Die Mythen der Akkugesundheit

Unter 11kw Laden ist wie Rauchen.

Lange kein Problem, ab und zu auch nicht, auf Dauer sind die Kanäle dann verstopft.

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Die Frage ist ja auch, wie viel es tatsächlich ausmacht. Ich werde bestimmt nicht aufs PV-Überschussladen verzichten, nur weil ich am Ende 1 oder 2 % mehr Degradation habe!

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Sieht bei mir ähnlich aus, hab ein 06/2019 M3 LR und hab in gebraucht seit 1,5 Jahren und lade seither zu 95% an der Steckdose mit TSC bei ca. 33% PV Ladung (0-13 A). Passt so am besten zu meinem Nutzungsprofil und laut Teslamate stehe ich bei 4,3 % Degradation. Passt für mich.

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70,9 kWh Usable (new)… finde den Fehler?!

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Kann ich nachvollziehen. Das macht ja auch Sinn, Vorteil von Sonne laden ist vermutlich mehr wert, als ein bisschen mehr Degradation oder Innenwiderstand.

Mir ging es auch nur um einen plakative Analogie. Die Raucher sagen ja auch, dass es ihnen der Genuss wert ist :wink: .

Kann man eigentlich beim Überschussladen aus dem Netz zu füttern? (Ich habe leider keine PV). Dann wäre das doch eine super Lösung. Das Netz ist doch froh, wenn es wiederum seinen PV Strom mittags los wiürde.

Bei meiner Wallbox kann ich neben schnellem (=dreiphasigen) Laden mit 11 kW - entweder reines Überschussladen (Eco+) machen, was dann zwischen 1,4 und 11 kW je nach Sonnenkraft liegt oder Eco, was dann immer mindest 4,2 kW bedeutet (im Zweifelsfall auch aus dem Netz) aber auch bis 11 kW hochgehen kann. Die CT-Klemmen erkennen ob und wieviel Strom duchgeleitet wird…

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@Mugga klär mich gerne auf, kenne die technischen Details meines m3 nicht und lebe mit den Infos von teslamate - danke

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Gemäß der Übersicht hier: [Wiki] Akkuwiki - Model 3 / Model Y sollte dein Akku eine Kapazität von 78 kWh (statt 70,9kWh) und eine Reichweite von 499km (statt 469,3km) neu gehabt haben. Damit wären es doch eher knapp unter 13% Degradation. Ich weiß nicht, ob’s hier auch nen SW-Lock oder ähnliches gab. @eivissa kann dir hier sicher noch ein paar Werte liefern

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Okay das sind NMC Akkus, ist das ganze auch auf LFP übertragbar?

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Funktioniert, schimpft sich bei uns im System Mischladung. Hier wird die Priorität in der Reihenfolge PV > Hausspeicher > Netzbezug gesetzt. Wenn der Wert PV unter den eingestellten Ladestrom fällt hilft der Hausspeicher aus, wenn dieser leer ist oder die Hausreserve greift kommt der Rest aus dem Netz.

Darum lade ich das ganze Jahr über mit 11kW. Nur am Wochenende besteht im Winter die Chance dass ich zu 100% das Auto aus Sonnenstrom bis auf 80% bekomme. Im Sommer hilft der Akku aber im „Sonnenmodus“ ebenfalls mit. Die Anlage liefert die Spannung die das Auto fordert. Wenn nicht genug vom Dach kommt hilft der Akku aus. Wenn Akku leer wird das Laden unterbrochen.
Neustart der Ladung wieder wenn der Akku mindestens 20% über Reserve ist, dann geht es wieder los.
Vorher ist aber meist das Auto voll - 90% des Hausspeichers kann in das Auto im schlimmsten Fall, das sind 17-18kWh… Ich brauche im Moment etwa 23-24kWh/Tag. Wenn die Sonne kurz rauskommt lädt sowohl Auto mit 11kW als auch Akku mit 3-4kW um 17:30 ^.~

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Nein, das sind die ersten MIC Modelle mit LFP(!) - deswegen war es ja so spannend!

Der Fehler liegt doch nicht bei mir; ist ein 12/ 2020; die ersten mit LFP, wird ja der Hund in der Pfanne verrückt, bei den ganzen Tesla… :joy:

→ CATL 6(C) 55 kWh meine ich

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Das klingt doch schon mal richtig gut. WinWin.
Danke für die Erläuterungen.

Kurze andere Frage: Stehe gerade im Sommerurlaub mit 28% Akku auf dem Parkplatz. Ist das für 8-10 Tage ok oder sollte ich noch mal auf 50-60 % nachladen? Komme hier gerade schlecht an eine Säule. Wächtermodus wird nicht benötigt. Danke

Ich persönlich würde auf jeden Fall laden, ich bin immer der, der auf der sicheren Seite ist :face_with_peeking_eye:

Meine Frau würde nicht mal bei 15% laden :face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth::flushed:

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Ohne benötigten Wächter ist das gar kein Problem.

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Ich „lagere“ meine Fahrzeuge auch immer so um die 30% - wenn der Wagen dauerhaft schläft braucht der keine 1% am Tag; eher so 3-4 Kilometer wenn überhaupt.

Selbst bei 1%/ Tag hättest Du immer noch gute 18% nach 10 Tagen im Akku, wenn Du da in der Umgebung laden kannst ist doch alles Top!

Übrigens nachdem ich ja an der Steckdose gute 10 km Reichweite „verloren“ hatte, habe ich nur noch DC geladen auch auf 100% - Fazit die Km sind wieder „zurück gekommen“; trotzdem muss man glaube ich unterscheiden zwischen angezeigter Restreichweite und dem Zellinnenwiderstand, den man nur durch Auslesen raus bekommt.

Es kann sein, die Reichweite zeigt Dir noch 67 Kilometer an und der Wagen schaltet mit defektem Akku trotzdem ab, so wie ich es bei Besitzern von den älteren Modell S gelesen habe.

Also tatsächlich halte ich das langsame akkuschonende Laden für einen Mythos, die Daten von „Bassmaster“ (Christian) und EV-Klinik sprechen eine andere Sprache. Und klar bei einer guten PV Anlage würde ich auch Überschuss laden, völlig logisch bei kleinen Anlagen oder BKW wird man eher Schaden anrichten - zudem bringt das vermutlich nur wenig.

Das nun die Hersteller zu dem Thema schweigen überrascht ja nicht, aber so Leute wie „Bassmaster“ und andere die die Software zu Scan my Tesla entwickelt und geschrieben haben, haben vielleicht sogar bessere Daten als der Hersteller selbst - zumindest auf unterer Ebene - alles andere ist vermutlich „top secret“.

Was man noch bemerken könnte, wenn Du einen neueren Tesla hast; „Innenraum Überhitzungsschutz ohne A/C“ braucht etwas mehr Strom im Standby als wenn Du den aus machst.

Die Temperaturdifferenz beträgt übrigens so um die 10 Grad wie ich die letzten Tage mal ausprobiert hatte: MY so um die 40 Grad, das alte M3 ohne Überhitzungsschutz dann so um die 56 Grad - gestern zum Beispiel.

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ich lade im Sommer nur 3 Phasig ab 4,3kW (Überschuss, habe meist 6-10kW) und habe hauptsächlich nur kleine Ladehübe (1-4h), dass muss er ohne größere Degradation ab können …

Ich denke, die 6A Grenze dreiphasig ist ein guter Wert. Gerade bei kleinen Ladehüben von 10-20kWh sollte das aus meiner Sicht im Rahmen sein. Bin da also auch bei dir. Das langsame einphasige Laden sehe ich persönlich gefühlsmäßig als kritisch an, da die Ladezeit einfach extrem steigt.

Für den Akku zählt die erzielte Ladeleistung. Ob die aus einer oder drei Phasen gewonnen wird merkt der Akku gar nicht.

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Ich denke das Hauptproblem ist, dass es zu Akkus noch nicht genügend Forschung gibt.
Die einzigen drei Dinge, welche ich unterschreiben würde sind, dass der Ladeunterschied (min Entladestand zu maximale Ladestand) und die Entladegeschwindigkeit und die Temperatur eine bekannte Auswirkung auf Batterie hat.
Schlecht sind z.B. hohe und niedrige Ladestände und das wechseln dieser. So ist das Laden von 65% - 75% besser für die Batterie als 0% - 10% oder 90% - 100% oder auch 0% - 100%.
Zudem sind hohe (>50°C) und tiefe (<10°C) Temperaturen auch schädlich.
Des weiteren ist eine 1C Entladung besser als eine 3C Entladung ( Capacity fade study of lithium-ion batteries cycled at high discharge rates - ScienceDirect)

Es gibt aber auch viele verwirrende oder falsche Literatur.
So würde das Bild, die Ladegeschwindigkeit als Faktor betrachten, aber in den Literaturangaben zu der Graphik wird in keinem Wort die Ladegeschwindigkeit betrachtet (stattdessen die Entladegeschwindigkeit).
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(PDF) Review and recent advances in battery health monitoring and prognostics technologies for electric vehicle (EV) safety and mobility (researchgate.net)
In den Literatur Angaben geht es entweder um die Temperatur, die Alterung (mittels „accelerated evaluation methods“), die Auswirkung der Entladegeschwindigkeit und eine Literaturangabe ist einfach nur eine Aufzählung von Namen.

Zudem sind manche Forschung auch unvollständig.
Das Bild würde zwar eine hohe C-Rate als negativen Faktor identifizieren, aber ist es jetzt die Lade- oder Entladegeschwindigkeit, welche die Lebensdauer beeinflusst?


How do EV battery cell charge and discharge rates compare? - EV Engineering & Infrastructure (evengineeringonline.com)

Auch so zeigt das Bild, das Lade/Entladeunterschied und deren Auswirkung auf die Lebensdauer einer Handy-Batterie.
So ist das Laden/Entladen von 65% - 75% am besten für die Batterie. Aber was ist mit 55% - 65% oder 45% - 55%, macht es ein Unterschied ob man eine höhere Schlussspannung hat?

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BU-808: How to Prolong Lithium-based Batteries - Battery University

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