Was auch als Erfolg zu werten ist, da es zeigt dass es gelungen ist, Leute, die wenigstens anfangen zu denken, zu mobilisieren. ![]()
Auf change.org gibt es gerade eine Petition für den Entzug der Gemeinnützigkeit der DUH.
Link hierzu habe ich mir gespart.
Die nötigen 60.000 Stimmen sind fast zusammen.
Dann bauen wir den TFF e.V. um und machen anstelle der DUH e.V. weiter oder gründen einen neuen Verein im Merz.
Sind jetzt drüber.
Die Begründung ist geil:
„Die Messungen, die als Grundlage für die Klagen dienen, werden durch teilweise willkürlich aufgestellte Messstationen erhoben, so der Verdacht. Die darauf beruhenden Ergebnisse sind somit nicht beweiskräftig.“
(…)
"Dabei ist festzuhalten: Auf Druck der DUH gibt es immer mehr Vorschriften, die der Verein dann selbst gegen Gebühr überwachen darf. Des Weiteren wird die DUH durch Steuermittel finanziert. Hinzu kommen Sponsorgelder aus der Autoindustrie, namentlich z.B. von Toyota, um nur einen Sponsor zu nennen.
Nachweislich sind die Messwerte falsch und die DUH schädigt den Endverbraucher durch Urteile, die durch falsche Fakten begründet werden und beschneidet ihn somit in seinen Bürgerrechten - als Schädigung der Gemeinschaft."
Eine sehr, krude Begründungsführung. Was kommt als nächstes: Forderung des Verbots von Gerichten die, die Urteile erlassen?
Ich bin da entspannt. Über Gemeinnützigkeit kann man so wenig „abstimmen“ wie über Fahrverbote. Es gibt Gesetze, Vorschriften und im Extremfall Gerichte, die darüber entscheiden werden. Wenn der DUH tatsächlich die Gemeinnützigkeit entzogen werden sollte, dann hat sie es auch nicht anders verdient. Für mich kein Grund, sich über die Petition aufzuregen, sondern – wenn es denn so kommen sollte – über die DUH.
Naja, ganz so gelassen es ich es nicht. Man nehme z.B. „attac“. Hier wurde aufgrund von politischer Unbequemlichkeit die Gemeinnützigkeit entzogen und musste erst wieder mühsam eingeklagt werden. „Campact“ wurde das Ganze auch schon von einem CDU-Politiker angedroht. Weder bei „attac“ noch bei „Campact“ gab es eine Abstimmung mit 60.000+ Unterschriften.
Dass der CDU/CSU die DUH schon länger ein Störfaktor ist, ist bekannt. Ich habe Bedenken, dass sich mit 60.000+ Unterschriften im Rücken sicherlich ein automobilfreundlicher Politker finden wird, der auch gerne der DUH ans Bein pinkeln will.
Wer ausser der DUH klagt denn, bzw. könnte klagen und quasi das ganze fortführen?
Andersrum, klagt denn irgendjemand anderes noch dieses geltende Recht ein?
Nee, deswegen sehe ich es ja so kritisch. Wenn die DUH die Gemeinnützigkeit verliehrt, rechne ich mal locker mit 50% Spendenrückgang.
Muss mich korrigieren: Es nimmt wohl bei der CDU sehr konkrete Formen an, der DUH die Gemeinnützigkeit zu entziehen.
An meiner regelmäßigen Spende wird das nichts ändern. Die steuerliche Absetzbarkeit interessiert mich an der Stelle überhaupt nicht. Und das geht vermutlich vielen anderen Unterstützern auch so.
Wenn man Fahrverbote nicht mehr verhindern kann dann vernichtet man eben die Organisation, die die Verbote einklagt.
Dann kann man schön weiter gegen Gesetze verstoßen und dreckig weiter fahren.
Volle Zustimmung, ich könnte mir vorstellen, dass ich meinen monatlichen Beitrag dann sogar erhöhe. ![]()
… und CDU? War da mal was? Offensichtlich im Südwesten so’ne Art AfD - hurra, Populismus für alle! ![]()
Erinnerung: Bald beginnt die Bestellzeit für Weihnachten.
Wer auf amazon.de bestellt, kann es genauso gut auf smile.amazon.de und amazon wird automatisch ein paar Cents spenden.
Bild von user Boe:
Jetzt springt die FDP auch noch auf den Zug auf:
finanznachrichten.de/nachri … ge-003.htm
Ich habe mal die DUH angeschrieben und folgende Antwort bekommen:
Da braucht man sich doch nicht zu wundern, mit derlei populistischen Ideen möchte man am Stammtisch bleiben. Das ist für eine Bierzelt/Rummeltruppe schon ganz schön clever, gell. ![]()
Die Gemeinnützigkeit eingetragener Vereine wird in unserem Rechtssystem vom Finanzamt auf Grundlage der satzungsgemäßen Ziele geprüft. […] Bei der DUH ist die Gemeinnützigkeit seit über 40 Jahren gegeben, wird regelmäßig geprüft, aber auch regelmäßig bestätigt. Wir machen uns deshalb keinerlei Sorgen, dass uns die Gemeinnützigkeit aberkannt wird.
Sag ich doch. Locker bleiben.
Evtl. hier schon verlinkt?
heise.de/autos/artikel/Klar … 19743.html
Der Artikel ist eine Meinung, aber gut geschrieben ![]()
Ja, weiter oben.
SPON hetzt gegen die DUH. Nach deren Meinung ist offenbar böse, wer den Finger in die Wunde legt, also dafür sorgt, dass Recht durchgesetzt wird - in dem Artikel gibt es kein Wort über die Autoindustrie, die lügt und betrügt. Die sind per Definition offenbar die Guten.
Zitat aus dem SPON-Artikel:
…die Berechtigung, im Namen der Bürger gegen Kommunen und Gemeinden vor Gericht zu ziehen, nutzt die DUH ohne Rücksicht auf den volkswirtschaftlichen Schaden oder andere Interessen, die ihrem Ziel entgegenstehen. DUH-Chef Resch sieht sich selbst als eine Art fünfte Gewalt…
spiegel.de/wirtschaft/sozial … 39713.html
Wegen Gemeinnützigkeit braucht man sich übrigens KEINE Sorgen zu machen, siehe am Ende des Artikels:
Gemeinnützig oder nicht? Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger, gleichzeitig Abgeordneter der E-Mobil-Vorzeigestadt Ludwigsburg, will die Frage auf dem Bundesparteitag Anfang Dezember offensiv diskutieren - mit dem Ziel, der DUH die Gemeinnützigkeit abzuerkennen…
Experten halten die Initiative allerdings für aussichtslos. Über die Frage der Gemeinnützigkeit entscheidet nämlich ausschließlich das jeweils zuständige Finanzamt. Und Umwelt und Gesundheit gelten nach allgemeinem Verständnis als gemeinnützige Ziele.