Das „Gedankenspiel“ habe ich schon verstanden, aber wozu eines anführen, das völlig fern der Realität sind? Um ein nicht existentes Szenario zu schaffen, in dem theoretisch das Elektroauto schlechter abschneiden könnte?
Wie wäre es, Du beschäftigst dich stattdessen mal mit realen Werten? Ich habe oben welche verlinkt, damit könntest Du anfangen.
Mir hat eingangs lediglich die Information gefehlt, dass die Stromquelle eine entscheidende Rolle dabei spielt, ab wievielen km die zusätzlichen CO2 Emissionen der Herstellung wieder eingespart sind … und ich mag Gedankenspiele
Die Diskussion, wie die CO2 Bilanz der E Mobilität DERZEIT ist, halte ich für ausgesprochenen Quatsch.
Die Frage ist doch, wo wir hin wollen.
Richtig, zu 100 Prozent Ökostrom, der dann von 100 Prozent E Autos verbraucht wird.
So etwas geht einfach nicht über Nacht.
Sollen wir etwa derzeit keine EAutos produzieren und verkaufen, weil deren Öko Bilanz möglicherweise schlechter ist als ein Verbrenner?
Na klar, gute Idee.
Wenn wir dann komplett auf Ökostrom umgestellt haben, verlangen wir von den Fahrzeugherstellern, daß diese sofort nur noch E Autos bauen und zwar mit effektiven Batterien. Selbst dann würde es sehr lange dauern bis jeder ein EAuto hätte. So ist es ein langsamer aber stetiger Umstieg, begleitet von einer effektiven Weiterentwicklung.
Wird eigentlich auch berücksichtigt das die Bilanz in 20-30 Jahren auch wieder positiv beeinflusst wird wenn dann das Batterierecycling zum tragen kommt, und man das ganze Material nichtmehr alles aus dem Boden gewinnen muss?
Die Diskussion über DERZEITIGE Unzulänglichkeiten im Sozialismus halte ich für ausgesprochenen Quatsch.
Die Frage ist doch, wo wir hin wollen.
Richtig, der Sozialismus wird in 30 Jahren in den Kommunismus übergehen. Mit 100% der Produktionsmittel in gesellschaftlichem Eigentum, und die Gesellschaft besteht zu 100% aus Werktätigen.
habe mal meinem Sohn für eine Projektarbeit folgenden Fragen gestellt (siehe pdf). Eigentlich mehr aus dem Grund, dass ich es selbst nachvollziehen wollte
Mein Ergebnis bei meinem Tesla S (85 D - BJ 2015) ist nicht ganz so gut, wie das oben errechnete. Mit rein regenerative Energien geladen ist der BreakEven bei knapp 44.000€ mit dem deutschen Strommix Stand 2017 - liegt er bei ca 73.000€
„Second Live“ des Akkus bzw. das beim Herstellen des Benzin-Motors auch CO2 produziert wird , ist nicht berücksichtigt. Die Graukosten bei der Benzinherstellung schon.
Hier noch die Lösungen, für die die nicht selber rechnen wollen.
Die Analysen, die einen einheitlichen CO2-Fußabdruck für Akkus pro kWh voraussetzen, sind mit sehr großer Vorsicht zu genießen. Die in unterschiedlichen Modellen verbauten Akkus sind technisch zum Teil sehr unterschiedlich. Dazu kommt, dass man als Hersteller einen Einfluss darauf hat, welche Rohstoffquelle man wählt, und was für eine Energiequelle man zur Herstellung verwendet.
All das findet in solchen Einheitsberechnungen keine Berücksichtigung. Und schließlich sind die Datengrundlagen oftmals ziemlich alt und berücksichtigen somit prinzipbedingt nicht die schnellen Fortschritte in der Akkutechnologie. Die 140 kg CO2 pro kWh stammen aus einer Herstellerangabe von LG aus dem Jahre 2016, siehe z.B. hier: Elektroauto-Akkus: So entstand der Mythos von 17 Tonnen CO2
Leider weiß man nicht, wo die echten Werte für die jeweiligen Modelle liegen. Klar ist aber, dass sie für Teslas deutlich niedriger sind als bei Eurer Projektarbeit berechnet. Für Dein 85D aus dem Jahr 2015, und erst recht für aktuelle Modelle. Den deutschen Strommix zugrundezulegen, ist ebenfalls unangemessen nachteilhaft für das Elektroauto - erst recht, wenn es der von 2017 ist. Weitere Einflüsse in dieselbe Richtung hattest Du ja schon genannt.
In Summe muss man sich keine Sorgen machen, dass ein Verbrenner hinsichtlich CO2-Emissionen in irgendeiner Weise konkurrenzfähig mit Elektroautos wäre - von anderen Emissionen ganz zu schweigen.
Ich halte es für allgemein schwachsinnig über co2 zu reden. Als würde aus dem Auspuff nur co2 kommen … da gibts viel unangenehmere Gase und feststoffe. Partikelfilter sind nur eine Verschiebung von Abgasen um Messungen zu schönen. Einen ganzen freibrennzyclus hat noch niemand dokumentiert weil es nicht geht. Es würde das teure Messgerät zerstören.
Es ist schon erstaunlich, wie schwierig es ist, dies einigermassen genau zu berechnen. Je nach Annahmen die man trifft ist ein EAuto entweder viel besser (z.B. reine Überschussladung) oder sogar schlechter.
Anbei noch einige Punkte, welche oft nicht berücksichtigt werden:
Transport des Autos. Ein lokal hergestelltes Auto mit lokalen Komponenten ist deutlich umweltfreundlicher als eines, welches zuerst um die halbe Welt transportiert werden muss und zuvor die Teile auch importiert wurden. Es gab ja mal einen Artikel, welcher besagte, dass ein Hummer nicht schlechter als ein Prius ist. Verbrauch ist extrem, ja, dafür alles lokal produziert.
Standy-Verlust. Bei Tesla kann dieser, wenn man hier liest, ca. 1kWh pro Tag betragen. Das wären 365 kWh pro Jar, also alleine 146kg CO2 für gar nichts, wenn man den Durchschnittsmix nimmt, wobei man wohl eher reinen Kohlestrom nehmen sollte, denn es handelt sich hier um zusätzlichen Verbrauch. Hier sollte Tesla dringend nachbessern.
Energie für Heizung, inkl. Akkuheizung im Winter. Dies habe ich noch bei keinem Test realsitisch einbezogen gesehen. Wie viel wird den tatsächlich für den Akku „verheizt“, vor allem wenn es kalt ist?
Schwachsinnig nicht, es ist schliesslich der Haupttreiber der menschlichen ausrottung.
Aber ganzheitlich betrachtet gehölrt mehr dazu - absolut. Der Thread titel sagt jedoch CO2 ist Topic hier
Dieses Argument: Wenns zusätzlicher Verbruach ist dann muss ich dafür Kohleverstromung zu Grunde legen kann ich nicht mehr hören.
NEIN, muss man nicht. Denn wenn der Bedarf steigt, dann beschleunigt sich normalerweise auch der Ausbau neuer (erneuerbarer) Energiequellen. Die Kohleverstromung kann man vielleicht als Worstcase Basisszenario nehmen, das so nie eintreten wird, aber nicht realistisch zum rechnen verwenden. Alleine wieviele Menschen sich eine Solaranlage aufs Dach pappen, nur weil sie sich ein Elektroauto genommen haben (in meinem Freundeskreis zumindest 3) spricht schon gegen dieses Argument.
…doch: Man wird nie -ohne Pufferung- Netzstrom zu 100% aus regenerativen Energien gewinnen können. Wind und Sonne schwanken und damit auch der Strom. Es gibt Studien, dass max. 60% regenerativer Energie für Deutschland möglich sind. Aber - um beim Thema zu bleiben- reicht diese Zahl, um das Elektroauto im CO2-Wettbewerb EINDEUTIG siegen zu lassen.