Tesla Model Y (altes Modell):
Meine Frau findet das Auto hässlich, verschiedene Freunde sagen, ich solle es verkaufen (wegen Musk). Ich finde den Wagen vom Aussehen her etwas ungewöhnlich, aber schön. Und ich habe im Juni 2024 bestellt und verkaufe kein gutes Auto, nur weil der CEO und Grossaktionär sich daneben benimmt.
Apple Carplay: läuft unter “nice to have”. Darüber hat sich aber noch niemand beschwert, vielleicht, weill meine Bekannten und Familie keine Technikfreaks sind.
Lästern über E-Autos: das beste Argument, das ich gehört habe war: was wenn der Strom ausfällt? Geh mal zur Tanke ohne Strom… Die Pumpen funktionieren natürlich mit Luft!
Dann kommt: warten an der Ladestation. Ich lade zuhause, brauch also nur bei Langstrecke zur Ladestation. Insgesamt spare ich unmengen an Tankzeit, da kann ich schon mal etwas warten. Das was bisher (25.000km) erst einmal der Fall. Die Ladestation ist allgemein überlaufen, vermeide ich also zwischenzeitlich.
Mein TomTom läuft, aber ich nutze ihn nicht mehr. Der eingebaute Navi ist gut genug, trotz seiner Fehler.
140 ist schnell genug, wer schneller fahren will, kann das ja tun. Mein Wagen geht ja bis 217, das ist schon sehr schnell. Auf der französischen Autobahn ist da der Wagen weg. In Deutschland darf man zwar, aber das ist schon stressig.
Reichweitenangst: Ja, es gibt Ladestationen, alle drei Stunden sollte man eh eine Pause machen. Klar, ich bin früher auch 10 Stunden durchgefahren. Mache ich aber schon lange nicht mehr, habe ich auch mit meinem Diesel Hybrid zum Schluss nicht mehr gemacht, trotz 1200km Reichweite. Einziger Abstrich: die Ladestationen sind nicht an den idyllischen Rastplätzen. Das ist schade.
Bleibt jetzt eigentlich nur noch das Motorengeräusch. Der Motorenklang kommt natürlich nicht an den eines aufgemotzten, schalldämpferlosen Stinkers heran, der mit schwarzem Rauch zur Nebelkanone wird. Das ist ein echter Nachteil… ehrlich. Dafür kann ich die Aussenwelt mit Heino beschallen. Das kann der Stinker nicht.
Bleiben noch die Wartungskosten: mein Hybrid Diesel hatte Wartungskosten von über 500€ (anfangs) bis über 1000€ (am Ende) pro Jahr + ein Tag in der Werkstadt.
Richtige Nachteile hat der Tesla auch: die Bedienung der Türen ist schlecht, da nicht wie die Leute gewohnt sind. Niemand drückt spontan den Öffnungsknopf innen, und die Hanteln aussen sind suboptimal.
Und dann fehlt der Tempolimiter! Der Tempomat ist um Stadtverkehr unbrauchbar bis gefährlich.
Ich bin jetzt kein Tesla Fanboy, aber der Wagen ist gut, gross, preiswert. Wenn ich in 10 Jahren mir einen Neuwagen zulege, dann schaue ich, was dann auf dem Markt ist. Bis dahin hoffe ich, dass mein Tesla hält.
Und allen Stinkern wünsche ich Treibstoffpreise jeneseits der 3 €. Damit das auch mal gesagt wird. Der Treibstoff ist derzeit viel zu billing.