Brennende Elektroautos – Fakten, Mythen, Lügen

Sämtliche „Informationen“ sind sinnlos, solange von „E-Autos“ gesprochen wird, denn das kann bedeuten reine Elektroautos, Plug-in-Hybridautos und andere Hybridautos.

Hybridautos brennen mehr als doppelt so häufig wie Benzin- oder Diesel-Autos und 150-mal häufiger als reine Elektroautos.

Das verlogene Journalistenpack wird sich hinter dem Begriff E-Auto verstecken und wird diesen Umstand nicht aufklären.

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Weshalb gleich „verlogenes Journalistenpack“? Vielleicht auch unwissend, schlecht recherchiert? Die Pauschal-Aggression nützt keinem.
Beim RBB habe ich gestern einen interessieren Moderator gehört, der einem Brand-/Löschexperten richtige Fragen gestellt hat. Fazit: wir wissen alle noch nicht, was die Ursache war und es kann genauso gut zu spät erfolgte Kenntnis und somit zu spät begonnener Löscheinsatz bei anderer Ursache gewesen sein.

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Über das nicht verlogene Journalistenpack habe ich keine Aussage gemacht. :upside_down_face:

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Auch wenn es kein EV war, dass für den Ausbruch eines Feuers an Bord verantwortlich ist, fängt es auf einem Autotransportschiffe erstmal an zu brennen geht es offenbar immer sehr schnell und i.d.R sind Ladung und Schiff verloren.
Was vielleicht, ähnlich wie nach einigen Tankerunfällen in Nordamerika und Europa in den 1980er und 1990er Jahren, „schnell“ zu verschärften Standards für Autotransporter führen wird, ist der Umstand das es vor unserer Nase passiert.
Wenn die Schiffe schon im Hafen oder Stunden nach dem Ablegen in Flammen stehen, haben wir selbst das Aufräumen zu erledigen.
Was irgendwann auch den Blick auf den Umgang z.B. mit Schiffswracks lenken könnte??
Im folgenden Fall wurde das ausgebrannte RoRo Schiff in den USA entladen und dann, zum „Recycling“ in die Türkei geschleppt.
Wobei, ich bin kein Experte für die umweltgerechte Entsorgung von Schiffen, wahrscheinlich ist die Türkei da besser aufgestellt als die USA :person_shrugging:.

https://www.ntsb.gov/news/press-releases/Pages/mr20211216.aspx

Hier war es wohl eine konventionelle Batterie die, warum auch immer, noch im Hafen das Feuer ausgelöst hat.

Gestern erste Forderungen dazu gehört, die Fahrtrouten sollen geändert werden, damit das Watt nicht gefährdet wird. St Florian verschon mein Haus zünd andere an.

Das Watt ist Weltnaturerbe. Wenn man gefährliche Routen auch woanders hinlegen kann, wo ‚nur‘ normale Natur ist und keine speziell geschützte, ist es sicher vernünftig, das auch tun tun.

Ich persönlich hätte aber meine Zweifel, ob es denn überhaupt möglich ist. Das Watt zieht sich ja prinzipbedingt an der ganzen Nordseeküste von NL und D entlang.

Wie dem auch sei… der Transporter ist sicher im Hafen angekommen, das Thema wird also bald aus den Nachrichten verschwinden.

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Das hat mich auch sehr gewundert - die Mannschaft verlässt in Panik das Schiff, Löschen geht angeblich nicht, weil zu heiß, keiner weiß, was passiert ist und warum es brennt - aber es war ganz bestimmt ein Elektroauto, das „explodiert“ sein soll.
Das wird dann gleich ungeprüft und ungefiltert als Tatsache in den Nachrichten verbreitet und man wird als Elektroautofahrer von Kollegen und Bekannten seither dauernd drauf angesprochen: „Siehste mal, Deine blöden Elektroautos, die sind erstens sowieso an allem und jetzt auch noch daran schuld, wenn das Wattenmeer zerstört wird“.
Dann hieß es, das Feuer soll in einem Bereich des Schiffs ausgebrochen sein, in dem „üblicherweise“ Elektroautos geladen werden. Aha.
Dann kam die niederländische Küstenwache an und sagte, dass sie ja nie offiziell davon gesprochen hätten, dass ein Elektroauto die Brandursache gewesen sei. Soso.
Alles also bislang nur Spekulationen und Vermutungen. Ohne eine Untersuchung wird das nicht geklärt werden können, aber man kann ja mal was in die Welt setzen, immer frei nach dem Trump’schen Motto: Wir haben da alternative Fakten und einfache Botschaften nach dem Motto: FUD (fear, unvertainty and doubt) bleiben bei der breiten Masse hängen.
Meines Wissens sind Akkus bislang deswegen in Brand geraten, weil der Akku nach einem Unfall beschädigt wurde oder an diesem von Unbefugten herumgebastelt wurde.
Und selbst wenn es ein Elektroauto gewesen sein sollte (oder ein solches durch ein von einem Verbrenner oder auch einem Kabelbrand im Schiff oder was auch immer) ausgelösten Feuer in Brand geraten ist, dann waren die Brandschutzmassnahmen offensichtlich alles andere als ausreichend. Die Mannschaft hatte wohl keine Ahnung, was zu tun ist, das Schiffe gehört einem japanischen Konzern, dessen Schiffe anscheinend eine unrühmlich (Brand-)Geschichte haben und fuhr unter einer Billigheimer-Flagge, wo die Schiffe auch fast nie kontrolliert werden (Quellen: SZ und Spiegel).
Die Verbesserung des Brandschutzes kann natürlich zur Erhöhung von Transportkosten führen, aber muss eigentlich alles dreimal um die Welt gefahren werden, nur weil die Produktion z.B. in Asien aus welchen Gründen auch immer etwas billiger ist und der Transport fast nichts kostet und sich das Herumschippern nur deswegen rechnet?
Also mal Abwarten, was dabei herauskommt. was nun wirklich die Ursache war.
Aber die Meldung „Elektroauto-Explosion führt zu Schiffsbrand“ ist in der Welt.

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Sehe ich auch so. Selbst auf der Straße, wenn Menschen neben so einem brennenden Auto stehen können sie schwer zwischen einem „normalen“ und einem Akku Brand unterscheiden. In einem Schiff mit so vielen Autos, mit einer simplen Brandmeldeanlage und, wenn überhaupt, vielleicht hier und da mal einer Kamera soll dies nun in dem dramatischen Geschehen zweifelsfrei feststehen? Ganz sicher nicht.
Die Autos stehen üblicherweise eng an eng, wenn es da brennt, dann brennt es. Der Akku irgendeines Fahrzeugs ist dann nur, wie der ganze Rest auch, brennende Masse.

Zumal auf dem Schiff nicht nur PKW geladen waren:

Inzwischen schreiben die meisten Medien zwar davon, dass die Ursache noch nicht feststehe, aber die Nachricht ist doch schon in die Welt getragen.

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Ich finde es grundsätzlich Mühsam wie die Thematik erstmal in Richtung böse Elektroautos gedrück wurde anstatt auf das Offensichtliche: Wie kann es sein, dass solche Frachter einfach komplett ausbrennen? Brandschutztüren, voneinander komplett Trennbare Sektionen, vernünftige Brandbekämpfungsanlagen?
Dass aus Profitgier der Reedereien auf Sicherheitseinrichtungen verzichtet wird ist so gut wie nirgens Thema (kostet ja Geld, kostet ja auch Laderaum so Brandschutzsektionen etc.).

Im Endeffekt ist es auf solchen Schiffen absolut wurst was anfängt zu brennen - mit dem nicht vorhandenen Brandschutz auf vielen dieser Frachter fackelt die Kiste immer komplett ab.

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Ich glaube es gehen da alle von einem Passagierschiff oder einem normalen Frachtschiff aus, bei dem sehr viele Sicherheitseinrichtungen und Brandschutzsektoren vorhanden sind.
Ein Autotransporter ist ein eigener Schiffstyp, der besonders auf den Transport von Autos ausgelegt ist, er ähnelt daher eher Fähren, denn Transportschiffen. Es gibt zwar sehr viele Ladedecks (so um die 14 Stück), aber die sind für die schnelle Beladung von vorne bis hinten offen. Wenn ein Deck brennt, dann brennt das gesamte Deck. Und die einzelnen Decks sind noch dazu mit Steilrampen untereinander verbunden, was ebenso Brandschutzsektoren ausschließt.

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Naja, gestern Abend in den Nachrichten der ARD begann zumindest der Bericht über den Frachter mit: …, die unter anderem auch Elektrofahrzeuge geladen hatte, …
Warum nicht: ,… die sechs Dosen Ravioli oder vier Packungen Staubsaugerbeutel geladen hatte,…
Die Seitenhiebe sind genau das, was dann hängen bleibt.

Genau das.

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Ich schaue zu selten Tagesschau. :see_no_evil:
Aber da hast du Recht. Es bleibt halt hängen.

Als Elektroautofahrer kann ich ja nachvollziehen das dieses Bashing von E-Autos nervt.
Mich wundert aber auch, das hier viele die Statistiken der Versicherer und Schiffszertifizierer ignorieren.
Offenbar hat sich die Zahl der Brände erhöht, seit auch nennenswert viele EVs auf diesen Schiffen transportiert werden.
Persönlich fände ich es besser wenn die Sicherheit auf RoRo Schiffen und Fähren umgehend verbessert wird, anstatt dieses Blame Game in den Medien und auch hier.
Wird es dadurch Teurer? Bestimmt.
Ist es das Wert? Ich finde ja.

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Was mich immer zusätzlich stört: Selbst in den meisten Artikeln und Beiträgen die das Brandrisiko sachlich erklären wird immer nur gesagt, dass von E-Autos kein höheres Risiko ausgeht. Eigentlich müsste man bei den Statistikgen die es gibt doch aber sagen, dass von ihnen eine deutlich niedrigeres Risiko eines Brandes ausgeht.

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In seriöseren Auswertungen ist das Brandrisiko von Elektroautos zu ihren vergleichbaren Verbrennermodellen sehr ähnlich:

0.19 vs 0.20 ist quasi gleich

Wichtig ist, dass immer ähnliche Autos von gleichem Alter miteinander verglichen werden. Alte Autos brennen eher.

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Am Ende kommt dieses Statement:

„A prior exploration of noncrash fire data for newer electric vehicles found electrics had an elevated noncrash fire claim frequency compared with their conventional counterparts.“

Die „elevated noncrash fire claim frequency“ bei Elektroautos ist das was die Schifffahrtsindustrie seit 2020 umtreibt.
Es ist in meinen Augen daher durchaus möglich, dass für den sicheren Transport von EVs andere Bedingungen ausschlaggebend sind als bei ICEs.

Nein, die Zahlen geben das nicht her.
@Hendrik hat eine Studie verlinkt und dort wird deutlich, auf sehr dünner Datenlage, glücklicherweise kommen Brände unabhängig von Unfällen bei Fahrzeugen selten vor, das EVs offenbar nicht viel seltener in Brand geraten als ICEs.
Manche EV Modelle brannten in der Vergangenheit sogar etwas öfter :person_shrugging:.

Persönlich, vom ICE mit LPG kommend, fühlt sich das EV für mich sicher an.

Auch wenn ich beim ersten SuC Besuch etwas nervös wurde, ob der Geräusche und Vibrationen beim Laden.
Auch die ab und zu auftretende Rauchentwicklung gegen Ende des DC Ladens irritiert mich und meine direkte Umgebung immer wieder Kurz.
Solange der Rauch geruchlos ist…

Anscheinend waren am meisten BMW geladen - die sind ja auch als Verbrenner durchaus dafür bekannt, dass sie ab und zu mal abfackeln.

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BMW hat ein Problem mit alternden und dann defekten AGR Kühlern die Brände auslösen können. Aber diese Brände können nur bei im Betrieb befindlichen Fahrzeugen auftreten.
Also in dem Fall wohl nicht relevant.

Der weiter oben verlinkte Vergleich von gleichen Fahrzeugmodell als ICE und BEV ist da schon eher interessant als der sonst hier herangezoge Vergleich eines relativ neuen Fahrzeugsbestand gegen einen uralten.

Das Model S hat als Single Motor eine non-crash-fire-rate von 1.7, als dual Motor 2.0.
Für das X liegt sie bei 2.2, beim Model 3 bei 0.4. Der Durchschnittswerte in der Luxusklasse liegt bei 0.8.

Damit brennen Tesla häufiger als alle in der obigen Tabelle aufgeführten Fahrzeug, egal ob BEV oder ICE.

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Die aufgeführten Reports beziehen sich so wie ich es lese ausnahmslos auf die in den USA aufgetretenen Fälle, oder?

Interessanter wäre doch die Statistik für Europa, speziell Deutschland.
Hier gibt es auf Grund anderen Fahrverhaltens andere Unfälle.