@MichelZ: Die meisten Test sind über einen kurzen Zeitraum, wobei viel gefahren wird. Selbst wenn der Gesamtverbrauch gemessen wird (ist leider nicht immer so…), macht die Akkuheizung weniger aus, da einerseits nicht oft geladen werden muss und die meiste Zeit die Batterien eh schon warm sind. Dies ist aber nicht ein realistisches Profil. Z.B. eine Pendlerstrecke im Winter mit 15km? Oder Laden im Winter draussen mit AC?
@Hondosan: Auch wenn du es nicht mehr hören kannst ist es eine Frage die sich stellt. Selbst wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien gleich schnell wie der Verbrauchsanstieg wäre, würden immer noch Kohlekraftwerke benötigt. Und die Frage stellt sich: ist es umweltfreundlicher, z.B. x 1000 EAutos durch Verbrenner zu ersetzten, wenn dafür ein Kohlekraftwerk gescchlossen werden kann?
Unabhängig davon bezog ich mich auch den Standbyverbrauch. Da ist die Ausgangslage noch klarer: was ist besser: Tesla reduziert den Standbyverbrauch oder nichts passiert und 100’000 Teslas verbrauchen die Leistung eines Kohlekraftwerks „im Stehen“?
Oder Erdgas, das in Österreich zum Beispiel vollständig den fossilen Bedarf deckt. Da ist das letzte Kohlekraftwerk schon vor ein paar Jahren offline gegangen.
Ich sage nicht, dass wir den Sprung aus den fossilen Brennträgern morgen schaffen, aber ein Elektroauto mit 100% Kohlestrom zu rechnen finde ich einfach verkehrt.
Aber ja die Phantomleistung die Teslas fürs rumstehen aus dem Netz ziehen sind prinzipiell problematisch. Vorallem wenn wir von 100.000 oder mehr reden.
Warum reden eigentlich immer alle von Deutschland?
Leute, wir haben seit den 50ern ein europäisches Verbundnetz.
Wenn bei uns grad Mistwetter ist, scheint sicherlich irgendwo anders in Europa die Sonne.
Das muss man nur noch besser koordinieren und die Partner müssen auch noch grüner werden, dann funktioniert das.
In Zukunft wird viel möglich sein denke ich und dies wird hier glaube ich auch nicht bestritten?
Nur sind wir noch nicht da und realsitischerweise muss bei den CO2-Emissionen von der momentanen Stromerzeugung ausgegangen werden, da sich so schnell nichts ändern wird (leider…). Selbst naheligende Sachen wie z.B. Überschussladung aller Elektroautos ist noch in weiter Ferne, dabei läge dies doch wirklich auf der Hand.
Unabhängig davon, um auf das Thema zurückzukommen: ich denke nicht, dass man als Autofahrer generell über Umweltfreundlichkeit reden sollte. Ob ein Auto jetzt ein paar % mehr oder weniger CO2 austösst als ein anderes macht nicht wirklich einen Unterschied und lenkt vom Thema ab, dass autofahren generell schlecht ist für die Umwelt. Dazu kommt, dass es deutlich sparsamere EAutos gibt als Tesla, von dem her sehe ich eigentlich nicht, weswegen man da mit anderen Autofahrern diskutieren müsste.
Spannend Seite 4: Ausnahmslos alle fossilen Energieträger sind in der tatsächlichen Stromproduktion rückläufig. Nur erneuerbare Energiequellen werden massiv ausgebaut.
Ich finde Deinen Antwort-Ansatz super! Der greift aber leider nur, wenn es der andere nicht weiss + verstehen will. Wenn es der andere eh weiss und/oder nicht verstehen will geht nichts mehr.
Daher ist mein Standard-Stammtisch-Argument: „CO2 ist mir egal, mein Auto faehrt mit Strom vom Dach anstatt Diktatoren mit Oelgeld die Taschen voll zu machen.“ Wer es aggressiv will, setzt noch einen Satz hintendran: „Du mit Deinem Verbrenner traegst zur politischen Abhaengigkeit von Deutschlands bei, zwingst uns krumme Deals mit Leuten zu machen, die ihre Kritiker in kleine Teile zersaegen und finanzierst einen Krieg mit vielen Toten im Yemen.“
An Benzin und Diesel klebt buchstaeblich Blut. Und zwar ekelhaft viel. Ich bin dafuer, dass wir das beim Stammtisch zum Thema machen.
Oh doch, das macht einen großen Unterschied, und genau um diesen Unterschied geht es in diesem Thrad. Natürlich ist Nicht-Auto-Fahren besser als Auto-Fahren, aber auch Nicht-ÖPNV-Fahren und so weiter. Für das CO2-Argument zählt nur eines: Auf Technologien setzen die komplett CO2 frei funktionieren, und da zählt der Verbrenner halt einfach nicht dazu.
In 10 Jahren hat die erneuerbare Energieproduktion um 60% zugelegt. Wenn dies so weitergeht sind wir in 10 Jahren immer noch unter 50% Gesamtanteil. Und dies berücksichtigt noch nicht den gestiegenen Stromverbrauch durch EAutos. So gesehen ist also nicht so ein toller Ausblick…
@Pepe: EAutos sind lange nicht CO2 frei, von dem her kann ich deinem Argument nicht folgen.
Ich rede hier vom Potential CO2-frei zu werden. Das wird nie funktionieren, wenn man Erdöl verbrennt. E-Autos kann man CO2-frei herstellen und betreiben. Wenn überall in der Produktion erneuerbarer Strom verwendet wird (z.B. auch für den Stahl und für die Akkus) ist das möglich. Dass E-Autos im Betrieb CO2-frei sind, wissen ja die meisten schon. Einzig beim Bau der Straßen wird es mit Beton/Asphalt noch länger nicht CO2-frei gehen (hier entweicht aus dem Gestein CO2).
Lass doch bitte diese sinnfreien Aussagen. Willst du hier jetzt vielleicht tatsächlich noch den menschengemachten Klimawandel leugnen? Wir zerstören die Lebensgrundlage auf diesem Planeten. Da sind wohl Verbote angebracht. Natürlich nicht das Atmen, aber das Zerstören dieses Planeten. Aber ich glaube das ist jetzt schon etwas Off-Topic. Lies dich hier mal ein: Klimaschutz, Umweltschutz, CO₂ allgemein
Verbrenner kann man auch CO2-frei herstellen und betreiben - theoretisch, genauso theoretisch wie Eautos. Von dem her denke ich nicht, dass diese Argumentation zielführend ist und statt dessen die aktuelle Situation und ev. die Situation in ein paar Jahren zu berücksichtigen ist.
ja, aber nicht stickoxidfrei und nicht feinstaubfrei (Reifenabrieb-Feinstaub mal außen vor, den haben beide). Bei der Ganzen CO2 Diskussion geht es letztendlich ja immer um die gesamte Umweltfreundlichkeit.
Ja du kannst den Verbrenner co2 neutral fahren theoretisch. Nur der Energieaufwand ist wesentlich höher. Und irgendwo muss die Energie auch her kommen…
Ganz genau. Theoretisch wäre Power-to-Gas möglich (aber aufgrund der schlechten Effizienz auf Jahrzehnte hinaus unrealistisch, genauso wie Wasserstoff), dann gibt es noch Bio-Treibstoffe (aber hier haben wir nicht genug Anbaufläche auf der Erde, um das flächendeckend zu ermöglichen. E-Autos mit Akkus bleiben also die einzig realistische Technologie. Und da wir nicht mehr lange Zeit haben und sofort die CO2-Produktion drosseln müssen, ist es die einzige Alternative.
@Peh: das geht auch, z.B. mit Brennstoffzelle. Mein Punkt ist jedoch, dass „was wäre wenn in Zukunft“ nicht hilft, wenn es darum geht, die Umweltfreundlichkeit jetzt zu bewerten.
@n30x: Der Energieaufwand muss nicht höher sein. Mit Biogas z.B. hast du einen guten Wirkungsgrad, besser, als wenn zuerst damit Strom erzeugt werden muss. Und gemäss dem hier verlinkten Bericht wird der Strom aus erneuerbaren Quellen in der EU zu 60% aus Biomasse hergestellt…
@Azure: lies doch den Bericht, bevor du so etwas unterstellst. Die Daten sind aus dem Bericht, und der Bericht bezieht sich auf die EU, nicht nur Deutschland wie in deinem Link.
Die Erzeugung von Wasserstoff benötigt 3-4x mehr Strom, als wenn man ihn direkt nutzt. So lange wir nicht unendlich viel EE zur Verfügung haben, ist das flächendeckend nicht sinnvoll.
Für die CO2-Bewertung ergibt kurzfristig nur eine Bewertung über die Lebensdauer eines Fahrzeugs Sinn, also ca. 15-20 Jahre, und nicht die aktuelle. Dann gibt’s noch längerfristige Effekte, wie zB das Recycling der Akkus, die eigentlich auch den zukünftigen Fußabdruck durch das Recycling der heute produzierten Akkus verringert.
@megameter das stimmt auch nicht ganz mit dem Biogas. Hatte mich damit beschäftigt weil es mir wichtig war umweltfreundlich zu fahren. Da ist natürlich Gas aus Heu das beste. Und ich hätte sogar Biogas an ausreichend vielen Tankstellen beziehen können. Das funktioniert für ein paar wenige Fahrzeuge. Du kannst aber den Gesamtbedarf nicht annähernd damit decken. Und damit bin ich beim Stromer gelandet
Das ist genau der Punkt bei Biogas. Biogas macht totalen Sinn für Bioabfälle, die anderweitig nicht genutzt werden können. Daher ist die Strommenge/Biogas begrenzt. Sobald man anfängt Biogasvorprodukte klassisch anzubauen, um mehr Biogas/strom zu produzieren, konkurriert man mit Nahrungsmitteln. Es ist aber sicherlich noch Potential an Biogas aus Abfällen vorhanden.
Ich weiß nicht wie weit das ist mit dem Algenanbau ist , aber das könnte noch ein Weg seiner Biogas/strom zu produzieren