Ahoi alle zusammen!
Hier schreibt Stephan, 43-jähriger zweifacher Familienvater aus Berlin. Ich möchte so schnell wie möglich “Teil des Clubs" werden und meinen ersten Tesla kaufen. Damit ich das schaffe, brauche dringend eure Schwarmintelligenz, denn ich komme einfach nicht weiter.
Die Prämisse ist, ich will einen Tesla als Familienwagen mit Spaßfaktor. Der Platz ist mir das Wichtigste, der Spaßfaktor kommt danach. Ökonomie wäre mir an sich auch lieb.
Ich habe drei Optionen (und die sind wirklich fest, also bitte nicht hinterfragen oder Alternativen vorschlagen
). Alle drei bin ich schon gefahren. Und das Ziel ist, den Wagen dann so lange wie möglich zu fahren, alllllermindestens 5 Jahre, besser 10+.
Option 1: Ein neues Model Y Juniper LR AWD: ~55.000 Euro - ggfs abzüglich 3-6k Umweltbonus und definitiv ~13k für den alten Wagen.
Option 2: Ein gebrauchtes Model Y Performance aus 2024 mit HW3 oder 4 und ~20.000 km für um die 40.000 Euro abzüglich ~13k für den alten Wagen.
Option 3: Ein Model X Long Range oder Long Range Plus (immer Raven) aus 12/2019 oder irgendwann 2020 mit ~60.000 km. Sieht innen und außen aus wie neu, aber Garantie natürlich abgelaufen, lediglich noch Rest der Akkugarantie und höchstens ein Jahr Gebrauchtwagengarantie. Für 36-40k Euro abzüglich ~13k für den alten Wagen.
Die Vernunft sagt ganz klar: Nimm Option 2 wegen Kosten-Nutzen, geringes Risiko wegen Garantie, Großteil des anfänglichen Wertverfalls schon abgehakt und wegen der Performance als kleiner Bonus noch extra Spaß.
Das Herz sagt nach meiner letzten Probefahrt: Nimm Option 3 trotz aller Risiken. Weil am meisten Platz, der Fahrkomfort war grandios und rundum ist das einfach das interessantere Auto. Es ist auch noch momentan das günstigste (kurzfristig!). Die Frage ist nur eben, wie die Risiken einzuschätzen sind ohne Garantie. Wird der kurz- bis mittelfristig wegen vieler „kleiner“ (vierstelliger) Reparaturen zur teuersten Option? Die Versicherung ist natürlich auch teurer und der Verbrauch ein GANZES Stück höher (Y bin ich mit 16-17 kWh im Winter gefahren, X nicht unter 25).
Was also tun? Wie unvernünftig wäre das Model X unter den Voraussetzungen mittel- bis langfristig? Es ist natürlich etwas Overkill. Das Model Y würde absolut reichen, hätte tausend Vorteile und ist ein grandioses Auto. Aber dann bin ich eben das „alte“ X gefahren und nun bin ich völlig ratlos… Vorher war für mich nur die Frage, ob Option 1 oder 2. Nun liebäugle ich mit 3, aber die Stimme der Vernunft grätscht dazwischen.
Eure Einschätzungen aus eigenen Erfahrungen wüsste ich enorm zu schätzen. Tausend Dank!
Stephan