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Zellen/Akku/Batteriepack

Es wird ja einmal eine 300 miles (standard-range)
und eine 500 miles (Long-range) Version geben.

Spekuliert wird auf eine Größe des gesamten Packs bis zu 800 kWh

Was bislang unklar ist:

Zellformat: 18650 oder 2170 oder etwas ganz anderes?

Wird Tesla die Zellen/Batterien/Packs selbst (mit Panasonic in der GF 1) herstellen
oder wird man für den Semi unter Umständen sogar mit anderen Zellproduzenten/Lieferanten zusammenarbeiten?

Die grundsätzliche Frage wäre dann dazu ja auch, woher a) die Rohstoffe, b) die Fertigungskapazität der Zellen,
c) Platz und Kapazität für Zusammensetzen der Packs

Wenn, wie aktuell, die Zellproduktion bei den wesentlich kleineren Mengen für das Model 3 schon zu solchen
Kapazitäts- und Fertigungsproblemen führt - wie will Tesla das für die Zukunft aufstellen und erreichen?

(Von der Fertigung für die Powerpacks, Powerwalls und sonstiger Tesla Energy-Produkte nochmal ganz abzusehen)

Semi werden sicher keine 500k pro Jahr verkauft, wie groß ist der Markt überhaupt?

Egal wie, wäre gut wenn Tesla erst mal mehr Einnahmen generiert :wink:

Naja, es gibt ja soetwas wie Wachstum :wink:
Die Gigafactorys sind ja nicht umsonst durchnummeriert. Es wird nicht bei der einen bleiben. Und nichtmal die eine läuft ja auf 100% bzw ist zu 100% fertiggestellt. Nur es macht halt keinen Sinn, jetzt schon Geld für große Erweiterungen auszugeben, wenn sie denn erst in 3 Jahren überhaupt mal gebraucht werden.

Der Semi soll ab 2019 lieferbar sein.
Selbst wenn wir mal annehmen 31.12.2019

Die GF1 soll 2020 fertig werden.
Und ich müsste nachschauen, aber wenn ich mich nicht vertue war es doch so, dass der Gesamtoutput der GF1 gerade so 500.000 Autos mit Zellen/Packs versorgen könnte. (105 GWh Zellen und 150 GWh Packs) - aus dem Kopf - korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Die Bauzeit der GF1 beträgt, wenn alles nach Plan läuft 6 Jahre (2014-2020)
Wenn der Semi bis 2019 vom Band rollen soll, sind das (Stand heute) noch knapp 2 Jahre.

Da es bislang noch nicht einen konkreten Termin oder auch zumindest Zeitplan oder -rahmen für weitere GFs gibt, wird die Versorgung für die Zukunft durchaus spannend.

Was auch daran liegt, dass nicht durchgehend und mit maximalem Einsatz gebaut wurde. a) weil nicht nötig und auch b) weil das Geld dafür nicht über war/ist.
Aber der Model 3 Output wird vor 2019-2020 auch keine 500k erreichen, zumindest meine Vermutung.

ich bin mir sicher, einer der pförtner der GF1 liest hier mit und wird spätestens morgen in die vorstandsabteilung gehen und denen mitteilen, dass sie in ihrer planung irgendwie wohl nicht berücksichtigt haben, dass das m3 und der semi produziert werden sollen.

Nö, eigentlich nicht unklar.

Die haben die 2170 ja nicht entwickelt, weil die 18650 besser ist, sondern weil sie was besseres als die 18650 haben wollten. Also wird es mindestens die 2170 werden, die 18650 ist draussen für Neuentwicklungen.

Völlig neue Zellen werden sie nicht entwickeln denke ich. Die Masse machts, und wenn von den Standardzellen noch mehr produziert
werden, fallen die Preise noch weiter. Aber wie viel Zellen produziert TESLA jetzt eigentlich?
Hoffe die fahren endlich mal die Gigafactory hoch auf 100%. Erst mit der Massenproduktion der Akkus werden auch die Autos billiger, bzw. TESLA kann Gewinn machen!

Teslas Marge liegt bei 20% :wink:
1kWh momentan 209$

ecomento.de/2017/12/12/umfrage- … preistief/

Die Höhe der 2170 Zelle ist für den PKW Unterboden optimiert. Im Semi Pack könnte man höhere Zellen einbauen. Für die Kühlung über den Zellmantel ist die Höhe mehr oder weniger egal. Also vielleicht sehen wir eine 21140 oder eine 21200.
Andererseits erfodert ein neues Zellformat geändertes Moduldesign und geänderte Fertigungsstraßen. Und man kann nicht mehr Kapazität zwischen den verschiedenen Produkten hin- und her schieben.

Wer sagt, dass die GF1 2020 fertig sein soll? Ich wette, dass danach die nächste Erweiterung begonnen wird. Die ursprünglich (im Jahr 2014) genannten Zahlen von 35GWh/a Zellproduktion in der Gigafactory reichen für 500.000 Fahrzeuge mit jeweils rund 70kWh. Die zusätzlichen 15GWh/a Packproduktion rechne ich den Energiespeicher-Produkten zu. Tesla hat diese Pläne inzwischen um einen Faktor 3 nach oben angehoben. Durch effizientere Raumnutzung sowie einen weiteres Stockwerk, das in den ersten Bauabschnitten als Zwischenboden realisiert wurde, soll bei gleicher Gebäudegröße der dreifache Ausstoß erreicht werden. Und Tesla hat sich zusätzliche Grundstücke gesichert.

Das alles deutet für mich darauf hin, dass die GF1 nicht zum Flaschenhals für die Produktion des Semi wird. Die aktuelllen Probleme beim Model 3 wird Tesla bis 2019 längst gelöst haben, sonst sind sie eh pleite bis dahin.

Das stimmt so nicht, wenn man auf eine wirklich wirksame Kühlung wert legt. Denn die Kühlung einer Rundzelle erfolgt am effektivsten über die zentral angeordnete Anode und die Kathode. Im Inneren entsteht die größte Wärme, die nur sehr schlecht über die gewickelten Schichten nach außen abgeleitet werden kann.

Hier eine Studie zu diesem Thema.

volker hat recht. Wenn nur über den Zellmantel gekühlt werden soll, ist die Höhe der Zelle relativ egal. Die 21mm Durchmesser wurden sicherlich auch in Hinblick auf Mantelkühlung gewählt. Ist auch eine Kostenfrage.

Hier im Video sagt der Vice Präsident für Technik von Panasonic die 2170 hat "30% mehr „Energy-Power-Density“. :exclamation:
youtube.com/watch?time_cont … QaErKsNMNM
Da kann man jetzt natürlich wieder kotzen wegen solcher nicht ganz klaren Aussagen. :imp:

Da fragt man sich natürlich ob 30% mehr spezifische Kapa oder 30% mehr spezifische Leistung? Aber so wie er es sagt ist beides um 30% höher.
Das wäre natürlich super.
Damit wäre ein Akkupack für S und X ausgehend von 100kWh +30% mehr spezifische Kapazität + 70/65 bedeutende 7,7% (5mm mehr Höhe) gleich 140kWh! :stuck_out_tongue:
Vielleicht etwas weniger wegen Randverlust. (je größer der Durchmesser der Zelle, desto größer der Leerraum bei den seitlichen geraden Wänden von Modulen und Pack).
Die 30% mehr spezifische Leistung bedeuten im Prinzip auch weniger Kühlbedarf durch geringeren Innenwiderstand.

@egn das klingt logisch, aber die Kühlung in den Akkupacks von Tesla und Kreisel scheint sich auf den Zellmantel zu beschränken.

Bisschen OT:

uni-muenster.de/MEET/

Diese Leute haben mir mal in einem Vortrag erklärt, dass diese „Rundzellenfertigung“ in Akkumulatoren eigentlich wenig sinnvoll ist, da sie einen enorm hohen internen „Verkabelungsaufwand“ (jede Zelle mit der anderen) bedeutet, das wiederum Gewichtserhöhung und Energieverluste. Gewählt wurde das hauptsächlich, unter anderem von Tesla, weil diese Zellen bereits in ihrer grundlegenden Struktur damals vorhanden waren (Stichwort „Laptopbatterie“ im Tesla). Smart u.a. macht das nicht, dessen Akku sei per Design und -chemie eigentlich deutlich besser.
Vom Design her sei prinzipiell die Akkufertigung aus solchen Einzelzellen auf die Dauer also eigentlich wenig effektiv, wenngleich vielleicht betriebswirtschaftlich derzeit sinnvoll. Bin kein Techniker, die Leute, die dort arbeiten, sind aber schon qualifiziert und kenntnisreich. Das machte schon den Eindruck, dass die wissen, wovon sie reden, die kannten auch den Tesla-Akku von ihnen und außen in allen Maßen und Messwerten offenbar sehr genau.

Eine Studie des Fraunhofer-Institut, vom Dezember letzten Jahres, zeigt, dass die 20700 Zellen hohes Potential hätten, wo die Pouch-Formate erst in 2025 auf gleicher Höhe liegen könnten:

ict.fraunhofer.de/de/presse … 12-14.html

Alles Gute!

Könnte es sein, dass man Zell-, Akku-, packtechnisch neuen Weg gehen möchte,
der sich erst ab einer gewissen Größenordnung rechnet?

Dass man zukünftig auf etwas anderes, neues setzt, wozu man für alle beteiligten Modelle
eine gewisse Masse/Menge benötigt, die man in 2019 (erstmal) nur mithilfe des Semi sicherstellen kann?

Also in Hinblick auf Skaleneffekte? Bis dass dann evtl. später nach und nach überall Einzug hält?

Wenn es wo Skaleneffekte gibt, dann in der Tesla Gigafactory 1. JB Straubel und Elon Musk haben mehrfach angedeutet, dass die Form der Zelle ein heiß diskutiertes Thema bei Tesla ist. Nun haben sie das 2170 Zellformat definiert und sich darauf festgelegt. Ich glaube nicht, dass das ein Bauchentscheid war.

Eine versuchte Zusammenfassung von teslarati.com

Meine Zusammenfassung der Zusammenfassung: Die Tesla Zugmaschine ist mit dem 500 Meilen Batteriepaket ist etwa 2 Tonnen schwerer wie ein konventionell angetriebenes Vergleichsfahrzeug.