Nach meiner Ansicht lassen die sichtbaren Löcher auf den Rumpfseiten darauf schliessen, dass Explosionen aufgetreten sind. Die entstandenen Druckwellen dürften m.E. eine Geschwindigkeit von mindestens 2500 m/s erreichen.
Ich kenne nur eine, nach der bei gleich alten Fahrzeugen Elektroautos ungefähr genauso oft brennen wie Verbrenner, weil bei beiden in aller Regel die gleichen Gründe für die Feuer auslösen: Klimaanlage, NV-Elektrik, überhitzte Bremsen.
Plugin-Hybride brennen wohl etwas öfter, wohl wegen der komplizierteren Technik. Ich könnte mir vorstellen, dass es da ähnlich ist wie bei allem bei PHEV: bei Verbrennern kann Motor und Abgasreinigung zu Feuern führen, bei BEV der Akku und PHEV haben halt beides…
Also Brände inkl. Betriebsbränden (heiße Bremse, heißer Kat, Turbo, etc.),
hier geht es wohl um einen Brand im Ruhemodus.
Ich wage zu bezweifeln das es darüber Statistiken / Untersuchungen gibt,
allein schon, weil alle Hersteller (egal welcher Art von Fahrzeugen) ein Eigeninteresse haben, solche Fehler selbst aufzuklären und zu vermeiden.
Schaut man sich die nhtsa Rückrufe an, werden bei den Quellen für Rückrufe mit dem Hinweis „park outside“ (wg feuergegahr) in den letzten 10 Jahren/über alle Marken häufig ABS, Tow hitch und Bremspumpe genannt.
Sind das Komponenten mit 12v Dauerversorgung oder wieso?
Gibt es eigentlich Neuigkeiten zu den drei abgefackelten Busdepots in Düsseldorf, Hannover und Stuttgart?
Damals hatte man ja vermutet, es könnte ein Problem mit den e-Citaro von Mercedes-Benz mit neuartiger Festkörperbatterie geben.
Habe aber nie wieder etwas davon gehört.
Die Informationsquelle ist für mich zwar auch durch, aber Akkus können explodieren. Oder zumindest sieht es für den Laien so aus:
Habe ich schon selbst erlebt bei einem sehr kleinen Modellbau-LiPo im Ladegerät. Gab einen lauten Knall und dann viel Rauch.
In Hannover waren seinerzeit ja etliche e-Busse übriggeblieben. Da hatte man nur ein paar Monate gewartet, ob aus dem Brand auf eine erhöhte Gefahr gefolgert werden könne, was nicht der Fall war. Also hat man sie unverzüglich wieder fahren lassen.
In Düsseldorf hat man nach zwei Jahren Karenzzeit wieder Elektrobusse bestellt und glaubt auch eher nicht, dass der Brand von einem der abgefackelten Busse ausging. Wirklich wissen tut man es aber nicht.
In Stuttgart hat man die E-Mobilität erst mal auf Eis gelegt. Dort glaubt man wohl auch weiterhin, dass ein e-Citaro der Auslöser war.
In München ist man die Sache differenziert angegangen. Für den e-Citaro gab es einen offiziellen Rückruf, dem sind sie natürlich gefolgt. Zwei weitere Busse waren schon vorher außer Betrieb genommen worden, weil man die Gefahr einer Batterieüberhitzung sah. Der Rest fährt seit nur einer Woche nach dem Brand-Moratorium wieder.
LiPO‘s Verhalten sich ganz anders als eine NMC Zelle. Ein LiPO hat kein CID, das macht einen großen Unterschied.
Wobei, wenn es sich um ein E Fahrzeug handelt und es wirklich den Brand verursacht hat, es interessant wäre welche Zellform es ist. Mercedes hatte Probleme beim EQC mit den Prismatischen Zellen.
Schon putzig, die Urlauber, die sich um die Wasserqualität am Badestrand in Bezug auf die Akkus der Autos auf dem Frachter Sorgen machen. Da macht sich komischerweise niemand Gedanken was 1600 to Schweröl und 200 to Marinediesel so alles anrichten können, wenn sie frei gelassen werden.
Ich hab’s auch gerade in der Tagesschau gesehen. Da haben BILD und co. ihren Bildungsauftrag offenbar erfüllt, wenn man sich bei dem Unglück nur um die Batterien der eAutos im Meer sorgt.
Ich ebenfalls. Unglaublich, wie weit man die öffentliche Meinung von den Fakten weg führen kann. Naja, Trump hat das Lügen salonfähig gemacht und vorgeführt, dass Fakten leicht durch alternative Fakten ersetzt werden können. Das hat sicher andere ermutigt und wie man sieht, funktioniert es wunderbar.
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Ich habe mir aber auch gleich Sorgen um die Akkus gemacht.
Schade drum, wenn die so einfach im Meer versinken - hätten so viel Gutes tun können.
Welchen SOC haben die Diner eigentlich, wenn sie auf so lange Reisen gehen?
Wieviel Sprit ist in den Verbrennern drin?
Stellungnahmen zum Schiffsbrand:
Lohnt kaum, der Bild den Klick zu gönnen. VW sagt „unsere Fahrzeuge sind sicher“, die meisten anderen sagen „unsere Fahrzeuge waren nicht an Bord, daher sagen wir nichts“ oder „wir wollen uns dazu nicht äußern“. Im Grunde alles nur Blah Blah.
Mir ist gestern aufgefallen, dass die öffentlich-rechtlichen Medien (ARD, WDR, NDR) kein Wort mehr über E-Autos auf dem Schiff verloren haben.
Nur noch „es brennt“ „es wird weggeschleppt“ und „Gefahr durch Öl“.
Vielleicht haben die ja ihren eigenen Faktencheck gelesen…? ![]()
Das Schiff bleibt ja scheinbar in den Niederlanden, oder landet vielleicht doch noch in einem deutschen Hafen…
Da sollte es dann ja vielleicht auch für die interessierte Öffentlichkeit in Erfahrung zu bringen sein ob es diesmal ein E-Auto war, das als erstes gebrannt hat.
Für die Profis, also alle die sich mit Sicherheit auf Schiffen befassen und die, die dann nach Bränden für den Schaden aufkommen, ist offensichtlich seit mindestens einem Jahr klar, dass EVs ein erhöhtes Risiko an Bord bedeuten.
Auszug aus dem kleinen Artikel, zur Übersetzung mit einem Programm der eigenen Wahl:
„By updating our rules in response to the evolving risk presented by battery-powered electric vehicles and the particular issues these types of vehicles create for car carriers, we are advancing the cause of safety at sea and continuing our 160-year-old mission,” said Patrick Ryan, ABS Senior Vice President, Global Engineering and Technology.“
Wenn man aber lieber weiter spekuliert, ob nicht doch nur die öffentliche Meinung mittels der Berichte zum Feuer an Bord durch E-Autos diesen EVs gegenüber negativ beeinflusst werden soll, kann man auch munter weiter Spekulieren, anstatt öffentlichen Quellen Raum bei der Bewertung der Vorgänge zu geben.
Das sehen Zertifizierungsstellen für die Berufsschifffahrt offenbar nicht so.
Wobei natürlich „Spontan“ weiteren Spekulationen Tür und Tor öffnet.
In der aktuellen Diskussion wurde (leider habe ich dazu keine Quelle) die Möglichkeit diskutiert, das durch Aufsetzen eines EVs auf einer oder mehrerer Rampen während des Transports der Akku einen Schaden genommen hat und schon dann wäre ein späterer Brand natürlich nicht mehr wirklich „spontan“.
Es bleibt halt die Aussage von Fachleuten, das die Anwesenheit von EVs an Bord häufiger zu schweren Bränden führt.
Frage ist halt welche sog. Fachleute man fragt:
„Nach aktueller Studien- und Forschungslage sei die Wahrscheinlichkeit eines Brandes eines Elektroautos gleich oder sogar geringer als die eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor, sagte eine Sprecherin der Reederei.“ Quelle
Scheinbar hat TT-Line auch gar keine Probleme Lademöglichkeiten anzubieten! Quelle
Und in Wahrheit geht es nicht darum, dass EV häufiger brennen als ICE, dafür aber schwerer/schlechter zu löschen sind. Vor allem mit der veraltenden Löschtechnik auf Fähren/Frachter. Dein o.g. Zitat ist nämlich genau so gemeint …
Übrig bleibt bei aller Relativierung des Risikos von E-Autobränden auf Schiffen, das auch bis vor kurzem (2021/2022) „moderne“, also 10-12 Jahre alte Schiffe, offenbar häufiger als bisher in Flammen aufgegangen sind.
Beim Geld hört bekanntlich die Freundschaft (und teilweise auch die Ideologie) auf und es werden von Versicherern und Zertifizierungsgesellschaften Fakten geschaffen.
Beide Artikel berufen sich auf „Eigenwerbung“ einer Reederei. ![]()
Das auf einer 2022 er Fähre höchste Sicherheitsstandards gelten glaube ich.
Was das Thema Umweltfreundlich angeht (LNG umweltverträglicher als z.B. grünes Methanol? (fährt die Konkurrenz seit 2015 mit auf der Ostsee). Ganz zu Schweigen davon, das zur Zeit nicht ausreichend LNG für den Schiffsbetrieb verfügbar ist? Die grüne Lösung? TT-Line startet mit erster LNG-Fähre | NDR.de - Nachrichten - Schleswig-Holstein
Die Selbstauskunft zur Sicherheit ersterer Reederei ist, bei den gefühlt ältesten Schiffen unter allen Mitbewerbern auf der Ostsee, zumindest von D und DK nach S, DK nach N gibt es leider seit 2020 nicht mehr, war aber auch eher ein „Oldtimer“, glaube ich in soweit, dass ständig,/regelmäßig trainiert wird… Aufgrund eigener Anschauung (2-6 Überfahrten mit drei verschiedenen Reedereien im Jahr nach N oder S) ist das aber auch die Reederei, auf deren Schiffen ich im Ernstfall als letztes sein möchte. Die sind halt einfach Alt.
Natürlich gab und gibt es Probleme bei der Sicherheit auf RoRo und CoRo Schiffen die nicht direkt mit EVs zusammen hängen, wie z.B. beim Brand vor knapp 4 Wochen auf einem Grimaldi Schiff in Newhark, NJ.
Das hat, ganz ohne EVs an Bord auch rasend schnell Feuer gefangen und, obwohl es im Hafen lag, zwei Feuerwehrleute das Leben gekostet und tagelang gebrannt.
Solange nichts Passiert sind die Reedereien die letzten die z.B. solche „Mischung“ unterbinden.
Wobei man den Sprengstoff wahrscheinlich mit Feuer auf nicht zur Explosion bringen könnte…
Ich empfand es trotzdem als die „spannendste“ Fährpassage in diesem Jahr
