die Anschaffung oder der Besitz eines PKW in der Situation allgemein eine schlechte Idee ist. Eine hohe Siedlungsdichte lässt sich irgendwann nur noch mit Massentransportmitteln bewältigen.

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Der Fehler liegt dann aber bei deinen Bekannten. Er kennt die Mentalität und hat trotzdem die Anforderungen nicht genau genug Spezifiziert. Ich sehe da kein Fehler beim Asiaten. Wenn der Kunde handlungsspielraum lässt in den Spezifikationen oder Aufgabenstellung, dann ist das Ergebnis eben so. Niemand kann Gedanken lesen und weiß wie es die andere Person sich vorstellt.

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Sehr geile Argumentation.
Heißt übersetzt: privaten PKW Besitz nur noch für die „Reichen“ :wink:

Ist es nicht so, dass gerade die Grünen das EFM mit Garage und Carport verbieten wollen zugunsten verdichtetem Hochgeschossbau.

Ja was denn nun?

Vielleicht muß man denen mal wieder klarmachen, das in Städten der Anteil an Fassaden und Dächern im Gegensatz zu EFH nicht reicht um die Stromversorgung halbwegs sicher zu stellen.

Dazwischen gibts ja auch noch MFH - btw - ich habe irgendwo mal Zahlen gefunden, da kam raus, das ein Hochhaus pro Wohneinheit 150t Stahl+Beton benötigt, dazu sind die ganzen Innenstädte oberirdisch und unterirdisch zubetoniert - was bitteschön ist daran umweltfreundlicher als am Wohnen auf dem Lande?

Du bist nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Ich nutze die Prämie für die Ölheizung schon dieses Jahr. :money_mouth_face:

Verwechselst Du Puerto Rico mit Costa Rica?

Und ich dachte immer, GB ist der 51. Bundesstaat?
Our star-spangled Union Jack flutters so proud :rofl:

Sehe ich überhaupt nicht so. Man kann doch nicht davon ausgehen sich ein Auto zu kaufen und dann der Allgemeinheit die Schaffung des Parkplatzes zu überlassen.
Üblicherweise muss man, wenn man baut, auch Stellplätze nachweisen und den Bau bezahlen. Einige Städte haben die Regeln leider aufgeweicht. Jetzt krähen die Laternenparker. Mir völlig unverständlich.

Bei uns stehen in den Städten alle Straßen voll mit Laternenparkern. Das schafft auch Probleme, wenn man dann mal vernüftige Radwege anlegen will. Zwischen parkenden Autos und Bürgersteig sind Radwege immer gefährlich.

Unsere Nachbarn sind da weiter:
Göteborg, Kopenhagen, Oslo, Arnheim: Kaum parkende Autos in der Innenstadt, super Fahrradwege, meistens baulich getrennt, sehr wenig Radunfälle.
Und auch optisch sieht das da einfach besser aus.

In Arnheim ist die Innenstadt vollständig autofrei. Dafür hatten die vor Jahren schon 20% Ladeanschlüsse auf den umgebenen Parkplätzen.

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Hier ein zu der Aussag des BMW Entwicklungsvorstandes passender Bericht - gleich auch mit der korrekten Bebilderung:

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Ich ziehe meine Aussage zurück und behaupte das Gegenteil :wink:

Nein, es heißt nicht PKWs nur für die Reichen. Das Argument, dass man als Eigentümer eines PKW für seinen Stellplatz zu sorgen hat, lässt sich auf unzählige andere Aspekte des Lebens übertragen, bei denen man für sein Eigentum und dessen Auswirkungen verantwortlich ist. Man darf sein Abwasser auch nicht einfach auf die Straße fließen lassen oder auf dem Gehweg eine private Terrasse errichten.

Natürlich macht so etwas das Autofahren teurer, aber das tun eine teure Fahrausbildung, verpflichtende Sicherheitsstandards, Versicherungen, Überprüfungen, etc. auch. Wenn ausgerechnet das Parken (im Parkhaus anstatt auf der Straße) den Kostenrahmen sprengt, kann man über die Sinnhaftigkeit eines Autos sicherlich diskutieren. Und auch dann gibt es Wege und Mittel, die Parkkosten einkommensabhängig zu subventionieren.

Und zum Thema Empfehlung für Laternenparker:
Wenn das Fahrzeug in der Stadt so elementar ist, wird es entweder für den täglichen Arbeitsweg genutzt (dann könnte man mal beim Arbeitgeber anklopfen wie es mit Ladesäulen aussieht) oder man hat es zur Bequemlichkeit, damit man kein Auto mieten muss (dann kann man völlig problemlos das Laden planen). Empfehlenswert sind sicherlich Fahrzeuge mit einer 50+ kWh Batterie, damit man nicht jeden Tag laden muss, aber man hat als Laternenparker heutzutage wirklich kein Problem mit dem E-Auto zu fahren und laden.

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Ich muss hier nichts auf die Goldwaage legen :hugs: Dritte Welt und Entwicklungsland sind für mich synonym. Costa Rica ist Lateinamerika und nicht Karibik :kissing_heart:
Und ja, selbst in der Karibik gibt es Unterschiede. Auf Aruba habe ich soigar ein Model X gesehen :joy:. Aber selbst auf Barbados mit durchschnittlichem Jahreseinkommen von 22k sind Themen wie EMobilität und PV noch lange nicht auf der ToDo Liste. Kleine Ausnahmen gibt es…auf Barbados war der Markt mit einer kleinen PV Anlage ausgestattet. Ob die funktioniert?
Und nur weil man auf Martinique mit Euros bezahlen kann, herrschen da noch keine europäischen Verhältnisse.

Ich habe mit Einheimischen auf StLucia gesprochen. Eine kleine Insel, da spielt die Reichweite keine Rolle. Es gibt Sonne das ganze Jahr über und die zentrale Stromversorgung (Ölkraftwerk) wird immer unzuverlässiger und teurer. Konnte dann aber nicht sagen, wie die Leute bei einem Jahreseinkommen von 800? sich eine eigene PV oder Batterie oder ein günstiges EV leisten sollen. Mal abgesehen von den politisch instabilen (um nicht zu sagen kriminellen) Verhältnissen.

Wenn ich hier dann lese, dass Thailand, Indonesien oder gar Indien(!) in 10 Jahren den Verbrenner verbieten wollen, dann muss ich doch nochmal schauen, ob wir nicht im Satirefred sind.

Wo wohnst Du? auf dem Land?

Das Problem ist:
Es gibt hier keine Parkplätze, weil es keinen Platz dafür gibt.
Und es gibt keinen Platz dafür, weil die Behörden/Gesetze/„wer auch immer“ vor Jahrzehnte gepennt haben und bis heute nicht willens sind, eine Änderung herbeizuführen. Die Stadt könnte ja in den Problemvierteln (mit Parkplatzproblemen) Parkhäuser errichten (lassen) und durch „Laternenparkverbote“ diese Parkhäuser querfinanzieren. Dazu müsste man natürlich erstmal Platz für diese Parkhäuser schaffen und ein paar Wohnung opfern - was aktuell nicht legitim ist.

Die PKW Besitzer wollen ja viel Geld für einen Park/Stellplatz bezahlen! Dürfen das aber nicht, weil z.b. eine Wiese nicht als Garagenbauplatz ausgewiesen ist. Oder weil eine Umwidmung eines Grundstücks xyz im Bebauungsplan nicht vorgesehen ist. Es treibt doch sogar solche Blüten, dass Du als Haus/Wohnungsbesitzer eine Ablöse für Stellplätze an die Stadt bezahlen musst, die Du gar nicht bauen darfst/kannst, weil kein Platz ist.

Dann sollen die Leute gefälligst Rad fahren oder Bus?
Rischtig. Und ihren Job, den sie nur mit dem PKW erreichen am besten auch gleich kündigen.

Danke. Jetzt weiß ich, was ich nächstes Mal antworten werde :face_with_hand_over_mouth:

Könntet Ihr bitte wieder zurück zum Thema „Elektromobilität in den Medien“ kommen!

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