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Wieder einen kleinen Schritt näher zur induktiven Autobahn

Dann benutz mal die Tchibo-Steuererklärungssoftware. Die zeigt dir am Ende an, was du in den letzten 20 Jahren bei gleichem zu versteuerndem Einkommen an Einkommenssteuern hättest bezahlen müssen. Bei mir ist es ein fünfstelliger Betrag mehr. Dazu dann noch die nette Senkung der Kapitalertragssteuer auf 25%.

Nur soviel,
außer den zwei von Dir genannten Steuern (über deren Entwicklung man durchaus auch diskutieren könnte) gibt es noch viele weitere Steuern,
zum Beispiel die Mehrwertsteuer, deren Satz ist in den von Dir genannten Zeitraum beispielsweise von 15% auf 19% gestiegen.

Ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie erfindungsreich die etablierten Player im Abzafpfen von Steuer-Geldern sind :smiling_imp:

Alleine die Machbarkeitsstudie hat 200 Tsd. Pfund gekostet. Davon hätte man locker ein Dutzend Ladesäulen aufstellen können…

„Fährst du schon oder forscht du noch?“

Das Konzept ist schon seit 2010 (!) in der Praxis. In Korea fährt eine Touristen-Bimmelbahn damit.


Quelle: Heise Autos

Für ein flächendeckendes Rollout sehe ich drei unüberwindliche Hindernisse

  1. Normierung würde den Stand der Technik einfrieren
  2. Enorm teuer
  3. Alle wichtigen Straßen in ganz Europa (inklusive Osteueropa!) müssen damit ausgestattet werden

Und deshalb ist das Konzept ja auch 1. unsinnig, 2. unbezahlbar und 3. dauert es viel zu lange, bis das steht. Bei e-driver.net mal kurz ein Adapter-Stecker-Set für ganz Mitteleuropa zu kaufen, ist da schon wesentlich schneller, günstiger, flexibler und zudem locker erweiterbar… :smiley:

Ich kann die Häme in diesem Thread nicht nachvollziehen. Die induktive Autobahn scheint mir eine ziemlich gute und naheliegende Idee, die auch keineswegs neu ist (außer dem von volker angeführten gibt es weitere Beispiele). Ich freue mich sehr, dass es an dieser Front Fortschritte gibt.

Für einen Flächendeckenden Roll-out von benzinbetriebenen Fahrzeugen gab es auch große Hindernisse: Überall auf der Welt mussten Tankstellen gebaut werden, die regelmäßig mit großen Mengen Benzin beliefert werden müssen, und zwar derart standardisiert, dass man mit ein und demselben Auto mindestens in ganz Europa (einschließlich Osteuropa!) tanken und fahren kann, ohne dadurch den Motor zu zerstören. Unüberwindlich? Die Geschichte hat uns eines Besseren belehrt.

Bis dahin genügt es mir, wenn ich z.B. ein paar Hauptrouten in einem Staat befahren kann. Wenn es doch mal weiter weg gehen soll, gibt es ja auch noch andere Verkehrsmittel… Supercharger stehen auch noch nicht überall auf der Welt, von CCS-Ladern mal ganz zu schweigen!

Ich sehe nicht, welches Problem das lösen würde, welches nicht um Grössenordnungen billiger und fast genauso komfortabel mit Heimladung, SuC, mehr öffentlichen Ladestationen (für Laternenparker) und mehr Destination Charging gelöst werden kann.

Richtig, aber das Bessere ist des Guten Feind - oder im Falle von Induktion vs. Normalladung: Das wesentlich Billigere und fast genauso Gute ist des exorbitant Teuren Feind.

Dann muss ein zukünftiges E-Auto also noch mehr Standards unterstützen, als das heute schon mit dem Wirrwarr an AC- und DC-„Standards“ der Fall ist. Ich glaube nicht, dass das dem Durchbruch der Elektromobilität helfen wird.

Ist auch bei der Verbrennerfraktion so,
das Militär benutzt Viel- und Allstoffmotoren,
die zivillen Nutzer begnügen sich mit der Auswahl zwischen Diesel- oder Ottomotor.

Wasser, Blätter, Schnee, Eis.

Im übrigen habe ich die Ladespur für Elektroautos bereits 1922 in meinem ersten Buch „Aufstieg zum Solarzeitalter“ propagiert

Sehe ich genauso. Tesla Motors arbeitet ja gerade daran, E-Mobilität zur 100%igen und besseren Alternative zum Verbrenner auszubauen und die noch hohen Kosten dafür zu senken. Jetzt noch mehr neue (teure) E-Technologie einzubauen und damit den ganzen Umschwung mit neuen Kostentreibern wieder zu bremsen, macht keinen Sinn.
Forschen kann und soll man immer, aber besser an leistungsfähigeren, billigeren und/oder leichteren Batterien. Das bringt wesentlich mehr für die Praxis und holt die E-Mobiltät aus der Early Adopter Phase.

Ich finde es mutig, dass du in einer Disussion um Sinn, Zweckmässigkeit und Kosteneffizienz das Militär als Beispiel anführst :slight_smile:

:open_mouth: :open_mouth: :open_mouth:

Das Problem der Emobilität schlechthin: „Oh mein Gott, was ist wenn ich mal spontan 1000 km am Stück fahren muss?!“ Oder etwas weniger polemisch: Akkus sind halt immer noch sehr schwer und sehr teuer. Da gibt es zwar inkrementelle Fortschritte, aber grundsätzlich wird es noch lange Vorteile haben, wenn die halbe Akku-Kapazität auch genügt. Wir wissen ja alle, wie wenig ein durchschnittliches Auto bewegt wird. Der Unterschied zwischen der durchschnittlich benötigten Reichweite und der maximal benötigten Reichweite (ein- bis zweimal im Jahr) ist so groß, dass es schon erlaubt sein muss, zu hinterfragen, ob es sinnvoll ist, jedes Auto auf die Maximalanforderung hin auszulegen.

Um Größenordnungen billiger…? Das wäre noch zu sehen. Wer sowas behauptet, sollte zumindest eine überschlagsmäßige Kalkulation vorlegen. Ich eröffne mal eine Gegenpolemik: Autobahnen sind eh schon scheiße teuer – kommt es auf die paar Cent pro Meter zusätzlich wirklich noch an?

„Fast“ genauso komfortabel…? Das Wörtchen „fast“ ist heimtückisch. E-Autos sind schon seit langem „fast“ genauso praktisch wie herkömmliche Autos, aber trotzdem hat es erst Tesla geschafft, in einer breiteren Öffentlichkeit Interesse zu wecken. Alle Alternativen zu Google sind „fast“ genauso praktisch wie Google, und viel weniger problematisch im Hinblick auf Datenschutz und Privatsphäre. Trotzdem benutzen viele (die meisten?) auch technisch versierte Leute bis heute Google Mail und die Google Suche, weil es ja sooo praktisch ist…

Eben. Das „Bessere“, nicht das „fast genauso Gute“.

Glaubenssache. Ich wiederum glaube, dass wir noch nicht den Stein der Weisen gefunden haben. Nicht mal Elon Musk. Ich glaube auch, dass induktive Autobahnen zum Beispiel gegenüber Wasserstoff als Energieträger die weitaus bessere Option sind.

Und ich habe immer gedacht, Konkurrenz belebt das Geschäft. Ich staune wirklich, was ich hier von Tesla-Jüngern lesen muss. Neue Ideen sind so lange gut, wie sie von Elon Musk kommen? Alles andere macht sowieso keinen Sinn? Ich bin ja selbst ein großer Fan von Musk, aber ist es nicht ein bisschen viel verlangt, wenn wir die Rettung der Welt ihm ganz allein überlassen?

Und wenn ich spontan zwar nur 500km fahren muß, dafür aber Landstraße?
Es läßt sich immer etwas für die ein oder andere Lösung finden.

Das ist weniger ein Problem der E-Mobilität (das wissen wir hier ja eh schon alle) als vielmehr der eingefahrenen Denkweise von Verbrennerfahrern und der generellen Unwilligkeit des durchschnittlichen Menschen umzudenken.

Nichtsdestotrotz bin ich mit dir einverstanden, dass es absolut ein Problem ist. Es sollte aber nicht so gelöst werden, wie sich das ein Verbrennerfahrer wünscht („möglichst gleich wie bisher“), sondern mit derjenigen technischen Lösung, die geringe Kosten verursacht und innerhalb nützlicher Frist realistische Chancen hat, implementiert zu werden. Dazu ist sicher viel Aufklärungsarbeit nötig, aber dass das geht, beweist jeder Teslafahrer, der sicher vor dem Kauf auch mal gedacht hat „oh mein Gott, wie komme ich denn bloss zur Oma, die 600 km entfernt wohnt?“ und sich dann trotzdem für Tesla entschieden hat.

Eine halbwegs akkurate Kalkulation kann ich leider nicht vorlegen, dazu bin ich in dem Gebiet zuwenig bewandert. Aber intuitiv müsste eine Lösung, die die Verlegung von Kabeln und Anschlüssen entlang von 13’000 km Autobahnnetz in Deutschland erfordert, deutlich teurer sein als eine Lösung, welche die Ladepunkte an einer endlichen Anzahl von Orten konzentriert. Beweisen kann ich es nicht.

Absolut einverstanden. Und selbst Tesla ist für Otto Normalverbrauchen noch deutlich zu teuer. Aber wenn in 2-3 Jahren das Model 3 in Europa ankommt und wir davon ausgehen, dass der weitere Ausbau der Supercharger und des Destination Chargings plus angekündigte Fördermassnahmen (z.B. Ladestationen in Laternen, Tiefgaragen und beim Arbeitgeber) halbwegs erfolgreich weitergehen, dann sehe ich nicht mehr wirklich eine grosse Hürde zum Durchbruch der E-Mobilität.

Schauen wir mal das Handy an: Vor 10 Jahren hielt so ein Knochen über eine Woche, ähnlich einem Verbrenner. Heute haben wir alle Smartphones, die dauernd an die Steckdose müssen, einem EV nicht unähnlich. Wir jammern zwar darüber, dass früher alles besser war, aber wirklich jucken tut es uns offensichtlich nicht, denn wir haben ja schlussendlich Smartphones gekauft. Das Problem des Laden-Müssens ist nämlich dadurch entschärft worden, dass es überall Steckdosen gibt. Sobald es „einigermassen überall“ Ladestationen gibt, wird dieses „Problem“ auch beim EV keines mehr sein.

Erwischt :slight_smile: Dennoch denke ich, dass eine besser ausgebaute Ladeinfrastruktur plus all die anderen Vorteile eines EVs (Lärm, Emissionen, Betriebskosten etc.) dazu führen werden, dass diese Lösung gut genug ist.

Ganz ehrlich: Ich fände induktives Laden super! Aber ich halte es für völlig unrealistisch, dass das auch jemals ausserhalb des Experimentalstadiums eingesetzt wird. Schon heute fehlt offensichtlich das Geld an vielen Stellen, um nur schon simple Schlaglöcher mit billigem Asphalt zu füllen, wohler soll den das Geld für das Aufreissen, verlegen von Ladespulen und wieder zumachen kommen? (Natürlich lässt sich das gleiche Argument auch für Ladeinfrastruktur-Geld machen, aber da ich davon überzeugt bin, dass diese Option viel billiger ist als induktives Laden, halte ich die Chance auf deren Implementierung für grösser.)

snooper77, danke für Deine differenzierte Antwort! Ich finde die Diskussion sehr spannend.

Dito :slight_smile: Schauen wir, was die Zukunft bringt. Ich finde all die Entwicklungen auf jeden Fall sehr spannend!

Beim Laden während der Fahrt ergeben sich schöne Naviprogrammierprobleme.
Fährt man lieber einen Umweg über eine ladende Autobahn oder nimmt man eine kürzere aber nicht ladende Landstraße, wo evtl. der kleine Akku nicht reicht und man an einer Ladesäule ein bisschen nachladen muss um sein Ziel (in der geringsten Zeit) zu erreichen. Handelt es sich vielleicht nur um ein Zwischenziel? Will man noch woanders hin fahren? Reicht dann die Ladung von der Landstraße noch, oder wäre es am Ende des Tages (zeittechnisch) besser gewesen die Autobahn zu nehmen?
Fährt man auf der ladenden Autobahn langsamer, braucht man weniger, verbringt gleichzeitig mehr Zeit auf der ladenden Straße. Ankunftszeit wäre dann später, aber der Akku wäre voller.
Die Ladungsgeschwindigkeit richtet sich auch nach der Anzahl der anderen ladewilligen Fahrzeuge auf dem selben Abschnitt. Die Anschlussleistung so einer Autobahn wird ja nicht unendlich groß sein. Von welcher Priorisierung des eigenen Fahrzeuges darf so ein Navi ausgehen? Sollte man dafür die Ziele und damit die Verweildauer andere E-Autos auf der Bahn kennen (Da wäre man dann auch noch beim Datenschutz) um entscheiden zu können ob man aufgrund von Elektronenmangel sein Ziel vielleicht nicht erreichen kann? Welcher Fahrer eines Kleinakkuwagens kann oder will vor einer langen Fahrt solche Einschätzungen treffen, falls die Navis das nicht beherrschen?

Ich glaube, dass viele Leute da lieber die sichere Variante mit einem großen Akku kaufen würden, auch wenn das in der Anschaffung mehr Geld kostet.