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Dual Drive vs. Quattro

Moderator Note: Dieser Beitrag wurde aus dem :arrow_right: Tesla Momente Thread ausgegliedert, weil er eine spannende und umfangreiche Diskussion angestoßen hat, die dort nicht hingehörte.

Hallo zusammen !

Gestern Nacht hat nun auch Schleswig-Holstein mal etwas Schnee abbekommen - je nach Region bis 5-10 cm. Gegen Mitternacht wurde es wärmer und heute morgen setzte Regen ein.
Kurzum - mieses Wetter - nicht wirklich toll, um Auto zu fahren. Schnee, Schneematsch, Eis.

Dennoch…heute morgen mußte ich sehr lächeln - trotz allem. Das erste mal konnte ich den Wagen etwas quer anstellen und mal ausprobieren, wie sich ein Model S bei Glätte und Schnee fährt.

Fazit:

Ich hatte schon vorher Allrad-Verbrenner. Die Fähigkeiten dieser Fahrzeuge sind gegen die des Model S ein Witz !!! ALLRAD ist für mich seit heute morgen NEU DEFINIERT !

Ich nenne es ab jetzt D4WD - digital 4 wheel drive ! Die Präzision, wie der Wagen den Antriebsstrang bei glatter Fahrbahn regelt und ansteuert, ist für mich am Markt unerreicht.
Man ist in der Lage den Wagen im drift nur mit dem Strompedal derart präzise und kontrolliert zu führen, daß ich spontan anfing einfach nur zu grinsen - die ganze Zeit !

Dabei vermittelt das Fahrzeug einen sehr sicheren Eindruck. Ich fuhr auf dem platten Land auf nicht geräumten Nebenwegen ohne Verkehr (Dorf). ESP war an, dennoch kommt er quer und kann durch Reku ganz sauber wieder eingefangen werden - wie geil ist das denn ?

Aus dem Stand bei 5cm Schneematsch auf 50 km/h beschleunigen führt noch nicht einmal dazu, daß das ESP einsetzt. Die Mechanische Haftung bei dem Wagen ist sehr gut und ich habe 21’’ Felgen mit den Pirellis drauf …

Ja - beim Bremsen sind wir alle wieder gleich, das kann er aber auch sehr gut.

Das Model S hat bei Glätte einen immensen Vorteil durch den tiefen Schwerpunkt und die sehr gute Gewichtsverteilung - so etwas habe ich noch nicht erlebt !

Für mich ganz klar: best winter car ever !!!

Digitale Allrad Grüße aus SH !
:smiley:

PS: Driften mit nem E-Auto - geht alles !!! Wer hätte das schon vor 5 Jahren gedacht ! ICH LIEBE DIESEN WAGEN ! WIR SIND SEELENVERWANDT !!!

Haha, geil :laughing: Das lässt mich hoffen und meine Vorfreude steigert sich :mrgreen:

Ich kann das bestätigen - auch ich als Schleswig-Holsteiner hatte heute die Gelegenheit, im Neuschnee und auf halbgeräumten Straßen zu fahren.

Kurzum: Wie auf Schienen. Ich hatte nicht einmal das Gefühl, dass der Wagen außer Kontrolle gerät oder ausbricht oder was auch immer.

Insofern: Auch ich bin die Strecke nach den ersten Metern mit einem Grinsen im Gesicht weitergefahren - und habe mal wieder gedacht: Was für ein geiler Wagen!! :slight_smile:

Ciao,
Gerhard

Hey Leute!
Da solltet ihr hier in Norwegen fahren. Super.

Man ey! - Ich will auch endlich mal Schnee! [emoji30] Heute wieder 8 Grad und in Düsseldorf sitzen alle in der Sonne auf der Uferpromenade.
Hatte auch schon mit dem Hecktriebler keinen richtigen Winter. [emoji107] Lasst uns noch mehr gegen die Erderwärmung tun!

Ihr hattet wohl nur die Allrader von Mercedes und BMW, ein Quattro ist der D nicht… Aber ganz O.K., zugegeben. Und ich habe einige tausend km quer im Quattro hinter mir auf Eis :smiling_imp: :mrgreen: :laughing:

Bin so gespannt! Fahre seit 9 Jahren Quattro. Und das ist wirklich sehr perfekt aus Fahrersicht.

Bist du denn schon ein aktuelles D-Modell ausgiebig auf eisiger/vereister/eismatschiger Strecke gefahren?

Zugegeben nicht auf Eis aber da das ESP beim MS leider nicht ausgeschaltet werden kann ist sowieso kaum zu beurteilen was der Allrad kann, der wird schon auf nasser Straße gnadenlos runtergeregelt. Mit ESP macht das keinen Spaß :frowning:

Der Quattro von Audi sieht gegen das D-Modell S kein Land. Nicht mal ansatzweise. Viel zu grobschlächtig.
Tesla kann im Bereich von Milisekunden Drehmoment auf- bzw. abbauen. Das kann ein Verbrenner einfach nicht. Hat auch mit Audi nichts zu tun
Kein Verbrenner kann das.

Ja, das dachte ich am Mittwoch hier in Berlin auch. Der A6 quattro mit ausgeschaltetem ESP machte im Schnee mehr Spaß als das Model S. Aber wenigstens ist das ESP beim Model S nicht allzu konservativ eingestellt. Man kann schon ein bisschen driften, das Heck kommt leicht quer, aber bevor es richtig Spaß macht, wird man eingefangen. Gut für die Verkehrssicherheit, aber es war das erste Mal, dass ich den alten quattro fast vermisst habe.

Gruß Mathie

Es geht dabei nicht um Fahrsicherheits sondern um Spaß! Und mein a6 Quattros kam bei Schnee auch gefühlt schneller um die Kurve, die Masse des Model S will einfach gerade aus und das merkt man bei den geringen Seitenführungskräften im Schnee schon. War das erste mal, dass sich das Maodel S tatsächlich angefühlt hat, wie das Dickschiff, welches es objektiv halt ist. Trotzdem ein tolles Auto.

Aber wie gesagt habe ich im Schnee das erste mal eine Situation erlebt, wo ich im quattro mehr Spaß hatte, nach über einem halben Jahr und mehr als 10Mm.

Gruß Mathie

Das ist kompletter Unsinn. Sorry, aber da gibt es nichts zu beschönigen in dieser Bewertung. Es geht um die Kraftverteilung, nicht darum ob der Motor schnell mehr oder weniger Drehmoment aufbauen kann. Der Quattro in den RS Modellen die ich zuletzt gefahren bin hat z.B. ein Kronenraddifferential. Bei dieser Form der Kraftverteilung gibt es keine vergleichsweise langsamen elektronischen Regelkreise und Sensoren sondern Drehzahlunterschiede führen völlig verzögerungsfrei zu einer Neuverteilung des Drehmoments pro Rad. Alle Versuche das mit Bremseingriffen, etc. zu emulieren sind ziemlich armselig im Vergleich. Zudem hat das MS ja nur einen Motor pro Achse. Einmal Quattro im Vergleich fahren mit dem entsprechenden Sachverstand und die Diskussion erübrigt sich ohnehin. Ich finde den elektrischen Antrieb auch super, aber erst bei 4 Radmotoren und noch viel Lernkurve wird das schon prinzipbedingt in die Nähe eines Quattro mit Sportdifferential und Torque Vectoring gehen.

4 (Tesla) Motoren an 4 Rädern, also wie im Mercedes E-Cell sollte dann das ultimative Ergebnis sein :slight_smile:, für die Kraftverteilung
https://youtu.be/0TCLjSqKI9A (Walter Röhrl im SLS E-Cell)

Ralf

Herrlich.
Erst dachte ich die Diskussion hier wird zunehmend OT.
Aber weit gefehlt. Die technischen Feinheiten mit Emotionen gewürzt zu lesen war jetzt ein Tesla Moment für mich.
Vielen Dank!
Gruß, tuna

Also ich war von der Präzision der Regelung von Kraft / Leistung beeindruckt. Ich habe mich ja im Rahmen der StVO bewegt / „quer“ bedeutet da ganz sicher eher ein moderater Anstellwinkel. Das Maß an Kontrolle nur über das Strompedal ist beeindruckend. Weder ein Audi noch ein MS sind wirkliche Sportwagen - alles zu fett. Ein Sportwagen wiegt sehr wenig, ist laut, unbequem, hat Schalensitze, keinen Innenausbau, einen Überrollkäfig - bla…ihr kennt das. Nahezu alles, was zulassungsfähig ist, kann man nicht als Sportwagen bezeichnen - das sind Wortschöpfungen der Automobilindustrie. Ich fahre auch nicht mit einer M-Klasse zum Geländewagen Training. Wenn man das ernst meint, ist nach 5m Schluss. Aber ich habe da recht pure Ansichten. Für die mehr als 2t des S ist das Verhalten auf Schnee sehr beachtlich. Übrigens bin ich bei Nässe gut aussagefähig - Wasser haben wir hier oben oft. Das ist irgendwie auch sehr beeindruckend. Begrenzend wirken da natürlicherweise die Reifen. Gestern habe ich einige 0 auf 50 Tests gemacht bei feuchter - nicht nasser - Fahrbahn mit guten Reibwerten (empirisch) und war beeindruckt davon, wie wenig Schlupf nur auftrat. Man hat dabei sehr gut merken können, wie beim D der Wagen zwischen der Vorder- und Hinterachse regelt und das Kraftverteilungsverhalten je nach Phase in der Beschleunigung wechselt. Am Anfang versucht die Hinterhand Schlupf aufzubauen, das wird bemerkt bis ganz kurz vorm Durchdrehen, dann zieht er vorn gerade so bis leichter Schlupf eintritt und gibt dann hinten wieder mehr - wenn sich die Sache beruhigt hat man das Gefühl das zu diesem Zeitpunkt dann vorn und hinten gleichsam arbeiten. Die Regelgeschwindigkeit ist einfach toll und nicht mit der bei einem Verbrennersystem zu vergleichen. Dick bleibt er natürlich und ungünstig abgepasst schiebt er brav über die Vorderachse - recht sicher ausgelegt - aber 2t schieben eben - nix Sportwagen :slight_smile:. 1PS pro kg war schon immer ne gute Richtung für wirklich böse Dinger. Bei den bikes waren wir da dann zum Ende meiner Anstrengungen…da war aber auch rein gar nichts mehr zulassungsfähig…

Wenn ich mit dem P85D bei Nässe oder Schnee z.B. aus einem Kreisel herausbechleunige geht es los wie an der Schnur gezogen. Kein Rucken, kein Drehmomenteinbruch etc.

Mein vorheriger Audi V12 TDI quattro sieht dabei leider kein Land.
Der Tesla ist längst weg bis der Audi sich mal eingeregelt hat.
Das ist Fakt und sehr leicht messbar…

Solange dein guter Audi Quattro nicht elektrisch zu Tesla-Preisen mit Tesla-Reichweite und Tesla-artigem Ladenetzwerk zu haben ist, kann er noch so viele trockenverzahnte Scheiben-Torsenquerkraftdifferentiale zur Verteilung der lahmen Stinkerkraft haben: er bleibt für mich schlechter als der Tesla Dual Drive.

@sucseeker: du vergleichst aber auch einen Q7 mit dem Model S. Nimm mal einen RS7. Ich kenne das Ergebnis nicht. Aber sicherlich wären es Welten zum Q7. Zumal der Q7 eine Wandlerautomatik hat. Das ist alles andere als sportlich.

Und nun lasst uns wieder zum Topic zurückkehren. Wir können ja einen Quattro vs. Model S Thread aufmachen. [emoji1]

Die beiden Beiträge von past_patrol sind zumindest für mich sehr wertvoll, immerhin ist er Ex-Profi-Motorrad-Rennfahrer (korrigiere mich sonst gern), kennt also die Haftgrenzen in jeder Beziehung und jeder Erfahrung. Das wird hier nicht jeder für sich behaupten können, ich jedenfalls nicht …