Zurück in der Steinzeit

Der Tesla ist im Bodyshop, der Ersatzwagen ist ein Oktavia Kombi Diesel!

Kann ich noch „normale“ Autos fahren?

  • Wenn ich losfahren will schalte ich die Scheibenwischer an
  • Ich erschrecke weil der Wagen einfach losfährt, ohne dass ich das Fahrpedal drücke
  • Keine Kameras! Wie soll ich nur rückwärts fahren?
  • Wenn ich auf meinem Parkplatz ankomme laufe ich zum Ladekabel an der Wand und bleibe davor stehen…
  • Wenn man aufs Pedal tritt passiert erstmal gefühlt 10 Sekunden nichts.

Was sind Eure Erfahrungen beim (temporären) Rückschritt auf Verbrenner?

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Mir ist es passiert, dass ich den Wagen mit laufendem Motor, unabgeschlossen hab stehen lassen. Aber keine Sorge, sowas würde ich auch nicht klauen. :roll_eyes:

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Für den Familienurlaub hatten wir den Passat genommen. Ich hatte die ersten 2 Stunden massive Probleme, weil der Wagen nicht von allein die Spur hielt. Meine Familie hat mich mehr als einmal ermahnen müssen nach vorn zu gucken und zu lenken. :smiley:
Ich habe echt einen halben Tag gebraucht, um mich wieder an all die Schalter, Pedale und Knüppel zu gewöhnen. - Unglaublich!

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Glück gehabt. Klingt nach Automatik.
Man stelle sich das Grauen vor, wenn man plötzlich wieder 3 Pedale bedienen muss.

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Als ich aufgrund einer defekten MCU (Ganze Geschichte bzw. Zusammenfassung) einen VW Passat Diesel fahren durfte/musste, hatte ich auch so meine Mühe, mich auf die Steinzeit-Technik einzulassen.

Ein typischer Tagesablauf:

  1. Zuerst einmal an der Fahrertür vorbei zum hinteren linken Kotflügel laufen, um dann festzustellen, dass dort gar kein Kabel eingesteckt ist.
  2. Am Türgriff ziehen, um dann festzustellen, dass man das Auto mit dem Funkschlüssel manuell aufschließen muss.
  3. Beim Tritt auf das Gaspedal Bremspedal startet das Auto nicht.
  4. Beim Eintippen eines Navi-Ziels findet es „[Firmenname] [Ort]“ nicht
  5. Beim Einlegen des Gangs geht der Scheibenwischer an.
  6. Beim Loslassen der Bremse fährt das Auto von alleine los. :dizzy_face:
  7. Beim Tritt auf das Gaspedal kommt keine Leistung.
  8. Beim Loslassen des Gaspedals wird das Auto nicht langsamer
  9. Jeder Tritt auf das Bremspedal tut im Herzen weh, weil die mühsam hergestellte Bewegungsenergie nun in unnütze Wärme verwandelt wird.
  10. Beim rückwärts einparken starrt man auf ein Armaturenbrett mit hunderten Schaltern.
  11. Beim Einlegen der Parkbremse wird die Windschutzscheibe nass.
  12. Nach dem Aussteigen steht man mit dem Ladestecker der heimischen Wallbox vor dem hinteren Kotflügel und stellt (erneut) fest, dass der Wagen keinen Ladeport hat.
  13. Beim zurückhängen des Ladekabels wundert man sich über das komische Brummen im Carport. (Motor läuft noch.)

Das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern tatsächlich so mit dem Passat erlebt.

Meine Frau hat erst seit August ihr eigenes E-Auto, ist davor aber schon häufig meinen Tesla gefahren.
Vorher fuhr sie einen alten Hyundai i10 Benziner ohne irgendwelchen Komfort.
Mit der Umstellung auf Elektro hat sie unterbewusst viele Eigenschaften des Teslas auf ihren Kia e-Soul übertragen.
Es passiert ihr selbst heute noch, dass das Auto sie anmeckert („bing, bing, bing!“), wenn sie aussteigt und die Tür schließt. Schon wieder vergessen, dass man den Kia mit der Start/Stop-Taste ausschalten muss. :laughing:

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Ich bin ja noch nicht komplett entwöhnt. Aber am Meisten „irritiert“ mich an unserem Diesel, dass er nicht langsamer wird, wenn ich vom Gas gehe. Und dass er nicht beschleunigt, wenn ich auf das Gaspedal trete. :smiley:

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Ich freue mich ja irgendwie, dass es mir nicht alleine so geht.
Fahre zur Zeit einen alten Opel Insignia Diesel Automatik, weil mir ein BMW mein Model S geschrottet hat und ich noch ein wenig auf mein Model 3 warten muß.

Ich glaube erst nach einer Woche bemerkt zu haben, dass man den Wagen abschließen muss/soll, wenn man weg geht.
Scheibenwischer und Gang verwechsle ich nach wie vor immer wieder mal.
Die Rückfahrkamera fehlt.
Navi: umständlich, kein Touch und die Größe einer Briefmarke
Beschleunigung und Anschprechverhalten :rofl:
Rekuperieren tut er auch nicht.

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Das ist eine Sache, die ich bei E-Autos überhaupt nicht verstehen kann. Das sollte mittlerweile überall wie bei Tesla gelöst werden können.

Bei Verbrennern ist das nur zu verzeihen, wenn sie noch keine Start-Stopp-Automatik haben, da man dort akustisch (brummen) informiert wird, dass noch etwas zu tun ist.

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wir haben als 2. Auto einen 7-sitzer Sharan Handschalter allrad…

mit dem Fahre ich dann auch alle 2-3 Wochen einmal…

Umstellung ist kein Problem, die kleine Rückfahrkamera nervt, und bei 100 -> 120 denkt man sich, wie kann denn das so lange dauern… Aber alles nicht dramatisch… so wirklich fahren WOLLEN tut damit aber keiner mehr…

Ich fahre den ollen Diesel meiner Freundin ganz gern, da muss man noch schalten und er ist so schön lahm. Der Renault-Motor läuft ziemlich sanft, das Model 3 ist ab Tempo 50 kein Stück leiser, als der uralte Megane.

Meinen Citroen C6 Diesel mit Automatik ist dann schon wesentlich anders. Der Wagen rollt einfach weiter, wenn man vom Gas geht … das ist so ungewohnt, dass ich einmal fast jemandem reingefahren wäre.
An dem riesigen Lenkrad muss man doppelt so viel kurbeln, wie beim Model 3. Beschleunigung bei 240PS-Diesel - nicht vorhanden :wink: Aber es ist so schön ruhig im Auto und alle Straßen erscheinen wie frisch geteert, so sanft gleitet er über die Huckel und Kanaldeckel.

Und klar … bei jedem Start mach ich den Scheibenwischer an.

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So erging es meiner Frau auch, als sie noch ihren Hyundai i10 hatte.
Bei jeder Gelegenheit wollte sie lieber das Model S nehmen, obwohl es ihr viel zu groß ist. (zu unübersichtlich)
Seit sie den e-Soul hat, hat sie das Model S nicht ein einziges mal mehr gefahren.

Und genauso ergeht es meinem Arbeitskollegen, der (seit zwei Jahren) einen Porsche Macan fährt und schon an einem zweitägigen Probefahrt-Event mit dem Taycan teilgenommen hatte.
Ursprünglich wollte er den Macan sechs Jahre fahren. Wollte! Jetzt sitzt er in der Zwickmühle:
Porsche Taycan oder Tesla Model 3?
Am liebsten würde er den Taycan haben, aber der hat nicht genügend Reichweite. (Er braucht tatsächlich zweimal pro Woche echte 400 km Reichweite - auch im Winter bei Wind und Wetter.)

Meine Freundin fährt jetzt den Diesel Kombi von mir.
Sie hat mir verboten den zu fahren. Sie meinte ich wäre zu blöd dafür und hat Angst um ihr Auto.

Ist aber auch ein Schaltwagen, das macht es noch schlimmer! :wink:

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Zum Thema "auf Steinzeit-Technik einlassen: Wer noch Fred Feuerstein kennt, weiß, wie ein Steinzeitauto aussieht. Nur weil es jetzt E-Autos gibt, sind Verbrenner noch lange keine Steinzeit. Daher hab ich mal spassenshalber meine Antworten eingefügt.

Wir sollten nicht immer alles so bierernst nehmen :slight_smile:

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Ich habe letztens beim Einwintern unseres alten Mercedes-Cabrio (das wir diesen Sommer praktisch gar nicht bewegt hatten) seit über einem Jahr mal wieder tanken müssen.

Das ist echt krass, wie das stinkt. Noch krasser ist, dass man sich vorher offensichtlich an so etwas gewöhnt hat, dass man das gar nicht so bemerkt hat bzw. sich früher da gar nicht dran gestört hat.

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Mir ist kürzlich was krasses mit einem Firmenwagen passiert. Ich sitze am Lenkrad, ein Kollege sitzt neben mir und fängt plötzlich schallend an zu lachen:

„Du musst den Motor anlassen, bevor Du losfährst, das ist doch kein Tesla!“

Ich kam mir so bescheuert vor…

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So denke ich auch an meine Raucher-Zeit zurück :joy:

Übrigens ist das das Gleiche wie bei Automatik und Handschaltung. Ich fahr seit den 90ern Automatik. Und immer, wenn im Urlaub mal ein Leihwagen anstand, war es wegen der Kosten eine Handschaltung. Meistens hab ich an der ersten und zweiten Kreuzung die Kupplung vergessen und den Motor abgewürgt.

Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, Handschaltung als Steinzeit zu bezeichnen.

Ich habe ja derzeit keinen elektrischen Untersatz, aber das wird schon wieder kommen und natürlich bin auch ich in nur 15 Monaten Model S stark geprägt worden. Ich besitze seit 1992 den Ford Granada aus dem Avatar und damit fahre ich eh nur selten, da fällt der Umstieg leicht, denn der ist genauso reduziert wie ein Tesla (keine Ablagen in den Türen, viel Platz zwischen den Fahrgästen, so gut wie keine Schalter und Knöpfe) und hat in der Mitte sogar ein zentrales Display analog zum Model 3 bekommen.

Ansonsten merke ich, wie „versaut“ ich durch Tesla geworden bin, daß moderne Verbrenner überhaupt nicht mehr infragekommen. Das ist sowas von gestrig, das ist nicht auszuhalten und das meine ich ganz allgemein. Einzig Autos aus dem letzten Jahrhundert sind akzeptabel, denn die versuchen nicht etwas zu können, was bei Tesla selbstverständlich ist.

Bei der Probefahrt mit dem ID.3 merkte ich allerdings, daß ich wohl unbewußt automatisch unterscheide zwischen E-Auto und Verbrenner. Im Panda meiner LG passiert es mir nie, daß ich mit dem Wischerhebel den Gang einlegen will, aber im ID.3 ging der Griff automatisch in diese Richtung. :slight_smile:

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Das, was ich am wenigsten erwartet hatte war, dass mich der Blick auf den Tacho hinter dem Lenkrad mehr abgelenkt hat, als beim Model 3.
Hätte ich nicht erwartet. Zudem haben mich die Anzahl an Knöpfen erstmal völlig überfordert :upside_down_face: nachdem ich mal wieder Verbrenner gefahren bin.

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Die Richtung war zumindest richtiger als bei einem normalen Automatikhebel… :wink:
Ich merke immer mehr, dass ich keinen analogen Tacho mehr brauch.
Hatte ich schon seit Jahren beim Mopped und in allen EVs auch.
Bei den Mietwagen oder Poolfahrzeugen schalte ich jetzt immer auf den Zusatztacho im Mitteldisplay.

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